Beschlussvorlage - 0340/2020
Grunddaten
- Betreff:
-
Senioren im Quartier - Bericht über ausgewählte Quartiere 2020
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Martina Gleiß
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
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Vorberatung
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20.05.2020
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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03.06.2020
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
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Vorberatung
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Nord
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Vorberatung
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24.06.2020
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Erledigt
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Seniorenbeirat
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Vorberatung
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12.08.2020
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Erledigt
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Bezirksvertretung Haspe
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Vorberatung
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27.08.2020
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hohenlimburg
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Vorberatung
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27.08.2020
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●
Erledigt
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Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
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Entscheidung
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09.06.2020
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08.09.2020
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Sachverhalt
Kurzfassung
Im Auftrag des Sozialausschusses wurde die Situation der Senioren in 14 Quartieren näher betrachtet. Im Rahmen einer Fragebogenaktion fand eine umfangreiche Bürgerbeteiligung statt. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in dem vorliegenden Bericht vorgestellt; es wurden Ziele und Handlungsempfehlungen erarbeitet und formuliert.
Begründung
Der Sozialausschuss hat sich in seiner Sitzung am 26.09.2017 dafür ausgesprochen, als Teil des Altenberichtes einen Bericht über die Situation der Senioren in den Quartieren zu erarbeiten. Weitere Teile des Altenberichtes sind die Pflegebedarfsplanung und der Bericht über die Arbeit der Begegnungsstätten, die regelmäßig aktualisiert werden. Nach vorheriger Beratung im Seniorenbeirat beschloss der Sozialausschuss am 10.04.2018, welche Sozialräume / Quartiere näher untersucht werden sollen.
Der vorliegende Bericht beinhaltet Betrachtungen zu folgenden Quartieren:
- Kuhlerkamp
- Helfe
- Fley
- Quambusch
- Baukloh
- Westerbauer
- Hasper Bachtal
- Eilpe
- Delstern
- Selbecke
- Dahl
- Priorei
- Rummenohl
- Oege
Für jedes einzelne Quartier wurden maßgebliche Daten wie die Anzahl der Senioren und der Einpersonenhaushalte, Daten zur Bebauung und Informationen zur sozialen Infrastruktur zusammengetragen.
Um feststellen zu können, in welchen Quartieren ein besonderer Unterstützungsbedarf für ältere Menschen besteht, wurde darüber hinaus die Versorgungssituation näher betrachtet.
Vor Ort wurde in jedem einzelnen Quartier eine grobe Bestandsaufnahme gemacht.
Um eine breite Bürgerbeteiligung zu erreichen, wurden mit einer Fragebogenaktion 5.321 Menschen über 75 Jahre in den ausgewählten Quartieren angeschrieben, es wurden 1.941 Fragebögen zurückgesandt, das entspricht einer Rücklaufquote von 36,5 %. Die Erstellung der Fragebögen und die Auswertung der Umfrage erfolgte
in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Dortmund und Herrn Professor Dr. Boecker.
Beschreibungen zu den einzelnen Quartieren und die Ergebnisse der Fragebogenaktion sind in dem Kapitel „Profile der einzelnen Quartiere“ des Berichtes zu finden.
Abschließend wurden vom Fachbereich Jugend und Soziales Ziele und Handlungsempfehlungen entwickelt. Dabei wurde Wert darauf gelegt, nur solche Ziele und Maßnahmen zu benennen, die realistisch sind und die die Stadt Hagen in Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort auch tatsächlich umsetzen kann.
Die Maßnahmen betreffen die Handlungsfelder Versorgungsstruktur, Mobilität, Sauberkeit, Sicherheit, Hilfestellung und Beratung und soziale Kontakte.
Es wurden folgende Ziele formuliert, dabei stellt die Reihenfolge der Maßnahmen keine Bewertung der Wichtigkeit dar.
Ziel 1: Die Begegnungsstätten sind Ansprechpartner für die Senioren im Quartier.
Nur 10,0 % der Befragungsteilnehmer gaben an, dass es im Quartier eine Ansprechperson gibt. Die Begegnungsstätten sollen als Ansprechpartner bekannter gemacht werden.
Ziel 2: Gründung eines Seniorennetzwerkes in Zusammenarbeit mit den Begegnungsstätten
Um der Vereinsamung von Senioren entgegenzuwirken und gegenseitige Hilfestellungen zu initiieren kann ein Seniorennetzwerk nach dem Beispiel der SeniorenNetzwerke Köln gegründet werden. Mit dem Arbeitskreis der Begegnungsstätten und der Freiwilligenzentrale, wird geklärt, welche Voraussetzungen hierfür geschaffen werden müssen.
Ziel 3: Die Hagener Begegnungsstätten dienen als Bindeglied zwischen Senioren und Supermärkten.
Mehrfach wünschten sich Senioren einen Einkaufsdienst. Mit den Hagener Begegnungsstätten wird festgestellt, unter welchen Voraussetzungen Einkaufslisten von Senioren aufgenommen und an die Supermärkte mit Lieferdiensten weitergeleitet werden können.
Ziel 4: Zur Verbesserung der Versorgungsstruktur bieten mehr Hagener Supermärkte künftig Lieferdienste an.
Die Versorgungsstruktur in den einzelnen Quartieren kann verbessert werden, wenn Supermärkte und Discounter vermehrt Lieferdienste anbieten. Die Sozialplanung der Stadt Hagen und die Einrichtungsleitungen der Begegnungsstätten werden Kontakt zu den Leitern der Supermärkte aufnehmen. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligenzentrale sollte geklärt werden, ob Freiwillige für eine Tätigkeit im Lieferdienst gewonnen werden können.
Ziel 5: Weitere Verbesserungen im ÖPNV
Die mit der Umfrage gesammelten Hinweise und Anregungen werden durch die Sozialplanung zusammengestellt. Mit Vertretern der Hagener Straßenbahn ist zu klären, wo noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Der Handlungsbedarf ist festzuhalten, sofern er nicht bereits im Nahverkehrsplan festgelegt ist.
Ziel 5a: Ein Bürgerbus verbessert die Mobilität in Dahl, Rummenohl und Priorei.
Die Einführung eines Bürgerbusses für den Bereich Dahl, Rummenohl und Priorei ist zu prüfen. Es gibt grundsätzlich Fördermöglichkeiten durch das Land NRW (s. auch http://www.pro-buergerbus-nrw.de).
Ziel 5b: Altenhilfebusse verbessern die Mobilität im gesamten Stadtgebiet.
Eine weitere Alternative wäre ein Altenhilfebus nach einem Beispiel aus Kempen, Kreis Viersen. Hierbei handelt es sich um einen Fahrdienst, der Senioren auf telefonische Bestellung zum Beispiel zum Wochenmarkt, zur Begegnungsstätte oder zum Arzt fährt und wieder nach Hause bringt.
Durch beide Maßnahmen (5a und 5b) würde auch die Erreichbarkeit der medizinischen Versorgungseinrichtungen und der Banken / Sparkassen verbessert werden.
Ziel 6: Durch bessere Gehwege Unsicherheiten bei Senioren beseitigen
Die Hinweise aus der Befragung zu Gehwegen werden zusammengestellt und an die zuständigen Kollegen vom Fachbereich Bauverwaltung und Wohnen und vom Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung weitergeleitet.
ZieI 7: Verbesserung der Sauberkeit in den Quartieren
Es ist zu prüfen, ob es in den Quartieren ausreichend Papier- und Glascontainer gibt, die auch für Senioren erreichbar sind. Um die Sauberkeit in den Quartieren zu verbessern, sollen die Waste Watcher auch die Wohnquartiere in den Blick nehmen.
Die Ergebnisse der Umfrage mit Hinweisen auf besondere Verschmutzungen werden in einer Liste zusammengestellt mit dem Ziel, Orte zu überprüfen und Verschmutzungen zu beseitigen.
Ziel 8: Angsträume beseitigen
Die Sozialplanung klärt in einem Gespräch mit Polizei und dem Fachbereich Öffentliche Sicherheit, Verkehr, Bürgerdienste und Personenstandswesen, in wie weit die Angsträume in den Quartieren beseitigt werden können. Dabei soll jedes der untersuchten Quartiere vor Ort in Augenschein genommen werden.
Ziel 9: Kleine Verbesserungen in den einzelnen Quartieren in Abstimmung mit den Bezirksvertretungen auf den Weg bringen
Zu allen untersuchten Quartieren wurden Hinweise gesammelt, wie kleine Maßnahmen die Situation der Senioren in den Quartieren verbessern können.
Diese kleinen Verbesserungen werden bei der Vorstellung dieses Berichtes durch die Sozialplanung in den Bezirksvertretungen besprochen und angeregt.
Bei den Zielen 1 bis 4 ist eine Zusammenarbeit mit den Begegnungsstätten geplant. Eine Kontaktaufnahme mit den Begegnungsstätte ist bereits erfolgt. Einzelheiten werden in den nächsten Wochen geklärt.
Inklusion von Menschen mit Behinderung
Belange von Menschen mit Behinderung (Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)
| |
X | sind betroffen (hierzu ist eine kurze Erläuterung abzugeben) |
Kurzerläuterung:
Die Belange von Senioren mit Behinderungen wurden bei der Erstellung des Berichtes berücksichtigt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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8,6 MB
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2
|
(wie Dokument)
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4,2 MB
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3
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(wie Dokument)
|
1,9 MB
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|||
|
4
|
(wie Dokument)
|
2,5 MB
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|||
|
5
|
(wie Dokument)
|
3,2 MB
|
|||
|
6
|
(wie Dokument)
|
2,3 MB
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27.08.2020 - Bezirksvertretung Hohenlimburg - geändert beschlossen
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Hohenlimburg empfiehlt dem Sozialausschuss, folgenden Beschluss zu fassen:
1. Die Ziele 1 – 9 des Berichtes werden wie vorgeschlagen beschlossen, die
Verwaltung wird zur Weiterverfolgung beauftragt.
2. Ein Bericht über den Umsetzungsstand wird in regelmäßigen Abständen
gefertigt und im Seniorenbeirat und in der Bezirksvertretung Hohenlimburg, zumindest einmal jährlich, vorgestellt.
Abstimmungsergebnis:
| Ja | Nein | Enthalten |
CDU | 6 |
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SPD | 2 |
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Bürger für Hohenlimburg | 2 |
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Bündnis 90 / Die Grünen | 1 |
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HAGEN AKTIV | 1 |
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X | Einstimmig beschlossen | ||
| |||
Dafür: | 12 | ||
Dagegen: | 0 | ||
Enthaltungen: | 0 | ||
08.09.2020 - Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie - geändert beschlossen
- Die Ziele 1 – 9 des Berichtes werden wie vorgeschlagen beschlossen, die
Verwaltung wird zur Weiterverfolgung beauftragt.
- Das Thema wird in der ersten Sitzung des Sozialausschusses der neuen Legislaturperiode erneut beraten und während der gesamten Zeit begleitet.
- Ein Bericht über den Umsetzungsstand wird in regelmäßigen Abständen
gefertigt und dem Seniorenbeirat, dem Sozialausschuss und den Bezirksvertretungen dieser Stadt zur Kenntnis gegeben.
Abstimmungsergebnis:
| Ja | Nein | Enthaltung |
CDU | 4 |
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SPD | 3 |
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Bündnis 90/ Die Grünen | 2 |
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Hagen Aktiv | 1 |
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FDP |
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AfD |
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Die Linke |
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BfHo/Piraten Hagen | 1 |
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X | Einstimmig beschlossen | ||
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Dafür: | 11 | ||
Dagegen: | 0 | ||
Enthaltungen: | 0 | ||