20.05.2020 - 6.4 Senioren im Quartier - Bericht über ausgewählte...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Frau Gleiß vom Fachbereich Jugend und Soziales fasst den Inhalt der Vorlage zusammen und berichtet, dass der Bezirk Eilpe/Dahl der einzige sei, der flächendeckend untersucht worden ist.

 

Alle Bewohner über 75 Jahre wurden angeschrieben. Die Rücklaufquote der zurückgesandten Fragebögen lag bei knapp über 40%, was eine sehr gute Quote darstelle.

In allen Quartieren wurde durchgängig bemängelt, dass man mit der Sauberkeit nicht zufrieden sei, insbesondere die Haltestellen und die Containerstandorte wurden erwähnt. Vielfach wurde der dichte Verkehr, schlechte Parkmöglichkeiten sowie die schlechten Straßen- und Gehwegszustände bemängelt. Vielen fehle auch das Bürgeramt.Darüber hinaus gibt Frau Gleiß einzelne Aussagen und Wünsche der Seniorinnen und Senioren wieder, die von fehlenden Plätzen zum Verweilen und Ausruhen in Eilpe - über den vergessenen Ortsteil Delstern - bis hin zu dem gewünschten Bürgerbus in Dahl und den schlechten Verkehrsanbindungen von Priorei und Rummenohl gehen.

 

Darüber hinaus gebe es viele kleine Wünsche, die nach Auffassung von Herrn Thieser aus Haspe möglicherweise mit Hilfe der Bezirksvertretungen umgesetzt werden könnten.

 

Für Eilpe sei das ein Platz zum Verweilen, mehrere Bänke, nette Bepflanzungen und nette Veranstaltungen auf dem Bleichplatz. Größere Wünsche waren eine öffentliche Toilette, ein Grillplatz, eine Parkanlage und Fahrradwege.

 

Für Delstern wurden dahingehend keine Wünsche geäußert.

 

Für die Selbecke wurde der schlechte Wanderweg am Freilichtmuseum genannt und die Aufhebung der 30km/h-Zone vor der ehemaligen Schule August-Hermann-Francke.

 

In Dahl wünscht man sich mehr Informationen zu Veranstaltungen und in Rummenohl gab es Wünsche nach einem Park mit Bänken, einer Gehwegbeleuchtung und einer Begegnungsstätte.

 

Dennoch fühlen sich die meisten Seniorinnen und Senioren in ihren Quatieren wohl. 

 

Herr Dahme bedankt sich für die Ausführungen und stellt fest, dass viele Wünsche und Probleme dem Grunde nach generationenübergreifend seien.

 

An der nachfolgenden Erörterung nehmen Frau Opitz, Frau Peddinghaus,  die Herren Dahme, Neuhaus, Gebhard, Schulz und Eiche teil.

 

Was die Beschaffung von gelben Säcken betreffe, gebe es in Eilpe - seit der Übernahme dieser Aufgabe von AHE – keine Ausgabestelle mehr, so Herr Dahme

 

In Dahl, so Herr Neuhaus, habe sich die bisherige Ausgabestelle mit AHE in Verbindung gesetzt. Seitdem funktioniere das wieder.

 

Insbesondere sei Herrn Neuhaus aufgefallen, dass die Vereine, die Bürgerhalle, die AWO und die kirchlichen Institutionen im Stadtteil einen großen Beitrag zum Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger beisteuern. Seitens der Stadt werde so gut wie gar nichts angeboten.

Einzelstimmen, die beispielsweise von schlechten Verkehrsanbindungen sprechen könne er nicht nachvollziehen. So fahre halbstündlich der Bus und stündlich die Bahn.

 

Auch habe es einen Lebensmittelladen in Rummenohl gegeben, der aber aufgrund fehlender Kunden wieder schließen musste, so Herr Gebhard.

 

Dies könnte auch an den etwas höheren Preisen gelegen haben, so Herr Schulz.

Ferner empfinde er, dass die Verschmutzung im Stadtteil sogar noch schlimmer geworden sei, obwohl die Waste Watcher eingestellt worden sind.

 

Frau Opitz bedankt sich bei Frau Gleiß für die Ausarbeitungen und  möchte zum fehlenden Papiercontainer für Delstern wissen, ob die Bezirksvertretung sich darum kümmern müsse oder der Fachbereich.

Ferner möchte Frau Opitz wissen, wie man den älteren Menschen helfen könne, die gar nicht mehr aus ihrer Wohnung kommen und auch sonst niemanden haben, der sich um sie kümmere. Für diese Menschen müsse die Stadt die Verantwortung übernehmen und Unterstzützung anbieten, wie beispielsweise Pflegedienste beauftragen, Einkäufe erledigen und Weiteres. Eine Idee dazu wäre die Einrichtung einer Rufnummer für Seniorinnen und Senioren, die dadurch zumindest telefonisch Hilfe anfordern können.

 

Herr Eiche ist ebenfalls der Meinung, dass die Verschmutzung im Stadtteil schlimmer geworden sei. Aber nicht wegen sondern trotz der Waste Watcher. Wenn die nicht wären, wäre es kaum noch auszuhalten.  

 

Frau Peddinghaus hält den Bürgerbus für eine gute Idee. So gebe es auch Menschen, die - obwohl sie könnten - nicht rausgehen, weil die Wege zu beschwerlich seien, beispielsweise von den Höhen. Wenn dies finanziell umzusetzen wäre, rden die Menschen damit länger mobil bleiben und besser teilnehmen können.  

 

Frau Gleiß bedankt sich für die Anregungen und wird sowohl den Vorschlag mit dem Seniorentelefon weitergeben aber auch die Angelegenheit mit dem Papiercontainer anstoßen.

 

Frau Opitz spricht nochmals die seit Corona überfüllten Mülleimer im Grünzug Eilpe an, die zusätzlich mit Müll umgeben sind, da der Eimer schon voll ist. Aus diesem Grunde bittet sie darum, dass die Leerung häufiger passiere.

 

Herr Huyeng teit dazu mit, dass die Leerung der Müllgefäße einem Intervall unterliegen, der nicht verändert werden könne. Diese Dinge können der Verwaltung über den Mängelmelder, mit eventuell beigefügtem Foto, mitgeteilt werden, die sich dann darum kümmere. 

 

Herr Heimhard fügt noch hinzu, dass auch die Müllverschmutzung im Wald zugenommen habe. Für jegliche Verschmutzung seien die Menschen selbst verantwortlich. Wenn kein Mülleimer vor Ort ist oder aber Mülleimer überfüllt seien, ist der Müll mit nach Hause zu nehmen. Nicht alles könne die Stadt übernehmen.

 

Herr Dahme greift nochmals die Problematik auf, in denen Menschen die eigene Wohnung nicht mehr verlassen können. Auch er treffe manchmal auf solche Situationen und wünsche sich Hilfe für diese Menschen.

 

Frau Gleiß informiert dazu, dass es zum einen den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) gebe, der für alle Menschen da sei, nicht nur für Jugendliche. Ferner könne man sich auch an den sozialphsychiatrischen Dienst wenden. Beide gucken vor Ort und kümmern sich um die Menschen. Für Hilfe bei der Pflege kann die Pflege- und Wohnberatung angesprochen werden. Einen Ansprechpartner für alle Belange gebe es leider nicht. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn es auch Sozialarbeiter für Ältere geben würde, die nach dem Rechten gucken. Diese Aufgaben sind aber auch mit hohen Kosten verbunden, sodass dies erst einmal nicht als vorrangiges Ziel mit aufgenommen worden ist. Für die Zukunft könne man das aber anstreben  

 

Herr Dahme bedankt sich für die Berichterstattung und lässt ohnen weiteren Diskussionsbedarf wie folgt über die Vorlage abstimmen:

 

 

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Beschluss:

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl empfiehlt dem Sozialausschuss folgenden Beschluss zu fassen:

1. Die Ziele 1 9 des Berichtes werden wie vorgeschlagen beschlossen, die
   Verwaltung wird zur Weiterverfolgung beauftragt.
2. Ein Bericht über den Umsetzungsstand wird in regelmäßigen Abständen
   gefertigt und im Seniorenbeirat vorgestellt.

 

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

4

 

 

CDU

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

-

-

-

FDP

1

 

 

AfD

-

-

-

 

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

11

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0