Beschlussvorlage - 0045/2008
Grunddaten
- Betreff:
-
Umbau der Bahnhofstraße (Nordseite)hier: Ausbauplanung
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 66 Fachbereich Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken
- Beteiligt:
- FB20 - Finanzen und Controlling; 67 Fachbereich Grünanlagen-Straßenbetrieb
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Umweltausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
30.01.2008
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Hagen-Mitte
|
Entscheidung
|
|
|
|
26.02.2008
|
Beschlussvorschlag
- Der vorgestellten Ausbauplanung zum Umbau
der Bahnhofstraße (Nordseite) wird zugestimmt.
- Die Verwaltung wird beauftragt die
Ausbauplanung verbunden mit der Beitragserhebung im Rahmen einer
Informationsveranstaltung den betroffenen Grundstückseigentümern
(Anliegern) vorzustellen.
- Die Bezirksvertretung Mitte stellt
130.000,-- € zur Realisierung der Baumaßnahme zur Verfügung.
Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Planungsvorlauf
Am 05.12.2006 wurde die Verwaltung von der
Bezirksvertretung Mitte beauftragt die Voraussetzungen für eine schrittweise
Realisierung des Umbaus der Nordseite der Bahnhofstraße zu schaffen.
Grundlage für diesen Beschluss war das
Planungskonzept zur Neugestaltung der Nordseite der Bahnhofsstraße, welches in
der Vorlage 1011/2006 vom 22.11.2006 in der Bezirksvertretung Mitte vorgestellt
wurde (s. Anlage).
Ausbauplanung
Die Ausbauplanung
für die Umgestaltung der Nordseite der Bahnhofsstraße sieht nun folgende
Maßnahmen vor:
Die vorhandenen 33 Bäume sind, wie in Vorlage
1011/2006 dargelegt, in zunehmenden Maße
nicht mehr verkehrssicher und werden auf Grund des schlechten Gesamtzustandes
gefällt und durch Neupflanzungen ersetzt.
Hieraus ergibt sich die Chance für eine Neuordnung
auf der Nordseite der Bahnhofsstraße. 17 neue Bäume lassen sich in einem
ausreichenden und annähernd gleichen Abstand pflanzen. Damit wird ein
gleichmäßiger Kronenaufbau erreicht, sodass auch gestalterisch eine
Neugliederung des Straßenraums erreicht wird. Dieses setzt voraus, dass
zusammenhängende Teilabschnitte en bloc neu hergerichtet werden. Beabsichtigt
ist die Pflanzung von 17 großen Solitärbäumen
(Stammumfang 25 – 30 cm,
Höhe 400 – 500 cm, Kronenbreite 150 bis 200 cm). Vorgesehen ist die
Pflanzung von Winterlinden
(Tilia cordata). Als Anfahrschutz sollen die
Baumscheiben durch eine Kante gefasst und gesichert werden und mindestens 16 m²
groß sein. Eine Unterpflanzung der Baumscheiben mit Bodendeckern soll wegen der
zu erwartenden starken Verunreinigungen nicht erfolgen.
Da die vorhandene Pflasterung der Stellplatzleiste
durch die Wurzeln bereits stark angehoben ist und durch die Beseitigung der
alten Wurzeln auch großflächig aufgenommen werden muss, ist eine Neupflasterung
der gesamten Stellplätze erforderlich. Eine Wiederverwendung des vorhandenen
Pflasters kommt aus Kostengründen nicht in Betracht. Die Neupflasterung erfolgt
in dunklem Betonrechteckpflaster.
Der Gehweg wird zu einer breiten und großzügigen
Fußgängerpromenade ausgebaut, welche den Bahnhof mit der Innenstadt verbindet.
Dazu werden die bisher vorhandenen Pflanzbeete beseitigt. Die Pflasterung
erfolgt in Betonrechteckpflaster, welches in Anlehnung an die Pflasterung im
Bereich der Bahnhofstraße zwischen Graf-von-Galen-Ring und Stresemannstraße, durch farblich
abgesetzte Pflasterbänder gegliedert wird.
Die sehr unterschiedlichen Lampen auf der Nordseite
der Bahnhofstraße werden durch die Trilux-Oberlichtleuchte ersetzt, da diese
bereits in der umgestalteten Bahnhofstraße eingesetzt wurden und auch am
anderen Ende im Volkspark ihre Fortführung finden. Dabei werden die Leuchten im
Gehweg außerhalb der Baumkronen einen neuen Standort finden.
Die Post- und Stromverteilerkästen werden aus der
Mitte des Gehwegs in geeignete
Randbereiche versetzt. Die Parkscheinautomaten finden außerhalb der neuen
Baumkronen einen neuen Standort.
Untersuchung von
Realisierungsvarianten
Die Verwaltung hat im Hinblick auf den erteilten
Auftrag 2 Realisierungs- bzw. Finanzierungsvarianten untersucht.
Variante 1: Realisierung im Rahmen des
Stadterneuerungsprogramms
Untersucht wurde von der Verwaltung eine Finanzierung
im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms. Dabei wurde festgestellt, dass die
geplante Neugestaltung vom Zuschussgeber voraussichtlich als schwerpunktmäßige
Erneuerungsmaßnahme ohne große städtebauliche Verbesserung eingestuft würde und
somit eine Förderung fraglich erscheint. Um den Anspruch der Förderkriterien
gerecht zu werden, müssten weitergehende Umgestaltungen wie z.B. die
Aufpflasterung der Straßenkreuzungen, Umgestaltung des Platzes an der
Neumarktstraße und Ausstattung des Straßenraums mit weiteren
Gestaltungselementen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität erfolgen. Damit
würden die Gesamtkosten weiter ansteigen.
Angesichts der langen Prioritätenliste die bereits
seitens der Stadt Hagen in diesem Förderprogramm vorliegt und angesichts der
Tatsache, dass die Landesmittel in diesem Bereich immer spärlicher fließen, ist eine
Realisierung voraussichtlich auch längerfristig nicht abzusehen.
In so fern scheidet eine Finanzierung im Rahmen der
Stadterneuerung in absehbarer Zukunft aus.
Variante 2: Realisierung in Bauabschnitten
Ein Ausbau der Bahnhofstraße ist in 4 Bauabschnitten möglich,
wobei im ersten Bauabschnitt der Bereich zwischen Hindenburgstraße und
Grabenstraße hergestellt werden soll. Als 2. Bauabschnitt ist dann der Bereich
zwischen Grabenstraße und Neumarktstraße zu realisieren. Daran schließt sich in
zwei weiteren Bauabschnitten der Bereich von der Neumarktstraße bis zur
Karl-Marx-Straße an.
Die Kosten werden je Abschnitt ca. 160.000,-- € betragen.
Beitragsrechliche Auswirkungen
Die geplanten Maßnahmen lösen eine Beitragspflicht
nach § 8 KAG i. V. mit der Straßenbaubeitragssatzung der Stadt Hagen aus. Es
handelt sich um eine nachmalige Herstellung der Teilanlagen Gehweg,
Stellplätze, Grünanlagen (Bäume) und Beleuchtung.
Die Kosten der Stellplätze und des Gehwegs auf
einer Breite von 2,50 m sind zu 50 %, die
Baumpflanzung zu 20%
und die Beleuchtung zu 30 % von den Anliegern zu
tragen. Die Erhebung der KAG-Beiträge erfolgt in 3 Abschnitten.
Finanzierung
Die Ausbaukosten betragen insgesamt ca.
640.000,-- €
und werden innerhalb von 4 Jahren finanziert.
(Gegenüber der Vorlage 1011/2006 wurden die erfolgten
Preis-
steigerungen und die Mehrwertsteuererhöhung
eingerechnet.)
Davon werden die Kosten für die Beleuchtung in Höhe
von
80.000,-- €
aus dem laufenden Erneuerungsprogramm von
Stromleuchten
bezahlt.
Eine Refinanzierung von rd. 180.000,-- €
erfolgt durch die Erhebung von KAG-Beiträgen von den
Anliegern.
Aus vorhandenen Haushaltsmitteln werden 250.000,-- €
für die Baumaßnahme bereitgestellt.
Durch Bereitstellung von 130.000,-- €
durch die BV Mitte wäre eine Finanzierung der Maßnahme
sicherge-
stellt.

26.02.2008 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen
Beschluss:
Der vorgestellten Ausbauplanung zum Umbau der Bahnhofstraße (Nordseite)
wird zugestimmt.
Die Verwaltung wird beauftragt die Ausbauplanung verbunden mit der
Beitragserhebung im Rahmen einer Informationsveranstaltung den betroffenen
Grundstückseigentümern (Anliegern) vorzustellen.
Die Bezirksvertretung Mitte stellt, wie
in ihrer Sitzung am 22.01.2008 beschlossen, 130.000,-- € zur
Realisierung der Baumaßnahme zur Verfügung.
Für die durch die Ausbaumaßnahme
wegfallenden 33 Bäume ist ein vollständiger Ausgleich vorzusehen. Die 16 Bäume,
die nicht zur Wiederanpflanzung in der Bahnhofstraße geplant sind, werden an
anderen geeigneten Standorten im Bereich der Innenstadt angepflanzt, nach
Möglichkeit innerhalb des Innenstadtrings.
Bei den Anpflanzungen sowohl
innerhalb wie außerhalb des Ausbaubereichs ist auf eine ausreichende Größe der
Baumscheiben oder andere technische Möglichkeiten zu achten, die eine
dauerhafte Überlebensfähigkeit der Bäume sicherstellen.
Die Verwaltung ermittelt geeignete
Standplätze sowie Informationen zu den Kosten, die durch den vollständigen
Ausgleich entstehen.