Beschlussvorlage - 0126/2010
Grunddaten
- Betreff:
-
BahnhofshinterfahrungSachstandsbericht
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 66 Fachbereich Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken
- Bearbeitung:
- Ilona Schaefer
- Beteiligt:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Entscheidung
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23.02.2010
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Anhörung
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16.03.2010
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Sachverhalt
Sachstandsbericht
Mit
Bezug auf das am 13.01.2010 geführte Gespräch zwischen Herrn Lienenkemper,
Herrn Diegel und Herrn Dehm fand ein weiteres Abstimmungsgespräch beim
Ministerium für Bauen und Verkehr statt, an dem Vertreter der Bezirksregierung
und der Stadt Hagen teilgenommen haben.
Der
Vertreter des Ministeriums bestätigte die verkehrspolitische und
umweltpolitische Bedeutung der Bahnhofshinterfahrung Hagen und bekräftigte die
bisherigen Aussagen zur Unterstützung dieser Baumaßnahme.
Mit
Zustimmung der Stadt werden nun die bisherigen beiden Bauabschnitte zu einer Gesamtmaßnahme
zusammengefasst. Hierzu wird bis zum 31. Mai 2010 ein Gesamtförderantrag bei
der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht.
Das
MBV und die Bezirksregierung stellten in Aussicht, für einen ersten Teilbereich
zwischen Eckeseyer Brücke und dem neuen Knotenpunkt westlich des Hauptbahnhofes
eine Teilbewilligung Ende 2010 zu erteilen. Eine Entscheidung hierzu wird das
MBV jedoch erst in der 2. Jahreshälfte treffen.
In
dieser Teilbewilligung soll auch die Entschädigungsleistung an die DB AG für
den Bau des neuen Gleisanschlusses der Fa. Schmitz enthalten sein.
Die
Stadt Hagen hat die wesentlichen Voraussetzungen für die Realisierung des
Gleisanschlusses bereits geschaffen: Die Bahntrasse wurde im Dezember 2009 von
der Deutschen Bahn erworben, des Weiteren liegt seit August 2009 die
erforderliche Plangenehmigung des Eisenbahn-Bundesamtes vor. Die Planungen sind
abgeschlossen, der Durchführungsvertrag zur Realisierung des neuen
Gleisanschlusses und der Abbindung der bestehenden Gleistrasse wird derzeit erarbeitet.
Um
zeitnah mit der Freimachung des Baufeldes beginnen zu können sicherte die
Bezirksregierung zum Frühjahr 2010 eine Einplanungsmitteilung für die
Gesamtmaßnahme zu. Anschließend könnte mit dem Abbruch der von der Fa. Pertrix
erworbenen Werkshalle begonnen werden. Unter der Voraussetzung, dass Ende 2010
eine Teilbewilligung vorliegt, könnte kurzfristig der Bau der Volmebrücke
realisiert werden.
Der
Baubeginn der Eckeseyer Brücke ist erst ab 2015/2016 vorgesehen, da die Stadt
hofft, in diesem Bereich ggf. noch zusätzliche Einsparungen aufgrund der
Aufgabe weiterer bestellter Gleise durch die Bahn zu erzielen, dies ist Inhalt
noch anstehender Verhandlungen.
Für den Bau der Bahnhofshinterfahrung ist insgesamt ein
Erwerb von ca. 200.000 qm Grundfläche erforderlich. Bisher wurden von verschiedenen
Eigentümern 144.681 qm gekauft. Mit weiteren Eigentümern besteht Einigkeit über
den Erwerb von ca. 9.800 qm, der Erwerb von ca. 3.000 qm ist über ein
Rückkaufrecht gesichert.
Nach heutigem Stand sind demnach etwa 175.500 qm Flächen gesichert.
Mit den verschiedenen Eigentümern der Restflächen in einer
Größe von ca. 25.300 qm ist die Verwaltung im Gespräch. Dabei gestalten sich die
Verhandlungen mit zwei Eigentümern zum Erwerb von Flächen in einer Größenordnung
von ca. 21.200 qm schwierig. In einem Fall ist daher im Juli 2009 der Antrag
auf Einleitung eines Enteignungsverfahrens gestellt worden, in dem zweiten Fall
wird eine Enteignung wahrscheinlich auch nicht zu umgehen sein.
Es ist
darauf hinzuweisen, dass in den Fällen, in denen noch keine Einigung erzielt
ist, die abschließenden Verhandlungen erst geführt werden können, wenn eine
Mittelfreigabe erfolgt ist und damit die Voraussetzungen für eine Kaufpreiszahlung
vorliegen.
Hierzu
wurde mit Schreiben vom 07.12.2009 die BR über den bis 2011 zu erwartenden
Finanzierungsbedarf für Planungsmittel, Grunderwerb und Entschädigungen informiert.
Eine entsprechende Bestätigung der Kommunalaufsicht der BR steht noch aus.
Weiterhin
beabsichtigt die Stadt im Zuge der städtebaulichen Entwicklung zur
Reaktivierung der Gewerbebrachen westlich des Hauptbahnhofs die Inanspruchnahme
einer Kombinationsförderung von AAV – EFRE-Mitteln zur notwendigen
Behandlung der hier vorhandenen Altlasten und zur Schaffung der bautechnischen
Voraussetzungen für eine zukünftige städtebauliche Nutzung und Vermarktung
dieser Flächen. Dieser Förderantrag dient primär der Altlastensanierung,
zurückzubauende Bodenmassen können dabei als Unterbau der neuen Straße genutzt
werden. Eine entsprechende Antragstellung erfolgt im März 2010, mit einer
Bewilligung ist im November 2010 zu rechnen.
Darüber
hinaus stellt die Stadt Hagen einen Antrag auf wasserbauliche Förderung zur
Renaturierung der Ennepe, der im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen und
erforderlichen Abbrüche des Projektes Bahnhofshinterfahrung Relevanz zeigen
kann.
Die
Vertreter des MBV und der BR wiesen darauf hin, dass aufgrund der gemäß
Entflechtungsgesetz auslaufenden Straßenbauförderung eine Fertigstellung der
Gesamtbaumaßnahme bis 2018 sinnvoll ist, da hinsichtlich einer
Mittelverfügbarkeit ab dem Jahr 2019 keine definitiven Aussagen möglich sind.
