Beschlussvorlage - 0850/2009
Grunddaten
- Betreff:
-
Projekt Kunstrasen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- SZS - Servicezentrum Sport
- Bearbeitung:
- Katja Bannenberg
- Beteiligt:
- FB20 - Finanzen und Controlling; 66 Fachbereich Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Sport- und Freizeitausschuss
|
Entscheidung
|
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|
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07.10.2009
|
Beschlussvorschlag
- Der Sport- und
Freizeitausschuss beschließt, als nächste Anlage den Sportplatz Voßacker
in der aufgeführten Form zu sanieren und stellt hierfür 960.000,- €
aus der Sportpauschale zur Verfügung.
- Die nutzenden
Vereine haben sich finanziell angemessen zu beteiligen. Über das Ergebnis
berichtet die Verwaltung im Rahmen der Baubeschlussvorlage.
- Die weitere
Priorisierung wird nach Entscheidung über den „Pakt für den
Sport“, Vorlagen Nr. 0489/2009, festgelegt.
Sachverhalt
Kurzfassung
Die Verwaltung hatte seitens
des Sport- und Freizeitausschusses den Auftrag, die Sportplätze Dahl, Helfe und
Voßacker technisch und sportfachlich zu untersuchen. Es werden die Ergebnisse
dargestellt.
Begründung
Die Verwaltung hatte den
Auftrag, die Sportplätze Dahl, Helfe und Voßacker technisch und sportfachlich
zu untersuchen. Das Ergebnis ist wie folgt:
Sportplatz Kämpchen Dahl
Bestand, Ausstattung, Bauzeit
Der Sportplatz Dahl wurde um
1975 als Kampfbahn Typ C errichtet, d.
h. neben dem Spielfeld wurden vier 400-m-Bahnen und in den Segmenten die Wurf-
und Sprungdisziplinen eingebaut.
Sowohl das Spielfeld als
auch die Leichtathletikanlagen wurden mit einem Tennenbelag hergestellt.
Der Sportplatz ist mit einer
6-Mast-Flutlichtanlage ausgestattet.
1990 wurden bei der
Entwässerung der Sammler (Ringdränage) und die Einläufe erneuert. Ebenfalls
wurde die Laufbahndecke erneuert.
1993 wurden die Stellplätze
im Zusammenhang mit dem Bau der Turnhalle entlang der Straße Am Volmewehr
gebaut.
Derzeitiger Pflegezustand
Das Spielfeld und die
Segmente sind in gutem Pflegezustand.
Gleiches gilt für die
100-m-Bahn, wobei ein Teilbereich durch starke Verschlämmung auffällt, was auf
unzureichende Entwässerung oder defekte Drainierung hinweist.
Der Rest der Laufbahn
(400-m) ist teilweise stark verunkrautet, was auf mangelnde Pflegegänge in
diesem Bereich zurückzuführen ist.
Die Einläufe der Platz- und
Laufbahnentwässerung sind frei von Ablagerungen.
Bedarf und Nutzung
Der nutzende Verein TSV Dahl
hat insgesamt 6 Mannschaften (2 Senioren- und 4 Jugendmannschaften) beim Kreis
gemeldet. Der Platz wird hinsichtlich des Trainingsbetriebes, nach bei der
Verwaltung vorliegenden Daten, in der Woche mit 15 Stunden genutzt.
Planung
Die folgende Planung beruht
auf folgenden Vorgaben:
Das Spielfeld soll mit einem
Kunstrasen versehen werden.
Die Leichtathletikanlagen
werden entsprechend den Aussagen des Vereins aufgegeben.
Für die Grundschule erfolgt
ein Angebot für Leichtathletik direkt an der Schule.
Zukünftig werden die
Grundschulen in der heutigen Hauptschule untergebracht.
Spielfeldplanung
Das Spielfeld erhält eine
Größe von 67 x 104 m brutto bzw. 64 x
100 m netto. Die Platzdecke wird mit einem Kunstrasen mit Sand- und
Gummigranulatverfüllung auf einer elastischen Tragschicht ausgeführt werden.
Das Spielfeld wird beim Neubau um einige
Meter nach Norden verschoben. Dadurch wird es möglich im südlichen Segment eine
Aufwärmfläche zu schaffen. Das gesamte Spielfeld wird an den Längsseiten durch
Barrieren abgegrenzt und umlaufend mit einem drei Meter breiten
Betonpflasterstreifen versehen. Die Pflasterfläche verhindert eine Verschmutzung
und somit einen frühzeitigen Verschleiß der Spielfläche und dient darüber
hinaus als Standfläche für Zuschauer. Die verbleibende Fläche der ehemaligen
Laufbahnen und das nördliche Segment werden mit Rasen eingesät.
Leichtathletik
Die Leichtathletikanlagen
werden an dem vorhandenen Standort aufgegeben. Um dem Schulsport der
Grundschulen gerecht zu werden, wird an der derzeitigen Hauptschule in der
Ribbertstraße die wassergebundene Platzdecke des vorhandenen Bolzplatzes überarbeitet und der
Platz in Waage gelegt. Heute weist das Spielfeld eine Höhendifferenz von über
50 cm aus. Das Spielfeld hat die Größe von 43 x 22 m (Brutto) und ist mit einem
Ballfangzaun eingefasst. Unter Einbeziehung des Spielfeldes wird an dessen
südwestlicher Seite eine 50-Laufbahn angelegt und eine Weitsprunggrube
eingebaut. Zu den Kleinfeldtoren sollen zusätzlich 2 Basketballständer eingebaut
werden.
Aufwärmfläche
Um zu verhindern, dass ein
Aufwärmen der Sportler auf den Rasenflächen erfolgt und somit der Schmutz
anschließend auf das Kunstrasenfeld getragen wird, wird der zusätzliche Einbau
einer Aufwärmfläche für erforderlich gehalten. Dieses soll im südlichen
Segment ebenfalls einer Kunstrasendecke
eingebaut werden.
Vorgesehen ist ein
Kleinspielfeld in der Größe 22 x 44 m. Es erhält entsprechende Linierung und
Kleinfeldtore und kann somit gleichzeitig als Übungsfläche für die Bambinis
genutzt werden.
Entwässerung
Es wird davon ausgegangen,
dass bei der Platzentwässerung die Sauger wie seinerzeit üblich, als
Schrägdränung erstellt wurden. Bei einem Kunstrasenplatz ist die schnelle
Ableitung des Wassers erforderlich. Die Sauger müssen deshalb als Längsdränung
neu eingebaut werden.
Flutlicht
Die 6-Mast-Flutlichanlage
wurde auf jeden Fall vor 1979 eingebaut. Eine
Standsicherheitsprüfung ist
auf Grund des Alters erforderlich, zumal die Masten in der Vegetationsfläche
stehen, wo es lang anhaltend feucht ist. Kosten rd. 3.000,-- €
Es wird davon ausgegangen,
dass Standsicherheit gegeben ist.
Blitzschutz ist vorhanden,
allerdings kein Ring.
Wegen der längeren
Bespielbarkeit, auch in den Abendstunden und der Nähe der Bebauung, sollten die
Leuchtkörper durch Planflächenstrahler ausgetauscht werden. Angesichts der
Kosten in Höhe von rd. 30.000,-- € sollte diese Maßnahme bei Bedarf zu
einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden.
Einfriedung
Der gesamte Platz erhält
eine zwei Meter hohe Einfriedung mit einem Stahlmattenzaun, um eine
unerwünschte Nutzung des Platzes, insbesondere als Auslauffläche für Hunde zu
verhindern. Hinter den Toren wird jeweils auf 50 m Länge ein 6 Meter hoher Ballfangzaun
errichtet.
Kosten
Die Kostenschätzung setzt
sich in den Hauptpositionen wie folgt zusammen:
Geländevorbereitung und
Herrichten der Flächen 54.000
€
Entwässerungsarbeiten 55.000
€
Platzaufbau 26.000 €
Flutlichtanlage 3.000 €
( 30.000 € )
Außenzaun 36.000
€
Kunstrasendecke 265.000 €
Ausstattung 21.000
€
Pflaster, Anpassung,
Sonstiges 100.000 €
Leichtathletikanlagen an der
Hauptschule 30.000
€
Nettosumme 590.000 €
19 % MWST und Rundung 113.000 €
Gesamtsumme: 703.000 €
Von der Gesamtsumme
entfallen 60.000,-- € auf die Herrichtung der Aufwärmfläche.
Sportplatz Voßacker Vorhalle
Bestand, Ausstattung, Bauzeit
Der Sportplatz Voßacker
wurde 1979 als Kampfbahn Typ C errichtet, d.h. neben dem Spielfeld (110 x 69 m)
wurden vier 400-m-Bahnen und in den Segmenten Leichtathletikanlagen für die
Sprung- und Wurfdisziplinen eingebaut.
Sowohl das Spielfeld als
auch die Leichtathletikanlagen wurden mit einem Tennenbelag hergestellt.
Die Anlage ist mit einer
6-Mast-Flutlichtanlage ausgestattet.
1997 wurde die Platzdecke
erneuert.
Derzeitiger Pflegezustand
Das Spielfeld befindet sich
derzeit noch in einem bespielbaren
Zustand. Allerdings wird in den nächsten Jahren eine Deckensanierung
erforderlich werden. Auch die 100-m-Bahn wird offensichtlich regelmäßig
abgezogen. In der restlichen 400-m-Bahn und den Segmenten ist
Wildkräuterbewuchs festzustellen, was auf mangelnde regelmäßige Pflege
zurückzuführen ist. Die Laufbahnen und die Segmente bedürfen dringend einer
Grunderneuerung.
Die Einläufe auf dem Platz
waren gereinigt und frei von Ablagerungen. Am Hauptkanal waren die Fangkörbe in
den einzelnen Schächten voll vom Sand der Platzdecke und auch der Schachtboden
war durch Sand verstopft. Die Platzwarte
wurden gebeten die Schächte regelmäßig zu überprüfen und zu reinigen.
Bedarf und Nutzung
Die nutzenden Vereine haben
insgesamt 14 Mannschaften (3 Senioren- und 11 Jugendmannschaften) beim Kreis
gemeldet. Der Platz wird hinsichtlich des Trainingsbetriebes, nach bei der
Verwaltung vorliegenden Daten, in der Woche mit 26 Stunden genutzt.
Planung
Die folgende Planung beruht
auf folgenden Vorgaben:
Das Spielfeld soll mit einem
Kunstrasen versehen werden.
Die Leichtathletikanlagen
werden entsprechend den Aussagen der Hauptschule Vorhalle für den Schulsport in
vollem Umfang benötigt.
Spielfeld
Das Spielfeld wird auf 104 m
verkürzt und erhält somit eine Größe von 69 x 104 m brutto bzw. 64 x 100 m
netto. Durch die Verkürzung kann im westlichen Segment eine Aufwärmfläche in
der Größe eines Kleinspielfeldes (44 x 22 m) integriert werden.
Die Platzdecke wird mit einem
Kunstrasen mit Sand- und Gummigranulatverfüllung auf einer elastischen
Tragschicht ausgeführt.
Um eine Verschmutzung des
Kunstrasens zu verhindern, muss die wassergebundene Decke der
Leichtathletikanlagen durch eine Kunststoffdecke ausgetauscht werden. Um die
Anlage erfolgt zur Abgrenzung für die Zuschauer eine Barriere. Der
Zuschauerraum ist bereits heute gepflastert. Da das Pflaster an die neue
Höhenlage des Sportplatzes anzupassen ist, muss es herausgenommen und neu
verlegt werden. In Bereichen wo eine wassergebundene Decke unmittelbar an der
Leichtathletikfläche vorhanden ist, erfolgt eine mind. 2 m breite Pflasterung
mit Betonrechteckpflaster, um zu verhindern, dass Verschmutzungen auf diese
Flächen getragen werden.
Leichtathletik
Das südliche Platzsegment
wird mit einem Kunststoffbelag hergestellt: Auf der Kunststofffläche ist
allerdings von den Sprungdisziplinen aus Platzgründen nur der Weitsprung
anzubieten. Auch Kugelstoßen kann mit Kunststoffkugeln, die auch in der Halle
Verwendung finden, durchgeführt werden. Alle anderen Wurfdisziplinen (Hammer,
Diskus. Speer) sind im Hinblick auf den Kunstrasen auf dem Sportplatz Voßacker
nicht mehr zu realisieren. Die weiteren Sprungdisziplinen können nur realisiert
werden, wenn auf eine Aufwärmfläche verzichtet wird.
Aufwärmfläche
Um eine optimale Ausnutzung
und dichte Belegung des Spielfeldes zu erreichen, wird separat zum Spielfeld
zusätzlich eine Aufwärmfläche für die Sportler empfohlen. In das westliche Segment soll deshalb ebenfalls eine Kunstrasendecke
eingebaut werden. Vorgesehen ist ein Kleinspielfeld in der Bruttogröße 22 x 44
m, Netto 20 x 40 m. Es erhält eine entsprechende Linierung und Kleinfeldtore
und kann somit gleichzeitig als Übungsfläche für die „Minis“
genutzt werden.
Entwässerung
Bei der Platzentwässerung
bei der Kampfbahn Voßacker wurden die Sauger, wie seinerzeit üblich, als
Schrägdränung erstellt. Bei einem Kunstrasenplatz ist die schnelle Ableitung
des Wassers erforderlich. Die Sauger müssen deshalb als Längsdränung neu
eingebaut werden.
Flutlicht
Der Sportplatz Voßacker
verfügt über eine 6-MastenFlutlichtanlage mit
jeweils zwei Strahlern. Das Baujahr der Flutlichtanlage ist unbekannt.
Deren Errichtung dürfte allerdings mit dem Ausbau des Sportplatzes zeitgleich
1979 erfolgt sein.
Die Standorte der Masten
können erhalten bleiben.
Eine Standsicherheitsprüfung
ist auf Grund des Alters erforderlich. Die Kosten dafür betragen rd. 3.000,--
€. Es wird davon ausgegangen, dass Standsicherheit gegeben ist.
Blitzschutz ist vorhanden.
Eine Erneuerung der Strahler
wird vorerst nicht für nötig gehalten.
Ggf. sollte man die Scheinwerfer später im
Hinblick auf die nahe Autobahn und zur Verbesserung der Platzausleuchtung gegen
Planflächenstrahler austauschen.
Die Kosten betragen ca.
30.000,-- €.
Einfriedung
Der gesamte Platz erhält
eine zwei Meter hohe Einfriedung mit einem Stahlmattenzaun, um eine
unerwünschte Nutzung des Platzes, insbesondere als Auslauffläche für Hunde zu
verhindern.
Alternativmaßnahmen
Eine Reduzierung der
Laufbahnen im 400-m-Bereich wurde untersucht. Die Einsparung liegt pro Laufbahn
bei rd. 15.000,-- €. Im Hinblick auf das geringe Einsparpotential und auf
die Erfordernisse des Schulsports sollte diesbezüglich keine Reduzierung
erfolgen.
Kosten
Die Kostenschätzung setzen
sich in den Hauptpositionen wie folgt zusammen:
Geländevorbereitung und
Herrichten der Flächen 48.000
€
Entwässerungsarbeiten 59.000
€
Platzaufbau 52.000 €
Flutlichtanlage 3.000 €
(30.000 € )
Außenzaun 28.000
€
Kunstrasendecke 303.000 €
Kunststoffbelag 210.000 €
Ausstattung 25.000
€
Pflaster und Anpassung,
Sonstiges 72.000 €
Nettosumme 800.000 €
19 % MWST und Rundung 160.000 €
Gesamtsumme: 960.000 €
Bezirkssportanlage Boele/Kabel/Helfe
Bestand, Ausstattung, Bauzeit
Die Bezirkssportanlage
Boele/Kabel/Helfe wurde 1980 als Kampfbahn Typ B errichtet, d.h. neben dem
Spielfeld wurden sechs 400-m-Bahnen und in den Segmenten die
Leichtathletikanlagen für die Sprung- und Wurfdisziplinen eingebaut. Das
Spielfeld hat eine Größe von 109 x 73 Metern.
Sowohl das Spielfeld, als
auch die Leichtathletikanlagen wurden mit einem Tennenbelag hergestellt.
Der Sportplatz wurde mit
einer 6-Mast-Flutlichtanlage ausgestattet.
Im Jahr 2003 wurde die
Platzdecke erneuert.
Derzeitiger Pflegezustand
Die Anlage befindet sich in
einem guten Pflegezustand. Die Tribüne ist im Bereich der Stehstufen zurzeit
gesperrt und muss saniert werden. Die Flutlichtanlage benötigt dringend einen
Potentialausgleich.
Bedarf und Nutzung
Die nutzenden Vereine haben
insgesamt 12 Mannschaften (4 Senioren- und 8 Jugendmannschaften) beim Kreis
gemeldet. Der Platz wird hinsichtlich des Trainingsbetriebes, nach bei der Verwaltung
vorliegenden Daten, in der Woche mit 20 Stunden genutzt.
Planung
Die folgende Planung beruht
auf folgenden Vorgaben:
Das Spielfeld soll mit einem
Kunstrasen versehen werden.
Die Leichtathletikanlagen
werden für den Schulsport der Gesamtschule in vollem Umfang benötigt.
Spielfeld
Das Spielfeld erhält eine
Größe von 79 x 109 m brutto bzw. 64 x
100 m netto. Im nördlichen Segment wird
eine Aufwärmfläche in der Größe eines Kleinspielfeldes (44 x 22 m) integriert.
Die Platzdecke des
Spielfeldes wird mit einem Kunstrasen mit Sand- und Gummigranulatverfüllung auf
einer elastischen Tragschicht ausgeführt.
Um eine Verschmutzung des
Kunstrasens zu verhindern, muss die wassergebundene Decke der
Leichtathletikanlagen durch eine Kunststoffdecke ausgetauscht werden. Um die
Anlage erfolgt zur Abgrenzung für die Zuschauer eine Barriere. Der
Zuschauerraum ist bereits heute gepflastert. Da das Pflaster an die neue
Höhenlage des Sportplatzes anzupassen ist, muss es herausgenommen und neu
verlegt werden. In Bereichen wo eine wassergebundene Decke unmittelbar an der
Leichtathletikfläche vorhanden ist, erfolgt eine mind. 2 m breite Pflasterung
mit Betonrechteckpflaster, um zu verhindern, dass Verschmutzungen auf diese
Flächen getragen werden.
Leichtathletik
Das südliche Platzsegment
wird mit einem Kunststoffbelag hergestellt: Auf der Kunststofffläche ist
allerdings von den Sprungdisziplinen aus Platzgründen nur der Weitsprung
anzubieten. Auch Kugelstoßen kann mit Kunststoffkugeln, die auch in der Halle
Verwendung finden, durchgeführt werden. Alle anderen Wurfdisziplinen (Hammer, Diskus.
Speer) sind im Hinblick auf den Kunstrasen auf dem Sportplatz Voßacker nicht
mehr zu realisieren. Bei der Bezirkssportanlage wäre die Möglichkeit vorhanden,
diese Disziplinen auf die Nebenplätze zu verlagern.
Die weiteren
Sprungdisziplinen können nur realisiert werden, wenn auf eine Aufwärmfläche verzichtet
wird.
Aufwärmfläche
Um eine optimale Ausnutzung
und dichte Belegung des Spielfeldes zu erreichen, wird separat zum Spielfeld
zusätzlich eine Aufwärmfläche für die Sportler empfohlen. In das westliche Segment soll deshalb ebenfalls eine Kunstrasendecke
eingebaut werden. Vorgesehen ist ein Kleinspielfeld in der Bruttogröße 22 x 44
m, Netto 20 x 40 m. Es erhält eine entsprechende Linierung und Kleinfeldtore
und kann somit gleichzeitig als Übungsfläche für die „Minis“
genutzt werden.
Entwässerung
Beim Bau des Sportplatzes
wurde seinerzeit bereits eine Längsdänung für die Sauger vorgenommen. Der
Abstand der einzelnen Dränagestränge liegt bei 12 Metern. Für eine
Platzausbildung mit einer wassergebundenen Decke ist dieses als ausreichend
anzusehen. Um sicher zu stellen, dass dieses auch zukünftig für den
Kunstrasenplatz ausreicht, wird zusätzlich mittig zwischen den einzelnen
Dränsträngen ein weiteres Dränagerohr verlegt und an den Sammler angeschlossen.
Flutlicht
Die Flutlichtanlage besteht
aus 6 Kippmasten mit jeweils 2 Strahlern. Die Anlage wurde mit Errichtung der
Sportanlage 1980 eingebaut. Eine Standsicherheitsprüfung ist auf Grund des
Alters erforderlich. Die Kosten hierfür betragen rd. 3.000,-- €. Es wird
davon ausgegangen, dass Standsicherheit gegeben ist. Es ist zwar ein
Blitzschutz vorhanden, doch angesichts nach heutigem Stand der Technik ist ein
Potentialausgleich zum Schutz der Zuschauer unbedingt erforderlich. Nach
Aussagen des Platzwarts besuchen gelegentlich 500 - 600 Zuschauer die Anlage.
Die erforderlich Kosten für den Potentialausgleich betragen ohne Erdarbeiten
rd. 31.000,-- €. Zusätzlich sollten die
Strahler erneuert werden.
Die Kosten hierfür betragen rd. 35.000,-- €.
Alternativmaßnahmen
Eine Reduzierung der
Laufbahnen im 400-m-Bereich wurde untersucht. Die Einsparung liegt pro Laufbahn
bei rd. 15.000,-- €. Im Hinblick auf das geringe Einsparpotential und auf
die Erfordernisse des Schulsports sollte diesbezüglich keine Reduzierung
erfolgen.
Weitergehende Maßnahmen
Die Sanierung der
Stehtribüne ist in dieser Kostenschätzung nicht enthalten, ist aber dringend
erforderlich.
Maßnahmen die erforderlich werden wenn kein Umbau
erfolgt
Neben der Stehtribüne ist
die Sanierung der Flutlichtanlage dringend überholungsbedürftig. Wenn die
Umbauarbeiten nicht erfolgen, vergrößern sich die Kosten für die Flutlichtanlage
um 44.000,-- €, da die Erd- und
Pflasterarbeiten dann zusätzlich erfolgen müssen.
Kosten
Die Kostenschätzung setzen
sich in den Hauptpositionen wie folgt zusammen:
Geländevorbereitung und
Herrichten der Flächen 57.000
€
Entwässerungsarbeiten 45.000
€
Platzaufbau 55.000 €
Flutlichtanlage 69.000 €
Kunstrasendecke 303.000 €
Kunststoffbelag 260.000 €
Ausstattung 21.000
€
Pflaster und Anpassung,
Sonstiges 68.000 €
Nettosumme 878.000 €
19 % MWST und Rundung 172.000 €
Gesamtsumme: 1.050.000 €
In den Kosten nicht
enthalten ist eine Sanierung der Tribüne.
Hinweis 1:
Die Bezirksvertretung Eilpe
/ Dahl hat in ihrer Sitzung vom 26.08.09 den Sport- und Freizeitausschuss
einstimmig gebeten, als nächste Maßnahme in ihrem Stadtbezirk den Sportplatz
Dahl (Volmetal) mit Kunstrasen auszustatten. Der Verein TSV Dahl hat seine
Bereitschaft zur Unterstützung zugesagt.
Hinweis 2:
In der Sportpauschale stehen
bis einschl. des Jahres 2010 noch nicht verplante Mittel von ca. 1.470.000,-
€ zur Verfügung.
Nicht außer Acht gelassen
werden dürfen, nach Ansicht der Verwaltung, die notwendigen Veränderungen der
Umkleidesituation am Sportplatz Garenfeld. Hier entstehen zwangsläufig weitere
Kosten, die über die Sportpauschale finanziert werden müssen.
Sportfachliche Bewertung
Zunächst ist festzustellen,
dass eine Bewertung nach regionalen Gesichtspunkten nicht sinnvoll ist. Alle
Stadtbezirke verfügen über einen Kunstrasenplatz, wenn auch im Bezirk Eilpe /
Dahl der Platz vereinseigen ist. Vielmehr müssen die Anlagen nach Zustand, Bedarf
und Nutzung bewertet und aufgrund der Fakten Entscheidungen getroffen werden.
Die Verwaltung schlägt nach
Prüfung aller Daten und Fakten vor, den Sportplatz Voßacker als nächste Sportanlage
wie aufgeführt zu sanieren und hier einen Betrag von 960.000,- € aus der
Sportpauschale bereitzustellen. Die nutzenden Vereine haben sich angemessen zu
beteiligen. Dieser Platz ist sowohl hinsichtlich seines Zustandes, als auch
Bedarf und Nutzung als erster der überprüften Anlagen vorzusehen.
Weitere Entscheidungen
sollten zunächst zurückgestellt werden.
Folgende Gründe sprechen für
eine solche Vorgehensweise:
- Erst ab 2011 wieder ausreichende Mittel.
- Finanzbedarf für Umkleidebereich Garenfeld
notwendig, aber noch unklar.
- Ungelöstes Problem der Behandlung von Vereinen
mit eigenen Anlagen.
- Sofern der derzeit diskutierte „Pakt für
den Sport“ hinsichtlich des Flächenmanagements nicht umsetzbar ist,
muss der „Loheplatz“ mit Hagen 11 dringend in weitere
Überlegungen einbezogen werden. Größe des Vereins und Leistungsvermögen
bedingen dies ausdrücklich.
- Es sollte überlegt und abgewartet werden, ob
nicht auch andere Sportarten aus der Pauschale bedient werden müssen.

07.10.2009 - Sport- und Freizeitausschuss - geändert beschlossen
Beschluss:
1. Der
Sport- und Freizeitausschuss beschließt, als nächste Anlage den Sportplatz
Voßacker in der aufgeführten Form zu sanieren und stellt hierfür 960.000,-
€ aus der Sportpauschale zur Verfügung.
2. Die
nutzenden Verein haben sich finanziell angemessen zu beteiligen. Über das
Ergebnis berichtet die Verwaltung im Rahmen der Baubeschlussvorlage.
3. Die
weitere Priorisierung, unter
Einbeziehung der finanziellen Rahmendaten aus der Sportpauschale und aller
weiteren bekannten sportfachlichen Faktoren, wird in der nächsten
Legislaturperiode festgelegt.