Vorschlag zur Tagesordnung - 0492/2009
Grunddaten
- Betreff:
-
Vorschlag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Tagesordnunghier: Personalkostenziele der Zukunftskommission / Zukunft der Personalwirtschaftund Personalkostenziele der Zukunftskommission / Neuausrichtung des Projektes MoVeVorlage 0439/2009
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Gesine Specht
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Vorberatung
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04.06.2009
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Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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25.06.2009
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Beschlussvorschlag
1.
Die
Verwaltung wird beauftragt, ein Personalentwicklungs- und
Personalmanagementkonzept zu entwickeln, das folgende Ziele hat :
a)
Vorrangiges
Ziel ist, die Personalkosten und personalbedingten Sachkosten im Zeitraum von
2009 bis 2014 so zu verringern, dass die Vorgabe der Zukunftskommission zur
Einsparung von strukturell 33 Mio. möglichst erreicht wird. Hierzu ist auch ein
auf den Konsolidierungszeitraum bezogenes Anreizsystem zu entwickeln.
b)
Mittelfristiges
strategisches Ziel ist, die neu entwickelten personalwirtschaftlichen
Instrumente dauerhaft zur Effizienzsteigerung der Personalbewirtschaftung und
des Personaleinsatzes zu etablieren.
Eine Bedingung dieses Konzepts ist wie bisher
der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen gemäß der bestehenden
Betriebsvereinbarung.
2.
Die
entwickelten Maßnahmen sind den politischen Gremien, dem Rat und den
Bezirksvertretungen vorzulegen. Ein Berichtswesen zur Umsetzung ist analog zum
KoMa-Berichtswesen einzurichten. Maßnahmen in der Zuständigkeit des
Oberbürgermeisters werden zur Information vorgelegt; Maßnahmen in der
Zuständigkeit des Rates werden zur Entscheidung vorgelegt. Der Personalrat ist
einzubinden.
3.
Das
Konzept muss im Rahmen einer mittelfristigen Personalbestandsanalyse und
Personalbedarfsplanung Antworten auf die folgenden Fragestellungen geben:
a)
Welche
Positionen in welchen Arbeitsbereichen werden genau frei aufgrund von bereits
feststehenden Veränderungen?
b)
Welche
Positionen werden mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit frei (z. B. durch
Mutterschaftsurlaube, Abgänge in den externen Arbeitsmarkt etc.) ?
c)
Welche
freiwerdenden Positionen müssen in jedem Fall wiederbesetzt werden, und zwar
-
aus
gesetzlichen Gründen ?
-
aus
Gründen des Erhalts der Arbeitsfähigkeit der entsprechenden Einheit ?
d)
Welche
und wie viele dieser Wiederbesetzungen erfordern externe Einstellungen?
4.
Das
Konzept muss in seiner Umsetzungsphase eine planmäßige Fluktuation ermöglichen,
die ungewollte Vakanzen vermeidet. Daher wird die Verwaltung beauftragt, die
folgenden für dieses Ziel erforderlichen Instrumente zu erarbeiten:
a)
Es wird
ein konzernweiter Arbeitsmarkt aller städtischen Gesellschaften und
Beteiligungen initiiert, um dadurch insbesondere die externen Einstellungen auf
ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren und die gegenseitige
„Abnahme“ von MitarbeiterInnen sicherzustellen. Es ist zu prüfen,
ob das geplante Anreizsystem, das MitarbeiterInnen zum Ausscheiden bewegen
soll, auch Anreize vorsehen kann, die Bereitschaft zum internen Wechsel zu
erhöhen.
b)
Es wird
ein Weiterbildungs- und Qualifikationsprogramm erarbeitet, mit dem frühzeitig
die intern migrierenden MitarbeiterInnen auf ihre neue Aufgabe vorbereitet
werden. Dieses Programm umfasst nicht nur die Möglichkeit zur Wahrnehmung
externer Aus- und Weiterbildungsgänge, sondern insbesondere auch eine breite
Palette moderner Personalentwicklungsinstrumente unter dem Stichwort „training
on the job“. Das bisherige Budget für Weiterbildung und Qualifikation ist
nach Höhe und Personaleinsatz darzustellen und ggf. entsprechend
anzupassen.
5.
Parallel
ist ein Vorschlag für den erneuten Einstieg in eine verwaltungsweite
Aufgabenkritik zu erarbeiten. Dadurch soll vermieden werden, dass der
notwendige Verwaltungsumbau nur auf den Zufälligkeiten einer durch
„natürliche“ oder anreizbedingte Fluktuation ausgelösten stellenbezogenen Aufgabenkritik
fußt.
6.
Die
Verwaltung kann externe Beratungsleistungen beauftragen, um die identifizierten
Ziele abzusichern und sich bei der Entwicklung und Umsetzung des von der
Zukunftskommission ermittelten Einsparpotenzials und der Etablierung der
zukünftig zur dauerhaften Effizienzsteigerung eingesetzten
personalwirtschaftlichen Instrumente unterstützen zu lassen. Vorrangig ist hier
auch aus Gründen der Kostenminimierung der Einsatz öffentlich-rechtlicher
Einrichtungen wie z.B. verwaltungswissenschaftliche Fakultäten, An-Institute
etc. zu prüfen, um günstig Beratungskompetenz und ggf. dauerhafte
Prozessbegleitung einzukaufen. Soweit die Beratung das geplante Anreizsystem
betrifft, werden die Kosten dafür auf das Budget für Anreizsysteme angerechnet
und insofern aus den Personalkosten finanziert.
7.
Die
Handlungsfelder des Projektes MoVe werden auf die beschriebenen Zielvorgaben
hin ausgerichtet. Aus der diesbezüglichen Vorlage 0439/2009 sind insbesondere
die Überlegungen zu den Aufgabenfeldern Anreizsysteme, GWH, Prozessuntersuchungen
und Erneuerung der Verwaltungsstruktur zu übernehmen. Insbesondere zur
Beseitigung von Schnittstellenproblematiken und Zuständigkeitsüberlappungen und
zur Optimierung der internen und externen Kern-Geschäftsprozesse (u. a. durch
E-Government-Instrumente) sind mittelfristig Vorschläge zu erarbeiten.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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387,4 kB
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|
2
|
(wie Dokument)
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79,8 kB
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04.06.2009 - Haupt- und Finanzausschuss - geändert beschlossen
Beschluss:
Der
Haupt- und Finanzausschuss verständigt sich darauf, dass aus dem Antrag der
Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, Drucksachennummer 0492/2009 und dem
Beschlussvorschlag der Verwaltungsvorlage "Personalkostenziele der
Zukunftskommission / Neuausrichtung des Projektes MoVe", Drucksachennummer
0439/2009, unter Tagesordnungspunkt I.6.9, seitens der Fraktionen im Rat der
Stadt Hagen ein gemeinsamer Beschlussvorschlag für die Ratssitzung am
25.06.2009 erarbeitet werden soll.