Beschlussvorlage - 0409/2008

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

  1. Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

2.      Aufbauend auf den durch die „Planungswerkstatt Demographie“ am 5./6.12.2007 gewonnenen Erfahrungen wird die Verwaltung in der zweiten Jahreshälfte 2008 in Kooperation mit der Freiwilligenzentrale eine weitere Veranstaltung zur Bürger- und Mitarbeiterbeteiligung durchführen.

3.      Die Verwaltung wird beauftragt, die durch den politischen Workshop zum Handlungsfeld „Kultur“ erzielten Prioritäten zur Grundlage des weiteren Vorgehens zur Gestaltung des demographischen Wandels zu machen und geeignete Umsetzungsstrategien zu entwickeln. Zielzeitpunkt für die Umsetzung der Maßnahmen ist 2010.

4.      Der mit hoher Beteiligung von Politik, Verwaltung und gesellschaftlich relevanten Akteuren begonnene Prozess der Gestaltung des demographischen Wandels ist mit seinen Eckpunkten in die Diskussion des strategischen Leitbildes eingeflossen und wird zur Grundlage des künftigen Handels erklärt.

5.      Für die im Rahmen der politischen Workshops in der ersten Jahreshälfte 2007 ermittelten Prioritäten werden intensiv Umsetzungsmodalitäten erarbeitet. Auch bei den sonstigen definierten Maßnahmen innerhalb der Handlungsfelderkataloge ist bereits an zahlreichen Stellen mit der Umsetzung begonnen worden. Die angespannte Haushaltsituation erfordert jedoch ein Umdenken, so dass die Verwaltung aufgefordert wird, alle zur Verfügung stehenden kreativen Potentiale auszuschöpfen und Mittel und Wege zur Zielerreichung zu eruieren, die ohne zusätzlichen  finanziellen Einsatz zur Verfügung stehen.

 

 

 

 

 

Die Verwaltung präsentiert dem Rat der Stadt Hagen den unter veränderten finanziellen Rahmenbedingungen vorliegenden Umsetzungsstand der definierten Maßnahmen zur Gestaltung des demographischen Wandels in seiner Sitzung am 18.12.2008.

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Sachverhalt

Kurzfassung

Am 5. und 6.12.2007 ist eine Auftaktveranstaltung zur Bürger- und Mitarbeiterbeteiligung durchgeführt worden, in der aufgezeigt wurde, welche Weichen zur Gestaltung des demographischen Wandels in Hagen bereits gestellt worden sind und welche Zielsetzungen weiterhin verfolgt werden.

In der zweiten Jahreshälfte 2008 ist in Kooperation mit der Freiwilligenzentrale eine weitere Veranstaltung zur Bürger- und Mitarbeiterbeteiligung vorgesehen, um das Thema Demographie nachhaltig zu besetzen.

 

Am 20.02.2008 sind durch einen politischen Workshop zum Handlungsfeld „Kultur“ Prioritäten innerhalb der umzusetzenden Maßnahmen ermittelt worden. Die Verwaltung klärt kurzfristig die finanziellen, personellen und sonstigen Rahmenbedingungen, die Voraussetzung für ein Umsetzungskonzept sind.

 

Die Verwaltung arbeitet intensiv an den prioritären und an den weiteren Maßnahmen innerhalb aller Handlungsfelder, für die bereits im Jahre 2007 Workshops stattgefunden haben. Die finanzielle Ausgangssituation der Stadt Hagen lässt nicht bei allen Maßnahmen zeitnah die angestrebte Umsetzung zu. Die Verwaltung ist gefordert, alle zur Verfügung stehenden Potentiale auszuschöpfen und Wege zu beschreiten, die ohne zusätzlichen finanziellen Einsatz Erfolg versprechend sind.

 

Die im Demographieprozess erarbeiteten Zielsetzungen sind mit ihren Eckpunkten in die Diskussion des strategischen Leitbildes bzw. der strategischen Handlungsfelder eingeflossen und sollen zur Grundlage des künftigen Handelns erklärt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Begründung

Beschlusslage zur Auftaktveranstaltung zur Bürger- und Mitarbeiterbeteiligung am 5. und 6.12.2007:

 

In der Ratssitzung am 8.11.2007 ist beschlossen worden, am 5. und 6.12.2007eine Auftaktveranstaltung zur Bürger- und Mitarbeiterbeteiligung durchzuführen mit der Zielsetzung, sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dienstleistungsunternehmens Stadtverwaltung aktiv in die Konzeptentwicklung und Maßnahmenplanung /-umsetzung einzubinden.

 

Im Jahr 2008 soll eine weitere Veranstaltung zur Gestaltung der demographischen Entwicklung durchgeführt werden.

 

 

 

Sachstand:

 

Die Planungswerkstatt „Den demographischen Wandel gestalten“ mit dem Titel Hagen 2020  - älter, bunter lebendiger – zeigte am 5. und 6.12.2007 im Rahmen eines bunten Programms auf, welche Weichen zur Gestaltung des demographischen Wandels in Hagen bereits gestellt und welche Zielsetzungen weiterhin verfolgt werden. Das breitgefächerte Angebot aus dem Spektrum der Ziel- und Handlungsfelder für Menschen aller Alters- und Bevölkerungsgruppen bot nicht nur die Möglichkeit, sich zu informieren, sondern auch Gelegenheit, sich aktiv zu beteiligen und einzubringen. Wünsche und Anregungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind aufgenommen und dokumentiert worden.

 

Eine Dokumentation der Veranstaltung ist dieser Vorlage beigefügt.

 

Ausgehend von den Erfahrungen der Auftaktveranstaltung ist in der zweiten Jahreshälfte eine weitere Veranstaltung zu Bürger- und Mitarbeiterbeteiligung vorgesehen, um das Thema Demographie nachhaltig zu besetzen. Der Gedanke, dass die Bürgerinnen und Bürger das gesellschaftliche Leben in Hagen prägen, soll im Mittelpunkt stehen. Z.Zt. werden Überlegungen angestellt, in Kooperation mit der Freiwilligenzentrale einen „Markt der Möglichkeiten“ zu gestalten. Der Schwerpunkt soll auf dem Thema   „Ehrenamt und Geld“ liegen. Veranstaltungsort soll die Fußgängerzone / Adolf-Nassau-Platz  sein, um auf unkomplizierte Weise die Einbeziehung breiter Bevölkerungsschichten sicherzustellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beschlusslage zur Prioritätenbildung im Handlungsfeld „Kultur“:

 

Der Rat der Stadt Hagen hat in seiner Sitzung am 9.11.2006 beschlossen, im Jahr 2007 analog zu den vier Zielfeldern vier moderierte Workshops als Instrument der politischen Beteiligung für die Vertreter der Politik durchzuführen.

 

Bei dem am 29.03.2007 durchgeführten Workshop „Kultur“ ist es  nicht zu einer Prioritätenbildung gekommen, sondern die politischen Vertreter haben von der Verwaltung eine Nachbearbeitung des Zielfeldes „Kultur und Impulse“ gefordert.

 

In seiner Sitzung am 8.11.2007 hat der Rat den Beschluss gefasst, die politischen Vertreter zu Beginn des Jahres 2008 zu dem Workshop „Kultur“ einzuladen, um  zu einer Prioritätenbildung zu gelangen.

 

 

Sachstand:

 

Am 20.02.2008 ist der Workshop „Kultur“ mit einer Besucherzahl von etwa 60 Besucherinnen und Besuchern durchgeführt worden.

 

Zunächst sind einzeln dargestellt worden:

 

Ziel 1:           

Die  Stadt  Hagen fördert  in  besonderer  Weise  die  kulturelle  Bildung  Kinder

und Jugendlicher und ermöglicht und unterstützt die aktive Teilnahme am kulturellen Leben der Stadt.

 

Ergänzungen aus dem Teilnehmerkreis:

 

Die Freizeitangebote Hagens müssen noch stärker vermarktet werden. Hierbei sollten auch Besucher aus umliegenden Städten und Gemeinden angesprochen werden. Mehr Besucher von außerhalb sind notwendig, um die weitere Finanzierung von Freizeitangeboten und Institutionen sicherzustellen. Die bereits bestehenden Kooperationen mit anderen Städten, wie es sie z.B. bei den „Lesetagen“ mit Gevelsberg gibt, könnten auch auf andere Kulturbereiche übertragen werden.

Bei der Entwicklung und Vermarktung von Angeboten für Jugendliche sollten noch stärker die Bedarfe dieser Zielgruppe berücksichtigt werden.

Es sollten neue Ideen entwickelt werden, die eine stärkere Verbindung von Ganztagsschule mit Theater forcieren.

Hagener Schulen sollten Vertreter benennen, welche die Belange der Schüler im Rahmen einer Konferenz einbringen und diskutieren.

Es wird angeregt, den Jugendrat bei Planungen einzubeziehen.

 

 

 

 

 

Ziel 2:

Die kulturellen Angebote für Hagenerinnen und Hagener über 60 werden in Anzahl und Qualität den Bedürfnissen der Altersgruppe angepasst.

 

Ergänzungen aus dem Teilnehmerkreis:

Bei der Vermarktung von Kulturangeboten für Senioren sollte auf eine gezieltere Zielgruppenansprache geachtet werden.

Unterschiedliche Veranstaltungsformen wie z.B. Kulturerlebnisse und das Zusammentreffen von Senioren sollte stärker verbunden werden. Solche Angebote bietet z.B. das Historische Centrum an. Dort können ältere Menschen an „Seniorennachmittagen“ einen Museumsbesuch mit dem Kennenlernen von Gleichgesinnten verbinden.

Bei der Entwicklung und Planung von Angeboten für Ältere sollte berücksichtigt werden, dass viele Senioren Angst haben, abends alleine das Haus zu verlassen und so von bestimmten kulturellen Angeboten ausgeschlossen sind. Hier wird vorgeschlagen, ein Seniorentaxi einzurichten. So können Ältere z.B. von anderen Besuchern abgeholt werden.

Häufig werden ältere Menschen von kulturellen Angeboten noch nicht in ausreichendem Maße erreicht. Hier wird vorgeschlagen, die Bewerbung von Kulturangeboten für Senioren stärker auf Treffpunkte von Senioren zu fokussieren (z.B. Kirchengemeinden). Darüber hinaus könnten auch Informationsbroschüren z.B. in Wartezimmern bei Ärzten ausgelegt werden.

Bei der Planung und Entwicklung von Angeboten sollte von einem erweiterten Kulturbegriff ausgegangen werden. Zusätzlich sollten auch viele niedrigschwellige Kulturangebote zur Verfügung stehen, um Personen zu gewinnen, die bisher wenig an kulturellen Angeboten interessiert waren.

 

Ziel 3:

Die in Hagen lebenden Migranten werden bei der praktischen Gestaltung der kulturellen Angebote entsprechend dem Handlungskonzept Interkultur berücksichtigt.

 

Ergänzungen aus dem Teilnehmerkreis:

            Bei Angeboten für Migranten sollte die Zielgruppe der Jugendlichen noch ziel-

gruppengerechter angesprochen werden. Es sollten zielgruppengerechte Ansprachekonzepte für junge Migranten entwickelt werden.

Schulen sollten stärker das Kulturbewusstsein der Kinder und Jugendlichen prägen. Hierzu könnten bestehende Orte wie die Muschel häufiger zur Nutzung angeboten werden, z.B. bei Schulaufführungen.            

 

Ziel 4:

Die Stadt Hagen erhöht durch kulturelle Leuchtturmprojekte ihre Lebens- und Aufenthaltsqualität.

 

Ergänzungen aus dem Teilnehmerkreis:

            Für die Vermarktung von Leuchtturmprojekten wäre eine übersichtliche Be-

            schreibung und Darstellung , z.B. in einer Broschüre, hilfreich.

 

Ziel 5:

Zur Schaffung und Stärkung bürgerschaftlicher Identität werden Patenschaften initiiert und gefördert.

 

Ergänzungen aus dem Teilnehmerkreis:

            Vorschlag für eine zusätzliche Maßnahme:

            „Kommune schafft Zugänge zu Kulturangeboten Dritter.“

 

Folgende Maßnahmen haben nach Bepunktung durch die politischen Vertreterinnen und Vertreter die höchsten Prioritäten erlangt:

 

Unter Ziel 1:

 

Der städtische Kulturbereich und seine Institutionen unterstützen die künstlerische und kulturelle Bildung an Schulen durch entsprechende Angebote und Kooperationen und qualifizieren so ein nachwachsendes Publikum für die Kultureinrichtungen. (Diese Maßnahme hat mit 26 Punkten die höchste Priorität erlangt.)

 

Die drei nachstehend aufgeführten Maßnahmen haben jeweils 23 Punkte erlangt:

 

Unter Ziel 1:

 

Der städtische Kulturbereich und seine Institutionen etablieren sich durch konkrete Angebote weiter als außerschulische Lernorte.

 

Unter Ziel 4:

                       

Der städtische Kulturbereich und seine Institutionen führen außergewöhnliche Veranstaltungen, Ausstellungen und Festivals mit hoher künstlerischer Qualität durch. Durch die Anziehungskraft auch für regionales und überregionales Publikum wird die Markenbildung „lebendiges Hagen“ und die Attraktivität der Stadt befördert.

 

Der städtische Kulturbereich und seine Institutionen befördern neue Projekte mit überregionaler Ausstrahlung zur Erschließung des kulturellen Erbes der Stadt Hagen.

 

Durch die Entscheidung der Gremienvertreterinnen und –vertreter sind die politisch gewünschten Prioritäten deutlich geworden. Diese Ziele und Maßnahmen sind – wie in den übrigen Handlungsfeldern auch - vorrangig aufzugreifen. Die finanziellen, personellen und sonstigen Rahmenbedingungen werden kurzfristig geklärt, um dann geeignete Umsetzungsstrategien entwickeln zu können.

 

Die Verwaltung legt zeitnah ein geeignetes Konzept vor.

 

Beschlusslage zu den Prioritäten in den übrigen Handlungsfeldern:

 

Der Rat der Stadt Hagen hat in seiner Sitzung am 8.11.2007 die Verwaltung damit beauftragt, Modalitäten festzulegen, nach denen die Ziele und Maßnahmen unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen konkretisiert und realisiert werden sollen.

 

 

Sachstand:

 

Die Handlungsfähigkeit der Stadt Hagen ist durch die überaus angespannte Haushaltslage stark eingeschränkt. Den ordentlichen Einnahmen steht eine ungleich höhere Summe an Kassenkrediten gegenüber.

 

Der vom Rat berufene Mentor hat seine Tätigkeit in Hagen aufgenommen und hat aufgrund der sich zuspitzenden Haushaltssituation angekündigt, dass sämtliche freiwilligen Aufgaben auf ihre Unabweisbarkeit hin geprüft werden. Bei den Pflichtaufgaben sollen kostengünstigere Lösungen eruiert werden.

 

Inzwischen ist in nahezu allen Verwaltungsbereichen spürbar geworden, dass die Verschuldungskrise und der politische Wille, diese Situation durch Gegensteuerung zu bewältigen, sich auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die wahrzunehmenden Aufgabenstellungen empfindlich auswirken. Sowohl verwaltungsintern als auch bei ihrem nach außen gerichteten Handeln muss  die Verwaltung bei ihrer Aufgabenwahrnehmung wirtschaftliche Gesichtspunkte an die oberste Stelle setzen.

 

Die Gestaltung des demographischen Wandels ist für Hagen seit etwa drei Jahren eine ausgesprochen wichtige Zielsetzung. Rat und Verwaltung haben als gemeinsames Ziel die Schaffung und Erhaltung einer wirtschaftlich, sozial, ökologisch wie kulturell vitalen Stadt, in der die verschiedenen Nationalitäten am Gemeinwesen teilnehmen und es zu fördern suchen, definiert.

 

Viele der im Ziel- und Maßnahmenkatalog aufgeführten  Positionen lassen sich ohne angemessene finanzielle Ausstattung nicht realisieren. Personelle Umstrukturierungen und zunehmende Arbeitsverdichtung erschweren die Situation noch zusätzlich.

 

Die Verwaltung bemüht sich intensiv, Fördermöglichkeiten auszuschöpfen und ehrenamtliches Engagement einzubeziehen. Förderungen bedingen jedoch, dass Eigenmittel eingesetzt werden. Ehrenamtliches Engagement ist zunehmend schwieriger zu gewinnen, da ehrenamtliches Tätigwerden auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen stärker eingefordert wird.

 

Diese Ausgangssituation ist entscheidend dafür, dass die Bearbeitung der mit Priorität belegten Maßnahmen sich nicht in der zeitlichen Abfolge, wie es wünschenswert wäre, erledigen lässt. Wo finanzielle Mittel fehlen, ist Kreativität gefordert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aber auch jeder anderen Hinsicht gefordert, sich umzustellen und kreativ mit Situationen umzugehen, die durch Defizite gekennzeichnet sind.

Den sozialen und sonstigen Erwartungen soll  mit gewohnter Dienstleistungsbereitschaft  begegnet werden. Oft muss auch den Bürgerinnen und Bürgern vermittelt werden, dass der erwartete Standard nicht bzw. nicht ohne Mehrkosten gehalten werden kann.

 

Die Verwaltung arbeitet intensiv an den prioritären Maßnahmen. Da jedoch zunächst eine Anpassung an die veränderte Situation erfolgen muss, kann derzeit  noch keine ausgereifte Präsentation der Ergebnisse erfolgen. Dennoch ist  durch großen persönlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits auf vielen Ebenen ein breites Spektrum an Aktivitäten zur Gestaltung des demographischen Wandels begonnen worden und auch noch für die Zukunft konzipiert und geplant.

 

Der mit hoher Beteiligung von Politik, Verwaltung und gesellschaftlich relevanten Akteuren begonnene Prozess der Gestaltung des demographischen Wandels ist mit seinen Eckpunkten in die Diskussion des strategischen Leitbildes bzw. der strategischen Handlungsfelder eingeflossen (siehe hierzu Vorlage 0037/2008).

Die im Demographieprozess erarbeiteten Zielsetzungen

 

      -     Hagen als Stadt mit zukunftsfähiger Orientierung

 

-          Hagen als familiengerechte Stadt, die die Voraussetzung für ein aktives

Miteinander der Generationen bietet

 

     -      Hagen als Stadt mit einem attraktiven Wohnungsangebot und Wohnumfeld für

alle Bevölkerungsgruppen

 

-     Hagen als Stadt mit Verantwortung für Arbeitsplätze und Beschäftigungssicherung

 

-     Hagen als Stadt mit Integration als Querschnittsaufgabe

 

 

sind übernommen worden und sollen durch Ratsbeschluss zur Grundlage des künftigen Handelns erklärt werden. 

 

Insofern erhält das weitere Tätigwerden im Bereich der Gestaltung des demographischen Wandels einen herausragenden Stellenwert und soll kontinuierlich auf Zielerreichung hin kontrolliert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zielfeld:                                Wirtschaft und Innovation

 

Handlungsfeld:                  Wirtschaft und Arbeit

 

Umsetzungsstand der priorisierten Maßnahmen:

 

Der Gestaltung des demographischen Wandels kommt im gesamten Bereich der Wirtschaft- und Beschäftigungsförderung eine herausragende Bedeutung zu. Angefangen bei der ausreichenden Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Fachkräften über die Sicherung der Beschäftigtenfähigkeit alternder Belegschaften bis zur Entwicklung der Seniorenwirtschaft ist der demographische Wandel dabei stets ein Querschnittsthema, das in allen Arbeitsbereichen mit zu behandeln ist. Dies muss auch trotz der schwieriger werdenden finanziellen Rahmenbedingungen gelingen.

 

 

            Priorität 1 im Handlungsfeld Wirtschaft und Arbeit:

Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und Beschäftigtensicherung

 

Im Jahre 2007 wurden über die agentur mark GmbH insgesamt rd. 11 Mio. € für arbeitsmarktpolitische Projekte in der Region gebunden, darin enthalten waren 7,2 Mio. € des Landes und der EU. Eine besondere Bedeutung im Kontext der demographischen Entwicklung haben dabei der Bildungsscheck NRW sowie die Angebote zur Stärkung der Weiterbildungsbeteiligung älterer Beschäftigter und die Vorhaben zur Integration älterer Langzeitarbeitsloser. Mit verschiedenen Publikationen („Verantwortung für Erfahrung“ und „Wie lernen Ältere“) und mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten („Regionale Demographiekonferenz“) wurden außerdem praktische Hilfen bereitgestellt und das Themenfeld gleichzeitig öffentlichkeitswirksam präsentiert. Ein regionales Demographienetzwerk mit allen relevanten Akteuren wird den Unternehmen gezielte Hilfestellungen und konkrete Unterstützung bei der Gestaltung des Wandels zur Verfügung stellen.

 

Die Weiterführung der Landesförderung für die Regionalagentur, aber auch die Bundesförderung für ein Vorhaben zur Stärkung der Innovationsfähigkeit kleiner Unternehmen im demographischen Wandel bei der agentur mark stellen für diese Gestaltungsaufgabe – zumindest mittelbar – für die nächsten Jahre eine personelle Ausstattung sicher.

 


 

            Priorität 2 im Handlungsfeld Wirtschaft und Arbeit:

Übergang Schule – Beruf

 

Die Angebote und Aktivitäten in diesem Maßnahmefeld sind mit finanzieller Unterstützung durch Land und Bundesagentur in 2007 deutlich ausgeweitet worden. Sie reichen von Angeboten zur Berufsorientierung und zur Qualifizierung der Berufswahllehrer in Schulen über Projekte zur Förderung der Ausbildungsaktivitäten in Betrieben bis zu ersten Schritten des Aufbaus eines regionalen Übergangsmanagements Schule – Beruf.

 

Allerdings hat das Land seine Anschubförderung zum Jahresende eingestellt, ein Projektvorhaben beim Bund ist gescheitert, weil dort das eigene bisherige finanzielle Engagement in der Kommune nicht ausreichend überzeugend dargestellt werden konnte; insofern ist festzustellen, dass die Akquisition von Drittmitteln zunehmend von der Bereitstellung eigener Ressourcen abhängt. Um überhaupt noch eine (reduzierte) Aufgabenwahrnehmung zu ermöglichen, wäre die Kostenübernahme für eine Fortführung der Personalgestellung der in diesem Bereich tätigen Mitarbeiterin (50 %) ein erster erforderlicher Schritt.

 

 

            Priorität 3 im Handlungsfeld Wirtschaft und Arbeit:

Brachflächen

 

Im Rahmen der Überlegungen zur Revitalisierung von Brachflächen im Hagener Stadtgebiet ist in Abstimmung mit der verwaltungsübergreifenden Arbeitsgruppe eine Direkterhebung der Verfügbarkeit dieser Flächen bei den Eigentümern durch das Servicezentrum Wirtschaft erfolgt.

 

Auf der Grundlage einer Flächenerhebung innerhalb der Arbeitsgruppe sind im vergangenen Jahr alle ermittelten Grundstückseigentümer angeschrieben worden. Dabei ist nach der grundsätzlichen Verfügbarkeit der Flächen für eine neue Nutzung und dem Vermarktungswillen der Eigentümer gefragt worden. Verbunden wurde diese Abfrage mit dem Angebot, bei einer Vermarktung behilflich zu sein.

Aufgrund der relativ geringen Rücklaufquote wurden zum Jahresende 2007 nochmals alle Eigentümer angeschrieben, die sich bis dahin noch nicht gemeldet hatten. Daraufhin haben aktuell 39 von 48 angeschriebenen Eigentümern eine Rückmeldung gegeben (= 81 %).

Im Ergebnis wurden 17 Flächen als vermarktbar registriert, von denen sich 10 im Besitz der Stadt Hagen befinden.

 


 

Verfügbare Gewerbeflächen

 

Die Stadt Hagen beteiligt sich aktiv an einer Boden-Kreislaufwirtschaft, d.h. die noch nicht genutzten bzw. zwischenzeitlich brachgefallenen Gewerbeflächen wurden im Zuge des in Neuaufstellung befindlichen Flächennutzungsplanes der Stadt Hagen planerisch erfasst und bewertet.

 

Nach jetzigem Stand ist festzuhalten, dass im gültigen Flächennutzungsplan ca. 80 ha an ungenutzten, frei verfügbaren Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Davon lassen sich Flächen von ca. 32 ha mittelfristig einer gewerblichen Nutzung zuführen.  Von dem genannten Flächenpotential des Flächennutzungsplans  stehen Gewerbeflächen in einer Größenordnung von ca. 28 ha kurzfristig für eine Bebauung zur Verfügung.

 

Allerdings ist nach jetzigem FNP–„Neu“-Planungsstand davon auszugehen, dass Gewerbeflächen im Bestand in einer Größenordnung von ca. 30 ha

o       durch planerische Anpassung an eine zwischenzeitlich realisierte

      abweichende Nutzung oder

o       aus städtebaulichen Gründen                                                        

            einer anderen Nutzung zugeführt werden.

 

 

Umsetzungsstand sonstiger Maßnahmen:

 

Neues Projekt „InKas_ mark“ stärkt Innovationsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen im demographischen Wandel

 

Es handelt sich um ein Forschungs- und Beratungsprojekt mit überregionaler Bedeutung in Kooperation mit dem Institut Arbeit und Technik der FH Gelsenkirchen. Weiterhin assoziiert sind die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik, der Demographie-Experten e.V. sowie die einzige Eliteuniversität des Landes NRW mit dem Lehrstuhl für Arbeitswissenschaften an der RWTH Aachen.

 

Kurz nach Beginn des Projektes mit einem klaren Bezug zur Märkischen Region am 1.04.2008 sind 10 von 15 für eine Beteiligung vorgesehene Betriebe gewonnen. Dabei handelt es sich um sechs Hagener Betriebe und jeweils zwei aus dem EN- und Märkischen Kreis. Die Unternehmen werden Perspektiven für ihre Zukunft entwickeln und ihr Innovationspotential nutzen. InKas_mark stellt ihnen dabei kompetente Partner zur Seite, die Unternehmen investieren Arbeitszeit in dieses ansonsten kostenfreie Angebot. Im Mittelpunkt der betriebsspezifischen Beratungen steht die Entwicklung spezieller Instrumente, um innovationsfreundliche Rahmenbedingungen zu optimieren und damit die Innovationsfähigkeit zu stärken. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass die Personal- und Organisationsentwicklung mit der technischen Entwicklung einhergehen muss, um die Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten.


Neue Ideen müssen her, um mit alternden Belegschaften erfolgreich im Geschäft zu bleiben und die Wünsche einer alternden Kundschaft zu befriedigen. Das Projekt wird neben den einzelbetrieblichen Aktivitäten einen Beitrag zur Sensibilisierung der Unternehmen für diese Herausforderung leisten. Gefördert wird InKas_mark vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 820.000,00 €. Das Projekt hat eine Laufzeit von 37 Monaten und wird zum 30.04.2011 enden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Zielfeld:                                Mensch und Motivation

 

Handlungsfeld:                  Kinder, Familien und Senioren

 

Umsetzungsstand der priorisierten Maßnahmen:

 

 

            Priorität 1 im Handlungsfeld Kinder, Familien und Senioren:

Förderung von Wohnmodellen, in denen verschiedene Generationen zu-

sammenleben und sich gegenseitig helfen (Generationenhäuser)

 

Aufgrund des Ratsbeschlusses vom 6.03.2008 bereitet die Verwaltung  gegenwärtig  die Ausschreibung für generationsübergreifendes Wohnen  im Zuge der   Nachnutzung der Fläche des ehemaligen städtischen Bauhofes Körnerstraße / Springmannstraße vor.

 

            Priorität 2 im Handlungsfeld Kinder, Familien und Senioren:

Aufwertung der innerstädtischen Wohnquartiere durch Grünbereiche

und Erholungs- und Spielflächen

 

Unter Beteiligung des Seniorenbeirates und des Sport- und Freizeitausschusses wird gemeinsam mit dem Stadtsportbund der Beschluss der Bezirksvertretung Nord vom 23.05.2007 umgesetzt. Ziel ist die Gestaltung eines Mehrgenerationenparks. Das zu entwickelnde Konzept soll Modellcharakter haben und später auch in anderen Stadtteilen umgesetzt werden.

 

Der Kinderspielplatz Buschhofstraße mit einer Größe von 678 qm wurde vor einigen Jahren unter Beteiligung von Kindern aus dem Wohnbezirk ausgebaut. Der Kinderspielplatz Neumarktstraße mit einer Größe von 582 qm befindet sich in der Ausbauphase und soll im ersten Halbjahr 2008 fertig gestellt sein. An der Planung beteiligt waren die benachbarte Kindertagesstätte Tigerente sowie der Jugendrat Mitte. Der Kinderspielplatz Potthofpark mit einer Größe von 1517 qm wurde im Zuge des Neubaus des Kinderschutzbundes neu überplant und ausgebaut. Der Kinderspielplatz Volmepark mit 800 qm wurde im letzten Jahr mit einem behindertengerechten Karussell ausgestattet.

Der Kinderspielplatz Badstraße / Volmeanlagen mit einer Größe von 1426 qm wurde kürzlich fertig gestellt. Er ist konzipiert als Spielfläche im Quartiersbereich für Kinder und Jugendliche und verfügt u.a. über eine Multifunktions-Ballspielfläche mit der Möglichkeit zum Basketballspiel und zum Bolzen.


 

            Stadtumbau Oberhagen / Eilpe – Spielleitplanung

           

Der Stadtteil Oberhagen / Eilpe ist Stadtumbaugebiet im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West. Ergänzend zu dem gebietsbezogenen Erneuerungsprogramm ist der Stadtteil im Jahr 2007 in das Landesprogramm „Ab in die Mitte“ aufgenommen worden. Beide Förderkulissen räumen der Beteiligung von Bürgern einen großen Stellenwert ein.

 

Anknüpfend an eine bereits vorhandene qualitätvolle Beteiligungskultur mit Kindern   und Jugendlichen in Hagen hat die Stadt für den Stadtteil Oberhagen / Eilpe mit der Spielleitplanung eine integrierte Planung mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Die Beteiligungsergebnisse bilden die Grundlage für die Identifizierung von spezifischen Handlungsbedarfen aus Sicht der Kinder und Jugendlichen und daraus folgend die Konkretisierung von geplanten Vorhaben im Rahmen des Stadtumbaus. Diese sind zuvor im Rahmen eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes analysiert und in Form eines Maßnahmenkonzeptes herausgearbeitet worden.

 

Bei der Spielleitplanung haben der Fachbereich für Stadtentwicklung und Stadtplanung und das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hagen zusammengewirkt, fachlich unterstützt durch das Planungsbüro Stadt-Kinder aus Dortmund. Die Durchführung der Beteiligung erfolgte in Kooperation mit Schulen und Kindertageseinrichtungen. Dazu wurden methodisch vorbereitete Streifzüge durch die Stadtteile und zwei Planungswerkstätten für die städtebaulichen Schwerpunkte Elbershallen in Oberhagen und Wippermanninsel / Bleichplatz in Eilpe durchgeführt, um Generationen übergreifende Aspekte mit zu berücksichtigen.

 

Ziel war es, nach einer vorgeschalteten Analyse der Freiraumstrukturen des Stadtteils die Konkretisierung von Entwicklungsperspektiven und gestalterischen Leitideen für die Gelände Elbershallen, Wippermanninsel und Bleichplatz aus dem Blickwinkel von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln und im weiteren Prozess des Stadtumbaus der Realisierung zuzuführen. Das alltäglich erlebte Umfeld mit seinen Freiraumstrukturen in den Blickwinkel der

Kinder und Jugendlichen gerückt, trägt maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität und der Identifikation mit dem Stadtteil für alle Generationen bei.

 


 

Priorität 3 im Handlungsfeld Kinder, Familien und Senioren:

Bedarfsgerechtes Kinderbetreuungsangebot

 

Der Rat der Stadt Hagen hat am 13.12.2007 die Umsetzung des neuen Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) ab dem Kindergartenjahr 2008/2009 für Hagen beschlossen. Nach Beendigung des Anmeldeverfahrens    wird es – wie geplant –  für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren eine Bedarfsdeckung in Höhe von 94 % und für Kinder unter 3 Jahren in Höhe von 20 % geben. Dabei hat sich aufgrund der Nachfrage der Familien bei der Ganztagsbetreuung fast eine Verdoppelung des Angebotes ergeben. Zu den finanziellen Auswirkungen des KiBiz kann zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund fehlender Landesvorgaben noch keine Aussage gemacht werden. Zum Kindergartenjahr 2008/2009 werden in den städtischen Kindertageseinrichtungen weitere 9 Spielgruppen eingerichtet werden. Zur Fortsetzung des Ausbaus von Familienzentren wurden der Stadt Hagen für das kommende Kindergartenjahr 5 weitere Kontingente zugeteilt, so dass ab Sommer 2008 insgesamt 13 Familienzentren in Hagen existieren werden.

 

 

Umsetzungsstand der Maßnahmen außerhalb der ersten Prioritäten

im Handlungsfeld Kinder, Familien und Senioren:

 

            Priorität 5 im Handlungsfeld Kinder, Familien und Senioren:

Die Stadt hilft Senioren, den Übergang in eine Pflegeheim zu verhindern

bzw. zu verzögern.                                                                                                                                           

Die Stadt sorgt dafür, dass in allen Stadtteilen in möglichst vielen Wohnquartieren seniorengerechte und barrierefreie Wohnungen zur Verfügung stehen.

 

Z.Zt. gibt es 20 Wohnkomplexe, in denen heimangebundenes Wohnen bzw. Servicewohnen angeboten wird. Gemeinsam mit Mitarbeitern aus dem Fachbereich Immobilien, Wohnen  und Sonderprojekte und dem Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung wird an einem Gemeinschafts-Wohnkonzept für Senioren gearbeitet, das zukünftigen Investoren als Grundlage für deren Planungen dienen soll. Ziel ist, durch die Verbindung von Wohnen und Hobby bzw. persönlichen Interessen und durch die Förderung von Gemeinschaftsunternehmungen vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erhalten und zu fördern und der Einsamkeit im Alter vorzubeugen.


 

Die Stadt unterstützt den Umbau von Privatwohnungen in seniorengerechte Wohnungen durch Förderung und Beratung.  

 

Die Wohnberatung unterstützt die Wohnraumanpassung sowohl durch individuelle Beratung der Mieter als auch durch die Beratung der Vermieter und Bauherren. Für die speziellen Wohnraumanforderungen der Menschen mit Demenz steht dieser Zielgruppe eine Mitarbeiterin der Pflege- und Wohnberatung zur Seite.

(Weiteres Förderkonzept beim Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte, siehe unter Maßnahme mit Priorität 3 im Handlungsfeld  Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität: Für das Wohnen im  Alter im angestammten Quartier wird die Entwicklung neuer Wohnformen in allen Stadtteilen bzw. größeren Wohnquartieren offensiv beworben sowie auf der Grundlage bestehender Förderprogramme unterstützt und begleitet.)

 

Die Stadt fördert Wohngemeinschaften alter Menschen und betreute Wohnformen, um auf den Neubau von stationären Einrichtungen verzichten zu können.

 

Im netzwerk demenz, dem 25 Träger von Hilfeangeboten in Hagen angehören, werden z.Zt. Konzepte für Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz und für Ehepaare entwickelt, wenn ein Partner dementiell erkrankt ist. Zwei Netzwerkmitglieder sind mit Bauträgern in der engeren Planungsphase, so dass in Kürze mit der Erstellung zu rechnen ist.

Daneben ist aufgrund der städtischen Konzeptidee ein Modell in der Planungsphase, wonach Ehepaare weiterhin zusammen leben können, wenn ein Partner heimpflegebedürftig geworden ist und dadurch ein Umzug in ein Pflegehiem notwendig wird. Geplant ist der Bau von Ehepaarappartements (angeschlossen an ein Heim), in denen der pflegebedürftige Partner einen Heimvertrag abschließt und der andere Ehepartner zur Miete wohnen kann.

Gewinner dieser Umsetzung sind die Betroffenen, die Heimträger und der Kostenträger.

 

 

 


 

Die Stadt koordiniert eine flächendeckende Versorgung von Senioren mit ambulanten, teil- und vollstationären Hilfen.

 

Im netzwerk demenz werden neue Konzepte für niedrigschwellige Angebote im Quartier in enger Kooperation der unterschiedlichen Anbieter entwickelt.

Im Stadtteil Wehringhausen wird exemplarisch gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren an der optimalen Versorgung innerhalb eines Quartiers gearbeitet. In einer regelmäßig tagenden AG sind alle Wohlfahrtsverbände und Träger von Serviceangeboten im Stadtteil eingebunden und koordinieren die Arbeit. In einem Teil von Wehringhausen sollen die über 80-Jährigen besucht und befragt werden. Ziel ist die Evaluation  der Hilfebedarfe und die Bekanntmachung der Serviceleistungen, um frühzeitig mit dem vorhandenen Hilfesystem eine langfristige Versorgung in der Häuslichkeit sicherzustellen und einen Heimaufenthalt zu vermeiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Zielfeld:                                Mensch und Motivation

 

Handlungsfeld:                  Integration / Migration

 

            Priorität 1 im Handlungsfeld Integration / Migration:

Werbung für Kita-Besuch der Migrantenkinder

 

Das Landesjugendamt plant landesweit die Einführung einer Kinderbetreuungsbörse (KiBeOn). Hier soll es Familien zukünftig möglich sein, sich via Internet über alle Kindertageseinrichtungen und weitere Betreuungsangebote online zu informieren. Dieses Angebot ist derzeit allerdings nur in deutscher Sprache geplant.

Der Internetauftritt „Familienfreundliches Hagen“, der auch alle Angebote zur Kinderbetreuung in Hagen beinhaltet, steht kurz vor der Realisierung. Für das Kindergartenjahr 2009/2010 ist eine Informationsbroschüre zum Betreuungsangebot in Hagen in mehreren Sprachen geplant, das auch bei Kinderärzten und anderen zentralen Anlaufstellen ausgelegt werden soll.

 

Im Rahmen des Sprachfeststellungsverfahrens Delfin werden die Eltern der 4-jährigen Kinder regelmäßig eingeladen, ihr Kind in einer Kita anzumelden. Die Mitarbeiter der Regionalen Arbeitsstelle für ausländische Kinder und Jugendliche weisen bei allen Beratungsgesprächen mit Migranten auf die Wichtigkeit des Kita-Besuchs hin. Das Thema wird auch eingehend auf Elternabenden und Elternbildungsveranstaltungen der Regionalen Arbeitsstelle für ausländische Kinder und Jugendliche  thematisiert.

 

 

Priorität 2 im Handlungsfeld Integration / Migration:    

Flächendeckende Sprachförderung in allen Kitas in Deutsch und der      

           Ausgangssprache 

 

Z.Zt. werden in den Hagener Kindertageseinrichtungen 31 Deutschkurse angeboten. Diese Kurse werden anteilig vom Land finanziert. Die Sprachförderkurse für die 4-jährigen Kinder, die aufgrund der Sprachstandserhebung einer Sprachförderung bedürfen, werden weiterhin in den Kindertageseinrichtungen, sowie für Kinder, die keine Kita besuchen, in den Familienzentren durchgeführt. Muttersprachlicher Unterricht wird nach wie vor in den Kindertageseinrichtungen nicht angeboten. Durch den Aufbau eines stadtweiten Netzes von Familienzentren werden nunmehr zentrale Anlaufstellen für die Realisierung solcher Angebote geschaffen. In der Bedarfsanalyse für den Aufbau der Familienzentren hat sich gezeigt, dass sich Familien ähnlicher Herkunftsländer in den unterschiedlichen Stadtteilen und somit auch in den Kindertageseinrichtungen konzentrieren. Ein Kriterium bei der Auswahl der Standorte für Familienzentren ist der hohe Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in den Kindertageseinrichtungen.


 

Auf Grundlage der derzeitigen Besucherstruktur in den Kitas wäre die Durchführung von bis zu 98 Sprachförderkursen in 11 verschiedenen Sprachen bedarfsdeckend. Dadurch würden Honorarkosten in Höhe von ca. 240.000 € entstehen. Mittel zur Realisierung stehen nicht zur Verfügung.

 

 

 

 

            Priorität 3 im Handlungsfeld Integration / Migration:

Mutter-Kind-Sprachkurse

 

 

Z.Zt. werden in den Kindertageseinrichtungen insgesamt 20 Sprachkurse für Mütter (Rucksack-Projekt) angeboten. Das Angebot soll entsprechend der Nachfrage auf 28 Kurse ausgeweitet werden. Die laufenden Kurse mit einem Kostenvolumen von 56.000 € werden über eine Sparkassen-Spende finanziert. Die Ausweitung auf 28 Kurse würde weitere Mittel von 22.400 € erfordern. Mutter-Kind-Sprachkurse gehören bisher nicht zum Angebotsspektrum. Für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen und dort ebenfalls Sprachförderung erhalten, können solche zusätzlichen Kurse auch zu einer Belastung führen. Für Kinder mit Migrationshintergrund, die keine Kindertageseinrichtung besuchen, wäre es sicherlich ein Gewinn, gemeinsam mit ihren Müttern die deutsche Sprache besser erlernen zu können. Die Kosten für solche Kurse würden sich in ähnlicher Höhe belaufen.

 

 

            Priorität 4 und 7 im Handlungsfeld Integration / Migration:

Kursangebote in den wichtigsten Ausgangssprachen und in Deutsch/

            Bedarfsgerechte Zahl von Deutschkursen für Migranten

           

In Fortsetzung des KOMM-IN-Projektes konnte 2007 und kann 2008 die Vernetzung der Träger von Integrationskursen, die Koordination der Kurse und die Beratung der potentiellen Teilnehmenden aus Mitteln der Sparkassenspende sichergestellt werden. Dadurch wurde es ermöglicht, dass 2007 und 2008 bisher 38 Kurse mit 612 Teilnehmenden begonnen haben. Denjenigen, die sich aktiv um eine Kursteilnahme bemühen, kann zeitnah ein Angebot gemacht werden. Es gibt aber weiterhin die Notwendigkeit entsprechender Kurse, die wegen der Änderung der Rechtsgrundlagen nun auch zielgruppenspezifisch angeboten werden können.

 


 

            Priorität 6 im Handlungsfeld Integration / Migration:

Kinder mit Migrationshintergrund erhalten spätestens ab Eintritt in die Kita bedarfsgerechte Sprachförderung.

 

Die Kinder werden in den Kitas so früh wie möglich gefördert. Vorleseprojekte und Ähnliches führen an die Sprache heran. So greift z.B. das Programm „Hocus und Lotus“ theaterpädagogische Elemente auf, mit deren Hilfe Kinder an eine Zweitsprache herangeführt werden (Kosten 100,00 € p.a./Einrichtung).

Die systematische Förderung setzt allerdings z.Zt. erst mit dem Absolvieren des Delfin-Tests ein. Eine frühere Förderung der Kinder ist wünschenswert. Denkbar wäre die Einführung des Programms „Griffbereit“ für Kinder ab 3 Jahre, das kompatibel mit dem Rucksack-Projekt ist. Beide Programme stammen aus der Regionalen Arbeitsstelle für ausländische Kinder und Jugendliche und sind kompatibel. Eine flächendeckende Einführung würde 56.000,00 € p.a. kosten.

           


 

Zielfeld:                                Mensch und Motivation

 

Handlungsfeld:                  Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität

 

Umsetzungsstand der priorisierten Maßnahmen:

 

            Priorität 1 im Handlungsfeld Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität:

            In Kooperation mit den Wohnungsunternehmen und privaten Hauseigentümern entwickelt die Stadt ein Konzept zum Rück- bzw. Umbau von Wohnungsbeständen, die nicht mehr den heutigen Marktanforderungen entsprechen.

           

Für das künftige Programmgebiet „Soziale Stadt Wehringhausen“ sind die problematischen Wohnungsbestände vollständig erfasst. Daneben wurden im Rahmen von drei Workshops im 2. Halbjahr 2007 die erforderlichen Maßnahmen für das inzwischen vom Rat beschlossene integrierte Handlungskonzept abgestimmt und in das Förder- und Finanzierungskonzept eingearbeitet. Die Verwaltung wurde beauftragt, das integrierte Handlungskonzept als Aufnahmeantrag für das Förderprogramm Soziale Stadt beim Land einzureichen.

 

Auch im Stadtumbaugebiet Oberhagen / Eilpe wird die Maßnahme Gegenstand der weiteren Überlegungen und Gespräche mit den dortigen Eigentümern sein. Im Bereich des Wohnquartiers Mozartstraße in Hohenlimburg ist es leider nicht gelungen, mit den drei dort vertretenen Wohnungsunternehmen zu gemeinsamen Gesprächen über ein Handlungskonzept zu kommen.

 

Eine Umfrage bei den umliegenden Großstädten ergab, dass auch dort noch keine wesentlichen Erfahrungen zu dieser Problematik vorliegen. Lediglich in der Stadt Duisburg ist in einem Stadtteil ein Pilotprojekt zum Abriss höhergeschossiger Miethäuser vorgesehen, das sich aber noch in der Planungsphase befindet.

 

Ein Haushaltansatz besteht nicht.

Es wird davon ausgegangen, dass voraussichtlich 20 % Kofinanzierungsmittel zu den Fördermitteln des Landes aufzubringen sind. Die restliche Finanzierung muss aus privaten Finanzierungsmitteln erfolgen.

 


 

            Priorität 2 im Handlungsfeld Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität:

            Mit Beteiligung der Bewohner werden in den angestammten Wohnquartieren Zug um Zug Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes und der Infrastruktur durchgeführt.

 

 

Das Stadtumbauprojekt Oberhagen / Eilpe ist in Bearbeitung (Beteiligungsverfahren und investive Maßnahmen). Die Maßnahme wird auch bei dem Schwerpunkt Wohnen bei der Bearbeitung Integriertes Handlungskonzept Wehringhausen mitbearbeitet.

 

Es sind für Wehringhausen noch keine Mittel etatisiert.

Es wird davon ausgegangen, dass voraussichtlich 20 % Kofinanzierungsmittel zu den Fördermitteln des Landes aufzubringen sind. Die restliche Finanzierung muss aus privaten Fördermitteln erfolgen. 

 

 

            Priorität 3 im Handlungsfeld Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität:

Durch intensivere Pflege und Bepflanzung von Grünanlagen und geeignete Maßnahmen werden in den Wohnquartieren öffentliche Räume zurück gewonnen und Treffpunkte / Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen.

 

Es wird eine laufende Pflege in der Standardkategorie mit eigenem Personal und Fremdvergabe vorgenommen. Bisher sind keine weitergehenden Maßnahmen in der konkreten Planung.

 

Mit dem bestehenden Haushaltsansatz sind keine weitergehenden Maßnahmen möglich. Der zusätzliche finanzielle Aufwand ist abhängig von konkreten Maßnahmen.

 

 

Ebenfalls Priorität 3 im Handlungsfeld Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität:

Für das Wohnen im Alter im angestammten Quartier wird die Entwicklung neuer Wohnformen (z.B. selbstbestimmtes Wohnen, Wohnen mit Service, Wohngemeinschaften, Gruppenwohnen, Pflegewohnplätze, Generationsübergreifendes Wohnen) in allen Stadtteilen bzw. größeren Wohnquartieren offensiv beworben sowie auf der Grundlage bestehender Förderprogramme unterstützt und begleitet.

 

Im Rahmen von Veranstaltungen und Presseveröffentlichungen informiert der Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte laufend über Projekte,  aktuelle Entwicklungen, Konzepte und Ideen im Bereich Wohnen (zuletzt u.a. diverse Presseveröffentlichungen, spezielle Info-Veranstaltung für Unternehmen und Akteure, Sparkassen-Immobilien-Messe, Messe „Bauen und Wohnen“ in der Stadthalle, „3.Hagener Bautage“).

 

Zahlreiche seniorengerechte und barrierefreie Wohnungen werden gefördert. Es gibt eine Reihe von realisierten Wohnprojekten  in verschiedenen Stadtteilen / Wohnquartieren (Betreutes Wohnen, Gruppenwohnen, Gemeinsames Wohnen „Achat“ e.V. am Marktplatz Boele u.a.m.) sowie einige aktuelle und z.T. bereits im Bau befindliche Förderprojekte (z.B. je zwei Projekte in Haspe, Wehringhausen und Hohenlimburg).

 

Geplant ist – soweit möglich – eine weitere kleinräumige quartiers- bzw. statteilbezogene Bedarfsanalyse, die Ansprache von potentiellen Investoren und Betreibern / Trägern für bedarfsorientierte weitere Projekte.

 

Offensiv beworben und gefördert wird durch den Fachbereich Immobilien, Wohnen und  Sonderprojekte des Weiteren die Reduzierung von Barrieren im vorhandenen Wohnungsbestand und der barrierefreie bzw. –arme Umbau vorhandener Wohnungen.

Dieses Förderprogramm soll angesichts der aktuellen demographischen und strukturellen Probleme im Wohnungsbestand dazu beitragen, insbesondere für ältere und auch pflegebedürftige Menschen differenzierte Wohnangebote im Wohnungsbestand zu schaffen, damit diese langfristig in ihren Wohnungen und ihrem Wohnquartier wohnen bleiben und bei Bedarf auch ambulant gepflegt werden können.

 

Z.Zt. wird geprüft, inwieweit ein gemeinsames Wohnprojekt mit einem Wohnungsunternehmen und einem Wohlfahrtsverband im Rahmen des EU-Projektes „Seniorenwirtschaft“ in Wehringhausen berücksichtigt werden kann.

 

Weiter ist ein Modellprojekt im Rahmen des Stadtumbaus vorgesehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zielfeld:                                Natur und Wellness

 

Handlungsfeld:                  Sport

 

Im Handlungsfeld Sport konnten trotz zum Teil fehlender finanzieller und personeller Rahmenbedingungen erste Erfolge erzielt werden.

Die Unterstützung und der Einsatz externer Partner sind enorm und weiterhin unverzichtbar. Jedoch wird in Kürze über die notwendigen Ressourcen zu diskutieren sein. Die Rahmenbedingungen sind in diesem Bereich nicht ausreichend.

 

 

Umsetzungsstand der priorisierten Maßnahmen:

 

            Priorität 1 im Handlungsfeld Sport:                                                    Projektentwicklung zur Integration durch und mit Sport

 

 

Hier werden bereits Projekte von externen Partnern angeboten und durchgeführt, z.B. Fußball und Basketball um Mitternacht. Die Stadt stellt entsprechende Objekte und Personal bereit.

Für weitergehende Projektentwicklungen werden allerdings Finanzmittel von ca. 5.000,00 € jährlich benötigt.

 

           

            Priorität 2 im Handlungsfeld Sport:

Schaffung und Verbesserung des Wegenetzes

 

Im Rahmen des Zukunftsmeetings „Natur und Wellness“ ist dieses Thema aufgegriffen und bearbeitet worden.

 

Alle Wege werden in einem Wegesystem erfasst, sodass es nur eine Kartengrundlage, einen Maßstab und ein Dokument gibt.

Das multifunktionale Wegenetz soll alle bereits vorhandenen und ausgeschriebenen Wege (Freizeitradwege, Nordic-Walking-, Wander- und Reitwege  etc.) in Hagen aufzeigen. Durch das multifunktionale Wegenetz soll dementsprechend die Frage nach den Sportmöglichkeiten im Freien für die Hagener Bürger und für Auswärtige geklärt werden.

 

Die Bearbeitung des multifunktionalen Wegenetzes beginnt exemplarisch im Bereich Vorhalle, soll aber kontinuierlich auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden.

Die Ansprechpartner dieser Wege sollen mit einer zentralen Steuerungsstelle in Verbindung treten, wenn sich Veränderungen an den Wegen (neue ausgewiesene Wege kommen dazu, Wegführungen ändern sich, Wege fallen weg etc.) ergeben.

Diese zentrale Steuerung wird für Vorhalle zunächst der Stadtmarketing Hagen e.V. übernehmen, bei der Ausweitung des Projektes wird das Sportamt diese Aufgabe erhalten.

Gleichzeitig ist der Aufbau eines Freizeitkatasters geplant, in dem zusätzliche Informationen, wie Länge der Strecken, Schwierigkeitsgrad, Ansprechpartner, Start- und Zielpunkt, Öffnungszeiten nahegelegener Gastronmieeinrichtungen, ÖPNV-Erreichbarkeit, Parkplätze etc. wiedergegeben werden sollen.

Im September 2008 wird es ein Eröffnungs-Event geben, das z.Zt. organisiert wird.

 

           

            Priorität 3 im Handlungsfeld Sport:

Gezielte finanzielle Förderung der Angebote und Übungsleiter

 

 

Dieser Bereich wird wohl auf absehbare Zeit aufgrund der Finanzsituation zurückgestellt werden müssen.

 

 

Viele der weiteren vorgeschlagenen Maßnahmen im Handlungsfeld Sport, z.B. Trendsportarten, hängen von gesamtstädtischen Konzeptionsentscheidungen ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zielfeld:                                Natur und Wellness

 

Handlungsfeld:                  Umwelt

 

Umsetzungsstand der priorisierten Maßnahmen:

 

Priorität 1 im Handlungsfeld Umwelt:

Vor Ausweisung neuer Flächen zur Bebauung findet zunächst eine              Prüfung vorhandener Flächen statt.

                                                                                                

Federführend ist der Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung. Im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes bietet sich eine gute Gelegenheit, die Maßnahmen umzusetzen.

 

 

            Priorität 2 im Handlungsfeld Umwelt:

Wiederaufforstungen durch Laubbäume auf städtischen Waldflächen

Intensive Werbung im Hinblick auf Erhöhung des Laubwaldanteils bei privaten Waldbesitzern (Schwerpunkt Nutzung des Ökokontos)

 

Federführend ist hier das Forstamt. Die Notwendigkeit der Wiederaufforstung nach dem Sturm Kyrill bietet eine gute Gelegenheit, die Maßnahmen umzusetzen. Das Forstamt wirbt hier mit dem Slogan „Hagen bäumt auf“. Es werden auch Wiederaufforstungen im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen für Bebauungspläne durchgeführt. Hier wird auf eine Wiederaufforstung mit bodenständigen Laubbäumen besonderer Wert gelegt.

 

 

            Ebenfalls Priorität 2 im Handlungsfeld Umwelt:

Hasper Talsperre reaktivieren

 

Die Maßnahme unterliegt dem Einflussbereich der Politik.

Gemäß Beschluss des Aufsichtsrates soll die vorhandene Trinkwasseraufbereitungsanlage an der Hasper Talsperre den technischen Anforderungen angepasst werden, um zu erreichen, dass das Rohwasser aus der Talsperre entsprechend aufbereitet den Bürgern der Stadt Hagen wieder zu Trinkwasserzwecken zur Verfügung gestellt werden kann.

 

           


 

            Priorität 3 im Handlungsfeld Umwelt:

Pflege des Wander-, Rad- und Reitwegenetzes und der dazugehörigen

Infrastruktur

 

Federführend sind der Fachbereich für Grünanlagen und Straßenbetrieb und das Forstamt. Das Umweltamt als Beteiligter an den Maßnahmen hat als einen Baustein einen Geologischen Lehrpfad am Kaisberg konzipiert und Sponsorengelder dafür eingeworben. Z.Zt. werden noch Detailfragen geklärt, wie z.B. nach der Verkehrssicherungspflicht. Die Einweihung des Lehrpfades soll, wenn alles planmäßig läuft, noch vor den Sommerferien erfolgen.

 

Von Seiten des Amtes des Oberbürgermeisters wurde als weiterer Baustein die Vorlage „Ausweisung von Mountainbikerouten“ in die Politik eingebracht.

 

 

Umsetzungsstand der Maßnahmen außerhalb der ersten Prioritäten im Handlungsfeld Umwelt

 

            Priorität 5 im Handlungsfeld Umwelt:

            Einleitung eines Änderungsverfahrens des Landschaftsplanes

Flächenvorschläge liegen vor, z.B. im Mäckingerbachtal und im Nimmerbachtal

 

Für die in Rede stehenden Flächen wurde ein Landschaftplanänderungsverfahren eingeleitet.

 

 

            Priorität 7 im Handlungsfeld Umwelt:

            Umsetzung des Luftreinhalteplans einschließlich des Aktionsplans Innenstadtring. Zeitnahe Einrichtung der Umweltzone Ruhr

 

            Umsetzung des Luftreinhalteplans einschließlich des Aktionsplans Innenstadtring. Zeitnahe Einrichtung der Umweltzone Hagen

 

            Im Rahmen einer vom Bundesumweltministerium geförderten wissenschaftlichen Begleitung wurde geprüft, welche Effekte mit der immissionsabhängigen Verkehrssteuerung am Märkischen Ring verbunden sind. In diesem Zusammenhang wurden auch die Wirkungen der statischen LKW-Sperrung auf dem Graf-von-Galen-Ring untersucht. Der Abschlussbericht wird voraussichtlich Ende Mai 2008 veröffentlicht. Parallel dazu wurden die Auswirkungen der Einrichtung einer Umweltzone im Stadtgebiet untersucht.


 

            Die Ergebnisse beider Gutachten belegen, dass nur großräumig angelegte Maßnahmen eine wirksame Verbesserung der Luftqualität in der Hagener Innenstadt bewirken. Entgegen den Gutachtenempfehlungen wird das Thema „Umweltzone“ lokal z.Zt. aber nicht weiter verfolgt. Im Luftreinhalteplan Hagen 2008 wird als verkehrsrelevante Maßnahme primär ein großräumiges LKW-Routenkonzept und die immissionsabhängige dynamische Verkehrssteuerung am Märkischen Ring festgesetzt.

 

            Nach dem erfolgreichen Pilotversuch der Hagener Verkehrsbetriebe werden die Stadtbusse sukzessive mit sogenannten SCRT-Filtern nachgerüstet. Neufahrzeuge werden bereits mit SCRT-Filtern beschafft. Die Maßnahme findet ebenfalls Eingang in den Maßnahmenkatalog des Luftreinhalteplans Hagen 2008, der in Gänze in der letzten Beratungsrunde vor den Sommerferien in die Gremien eingebracht werden soll.

                       

 

Maßnahmen mit  Punktzahlen zwischen 1 und 9 im Handlungsfeld Umwelt:

Einleitung einer Kampagne „Hagen wird leise“

           

Die Federführung hat durch Entscheidung des Verwaltungsvorstandes der Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung. Die Maßnahmen:

 

Aufstellung eines Aktionsplanes gemäß EU-Umgebungslärmrichtlinie

 

Erfassung der Lärmbelastung im gesamten Stadtgebiet gemäß EU- Umgebungslärmrichtlinie für Ballungsräume 2. Stufe

 

Erstellung des Aktionsplanes zur Lärmminderung im Stadtgebiet gemäß EU-Umgebungslärmrichtlinie für Ballungsräume 2. Stufe, abgestimmt mit der Immissionsplanung

 

Umsetzung des abgestimmten Aktionsplanes

 

sind Pflichtaufgaben, denen sich die Kommunen nicht entziehen können.

 

Nach der in nationales Recht umgesetzten Umgebungslärmrichtlinie der EU sind ab 2008 die Kommunen gehalten, immer dann Lärmaktionspläne aufzustellen, wenn an Verkehrswegen Lärmorientierungswerte überschritten werden. Für das Stadtgebiet Hagen liegen für die stark belasteten Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen Lärmkartierungen vor, die um die sonstigen stark belasteten (städtischen) Straßen und die hoch frequentierten Schienenwege noch ergänzt werden müssen. Auf diesen Grundlagen wird ein Lärmaktionsplan zu erstellen sein, der Aussagen über geeignete Maßnahmen zur Lärmreduzierung macht.


Dabei kann es sich um Maßnahmen der Verkehrssteuerung und –lenkung handeln, ebenso wie um verkehrsrechtliche Anordnungen (Sperrungen, Temporeduzierungen) oder bauliche (Straßenbelag, passiver Schallschutz / Schallschutzfenster) Maßnahmen aber auch um Konzepte einer mittel- und langfristig orientierten umweltverträglichen Verkehrsentwicklungsplanung. Die Vorbereitungen zur Aufstellung eines Lärmaktionsplans erfolgen noch in 2008.

 

           

Weiterentwicklung der in der Vorlage „Erhebung von Indikatoren für eine nachhaltige Stadtentwicklung“(DS 0954/2005) entwickelten Indikatoren als Instrument zur Überprüfung der Zielerreichung auf Nachhaltigkeit

 

Eine Indikatorenerhebung wurde durchgeführt und mit dem Titel „1. Hagener Nachhaltigkeitsbericht“ veröffentlicht. Der Rat hat beschlossen, alle zwei Jahre eine Erhebung durchzuführen und die Indikatoren ergänzt.

 

 

Bürgerbeteiligung im Handlungsfeld Umwelt

 

Als Informations- und Kommunikationsplattform sollte das vom Umweltamt initiierte Internetportal „Virtuelles Agenda-Büro“ genutzt werden. Diese Plattform wurde aufgrund von Problemen, u.a. auch Ausbleiben der weiteren Landesförderung, ganz aus dem Internet entfernt.

 

 


 

Handlungsfeld „Stadt und Region“

 

Das Handlungsfeld „Stadt und Region“ ist bisher keinem Prioritätencheck unterzogen worden, da es sich grundlegend von den anderen Handlungsfeldern unterscheidet.

 

 

Interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Einzelhandel

 

Interkommunale Kooperation Städteregion 2030

 

Zu Jahresbeginn 2007 ist die Gemeinschaft der Städteregion durch den Beitritt der Städte Bottrop und Hagen auf zehn Städte erweitert worden. Als letzte kreisfreie Kommune innerhalb des RVR-Gebietes hat die Stadt Hamm zwischenzeitlich ihre Absicht signalisiert, ebenfalls der Städteregion 2030 formell beitreten zu wollen.

 

Die Städteregion engagiert sich in verschiedenen Themenfeldern u.a.:

-          Masterplan Ruhr

-          Ruhrtal

-          Regionaler Flächennutzungsplan (nur Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mühlheim/Ruhr und Oberhausen)

-          Ziel-2-Förderung

-          Kulturhauptstadt 2010

 

Die Städte der Region Ruhr sind räumlich und funktional stark miteinander verflochten. Die Umsetzung kommunaler Vorhaben erfordert daher die Berücksichtigung regionaler Abhängigkeiten. Der kontinuierliche Dialog in der Städtegemeinschaft sowie mit Partnern, auch über die Grenzen der Städteregion Ruhr 2030 hinaus, hat erkennbar zu positiven Ergebnissen bei der Metropolenbildung sowie Positionierung der Region im Wettbewerb gegenüber anderen Metropolregionen geführt. Der eingeschlagene Weg der – dauerhaft angelegten, systematisierten – interkommunalen Kooperation hat sich also bewährt und sollte daher auch weiter beschritten werden.

 

Beitrag der Stadt Hagen zur nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung der Metropole Ruhr

 

Die Hagener Innenstadt bildete in vergangenen Jahren den räumlichen Schwerpunkt der Stadtentwicklung und wurde in dieser Zeit grundlegend umgestaltet und modernisiert. Als Beispiele für diese Entwicklung sind der Bau der Volme-Galerie, der Neubau des Rathauses, die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes und der Bau des Sparkassen-Karrées zu nennen. Die zukünftige Stadtentwicklung konzentriert sich in zunehmendem Maße auf die Randbereiche der Innenstadt sowie auf die innenstadtnahen Wohnquartiere. Vor dem Hintergrund stark sinkender Bevölkerungszahlen, der sozialen Themen und der städtebaulichen Missstände in diesen Quartieren wird im Rahmen der Programme Stadtumbau West und Soziale Stadt entgegengesteuert.


Dabei steht die Bewältigung des demographischen Wandels im Vordergrund. In den Stadtteilen finden Strukturveränderungen statt. Zielsetzung der Stadtentwicklung ist es hier, die Infrastruktur in den Stadtteilen zu erhalten und den neuen Bedürfnissen anzupassen, den Wohnungsbestand zu modernisieren und teilweise durch Abriss neue Qualitäten im Bestand zu schaffen.

 

Aufgrund der besonderen Siedlungsstruktur der Stadt Hagen konzentrieren sich viele Probleme der Stadt Hagen in den Tallagen: dort wo sich altindustrielle Bereiche und Verkehrswege konzentrieren und das Wohnen enorm belasten. Einer dieser Bereiche ist der Abschnitt der B7 zwischen Wehringhausen und der Innenstadt. Der Verkehr belastet hier sowohl das Ortszentrum von Wehringhausen als auch über den

Graf-von-Galen-Ring die Innenstadt. Mit einem Infrastrukturprojekt von historischer Dimension wird die Stadt Hagen in den kommenden Jahren durch den Bau der Bahnhofshinterfahrung den Durchgangsverkehr auf eine neue Trasse westlich des Hauptbahnhofs verlagern. Im Sinne einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung sollen im Anschluss die zum Teil brachliegenden Gewerbeflächen entlang dieser Straßentrasse wieder aufbereitet werden sowie der entlastete Ortskern von Wehringhausen städtebaulich aufgewertet werden. Dabei verfolgt die Stadt Hagen das Ziel, ohne zusätzlichen Flächenverbrauch neue, attraktive Arbeitsplätze in zentrumsnaher Lage zu schaffen. Damit stehen neue Flächenpotentiale für die Bewältigung des wirtschaftlichen Strukturwandels zur Verfügung, die teilweise in unmittelbarer Nähe des ICE-Haltepunktes liegen.

 

Ein weiteres Ziel ist es, die Flüsse wieder in das städtebauliche Gefüge zu integrieren. Nachdem dies entlang der Volme bereits mit einigen Projekten erfolgreich gelungen ist, besteht nun die Chance, entlang der Ennepe das Gesicht der Stadtlandschaft neu zu prägen.

 

Das Ruhrtal stellt ein weiteres wichtiges Handlungsfeld der Stadtentwicklung dar. Hier stehen die weichen Faktoren der Stadtentwicklung im Vordergrund. Die Stadt Hagen besitzt ein enormes Potential für die Naherholung und den Tourismus, das im Verbund mit den regionalen Partnern weiterentwickelt werden soll. Die geplanten Projekte dienen insbesondere der Ergänzung der vorhandenen Infrastruktur.

 

 

Das regionale Einzelhandelskonzept für das Östliche Ruhrgebiet und angrenzende Bereiche (REHK)

 

Im „Östlichen Ruhrgebiet und angrenzenden Bereichen“ leben rd. 2,3 Mio. Menschen in 23 Kommunen unterschiedlicher Größe und Struktur.

Auf einer von Vertrauen und Sachlichkeit geprägten Basis konnte schon in den 90er Jahren die Überzeugung reifen, dass die Zukunft der Innenstädte und der Nahversorgung mit „Kirchturmpolitik“ nicht zu gewinnen ist. So wurden mit einem hohen Maß an Transparenz, gemeinsam getragene Ziele und standardisierte Verfahren bei Ansiedlungsfragen des großflächigen Einzelhandels in den Vordergrund gestellt. Bereits 2001 haben 19 Kommunen das „Regionale Einzelhandelskonzept“ unterzeichnet und seitdem kooperativ zusammengearbeitet.

Aus Sicht der Beteiligten und auch des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) hat sich das Konzept in der Praxis bewährt.

Im Oktober 2006 wurde dieses Konzept als einziges regionales Einzelhandelskonzept im Rahmen des Bundeswettbewerbs „kommKoop“ vom BMVBS prämiert.

 

Die dynamische Entwicklung im Einzelhandel führt auch weiterhin zu teilweise nicht unerheblichen Konflikten in Bezug auf eine geordnete städtebauliche Entwicklung.

Ausgewogene Versorgungsstrukturen, insbesondere bei rückläufigen Einwohnerzahlen, sind ohne planerische Steuerung zunehmend gefährdet.

Dies war Anlass für eine Fortschreibung, – bei der bereits 23 Kommunen beteiligt waren – in der die veränderten Rahmenbedingungen, der demographische Wandel und geänderte planungsrechtliche Grundlagen berücksichtigt wurden. Sie liegt seit Ende 2007 vor.

 

Das REHK ist ein Beitrag zur Sicherung und Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der Region. Vorbild bleibt trotz unterschiedlicher städtebaulicher und struktureller Voraussetzungen in den einzelnen Kommunen die „Europäische Stadt“ mit einer Konzentration und Mischung von Einzelhandel, Kultur, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen an zentralen Standorten. Die wohnortnahe Versorgung soll auch in Zukunft möglichst flächendeckend erfolgen.

 

 

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

 

X

 Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen.

 

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Anlagen

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Beschlüsse

Erweitern

08.05.2008 - Rat der Stadt Hagen - vertagt

Erweitern

19.06.2008 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen