Beschlussvorlage - 0409/2008
Grunddaten
- Betreff:
-
Lebendiges Hagen – demographische Entwicklung der Stadt HagenBürger- und MitarbeiterbeteiligungSachstand Prioritätenbildung
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Kerstin Bühren
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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08.05.2008
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19.06.2008
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Beschlussvorschlag
- Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
2. Aufbauend auf den durch die „Planungswerkstatt Demographie“ am 5./6.12.2007 gewonnenen Erfahrungen wird die Verwaltung in der zweiten Jahreshälfte 2008 in Kooperation mit der Freiwilligenzentrale eine weitere Veranstaltung zur Bürger- und Mitarbeiterbeteiligung durchführen.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, die durch den politischen Workshop zum Handlungsfeld „Kultur“ erzielten Prioritäten zur Grundlage des weiteren Vorgehens zur Gestaltung des demographischen Wandels zu machen und geeignete Umsetzungsstrategien zu entwickeln. Zielzeitpunkt für die Umsetzung der Maßnahmen ist 2010.
4. Der mit hoher Beteiligung von Politik, Verwaltung und gesellschaftlich relevanten Akteuren begonnene Prozess der Gestaltung des demographischen Wandels ist mit seinen Eckpunkten in die Diskussion des strategischen Leitbildes eingeflossen und wird zur Grundlage des künftigen Handels erklärt.
5. Für die im Rahmen der politischen Workshops in der ersten Jahreshälfte 2007 ermittelten Prioritäten werden intensiv Umsetzungsmodalitäten erarbeitet. Auch bei den sonstigen definierten Maßnahmen innerhalb der Handlungsfelderkataloge ist bereits an zahlreichen Stellen mit der Umsetzung begonnen worden. Die angespannte Haushaltsituation erfordert jedoch ein Umdenken, so dass die Verwaltung aufgefordert wird, alle zur Verfügung stehenden kreativen Potentiale auszuschöpfen und Mittel und Wege zur Zielerreichung zu eruieren, die ohne zusätzlichen finanziellen Einsatz zur Verfügung stehen.
Die Verwaltung präsentiert dem
Rat der Stadt Hagen den unter veränderten finanziellen Rahmenbedingungen vorliegenden
Umsetzungsstand der definierten Maßnahmen zur Gestaltung des demographischen
Wandels in seiner Sitzung am 18.12.2008.
Sachverhalt
Kurzfassung
Am
5. und 6.12.2007 ist eine Auftaktveranstaltung zur Bürger- und
Mitarbeiterbeteiligung durchgeführt worden, in der aufgezeigt wurde, welche
Weichen zur Gestaltung des demographischen Wandels in Hagen bereits gestellt
worden sind und welche Zielsetzungen weiterhin verfolgt werden.
In
der zweiten Jahreshälfte 2008 ist in Kooperation mit der Freiwilligenzentrale
eine weitere Veranstaltung zur Bürger- und Mitarbeiterbeteiligung vorgesehen,
um das Thema Demographie nachhaltig zu besetzen.
Am
20.02.2008 sind durch einen politischen Workshop zum Handlungsfeld
„Kultur“ Prioritäten innerhalb der umzusetzenden Maßnahmen
ermittelt worden. Die Verwaltung klärt kurzfristig die finanziellen,
personellen und sonstigen Rahmenbedingungen, die Voraussetzung für ein Umsetzungskonzept
sind.
Die
Verwaltung arbeitet intensiv an den prioritären und an den weiteren Maßnahmen
innerhalb aller Handlungsfelder, für die bereits im Jahre 2007 Workshops
stattgefunden haben. Die finanzielle Ausgangssituation der Stadt Hagen lässt
nicht bei allen Maßnahmen zeitnah die angestrebte Umsetzung zu. Die Verwaltung
ist gefordert, alle zur Verfügung stehenden Potentiale auszuschöpfen und Wege
zu beschreiten, die ohne zusätzlichen finanziellen Einsatz Erfolg versprechend
sind.
Die
im Demographieprozess erarbeiteten Zielsetzungen sind mit ihren Eckpunkten in
die Diskussion des strategischen Leitbildes bzw. der strategischen
Handlungsfelder eingeflossen und sollen zur Grundlage des künftigen Handelns
erklärt werden.
Begründung
Beschlusslage zur Auftaktveranstaltung zur Bürger-
und Mitarbeiterbeteiligung am 5. und 6.12.2007:
In
der Ratssitzung am 8.11.2007 ist beschlossen worden, am 5. und 6.12.2007eine
Auftaktveranstaltung zur Bürger- und Mitarbeiterbeteiligung durchzuführen mit
der Zielsetzung, sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dienstleistungsunternehmens
Stadtverwaltung aktiv in die Konzeptentwicklung und Maßnahmenplanung
/-umsetzung einzubinden.
Im
Jahr 2008 soll eine weitere Veranstaltung zur Gestaltung der demographischen
Entwicklung durchgeführt werden.
Sachstand:
Die
Planungswerkstatt „Den demographischen Wandel gestalten“ mit dem
Titel Hagen 2020 - älter, bunter lebendiger
– zeigte am 5. und 6.12.2007 im Rahmen eines bunten Programms auf, welche
Weichen zur Gestaltung des demographischen Wandels in Hagen bereits gestellt
und welche Zielsetzungen weiterhin verfolgt werden. Das breitgefächerte Angebot
aus dem Spektrum der Ziel- und Handlungsfelder für Menschen aller Alters- und
Bevölkerungsgruppen bot nicht nur die Möglichkeit, sich zu informieren, sondern
auch Gelegenheit, sich aktiv zu beteiligen und einzubringen. Wünsche und
Anregungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind aufgenommen und dokumentiert
worden.
Eine
Dokumentation der Veranstaltung ist dieser Vorlage beigefügt.
Ausgehend
von den Erfahrungen der Auftaktveranstaltung ist in der zweiten Jahreshälfte
eine weitere Veranstaltung zu Bürger- und Mitarbeiterbeteiligung vorgesehen, um
das Thema Demographie nachhaltig zu besetzen. Der Gedanke, dass die Bürgerinnen
und Bürger das gesellschaftliche Leben in Hagen prägen, soll im Mittelpunkt
stehen. Z.Zt. werden Überlegungen angestellt, in Kooperation mit der
Freiwilligenzentrale einen „Markt der Möglichkeiten“ zu gestalten.
Der Schwerpunkt soll auf dem Thema
„Ehrenamt und Geld“ liegen. Veranstaltungsort soll die
Fußgängerzone / Adolf-Nassau-Platz sein,
um auf unkomplizierte Weise die Einbeziehung breiter Bevölkerungsschichten
sicherzustellen.
Beschlusslage zur Prioritätenbildung im Handlungsfeld
„Kultur“:
Der
Rat der Stadt Hagen hat in seiner Sitzung am 9.11.2006 beschlossen, im Jahr
2007 analog zu den vier Zielfeldern vier moderierte Workshops als Instrument
der politischen Beteiligung für die Vertreter der Politik durchzuführen.
Bei
dem am 29.03.2007 durchgeführten Workshop „Kultur“ ist es nicht zu einer Prioritätenbildung gekommen,
sondern die politischen Vertreter haben von der Verwaltung eine Nachbearbeitung
des Zielfeldes „Kultur und Impulse“ gefordert.
In
seiner Sitzung am 8.11.2007 hat der Rat den Beschluss gefasst, die politischen
Vertreter zu Beginn des Jahres 2008 zu dem Workshop „Kultur“
einzuladen, um zu einer
Prioritätenbildung zu gelangen.
Sachstand:
Am
20.02.2008 ist der Workshop „Kultur“ mit einer Besucherzahl von
etwa 60 Besucherinnen und Besuchern durchgeführt worden.
Zunächst
sind einzeln dargestellt worden:
Ziel 1:
Die
Stadt Hagen fördert in
besonderer Weise die
kulturelle Bildung Kinder
und Jugendlicher und ermöglicht und
unterstützt die aktive Teilnahme am kulturellen Leben der Stadt.
Ergänzungen
aus dem Teilnehmerkreis:
Die Freizeitangebote Hagens müssen noch stärker
vermarktet werden. Hierbei sollten auch Besucher aus umliegenden Städten und
Gemeinden angesprochen werden. Mehr Besucher von außerhalb sind notwendig, um
die weitere Finanzierung von Freizeitangeboten und Institutionen
sicherzustellen. Die bereits bestehenden Kooperationen mit anderen Städten, wie
es sie z.B. bei den „Lesetagen“ mit Gevelsberg gibt, könnten auch
auf andere Kulturbereiche übertragen werden.
Bei der Entwicklung und Vermarktung von Angeboten für
Jugendliche sollten noch stärker die Bedarfe dieser Zielgruppe berücksichtigt
werden.
Es sollten neue Ideen entwickelt werden, die eine
stärkere Verbindung von Ganztagsschule mit Theater forcieren.
Hagener Schulen sollten Vertreter benennen, welche
die Belange der Schüler im Rahmen einer Konferenz einbringen und diskutieren.
Es wird angeregt, den Jugendrat bei
Planungen einzubeziehen.
Ziel 2:
Die kulturellen Angebote für
Hagenerinnen und Hagener über 60 werden in Anzahl und Qualität den Bedürfnissen
der Altersgruppe angepasst.
Ergänzungen
aus dem Teilnehmerkreis:
Bei der Vermarktung von Kulturangeboten für Senioren
sollte auf eine gezieltere Zielgruppenansprache geachtet werden.
Unterschiedliche Veranstaltungsformen wie z.B.
Kulturerlebnisse und das Zusammentreffen von Senioren sollte stärker verbunden
werden. Solche Angebote bietet z.B. das Historische Centrum an. Dort können
ältere Menschen an „Seniorennachmittagen“ einen Museumsbesuch mit
dem Kennenlernen von Gleichgesinnten verbinden.
Bei der Entwicklung und Planung von Angeboten für
Ältere sollte berücksichtigt werden, dass viele Senioren Angst haben, abends
alleine das Haus zu verlassen und so von bestimmten kulturellen Angeboten
ausgeschlossen sind. Hier wird vorgeschlagen, ein Seniorentaxi einzurichten. So
können Ältere z.B. von anderen Besuchern abgeholt werden.
Häufig werden ältere Menschen von kulturellen
Angeboten noch nicht in ausreichendem Maße erreicht. Hier wird vorgeschlagen,
die Bewerbung von Kulturangeboten für Senioren stärker auf Treffpunkte von
Senioren zu fokussieren (z.B. Kirchengemeinden). Darüber hinaus könnten auch
Informationsbroschüren z.B. in Wartezimmern bei Ärzten ausgelegt werden.
Bei der Planung und Entwicklung von Angeboten sollte
von einem erweiterten Kulturbegriff ausgegangen werden. Zusätzlich sollten auch
viele niedrigschwellige Kulturangebote zur Verfügung stehen, um Personen zu
gewinnen, die bisher wenig an kulturellen Angeboten interessiert waren.
Ziel 3:
Die in Hagen lebenden Migranten werden
bei der praktischen Gestaltung der kulturellen Angebote entsprechend dem
Handlungskonzept Interkultur berücksichtigt.
Ergänzungen
aus dem Teilnehmerkreis:
Bei Angeboten für Migranten sollte
die Zielgruppe der Jugendlichen noch ziel-
gruppengerechter angesprochen werden. Es sollten
zielgruppengerechte Ansprachekonzepte für junge Migranten entwickelt werden.
Schulen sollten stärker das Kulturbewusstsein der
Kinder und Jugendlichen prägen. Hierzu könnten bestehende Orte wie die Muschel
häufiger zur Nutzung angeboten werden, z.B. bei Schulaufführungen.
Ziel 4:
Die Stadt Hagen erhöht durch kulturelle
Leuchtturmprojekte ihre Lebens- und Aufenthaltsqualität.
Ergänzungen
aus dem Teilnehmerkreis:
Für die Vermarktung von
Leuchtturmprojekten wäre eine übersichtliche Be-
schreibung und Darstellung , z.B. in
einer Broschüre, hilfreich.
Ziel 5:
Zur Schaffung und Stärkung
bürgerschaftlicher Identität werden Patenschaften initiiert und gefördert.
Ergänzungen
aus dem Teilnehmerkreis:
Vorschlag für eine zusätzliche
Maßnahme:
„Kommune schafft Zugänge zu
Kulturangeboten Dritter.“
Folgende
Maßnahmen haben nach Bepunktung
durch die politischen Vertreterinnen und Vertreter die höchsten Prioritäten
erlangt:
Unter Ziel 1:
Der städtische Kulturbereich und seine Institutionen
unterstützen die künstlerische und kulturelle Bildung an Schulen durch
entsprechende Angebote und Kooperationen und qualifizieren so ein
nachwachsendes Publikum für die Kultureinrichtungen. (Diese Maßnahme hat mit 26 Punkten die höchste Priorität erlangt.)
Die drei nachstehend aufgeführten
Maßnahmen haben jeweils 23 Punkte erlangt:
Unter Ziel 1:
Der städtische Kulturbereich und seine Institutionen
etablieren sich durch konkrete Angebote weiter als außerschulische Lernorte.
Unter Ziel 4:
Der städtische Kulturbereich und seine Institutionen
führen außergewöhnliche Veranstaltungen, Ausstellungen und Festivals mit hoher
künstlerischer Qualität durch. Durch die Anziehungskraft auch für regionales
und überregionales Publikum wird die Markenbildung „lebendiges
Hagen“ und die Attraktivität der Stadt befördert.
Der städtische Kulturbereich und seine Institutionen
befördern neue Projekte mit überregionaler Ausstrahlung zur Erschließung des
kulturellen Erbes der Stadt Hagen.
Durch
die Entscheidung der Gremienvertreterinnen und –vertreter sind die
politisch gewünschten Prioritäten deutlich geworden. Diese Ziele und Maßnahmen
sind – wie in den übrigen Handlungsfeldern auch - vorrangig aufzugreifen.
Die finanziellen, personellen und sonstigen Rahmenbedingungen werden
kurzfristig geklärt, um dann geeignete Umsetzungsstrategien entwickeln zu
können.
Die
Verwaltung legt zeitnah ein geeignetes Konzept vor.
Beschlusslage zu den Prioritäten in den
übrigen Handlungsfeldern:
Der
Rat der Stadt Hagen hat in seiner Sitzung am 8.11.2007 die Verwaltung damit
beauftragt, Modalitäten festzulegen, nach denen die Ziele und Maßnahmen unter
Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen konkretisiert und
realisiert werden sollen.
Sachstand:
Die
Handlungsfähigkeit der Stadt Hagen ist durch die überaus angespannte
Haushaltslage stark eingeschränkt. Den ordentlichen Einnahmen steht eine
ungleich höhere Summe an Kassenkrediten gegenüber.
Der
vom Rat berufene Mentor hat seine Tätigkeit in Hagen aufgenommen und hat
aufgrund der sich zuspitzenden Haushaltssituation angekündigt, dass sämtliche
freiwilligen Aufgaben auf ihre Unabweisbarkeit hin geprüft werden. Bei den
Pflichtaufgaben sollen kostengünstigere Lösungen eruiert werden.
Inzwischen
ist in nahezu allen Verwaltungsbereichen spürbar geworden, dass die
Verschuldungskrise und der politische Wille, diese Situation durch
Gegensteuerung zu bewältigen, sich auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
die wahrzunehmenden Aufgabenstellungen empfindlich auswirken. Sowohl
verwaltungsintern als auch bei ihrem nach außen gerichteten Handeln muss die Verwaltung bei ihrer Aufgabenwahrnehmung
wirtschaftliche Gesichtspunkte an die oberste Stelle setzen.
Die
Gestaltung des demographischen Wandels ist für Hagen seit etwa drei Jahren eine
ausgesprochen wichtige Zielsetzung. Rat und Verwaltung haben als gemeinsames
Ziel die Schaffung und Erhaltung einer wirtschaftlich, sozial, ökologisch wie
kulturell vitalen Stadt, in der die verschiedenen Nationalitäten am Gemeinwesen
teilnehmen und es zu fördern suchen, definiert.
Viele
der im Ziel- und Maßnahmenkatalog aufgeführten
Positionen lassen sich ohne angemessene finanzielle Ausstattung nicht
realisieren. Personelle Umstrukturierungen und zunehmende Arbeitsverdichtung
erschweren die Situation noch zusätzlich.
Die
Verwaltung bemüht sich intensiv, Fördermöglichkeiten auszuschöpfen und
ehrenamtliches Engagement einzubeziehen. Förderungen bedingen jedoch, dass
Eigenmittel eingesetzt werden. Ehrenamtliches Engagement ist zunehmend
schwieriger zu gewinnen, da ehrenamtliches Tätigwerden auch in anderen
gesellschaftlichen Bereichen stärker eingefordert wird.
Diese
Ausgangssituation ist entscheidend dafür, dass die Bearbeitung der mit
Priorität belegten Maßnahmen sich nicht in der zeitlichen Abfolge, wie es
wünschenswert wäre, erledigen lässt. Wo finanzielle Mittel fehlen, ist
Kreativität gefordert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aber auch
jeder anderen Hinsicht gefordert, sich umzustellen und kreativ mit Situationen
umzugehen, die durch Defizite gekennzeichnet sind.
Den
sozialen und sonstigen Erwartungen soll
mit gewohnter Dienstleistungsbereitschaft begegnet werden. Oft muss auch den
Bürgerinnen und Bürgern vermittelt werden, dass der erwartete Standard nicht
bzw. nicht ohne Mehrkosten gehalten werden kann.
Die
Verwaltung arbeitet intensiv an den prioritären Maßnahmen. Da jedoch zunächst
eine Anpassung an die veränderte Situation erfolgen muss, kann derzeit noch keine ausgereifte Präsentation der
Ergebnisse erfolgen. Dennoch ist durch
großen persönlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits auf
vielen Ebenen ein breites Spektrum an Aktivitäten zur Gestaltung des
demographischen Wandels begonnen worden und auch noch für die Zukunft konzipiert
und geplant.
Der
mit hoher Beteiligung von Politik, Verwaltung und gesellschaftlich relevanten
Akteuren begonnene Prozess der Gestaltung des demographischen Wandels ist mit
seinen Eckpunkten in die Diskussion des strategischen Leitbildes bzw. der strategischen
Handlungsfelder eingeflossen (siehe hierzu Vorlage 0037/2008).
Die
im Demographieprozess erarbeiteten Zielsetzungen
- Hagen
als Stadt mit zukunftsfähiger Orientierung
-
Hagen als
familiengerechte Stadt, die die Voraussetzung für ein aktives
Miteinander der Generationen bietet
- Hagen
als Stadt mit einem attraktiven Wohnungsangebot und Wohnumfeld für
alle Bevölkerungsgruppen
- Hagen
als Stadt mit Verantwortung für Arbeitsplätze und Beschäftigungssicherung
- Hagen als
Stadt mit Integration als Querschnittsaufgabe
sind
übernommen worden und sollen durch Ratsbeschluss zur Grundlage des künftigen
Handelns erklärt werden.
Insofern
erhält das weitere Tätigwerden im Bereich der Gestaltung des demographischen Wandels
einen herausragenden Stellenwert und soll kontinuierlich auf Zielerreichung hin
kontrolliert werden.
Zielfeld: Wirtschaft und Innovation
Handlungsfeld: Wirtschaft und Arbeit
Umsetzungsstand der priorisierten
Maßnahmen:
Der
Gestaltung des demographischen Wandels kommt im gesamten Bereich der
Wirtschaft- und Beschäftigungsförderung eine herausragende Bedeutung zu.
Angefangen bei der ausreichenden Verfügbarkeit von gut ausgebildeten
Fachkräften über die Sicherung der Beschäftigtenfähigkeit alternder
Belegschaften bis zur Entwicklung der Seniorenwirtschaft ist der demographische
Wandel dabei stets ein Querschnittsthema, das in allen Arbeitsbereichen mit zu
behandeln ist. Dies muss auch trotz der schwieriger werdenden finanziellen
Rahmenbedingungen gelingen.
Priorität
1 im Handlungsfeld Wirtschaft und Arbeit:
Schaffung
von neuen Arbeitsplätzen und Beschäftigtensicherung
Im Jahre 2007 wurden über die agentur mark GmbH
insgesamt rd. 11 Mio. € für arbeitsmarktpolitische Projekte in der Region
gebunden, darin enthalten waren 7,2 Mio. € des Landes und der EU. Eine
besondere Bedeutung im Kontext der demographischen Entwicklung haben dabei der
Bildungsscheck NRW sowie die Angebote zur Stärkung der Weiterbildungsbeteiligung
älterer Beschäftigter und die Vorhaben zur Integration älterer
Langzeitarbeitsloser. Mit verschiedenen Publikationen („Verantwortung für
Erfahrung“ und „Wie lernen Ältere“) und mit unterschiedlichen
Veranstaltungsformaten („Regionale Demographiekonferenz“) wurden
außerdem praktische Hilfen bereitgestellt und das Themenfeld gleichzeitig
öffentlichkeitswirksam präsentiert. Ein regionales Demographienetzwerk mit
allen relevanten Akteuren wird den Unternehmen gezielte Hilfestellungen und
konkrete Unterstützung bei der Gestaltung des Wandels zur Verfügung stellen.
Die Weiterführung der Landesförderung für die
Regionalagentur, aber auch die Bundesförderung für ein Vorhaben zur Stärkung
der Innovationsfähigkeit kleiner Unternehmen im demographischen Wandel bei der
agentur mark stellen für diese Gestaltungsaufgabe – zumindest mittelbar
– für die nächsten Jahre eine personelle Ausstattung sicher.
Priorität
2 im Handlungsfeld Wirtschaft und Arbeit:
Übergang
Schule – Beruf
Die Angebote und Aktivitäten in diesem Maßnahmefeld
sind mit finanzieller Unterstützung durch Land und Bundesagentur in 2007
deutlich ausgeweitet worden. Sie reichen von Angeboten zur Berufsorientierung
und zur Qualifizierung der Berufswahllehrer in Schulen über Projekte zur
Förderung der Ausbildungsaktivitäten in Betrieben bis zu ersten Schritten des
Aufbaus eines regionalen Übergangsmanagements Schule – Beruf.
Allerdings hat das Land seine Anschubförderung zum
Jahresende eingestellt, ein Projektvorhaben beim Bund ist gescheitert, weil
dort das eigene bisherige finanzielle Engagement in der Kommune nicht
ausreichend überzeugend dargestellt werden konnte; insofern ist festzustellen,
dass die Akquisition von Drittmitteln zunehmend von der Bereitstellung eigener
Ressourcen abhängt. Um überhaupt noch eine (reduzierte) Aufgabenwahrnehmung zu
ermöglichen, wäre die Kostenübernahme für eine Fortführung der
Personalgestellung der in diesem Bereich tätigen Mitarbeiterin (50 %) ein
erster erforderlicher Schritt.
Priorität
3 im Handlungsfeld Wirtschaft und Arbeit:
Brachflächen
Im Rahmen der Überlegungen zur Revitalisierung von
Brachflächen im Hagener Stadtgebiet ist in Abstimmung mit der
verwaltungsübergreifenden Arbeitsgruppe eine Direkterhebung der Verfügbarkeit
dieser Flächen bei den Eigentümern durch das Servicezentrum Wirtschaft erfolgt.
Auf der Grundlage einer Flächenerhebung innerhalb der
Arbeitsgruppe sind im vergangenen Jahr alle ermittelten Grundstückseigentümer
angeschrieben worden. Dabei ist nach der grundsätzlichen Verfügbarkeit der
Flächen für eine neue Nutzung und dem Vermarktungswillen der Eigentümer gefragt
worden. Verbunden wurde diese Abfrage mit dem Angebot, bei einer Vermarktung
behilflich zu sein.
Aufgrund der relativ geringen Rücklaufquote wurden
zum Jahresende 2007 nochmals alle Eigentümer angeschrieben, die sich bis dahin
noch nicht gemeldet hatten. Daraufhin haben aktuell 39 von 48 angeschriebenen
Eigentümern eine Rückmeldung gegeben (= 81 %).
Im Ergebnis wurden 17 Flächen als vermarktbar
registriert, von denen sich 10 im Besitz der Stadt Hagen befinden.
Verfügbare
Gewerbeflächen
Die Stadt Hagen beteiligt sich aktiv an einer
Boden-Kreislaufwirtschaft, d.h. die noch nicht genutzten bzw. zwischenzeitlich
brachgefallenen Gewerbeflächen wurden im Zuge des in Neuaufstellung
befindlichen Flächennutzungsplanes der Stadt Hagen planerisch erfasst und
bewertet.
Nach jetzigem Stand ist festzuhalten, dass im
gültigen Flächennutzungsplan ca. 80 ha an ungenutzten, frei verfügbaren
Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Davon lassen sich Flächen von ca. 32 ha
mittelfristig einer gewerblichen Nutzung zuführen. Von dem genannten Flächenpotential des
Flächennutzungsplans stehen
Gewerbeflächen in einer Größenordnung von ca. 28 ha kurzfristig für eine
Bebauung zur Verfügung.
Allerdings ist nach jetzigem
FNP–„Neu“-Planungsstand davon auszugehen, dass Gewerbeflächen
im Bestand in einer Größenordnung von ca. 30 ha
o
durch
planerische Anpassung an eine zwischenzeitlich realisierte
abweichende Nutzung oder
o
aus
städtebaulichen Gründen
einer anderen Nutzung zugeführt
werden.
Umsetzungsstand sonstiger Maßnahmen:
Neues
Projekt „InKas_ mark“ stärkt Innovationsfähigkeit kleiner und
mittlerer Unternehmen im demographischen Wandel
Es handelt sich um ein Forschungs- und
Beratungsprojekt mit überregionaler Bedeutung in Kooperation mit dem Institut
Arbeit und Technik der FH Gelsenkirchen. Weiterhin assoziiert sind die Deutsche
Gesellschaft für Gerontotechnik, der Demographie-Experten e.V. sowie die
einzige Eliteuniversität des Landes NRW mit dem Lehrstuhl für
Arbeitswissenschaften an der RWTH Aachen.
Kurz nach Beginn des Projektes mit einem klaren Bezug
zur Märkischen Region am 1.04.2008 sind 10 von 15 für eine Beteiligung
vorgesehene Betriebe gewonnen. Dabei handelt es sich um sechs Hagener Betriebe
und jeweils zwei aus dem EN- und Märkischen Kreis. Die Unternehmen werden
Perspektiven für ihre Zukunft entwickeln und ihr Innovationspotential nutzen.
InKas_mark stellt ihnen dabei kompetente Partner zur Seite, die Unternehmen
investieren Arbeitszeit in dieses ansonsten kostenfreie Angebot. Im Mittelpunkt
der betriebsspezifischen Beratungen steht die Entwicklung spezieller
Instrumente, um innovationsfreundliche Rahmenbedingungen zu optimieren und
damit die Innovationsfähigkeit zu stärken. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass
die Personal- und Organisationsentwicklung mit der technischen Entwicklung
einhergehen muss, um die Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten.
Neue Ideen müssen her, um mit alternden Belegschaften
erfolgreich im Geschäft zu bleiben und die Wünsche einer alternden Kundschaft
zu befriedigen. Das Projekt wird neben den einzelbetrieblichen Aktivitäten
einen Beitrag zur Sensibilisierung der Unternehmen für diese Herausforderung
leisten. Gefördert wird InKas_mark vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung mit rund 820.000,00 €. Das Projekt hat eine Laufzeit von 37
Monaten und wird zum 30.04.2011 enden.
Zielfeld: Mensch und Motivation
Handlungsfeld: Kinder, Familien und Senioren
Umsetzungsstand der priorisierten
Maßnahmen:
Priorität
1 im Handlungsfeld Kinder, Familien und Senioren:
Förderung
von Wohnmodellen, in denen verschiedene Generationen zu-
sammenleben
und sich gegenseitig helfen (Generationenhäuser)
Aufgrund des Ratsbeschlusses vom 6.03.2008 bereitet
die Verwaltung gegenwärtig die Ausschreibung für
generationsübergreifendes Wohnen im Zuge
der Nachnutzung der Fläche des
ehemaligen städtischen Bauhofes Körnerstraße / Springmannstraße vor.
Priorität
2 im Handlungsfeld Kinder, Familien und Senioren:
Aufwertung
der innerstädtischen Wohnquartiere durch Grünbereiche
und
Erholungs- und Spielflächen
Unter Beteiligung des Seniorenbeirates und des Sport-
und Freizeitausschusses wird gemeinsam mit dem Stadtsportbund der Beschluss der
Bezirksvertretung Nord vom 23.05.2007 umgesetzt. Ziel ist die Gestaltung eines
Mehrgenerationenparks. Das zu entwickelnde Konzept soll Modellcharakter haben
und später auch in anderen Stadtteilen umgesetzt werden.
Der Kinderspielplatz Buschhofstraße mit einer Größe
von 678 qm wurde vor einigen Jahren unter Beteiligung von Kindern aus dem
Wohnbezirk ausgebaut. Der Kinderspielplatz Neumarktstraße mit einer Größe von
582 qm befindet sich in der Ausbauphase und soll im ersten Halbjahr 2008 fertig
gestellt sein. An der Planung beteiligt waren die benachbarte Kindertagesstätte
Tigerente sowie der Jugendrat Mitte. Der Kinderspielplatz Potthofpark mit einer
Größe von 1517 qm wurde im Zuge des Neubaus des Kinderschutzbundes neu
überplant und ausgebaut. Der Kinderspielplatz Volmepark mit 800 qm wurde im
letzten Jahr mit einem behindertengerechten Karussell ausgestattet.
Der Kinderspielplatz Badstraße / Volmeanlagen mit
einer Größe von 1426 qm wurde kürzlich fertig gestellt. Er ist konzipiert als
Spielfläche im Quartiersbereich für Kinder und Jugendliche und verfügt u.a.
über eine Multifunktions-Ballspielfläche mit der Möglichkeit zum
Basketballspiel und zum Bolzen.
Stadtumbau
Oberhagen / Eilpe – Spielleitplanung
Der Stadtteil Oberhagen / Eilpe ist Stadtumbaugebiet
im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West. Ergänzend zu dem
gebietsbezogenen Erneuerungsprogramm ist der Stadtteil im Jahr 2007 in das
Landesprogramm „Ab in die Mitte“ aufgenommen worden. Beide
Förderkulissen räumen der Beteiligung von Bürgern einen großen Stellenwert ein.
Anknüpfend an eine bereits vorhandene qualitätvolle
Beteiligungskultur mit Kindern und
Jugendlichen in Hagen hat die Stadt für den Stadtteil Oberhagen / Eilpe mit der
Spielleitplanung eine integrierte Planung mit Beteiligung von Kindern und
Jugendlichen durchgeführt. Die Beteiligungsergebnisse bilden die Grundlage für
die Identifizierung von spezifischen Handlungsbedarfen aus Sicht der Kinder und
Jugendlichen und daraus folgend die Konkretisierung von geplanten Vorhaben im
Rahmen des Stadtumbaus. Diese sind zuvor im Rahmen eines städtebaulichen
Entwicklungskonzeptes analysiert und in Form eines Maßnahmenkonzeptes
herausgearbeitet worden.
Bei der Spielleitplanung haben der Fachbereich für
Stadtentwicklung und Stadtplanung und das Kinder- und Jugendbüro der Stadt
Hagen zusammengewirkt, fachlich unterstützt durch das Planungsbüro Stadt-Kinder
aus Dortmund. Die Durchführung der Beteiligung erfolgte in Kooperation mit
Schulen und Kindertageseinrichtungen. Dazu wurden methodisch vorbereitete
Streifzüge durch die Stadtteile und zwei Planungswerkstätten für die
städtebaulichen Schwerpunkte Elbershallen in Oberhagen und Wippermanninsel /
Bleichplatz in Eilpe durchgeführt, um Generationen übergreifende Aspekte mit zu
berücksichtigen.
Ziel war es, nach einer vorgeschalteten Analyse der
Freiraumstrukturen des Stadtteils die Konkretisierung von
Entwicklungsperspektiven und gestalterischen Leitideen für die Gelände
Elbershallen, Wippermanninsel und Bleichplatz aus dem Blickwinkel von Kindern
und Jugendlichen zu entwickeln und im weiteren Prozess des Stadtumbaus der
Realisierung zuzuführen. Das alltäglich erlebte Umfeld mit seinen
Freiraumstrukturen in den Blickwinkel der
Kinder und Jugendlichen gerückt, trägt maßgeblich zur
Verbesserung der Lebensqualität und der Identifikation mit dem Stadtteil für
alle Generationen bei.
Priorität 3
im Handlungsfeld Kinder, Familien und Senioren:
Bedarfsgerechtes
Kinderbetreuungsangebot
Der Rat der Stadt Hagen hat am 13.12.2007 die
Umsetzung des neuen Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) ab dem Kindergartenjahr
2008/2009 für Hagen beschlossen. Nach Beendigung des Anmeldeverfahrens wird es – wie geplant – für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren eine
Bedarfsdeckung in Höhe von 94 % und für Kinder unter 3 Jahren in Höhe von 20 %
geben. Dabei hat sich aufgrund der Nachfrage der Familien bei der
Ganztagsbetreuung fast eine Verdoppelung des Angebotes ergeben. Zu den
finanziellen Auswirkungen des KiBiz kann zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund
fehlender Landesvorgaben noch keine Aussage gemacht werden. Zum
Kindergartenjahr 2008/2009 werden in den städtischen Kindertageseinrichtungen
weitere 9 Spielgruppen eingerichtet werden. Zur Fortsetzung des Ausbaus von
Familienzentren wurden der Stadt Hagen für das kommende Kindergartenjahr 5
weitere Kontingente zugeteilt, so dass ab Sommer 2008 insgesamt 13
Familienzentren in Hagen existieren werden.
Umsetzungsstand der Maßnahmen außerhalb
der ersten Prioritäten
im Handlungsfeld Kinder, Familien und
Senioren:
Priorität
5 im Handlungsfeld Kinder, Familien und Senioren:
Die Stadt
hilft Senioren, den Übergang in eine Pflegeheim zu verhindern
bzw. zu
verzögern.
Die Stadt
sorgt dafür, dass in allen Stadtteilen in möglichst vielen Wohnquartieren
seniorengerechte und barrierefreie Wohnungen zur Verfügung stehen.
Z.Zt. gibt es 20 Wohnkomplexe, in denen
heimangebundenes Wohnen bzw. Servicewohnen angeboten wird. Gemeinsam mit
Mitarbeitern aus dem Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte und dem Fachbereich
Stadtentwicklung und Stadtplanung wird an einem Gemeinschafts-Wohnkonzept für
Senioren gearbeitet, das zukünftigen Investoren als Grundlage für deren Planungen
dienen soll. Ziel ist, durch die Verbindung von Wohnen und Hobby bzw.
persönlichen Interessen und durch die Förderung von Gemeinschaftsunternehmungen
vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erhalten und zu fördern und der
Einsamkeit im Alter vorzubeugen.
Die Stadt
unterstützt den Umbau von Privatwohnungen in seniorengerechte Wohnungen durch
Förderung und Beratung.
Die Wohnberatung unterstützt die Wohnraumanpassung
sowohl durch individuelle Beratung der Mieter als auch durch die Beratung der
Vermieter und Bauherren. Für die speziellen Wohnraumanforderungen der Menschen
mit Demenz steht dieser Zielgruppe eine Mitarbeiterin der Pflege- und
Wohnberatung zur Seite.
(Weiteres
Förderkonzept beim Fachbereich Immobilien, Wohnen
und Sonderprojekte, siehe unter
Maßnahme mit Priorität 3 im Handlungsfeld
Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität: Für das Wohnen im Alter im angestammten Quartier wird die
Entwicklung neuer Wohnformen in allen Stadtteilen bzw. größeren Wohnquartieren
offensiv beworben sowie auf der Grundlage bestehender Förderprogramme
unterstützt und begleitet.)
Die Stadt
fördert Wohngemeinschaften alter Menschen und betreute Wohnformen, um auf den
Neubau von stationären Einrichtungen verzichten zu können.
Im netzwerk demenz, dem 25 Träger von Hilfeangeboten
in Hagen angehören, werden z.Zt. Konzepte für Wohngemeinschaften für Menschen
mit Demenz und für Ehepaare entwickelt, wenn ein Partner dementiell erkrankt
ist. Zwei Netzwerkmitglieder sind mit Bauträgern in der engeren Planungsphase,
so dass in Kürze mit der Erstellung zu rechnen ist.
Daneben ist aufgrund der städtischen Konzeptidee ein
Modell in der Planungsphase, wonach Ehepaare weiterhin zusammen leben können,
wenn ein Partner heimpflegebedürftig geworden ist und dadurch ein Umzug in ein
Pflegehiem notwendig wird. Geplant ist der Bau von Ehepaarappartements
(angeschlossen an ein Heim), in denen der pflegebedürftige Partner einen
Heimvertrag abschließt und der andere Ehepartner zur Miete wohnen kann.
Gewinner dieser Umsetzung sind die Betroffenen, die
Heimträger und der Kostenträger.
Die Stadt
koordiniert eine flächendeckende Versorgung von Senioren mit ambulanten, teil-
und vollstationären Hilfen.
Im netzwerk demenz werden neue Konzepte für
niedrigschwellige Angebote im Quartier in enger Kooperation der
unterschiedlichen Anbieter entwickelt.
Im Stadtteil Wehringhausen wird exemplarisch
gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren an der optimalen Versorgung
innerhalb eines Quartiers gearbeitet. In einer regelmäßig tagenden AG sind alle
Wohlfahrtsverbände und Träger von Serviceangeboten im Stadtteil eingebunden und
koordinieren die Arbeit. In einem Teil von Wehringhausen sollen die über
80-Jährigen besucht und befragt werden. Ziel ist die Evaluation der Hilfebedarfe und die Bekanntmachung der
Serviceleistungen, um frühzeitig mit dem vorhandenen Hilfesystem eine
langfristige Versorgung in der Häuslichkeit sicherzustellen und einen
Heimaufenthalt zu vermeiden.
Zielfeld: Mensch und Motivation
Handlungsfeld: Integration / Migration
Priorität
1 im Handlungsfeld Integration / Migration:
Werbung für
Kita-Besuch der Migrantenkinder
Das Landesjugendamt plant landesweit die Einführung
einer Kinderbetreuungsbörse (KiBeOn). Hier soll es Familien zukünftig möglich
sein, sich via Internet über alle Kindertageseinrichtungen und weitere
Betreuungsangebote online zu informieren. Dieses Angebot ist derzeit allerdings
nur in deutscher Sprache geplant.
Der Internetauftritt „Familienfreundliches
Hagen“, der auch alle Angebote zur Kinderbetreuung in Hagen beinhaltet,
steht kurz vor der Realisierung. Für das Kindergartenjahr 2009/2010 ist eine
Informationsbroschüre zum Betreuungsangebot in Hagen in mehreren Sprachen
geplant, das auch bei Kinderärzten und anderen zentralen Anlaufstellen
ausgelegt werden soll.
Im Rahmen des Sprachfeststellungsverfahrens Delfin
werden die Eltern der 4-jährigen Kinder regelmäßig eingeladen, ihr Kind in
einer Kita anzumelden. Die Mitarbeiter der Regionalen Arbeitsstelle für
ausländische Kinder und Jugendliche weisen bei allen Beratungsgesprächen mit
Migranten auf die Wichtigkeit des Kita-Besuchs hin. Das Thema wird auch
eingehend auf Elternabenden und Elternbildungsveranstaltungen der Regionalen
Arbeitsstelle für ausländische Kinder und Jugendliche thematisiert.
Priorität 2
im Handlungsfeld Integration / Migration:
Flächendeckende
Sprachförderung in allen Kitas in Deutsch und der
Ausgangssprache
Z.Zt. werden in den Hagener Kindertageseinrichtungen
31 Deutschkurse angeboten. Diese Kurse werden anteilig vom Land finanziert. Die
Sprachförderkurse für die 4-jährigen Kinder, die aufgrund der
Sprachstandserhebung einer Sprachförderung bedürfen, werden weiterhin in den
Kindertageseinrichtungen, sowie für Kinder, die keine Kita besuchen, in den
Familienzentren durchgeführt. Muttersprachlicher Unterricht wird nach wie vor
in den Kindertageseinrichtungen nicht angeboten. Durch den Aufbau eines
stadtweiten Netzes von Familienzentren werden nunmehr zentrale Anlaufstellen
für die Realisierung solcher Angebote geschaffen. In der Bedarfsanalyse für den
Aufbau der Familienzentren hat sich gezeigt, dass sich Familien ähnlicher
Herkunftsländer in den unterschiedlichen Stadtteilen und somit auch in den
Kindertageseinrichtungen konzentrieren. Ein Kriterium bei der Auswahl der
Standorte für Familienzentren ist der hohe Anteil von Kindern mit
Migrationshintergrund in den Kindertageseinrichtungen.
Auf Grundlage der derzeitigen Besucherstruktur in den
Kitas wäre die Durchführung von bis zu 98 Sprachförderkursen in 11
verschiedenen Sprachen bedarfsdeckend. Dadurch würden Honorarkosten in Höhe von
ca. 240.000 € entstehen. Mittel zur Realisierung stehen nicht zur
Verfügung.
Priorität
3 im Handlungsfeld Integration / Migration:
Mutter-Kind-Sprachkurse
Z.Zt. werden in den Kindertageseinrichtungen
insgesamt 20 Sprachkurse für Mütter (Rucksack-Projekt) angeboten. Das Angebot
soll entsprechend der Nachfrage auf 28 Kurse ausgeweitet werden. Die laufenden
Kurse mit einem Kostenvolumen von 56.000 € werden über eine
Sparkassen-Spende finanziert. Die Ausweitung auf 28 Kurse würde weitere Mittel
von 22.400 € erfordern. Mutter-Kind-Sprachkurse gehören bisher nicht zum
Angebotsspektrum. Für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen und dort
ebenfalls Sprachförderung erhalten, können solche zusätzlichen Kurse auch zu
einer Belastung führen. Für Kinder mit Migrationshintergrund, die keine
Kindertageseinrichtung besuchen, wäre es sicherlich ein Gewinn, gemeinsam mit
ihren Müttern die deutsche Sprache besser erlernen zu können. Die Kosten für
solche Kurse würden sich in ähnlicher Höhe belaufen.
Priorität
4 und 7 im Handlungsfeld Integration / Migration:
Kursangebote
in den wichtigsten Ausgangssprachen und in Deutsch/
Bedarfsgerechte
Zahl von Deutschkursen für Migranten
In Fortsetzung des KOMM-IN-Projektes konnte 2007 und
kann 2008 die Vernetzung der Träger von Integrationskursen, die Koordination
der Kurse und die Beratung der potentiellen Teilnehmenden aus Mitteln der
Sparkassenspende sichergestellt werden. Dadurch wurde es ermöglicht, dass 2007
und 2008 bisher 38 Kurse mit 612 Teilnehmenden begonnen haben. Denjenigen, die
sich aktiv um eine Kursteilnahme bemühen, kann zeitnah ein Angebot gemacht
werden. Es gibt aber weiterhin die Notwendigkeit entsprechender Kurse, die
wegen der Änderung der Rechtsgrundlagen nun auch zielgruppenspezifisch
angeboten werden können.
Priorität
6 im Handlungsfeld Integration / Migration:
Kinder mit
Migrationshintergrund erhalten spätestens ab Eintritt in die Kita
bedarfsgerechte Sprachförderung.
Die Kinder werden in den Kitas so früh wie möglich
gefördert. Vorleseprojekte und Ähnliches führen an die Sprache heran. So greift
z.B. das Programm „Hocus und Lotus“ theaterpädagogische Elemente
auf, mit deren Hilfe Kinder an eine Zweitsprache herangeführt werden (Kosten
100,00 € p.a./Einrichtung).
Die systematische Förderung setzt allerdings z.Zt.
erst mit dem Absolvieren des Delfin-Tests ein. Eine frühere Förderung der
Kinder ist wünschenswert. Denkbar wäre die Einführung des Programms
„Griffbereit“ für Kinder ab 3 Jahre, das kompatibel mit dem
Rucksack-Projekt ist. Beide Programme stammen aus der Regionalen Arbeitsstelle
für ausländische Kinder und Jugendliche und sind kompatibel. Eine
flächendeckende Einführung würde 56.000,00 € p.a. kosten.
Zielfeld: Mensch und Motivation
Handlungsfeld: Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität
Umsetzungsstand der priorisierten
Maßnahmen:
Priorität
1 im Handlungsfeld Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität:
In Kooperation mit den
Wohnungsunternehmen und privaten Hauseigentümern entwickelt die Stadt ein
Konzept zum Rück- bzw. Umbau von Wohnungsbeständen, die nicht mehr den heutigen
Marktanforderungen entsprechen.
Für das künftige Programmgebiet „Soziale Stadt
Wehringhausen“ sind die problematischen Wohnungsbestände vollständig
erfasst. Daneben wurden im Rahmen von drei Workshops im 2. Halbjahr 2007 die
erforderlichen Maßnahmen für das inzwischen vom Rat beschlossene integrierte
Handlungskonzept abgestimmt und in das Förder- und Finanzierungskonzept
eingearbeitet. Die Verwaltung wurde beauftragt, das integrierte
Handlungskonzept als Aufnahmeantrag für das Förderprogramm Soziale Stadt beim
Land einzureichen.
Auch im Stadtumbaugebiet Oberhagen / Eilpe wird die
Maßnahme Gegenstand der weiteren Überlegungen und Gespräche mit den dortigen
Eigentümern sein. Im Bereich des Wohnquartiers Mozartstraße in Hohenlimburg ist
es leider nicht gelungen, mit den drei dort vertretenen Wohnungsunternehmen zu
gemeinsamen Gesprächen über ein Handlungskonzept zu kommen.
Eine Umfrage bei den umliegenden Großstädten ergab,
dass auch dort noch keine wesentlichen Erfahrungen zu dieser Problematik
vorliegen. Lediglich in der Stadt Duisburg ist in einem Stadtteil ein
Pilotprojekt zum Abriss höhergeschossiger Miethäuser vorgesehen, das sich aber
noch in der Planungsphase befindet.
Ein Haushaltansatz besteht nicht.
Es wird davon ausgegangen, dass voraussichtlich 20 %
Kofinanzierungsmittel zu den Fördermitteln des Landes aufzubringen sind. Die
restliche Finanzierung muss aus privaten Finanzierungsmitteln erfolgen.
Priorität
2 im Handlungsfeld Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität:
Mit Beteiligung der Bewohner werden
in den angestammten Wohnquartieren Zug um Zug Maßnahmen zur Verbesserung des
Wohnumfeldes und der Infrastruktur durchgeführt.
Das Stadtumbauprojekt Oberhagen / Eilpe ist in
Bearbeitung (Beteiligungsverfahren und investive Maßnahmen). Die Maßnahme wird
auch bei dem Schwerpunkt Wohnen bei der Bearbeitung Integriertes
Handlungskonzept Wehringhausen mitbearbeitet.
Es sind für Wehringhausen noch keine Mittel
etatisiert.
Es wird davon ausgegangen, dass voraussichtlich 20 %
Kofinanzierungsmittel zu den Fördermitteln des Landes aufzubringen sind. Die
restliche Finanzierung muss aus privaten Fördermitteln erfolgen.
Priorität
3 im Handlungsfeld Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität:
Durch
intensivere Pflege und Bepflanzung von Grünanlagen und geeignete Maßnahmen
werden in den Wohnquartieren öffentliche Räume zurück gewonnen und Treffpunkte
/ Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen.
Es wird eine laufende Pflege in der Standardkategorie
mit eigenem Personal und Fremdvergabe vorgenommen. Bisher sind keine
weitergehenden Maßnahmen in der konkreten Planung.
Mit dem bestehenden Haushaltsansatz sind keine
weitergehenden Maßnahmen möglich. Der zusätzliche finanzielle Aufwand ist
abhängig von konkreten Maßnahmen.
Ebenfalls
Priorität 3 im Handlungsfeld Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität:
Für das
Wohnen im Alter im angestammten Quartier wird die Entwicklung neuer Wohnformen
(z.B. selbstbestimmtes Wohnen, Wohnen mit Service, Wohngemeinschaften,
Gruppenwohnen, Pflegewohnplätze, Generationsübergreifendes Wohnen) in allen
Stadtteilen bzw. größeren Wohnquartieren offensiv beworben sowie auf der
Grundlage bestehender Förderprogramme unterstützt und begleitet.
Im Rahmen von Veranstaltungen und
Presseveröffentlichungen informiert der Fachbereich Immobilien, Wohnen und
Sonderprojekte laufend über Projekte,
aktuelle Entwicklungen, Konzepte und Ideen im Bereich Wohnen (zuletzt
u.a. diverse Presseveröffentlichungen, spezielle Info-Veranstaltung für
Unternehmen und Akteure, Sparkassen-Immobilien-Messe, Messe „Bauen und
Wohnen“ in der Stadthalle, „3.Hagener Bautage“).
Zahlreiche seniorengerechte und barrierefreie
Wohnungen werden gefördert. Es gibt eine Reihe von realisierten
Wohnprojekten in verschiedenen
Stadtteilen / Wohnquartieren (Betreutes Wohnen, Gruppenwohnen, Gemeinsames
Wohnen „Achat“ e.V. am Marktplatz Boele u.a.m.) sowie einige
aktuelle und z.T. bereits im Bau befindliche Förderprojekte (z.B. je zwei
Projekte in Haspe, Wehringhausen und Hohenlimburg).
Geplant ist – soweit möglich – eine
weitere kleinräumige quartiers- bzw. statteilbezogene Bedarfsanalyse, die
Ansprache von potentiellen Investoren und Betreibern / Trägern für
bedarfsorientierte weitere Projekte.
Offensiv beworben und gefördert wird durch den
Fachbereich Immobilien, Wohnen und
Sonderprojekte des Weiteren die Reduzierung von Barrieren im vorhandenen
Wohnungsbestand und der barrierefreie bzw. –arme Umbau vorhandener
Wohnungen.
Dieses Förderprogramm soll angesichts der aktuellen
demographischen und strukturellen Probleme im Wohnungsbestand dazu beitragen,
insbesondere für ältere und auch pflegebedürftige Menschen differenzierte
Wohnangebote im Wohnungsbestand zu schaffen, damit diese langfristig in ihren
Wohnungen und ihrem Wohnquartier wohnen bleiben und bei Bedarf auch ambulant
gepflegt werden können.
Z.Zt. wird geprüft, inwieweit ein gemeinsames
Wohnprojekt mit einem Wohnungsunternehmen und einem Wohlfahrtsverband im Rahmen
des EU-Projektes „Seniorenwirtschaft“ in Wehringhausen
berücksichtigt werden kann.
Weiter ist ein Modellprojekt im Rahmen des
Stadtumbaus vorgesehen.
Zielfeld: Natur und Wellness
Handlungsfeld: Sport
Im
Handlungsfeld Sport konnten trotz zum Teil fehlender finanzieller und
personeller Rahmenbedingungen erste Erfolge erzielt werden.
Die
Unterstützung und der Einsatz externer Partner sind enorm und weiterhin
unverzichtbar. Jedoch wird in Kürze über die notwendigen Ressourcen zu
diskutieren sein. Die Rahmenbedingungen sind in diesem Bereich nicht
ausreichend.
Umsetzungsstand der priorisierten
Maßnahmen:
Priorität
1 im Handlungsfeld Sport: Projektentwicklung
zur Integration durch und mit Sport
Hier werden bereits Projekte von externen Partnern
angeboten und durchgeführt, z.B. Fußball und Basketball um Mitternacht. Die
Stadt stellt entsprechende Objekte und Personal bereit.
Für weitergehende Projektentwicklungen werden
allerdings Finanzmittel von ca. 5.000,00 € jährlich benötigt.
Priorität
2 im Handlungsfeld Sport:
Schaffung
und Verbesserung des Wegenetzes
Im Rahmen des Zukunftsmeetings „Natur und
Wellness“ ist dieses Thema aufgegriffen und bearbeitet worden.
Alle Wege werden in einem Wegesystem erfasst, sodass
es nur eine Kartengrundlage, einen Maßstab und ein Dokument gibt.
Das multifunktionale Wegenetz soll alle bereits
vorhandenen und ausgeschriebenen Wege (Freizeitradwege, Nordic-Walking-,
Wander- und Reitwege etc.) in Hagen
aufzeigen. Durch das multifunktionale Wegenetz soll dementsprechend die Frage
nach den Sportmöglichkeiten im Freien für die Hagener Bürger und für Auswärtige
geklärt werden.
Die Bearbeitung des multifunktionalen Wegenetzes
beginnt exemplarisch im Bereich Vorhalle, soll aber kontinuierlich auf das
gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden.
Die Ansprechpartner dieser Wege sollen mit einer
zentralen Steuerungsstelle in Verbindung treten, wenn sich Veränderungen an den
Wegen (neue ausgewiesene Wege kommen dazu, Wegführungen ändern sich, Wege
fallen weg etc.) ergeben.
Diese zentrale Steuerung wird für Vorhalle zunächst
der Stadtmarketing Hagen e.V. übernehmen, bei der Ausweitung des Projektes wird
das Sportamt diese Aufgabe erhalten.
Gleichzeitig ist der Aufbau eines Freizeitkatasters
geplant, in dem zusätzliche Informationen, wie Länge der Strecken,
Schwierigkeitsgrad, Ansprechpartner, Start- und Zielpunkt, Öffnungszeiten
nahegelegener Gastronmieeinrichtungen, ÖPNV-Erreichbarkeit, Parkplätze etc.
wiedergegeben werden sollen.
Im September 2008 wird es ein Eröffnungs-Event geben,
das z.Zt. organisiert wird.
Priorität
3 im Handlungsfeld Sport:
Gezielte
finanzielle Förderung der Angebote und Übungsleiter
Dieser Bereich wird wohl auf absehbare Zeit aufgrund
der Finanzsituation zurückgestellt werden müssen.
Viele der weiteren vorgeschlagenen Maßnahmen im
Handlungsfeld Sport, z.B. Trendsportarten, hängen von gesamtstädtischen
Konzeptionsentscheidungen ab.
Zielfeld: Natur und Wellness
Handlungsfeld: Umwelt
Umsetzungsstand der priorisierten
Maßnahmen:
Priorität 1
im Handlungsfeld Umwelt:
Vor
Ausweisung neuer Flächen zur Bebauung findet zunächst eine Prüfung vorhandener Flächen statt.
Federführend ist der Fachbereich Stadtentwicklung und
Stadtplanung. Im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes bietet
sich eine gute Gelegenheit, die Maßnahmen umzusetzen.
Priorität
2 im Handlungsfeld Umwelt:
Wiederaufforstungen
durch Laubbäume auf städtischen Waldflächen
Intensive
Werbung im Hinblick auf Erhöhung des Laubwaldanteils bei privaten Waldbesitzern
(Schwerpunkt Nutzung des Ökokontos)
Federführend ist hier das Forstamt. Die Notwendigkeit
der Wiederaufforstung nach dem Sturm Kyrill bietet eine gute Gelegenheit, die
Maßnahmen umzusetzen. Das Forstamt wirbt hier mit dem Slogan „Hagen bäumt
auf“. Es werden auch Wiederaufforstungen im Rahmen von
Ausgleichsmaßnahmen für Bebauungspläne durchgeführt. Hier wird auf eine Wiederaufforstung
mit bodenständigen Laubbäumen besonderer Wert gelegt.
Ebenfalls
Priorität 2 im Handlungsfeld Umwelt:
Hasper
Talsperre reaktivieren
Die Maßnahme unterliegt dem Einflussbereich der
Politik.
Gemäß Beschluss des Aufsichtsrates soll die vorhandene
Trinkwasseraufbereitungsanlage an der Hasper Talsperre den technischen
Anforderungen angepasst werden, um zu erreichen, dass das Rohwasser aus der
Talsperre entsprechend aufbereitet den Bürgern der Stadt Hagen wieder zu
Trinkwasserzwecken zur Verfügung gestellt werden kann.
Priorität
3 im Handlungsfeld Umwelt:
Pflege des
Wander-, Rad- und Reitwegenetzes und der dazugehörigen
Infrastruktur
Federführend sind der Fachbereich für Grünanlagen und
Straßenbetrieb und das Forstamt. Das Umweltamt als Beteiligter an den Maßnahmen
hat als einen Baustein einen Geologischen Lehrpfad am Kaisberg konzipiert und
Sponsorengelder dafür eingeworben. Z.Zt. werden noch Detailfragen geklärt, wie
z.B. nach der Verkehrssicherungspflicht. Die Einweihung des Lehrpfades soll,
wenn alles planmäßig läuft, noch vor den Sommerferien erfolgen.
Von Seiten des Amtes des Oberbürgermeisters wurde als
weiterer Baustein die Vorlage „Ausweisung von Mountainbikerouten“
in die Politik eingebracht.
Umsetzungsstand der Maßnahmen außerhalb
der ersten Prioritäten im Handlungsfeld Umwelt
Priorität
5 im Handlungsfeld Umwelt:
Einleitung
eines Änderungsverfahrens des Landschaftsplanes
Flächenvorschläge
liegen vor, z.B. im Mäckingerbachtal und im Nimmerbachtal
Für die in Rede stehenden Flächen wurde ein
Landschaftplanänderungsverfahren eingeleitet.
Priorität
7 im Handlungsfeld Umwelt:
Umsetzung des Luftreinhalteplans
einschließlich des Aktionsplans Innenstadtring. Zeitnahe Einrichtung der
Umweltzone Ruhr
Umsetzung des Luftreinhalteplans
einschließlich des Aktionsplans Innenstadtring. Zeitnahe Einrichtung der
Umweltzone Hagen
Im Rahmen einer vom Bundesumweltministerium geförderten
wissenschaftlichen Begleitung wurde geprüft, welche Effekte mit der
immissionsabhängigen Verkehrssteuerung am Märkischen Ring verbunden sind. In
diesem Zusammenhang wurden auch die Wirkungen der statischen LKW-Sperrung auf
dem Graf-von-Galen-Ring untersucht. Der Abschlussbericht wird voraussichtlich
Ende Mai 2008 veröffentlicht. Parallel dazu wurden die Auswirkungen der
Einrichtung einer Umweltzone im Stadtgebiet untersucht.
Die
Ergebnisse beider Gutachten belegen, dass nur großräumig angelegte Maßnahmen
eine wirksame Verbesserung der Luftqualität in der Hagener Innenstadt bewirken.
Entgegen den Gutachtenempfehlungen wird das Thema „Umweltzone“
lokal z.Zt. aber nicht weiter verfolgt. Im Luftreinhalteplan Hagen 2008 wird
als verkehrsrelevante Maßnahme primär ein großräumiges LKW-Routenkonzept und
die immissionsabhängige dynamische Verkehrssteuerung am Märkischen Ring
festgesetzt.
Nach
dem erfolgreichen Pilotversuch der Hagener Verkehrsbetriebe werden die
Stadtbusse sukzessive mit sogenannten SCRT-Filtern nachgerüstet. Neufahrzeuge
werden bereits mit SCRT-Filtern beschafft. Die Maßnahme findet ebenfalls
Eingang in den Maßnahmenkatalog des Luftreinhalteplans Hagen 2008, der in Gänze
in der letzten Beratungsrunde vor den Sommerferien in die Gremien eingebracht
werden soll.
Maßnahmen
mit Punktzahlen zwischen 1 und 9 im
Handlungsfeld Umwelt:
Einleitung
einer Kampagne „Hagen wird leise“
Die Federführung hat durch Entscheidung des
Verwaltungsvorstandes der Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung. Die
Maßnahmen:
Aufstellung eines Aktionsplanes gemäß
EU-Umgebungslärmrichtlinie
Erfassung der Lärmbelastung im gesamten Stadtgebiet
gemäß EU- Umgebungslärmrichtlinie für Ballungsräume 2. Stufe
Erstellung des Aktionsplanes zur Lärmminderung im
Stadtgebiet gemäß EU-Umgebungslärmrichtlinie für Ballungsräume 2. Stufe,
abgestimmt mit der Immissionsplanung
Umsetzung des abgestimmten Aktionsplanes
sind Pflichtaufgaben, denen sich die Kommunen nicht
entziehen können.
Nach der in nationales Recht umgesetzten Umgebungslärmrichtlinie
der EU sind ab 2008 die Kommunen gehalten, immer dann Lärmaktionspläne
aufzustellen, wenn an Verkehrswegen Lärmorientierungswerte überschritten
werden. Für das Stadtgebiet Hagen liegen für die stark belasteten Autobahnen,
Bundes- und Landesstraßen Lärmkartierungen vor, die um die sonstigen stark
belasteten (städtischen) Straßen und die hoch frequentierten Schienenwege noch
ergänzt werden müssen. Auf diesen Grundlagen wird ein Lärmaktionsplan zu
erstellen sein, der Aussagen über geeignete Maßnahmen zur Lärmreduzierung
macht.
Dabei kann es sich um Maßnahmen der Verkehrssteuerung
und –lenkung handeln, ebenso wie um verkehrsrechtliche Anordnungen
(Sperrungen, Temporeduzierungen) oder bauliche (Straßenbelag, passiver
Schallschutz / Schallschutzfenster) Maßnahmen aber auch um Konzepte einer
mittel- und langfristig orientierten umweltverträglichen
Verkehrsentwicklungsplanung. Die Vorbereitungen zur Aufstellung eines
Lärmaktionsplans erfolgen noch in 2008.
Weiterentwicklung
der in der Vorlage „Erhebung von Indikatoren für eine nachhaltige
Stadtentwicklung“(DS 0954/2005) entwickelten Indikatoren als Instrument
zur Überprüfung der Zielerreichung auf Nachhaltigkeit
Eine Indikatorenerhebung wurde durchgeführt und mit
dem Titel „1. Hagener Nachhaltigkeitsbericht“ veröffentlicht. Der
Rat hat beschlossen, alle zwei Jahre eine Erhebung durchzuführen und die
Indikatoren ergänzt.
Bürgerbeteiligung im Handlungsfeld
Umwelt
Als
Informations- und Kommunikationsplattform sollte das vom Umweltamt initiierte
Internetportal „Virtuelles Agenda-Büro“ genutzt werden. Diese
Plattform wurde aufgrund von Problemen, u.a. auch Ausbleiben der weiteren
Landesförderung, ganz aus dem Internet entfernt.
Handlungsfeld „Stadt und
Region“
Das
Handlungsfeld „Stadt und Region“ ist bisher keinem Prioritätencheck
unterzogen worden, da es sich grundlegend von den anderen Handlungsfeldern
unterscheidet.
Interkommunale Zusammenarbeit im
Bereich Einzelhandel
Interkommunale Kooperation Städteregion
2030
Zu
Jahresbeginn 2007 ist die Gemeinschaft der Städteregion durch den Beitritt der
Städte Bottrop und Hagen auf zehn Städte erweitert worden. Als letzte
kreisfreie Kommune innerhalb des RVR-Gebietes hat die Stadt Hamm
zwischenzeitlich ihre Absicht signalisiert, ebenfalls der Städteregion 2030
formell beitreten zu wollen.
Die
Städteregion engagiert sich in verschiedenen Themenfeldern u.a.:
-
Masterplan Ruhr
-
Ruhrtal
-
Regionaler
Flächennutzungsplan (nur Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mühlheim/Ruhr und
Oberhausen)
-
Ziel-2-Förderung
-
Kulturhauptstadt
2010
Die
Städte der Region Ruhr sind räumlich und funktional stark miteinander
verflochten. Die Umsetzung kommunaler Vorhaben erfordert daher die
Berücksichtigung regionaler Abhängigkeiten. Der kontinuierliche Dialog in der
Städtegemeinschaft sowie mit Partnern, auch über die Grenzen der Städteregion
Ruhr 2030 hinaus, hat erkennbar zu positiven Ergebnissen bei der
Metropolenbildung sowie Positionierung der Region im Wettbewerb gegenüber
anderen Metropolregionen geführt. Der eingeschlagene Weg der – dauerhaft
angelegten, systematisierten – interkommunalen Kooperation hat sich also
bewährt und sollte daher auch weiter beschritten werden.
Beitrag der Stadt Hagen zur
nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung der Metropole Ruhr
Die
Hagener Innenstadt bildete in vergangenen Jahren den räumlichen Schwerpunkt der
Stadtentwicklung und wurde in dieser Zeit grundlegend umgestaltet und
modernisiert. Als Beispiele für diese Entwicklung sind der Bau der Volme-Galerie,
der Neubau des Rathauses, die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes und der
Bau des Sparkassen-Karrées zu nennen. Die zukünftige Stadtentwicklung
konzentriert sich in zunehmendem Maße auf die Randbereiche der Innenstadt sowie
auf die innenstadtnahen Wohnquartiere. Vor dem Hintergrund stark sinkender
Bevölkerungszahlen, der sozialen Themen und der städtebaulichen Missstände in
diesen Quartieren wird im Rahmen der Programme Stadtumbau West und Soziale
Stadt entgegengesteuert.
Dabei
steht die Bewältigung des demographischen Wandels im Vordergrund. In den
Stadtteilen finden Strukturveränderungen statt. Zielsetzung der
Stadtentwicklung ist es hier, die Infrastruktur in den Stadtteilen zu erhalten
und den neuen Bedürfnissen anzupassen, den Wohnungsbestand zu modernisieren und
teilweise durch Abriss neue Qualitäten im Bestand zu schaffen.
Aufgrund
der besonderen Siedlungsstruktur der Stadt Hagen konzentrieren sich viele
Probleme der Stadt Hagen in den Tallagen: dort wo sich altindustrielle Bereiche
und Verkehrswege konzentrieren und das Wohnen enorm belasten. Einer dieser
Bereiche ist der Abschnitt der B7 zwischen Wehringhausen und der Innenstadt.
Der Verkehr belastet hier sowohl das Ortszentrum von Wehringhausen als auch
über den
Graf-von-Galen-Ring
die Innenstadt. Mit einem Infrastrukturprojekt von historischer Dimension wird
die Stadt Hagen in den kommenden Jahren durch den Bau der Bahnhofshinterfahrung
den Durchgangsverkehr auf eine neue Trasse westlich des Hauptbahnhofs
verlagern. Im Sinne einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung sollen
im Anschluss die zum Teil brachliegenden Gewerbeflächen entlang dieser
Straßentrasse wieder aufbereitet werden sowie der entlastete Ortskern von
Wehringhausen städtebaulich aufgewertet werden. Dabei verfolgt die Stadt Hagen
das Ziel, ohne zusätzlichen Flächenverbrauch neue, attraktive Arbeitsplätze in
zentrumsnaher Lage zu schaffen. Damit stehen neue Flächenpotentiale für die
Bewältigung des wirtschaftlichen Strukturwandels zur Verfügung, die teilweise
in unmittelbarer Nähe des ICE-Haltepunktes liegen.
Ein
weiteres Ziel ist es, die Flüsse wieder in das städtebauliche Gefüge zu
integrieren. Nachdem dies entlang der Volme bereits mit einigen Projekten
erfolgreich gelungen ist, besteht nun die Chance, entlang der Ennepe das
Gesicht der Stadtlandschaft neu zu prägen.
Das
Ruhrtal stellt ein weiteres wichtiges Handlungsfeld der Stadtentwicklung dar.
Hier stehen die weichen Faktoren der Stadtentwicklung im Vordergrund. Die Stadt
Hagen besitzt ein enormes Potential für die Naherholung und den Tourismus, das
im Verbund mit den regionalen Partnern weiterentwickelt werden soll. Die
geplanten Projekte dienen insbesondere der Ergänzung der vorhandenen
Infrastruktur.
Das regionale Einzelhandelskonzept für
das Östliche Ruhrgebiet und angrenzende Bereiche (REHK)
Im
„Östlichen Ruhrgebiet und angrenzenden Bereichen“ leben rd. 2,3
Mio. Menschen in 23 Kommunen unterschiedlicher Größe und Struktur.
Auf
einer von Vertrauen und Sachlichkeit geprägten Basis konnte schon in den 90er
Jahren die Überzeugung reifen, dass die Zukunft der Innenstädte und der
Nahversorgung mit „Kirchturmpolitik“ nicht zu gewinnen ist. So
wurden mit einem hohen Maß an Transparenz, gemeinsam getragene Ziele und
standardisierte Verfahren bei Ansiedlungsfragen des großflächigen Einzelhandels
in den Vordergrund gestellt. Bereits 2001 haben 19 Kommunen das
„Regionale Einzelhandelskonzept“ unterzeichnet und seitdem
kooperativ zusammengearbeitet.
Aus
Sicht der Beteiligten und auch des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und
Stadtentwicklung (BMVBS) hat sich das Konzept in der Praxis bewährt.
Im
Oktober 2006 wurde dieses Konzept als einziges regionales Einzelhandelskonzept
im Rahmen des Bundeswettbewerbs „kommKoop“ vom BMVBS prämiert.
Die
dynamische Entwicklung im Einzelhandel führt auch weiterhin zu teilweise nicht
unerheblichen Konflikten in Bezug auf eine geordnete städtebauliche
Entwicklung.
Ausgewogene
Versorgungsstrukturen, insbesondere bei rückläufigen Einwohnerzahlen, sind ohne
planerische Steuerung zunehmend gefährdet.
Dies
war Anlass für eine Fortschreibung, – bei der bereits 23 Kommunen
beteiligt waren – in der die veränderten Rahmenbedingungen, der
demographische Wandel und geänderte planungsrechtliche Grundlagen
berücksichtigt wurden. Sie liegt seit Ende 2007 vor.
Das
REHK ist ein Beitrag zur Sicherung und Verbesserung der Versorgungsstrukturen
in der Region. Vorbild bleibt trotz unterschiedlicher städtebaulicher und
struktureller Voraussetzungen in den einzelnen Kommunen die „Europäische
Stadt“ mit einer Konzentration und Mischung von Einzelhandel, Kultur,
Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen an zentralen Standorten. Die
wohnortnahe Versorgung soll auch in Zukunft möglichst flächendeckend erfolgen.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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