Beschlussvorlage - 0737/2007
Grunddaten
- Betreff:
-
Zwischenbericht über die Entwicklung eines Integrierten Handlungskonzeptes zur Aufnahme des Stadtteils Wehringhausen in das Landesprogramm Soziale Stadt
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Reinhard Goldbach
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Entscheidung
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21.08.2007
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Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Entscheidung
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28.08.2007
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
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Entscheidung
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06.09.2007
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Entscheidung
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12.09.2007
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Sachverhalt
Der Zwischenbericht informiert über den Umsetzungsstand der Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes für den Stadtteil Wehringhausen. Dieses mit Beteiligung der Bürger und Stadtteilakteure zu entwickelnde Konzept ist gleichzeitig der Antrag zur Aufnahme des Stadtteils in das Förderprogramm Soziale Stadt des Landes.
Die ämterübergreifende Arbeitsgruppe hat die Stadtteilanalyse weitgehend abgeschlossen.
Bis zum Jahresende 2007 werden als Bürgerbeteiligung drei Stadtteilwerkstätten durchgeführt. Terminiert sind bereits der 8.9.2007 und der 20.10.2007.
Zu Beginn des Jahres 2008 ist die politische Beratung des Integrierten Handlungskonzeptes vorgesehen.
Die Einreichung des Konzeptes beim Land soll bis März 2008 erfolgen.
1.
Auftragsgrundlage:
Im Rahmen der letzten Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzept Soziale Stadt für den Stadtteil Altenhagen (Vorlage 0577 / 2006) wurde ein Übergangsszenario des Fördergebietes Soziale Stadt vom Stadtteil Altenhagen zum Stadtteil Wehringhausen dargestellt.
Der Rat der Stadt hat dementsprechend die Verwaltung beauftragt, “den Stadtteil Wehringhausen für das Landesprogramm Soziale Stadt anzumelden und den Prozess der Erarbeitung eines Integrierten Handlungskonzeptes unter Beteiligung der QuartiersbewohnerInnen und er Multiplikatoren vor Ort zu initiieren”. Weiterhin wurde ein schrittweiser Übergang nach Abstimmung mit dem Landesministerium bereits in den Jahren 2007 / 2008 beauftragt. Über den Umsetzungsstand sollte zum 30.04.2007 ein Zwischenbericht erstellt werden. Auf Grund der vor der Sommerpause noch anstehenden Klärungsprozesse wurde eine Verschiebung dieser Berichterstattung auf die Sitzung der Bezirksvertretung Mitte am 21.08.2007 vereinbart.
2. Ämterübergreifende Arbeitsgruppe
Durch eine Organisationsverfügung des Oberbürgermeisters wurde eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet, deren Aufgabe in der Bestandsanalyse, der Durchführung der Bürgerbeteiligung sowie der Entwicklung des Integrierten Handlungskonzeptes und der späteren Umsetzung der geförderten Maßnahmen besteht.
Der in dieser Vorlage dargestellte Entwicklungsstand ist Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der hier beteiligten Fachämter. Mit der Einrichtung der Projektgruppe war keine Personalausweitung verbunden.
3. Analyse des Stadtteils
Die Analyse des Stadtteils ist eine wesentliche Beurteilungsgrundlage für die Aufnahme des Stadtteils in das Förderprogramm des Landes. Entscheidend ist hierbei, dass die aufbereiteten Daten (Sozialstruktur, demografische Entwicklung, Wohnen, Grün- und Freiflächen, Verkehrsbelastung, Einzelhandel etc.) des Stadtteils Wehringhausen jeweils im Vergleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt den besonderen Unterstützungs- und Entwicklungsbedarf verdeutlichen. Die Erhebung und Bewertung der erforderlichen Daten ist umfassend vorhanden. Einzelne Datensätze werden vor der Einreichung des Integrierten Handlungskonzeptes durch den jeweils aktuellsten Datenstand aktualisiert. Die erhobenen Daten sind geeignet, die Notwendigkeit der Aufnahme des Stadtteils in das Landesprogramm Soziale Stadt zu dokumentieren.
4. Abstimmung mit dem Ministerium
Mit dem Ministerium ist das Übergangsszenario vom Stadtteil Altenhagen zum Stadtteil Wehringhausen erörtert worden. Auf Grund der positiven Erfahrungen des Übergangs von Vorhalle nach Altenhagen wurde dieser Weg ausdrücklich unterstützt.
Bei einem Ortstermin in Hagen fand mit dem Vertreter des Ministeriums auch eine Besichtigung des Stadtteils Wehringhausen statt.
Das Land erwartet nach Abschluss der Bürgerbeteiligung das Integrierte Handlungskonzept für Wehringhausen zur Überprüfung und Entscheidung bis zum März 2008. Die interministerielle Arbeitsgruppe des Landes wird dann über die Aufnahme neuer Stadtteile entscheiden.
5. Schrittweiser Übergang von Altenhagen nach Wehringhausen
Durch die Fortschreibung des Handlungskonzeptes für den Stadtteil Altenhagen ist beim Land eine befristet Stellenausweitung (0,5 Stelle) im Bürgerbüro bewilligt worden. Dies ermöglicht bereits zum jetzigen Zeitpunkt ein stärkeres personelles Engagement durch die Leiterin des Bürgerbüros bei der anstehenden Bürgerbeteiligung im Stadtteil Wehringhausen.
6. Externe Unterstützung
Mit Beschluss der Vorlage 0577/2006 wurden für die Begleitung und Dokumentation der Beteiligungsprozesse sowie zur Unterstützung bei der Gestaltung des Integrierten Handlungskonzeptes sowie für die Durchführungskosten der Beteiligungsveranstaltungen jeweils 15.000 € Planungskosten für die Haushaltsjahre 2007 und 2008 veranschlagt. Im Falle der Aufnahme in das Programm können 50% dieser Kosten durch Landesmittel refinanziert werden.
Für die dargestellten Aufgaben wurde zwischenzeitlich ein Auftrag an das Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Paul G. Jansen GmbH, Köln, vergeben.
7. Entwicklung des Integrierten Handlungskonzeptes / Bürgerbeteiligung
Zur Entwicklung des Integrierten Handlungskonzeptes mit den Bürgern und Multiplikatoren des Stadtteils sind derzeit drei Stadtteilwerkstätten vorgesehen:
¨ 1. Workshop am 8.9.2007, 09.00 – 16.30 Uhr in der AWO Begegnungsstätte, Bachstr. 26
¨ 2. Workshop am 20.10.2007, 09.00 – 16.30 Uhr (Ort noch offen)
¨ 3. Workshop 2007 (noch nicht terminiert)
¨ Ergänzend hierzu finden weitere Gespräche mit Wohnungsgesellschaften, Einzelhandel, freien Trägern etc. statt.
8. Weitere Bearbeitungsschritte
Als erste Umsetzungsmaßnahme des neuen Jugendförderplans werden bereits im Herbst die Räume für das Jugendzentrum in den Räumen der Paulus – Kirchengemeinde umgebaut und eingerichtet.
Eine räumliche Präsenz (Stadtteilbüro) im Stadtteil Wehringhausen kann auch aus fördertechnischen Gründen erst nach der Aufnahmeentscheidung des Landes erfolgen.
Der Entwurf des Integrierten Handlungskonzeptes soll im Januar 2008 in die politische Beratung gegeben werden.
Nach dem jetzigen Kenntnisstand könnte eine Entscheidung im April 2008 vorliegen.
