Beschlussvorlage - 0252/2007

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

  1. Der Konzeption zum Rückbau und zur Begrünung der Berliner Straße wird zugestimmt.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Mittel für den Investitionshaushalt anzumelden und für die Einzelabschnitte detaillierte Ausbauentwürfe zu erstellen.
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Sachverhalt

Mit dem Rückbau und einer Begrünung der Berliner Straße wird der Verkehrs- und Straßenraum dieser ehemaligen Durchgangsstraße nach Fertigstellung der Ortsumgehungen Haspe an die neue Verkehrsfunktion und Verkehrsbelastung angepasst.


 

 

 
1. Rahmenbedingen für die Planung

 

 

Mit der Realisierung und Inbetriebnahme der Ortsumgehungen im Stadtbezirk Haspe sind nicht nur die Voraussetzungen für eine Verkehrsentlastung des Hasper Zentrums (Kreisel) sondern auch der Berliner Straße zwischen Zentrum und Einmündung Preußerstraße geschaffen worden. Bereits mit der Nordumgehung war die Verkehrsbelastung der Berliner Straße auf etwas mehr als 8.000 Kfz am Tag gesunken, mit der vollständigen Herstellung der Südumgehung wird sie sich noch einmal auf ca. 2.500 bis 3.000 weiter reduzieren (Berechnungen auf der Grundlage des Verkehrsmodells). Mit insgesamt fünf Buslinien, darunter einer Schnellbuslinie, ist der Berliner Straße aber weiterhin eine wichtige ÖPNV-Verbindungsachse zwischen Haspe und Hagen-Mitte, von der aus auch die angrenzenden Wohngebiete erschlossen werden.

 

Mit der deutlichen Entlastung vom motorisierten Individualverkehr erübrigt es sich, weiter eine mit vier Fahrspuren großzügig dimensionierte Berliner Straße vorzuhalten. Tatsächlich ist durch die weitgehende Freigabe der jeweils rechten Fahrspur für Parkzwecke faktisch eine Reduzierung des Straßenquerschnitts bereits erfolgt. Mit den Beschlüssen zum Abbau von Lichtsignalanlagen an den Kreuzungen Leim- und Rolandstraße bei gleichzeitigen Ersatzmaßnahmen sind weitere Rahmenbedingungen für eine Umgestaltung der Berliner Straße gesetzt. Die Signalanlage an der Hördenstraße bleibt erhalten.

 

 

 

2. Planungskonzept

 

 

Baulich und optisch ist der Straßenraum der Berliner Straße bisher nicht an ihre neue Verkehrsfunktion angepasst worden. Die vorgestellte Planung ist der konsequente Abschluss der Planung und Realsierung beider Ortumgehungen Haspe und stellt den Versuch dar, mit einem vertretbaren Aufwand eine Umgestaltung und Begrünung der Berliner Straße entsprechend ihrer Verkehrsbedeutung und Verkehrsbelastung zu verwirklichen.

 

Die Planungen zum Rückbau und zur Begrünung  der Berliner Straße enthalten Vorschläge und Empfehlungen, die auch abschnittsweise und je nach Verfügbarkeit der erforderlichen Mittel realisiert werden können:

 

·        Begrünung: Die Planung stellt die realisierbaren Standorte für Bäume dar, die sich für tiefwurzelnde und entsprechend hochwachsene Bäume eignen (ohne Versorgungsleitungen im Wurzelbereich) sowie für Hochbeete (über Versorgungsleitungen), die sich für eine Bepflanzung mit bis zu max. 4m hohen Pflanzen eignen.

 

·        Aus optischen Gründen wird bei Beeten und Bepflanzungen weitgehend auf die Einhaltung eines symetrischen Erscheinungsbildes geachtet.

 

·        Für die Straßenmarkierung enthält der Plan aus Kostengründen einen Minimalvorschlag. Danach soll auf einen Radfahrstreifen verzichtet werden, die rechte Fahrspur soll für einen dann überbreiten Parkstreifen (3,25m) durchgezogen werden. Es verbleibt durchgängig eine Fahrspur je Richtung.

 

·        Als Ersatz für entfallene Signalanlagen an der Leim- und Rolandstraße werden Zebrastreifen einschließlich baulich hergestellten Fahrbahnteilern angelegt; dafür sind auch an diesen Straßenkreuzungen die Anzahl der Richtungsfahrbahnen auf je eine Spur zu reduzieren.

 

·        An der Kreuzung Leimstraße wird der heute unzureichend dimensionierte Gehweg, der auch Wartefläche für die Haltestelle Fahrtrichtung Hagen ist, verbreitert. Die gegenüberliegende Haltestelle (Fahrtrichtung Haspe) wird in die heutige Fahrbahn vorgezogen.

 

·        Aus Gründen der Verkehrssicherheit und zur Verbesserung der Sichtbeziehungen sind die Gehwegflächen im Einmündungsbereich der Leimstraße anzupassen.

 

·        An der signalisierten Kreuzung Hördenstraße bleibt eine Linksabbiegespur in die Hördenstraße bestehen.

 

·        An der Einmündung der Heilig-Geist-Straße wird als Querungshilfe die Anforderungsampel für Fußgänger durch einen Fahrbahnteiler östlich der Straßeneinmündung ersetzt. Da aktuell die Signalanlage defekt ist und auf einen Ersatz verzichtet wird, können die Ersatzbeschaffungs- und Reparaturkosten von etwa € 20-25.000 mit den veranschagten Umbaukosten von ca. € 20.000 (s. Tab. unter 5) verrechnet werden.

 

 

 

3. Kosten und Finanzierung

 

 

 

Der Rückbau der Berliner Straße läßt sich in mehrere Einzelbereiche aufteilen, wobei die Intensität der Maßnahmen unterschiedlich ausfällt. Neben Bereichen, in denen nur Baumpflanzungen und Markierungen erfolgen, gibt es auch Straßenräume, die komplett umgebaut werden sollen. Entsprechend sieht die Kostensituation aus. Die folgende Tabelle zeigt die möglichen Einzelbereiche mit entsprechenden Kostenschätzungen. Diese Kosten würden im Rahmen der detaillierten Ausbauplanung spezifiziert und in die Investitionsplanung der nächsten Jahre eingestellt werden.

 

 

Nr.

Bereich

Kosten

Maßnahme

1

Zw. Hördenstraße und „Nord-West“

22.000,-

Nur Ummarkierung und Beete

2

Zw. Hördenstraße und untere Hofstraße

57.000,-

Nur Ummarkierung und Beete

3.1

Zw. untere Hofstraße und Rolandstraße einschließlich...

446.000,-

Komplettumbau

(je ½ Decke und Seiten)

3.2

Leimstraße

61.000,-

Komplettumbau

(je ½ Decke und Seiten)

4

Zw. Rolandstraße und Heilig- Geist-Straße

110.000,-

Nur Ummarkierung und Beete

5

„Eckbereich“ Heilig- Geist- Straße

20.000,-

Fahrbahnteiler, Absenkungen und Zebrastreifen (s.o.)

6

Ab Heilig-Geist-Straße bis Anschluss Bestand

28.000,-

Nur Ummarkierung und Beete

 

Summe:

744.000,-€

 

 

 

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Beschlüsse

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16.05.2007 - Bezirksvertretung Haspe - ungeändert beschlossen

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12.06.2007 - Stadtentwicklungsausschuss - geändert beschlossen

Beschluss:

  1. Der Konzeption zum Rückbau und zur Begrünung der Berliner Straße wird zugestimmt.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Mittel für den Investitionshaushalt anzumelden und für die Einzelabschnitte detaillierte Ausbauentwürfe zu erstellen.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt zu überprüfen, ob angesichts der konkreten Ausbauplanung die Einführung einer Tempo-30-Zone noch geboten ist oder ob nicht eine weitere Vorfahrtsberechtigung der Berliner Straße gerade im Hinblick auf den ÖPNV beibehalten werden kann, wobei im Einmündungsbereich der Rolandstraße eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 kmh ausreichend ist.

Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen