Beschlussvorlage - 0955/2006
Grunddaten
- Betreff:
-
Schließung der Regionalstelle Frau und Beruf
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- VB 1/S Dezentraler Steuerungsdienst
- Bearbeitung:
- Michael Idel
- Beteiligt:
- 19 Zentrale Steuerung
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Vorberatung
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30.11.2006
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Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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14.12.2006
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Sachverhalt
Mit Schreiben vom 22.6.2006 teilte das
Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes
Nordrhein-Westfalen mit, dass das Land NRW die Förderung der Regionalstellen
Frau und Beruf mit Beginn des Jahres 2007 einstellt.
Es ist daher vorgesehen, die Regionalstelle Frau
und Beruf bei der Stadt Hagen zum 31.12.2006 zu schließen.
In seiner Sitzung
am 3.7.1996 hat der Rat der Stadt Hagen der Einrichtung der Regionalstelle Frau
und Beruf als Kooperationsprojekt mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis zugestimmt. Dabei
machte der Rat der Stadt Hagen den Erhalt der Regionalstelle Frau und Beruf
davon abhängig, dass die Kosten für die Regionalstelle Frau und Beruf zu
80 %
vom Land getragen werden. Die übrigen Kosten haben sich die Stadt Hagen
sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis als Träger der Regionalstelle nach einem
vereinbarten Einwohnerschlüssel geteilt.
Nunmehr teilte das Ministerium für Generationen,
Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen mit Schreiben
vom 22.6.2006 mit, dass das Land NRW die Förderung der Regionalstellen Frau und
Beruf mit Beginn des Jahres 2007 einstellt.
Begründet wurde die Einstellung der
Landesförderung für die Regionalstellen damit, dass sowohl auf der Ebene der EU
sowie des Landes auch in Zukunft durch geeignete Maßnahmen sichergestellt wird,
dass die „Frauenerwerbsquote weiter gesteigert und die Beschäftigung von
Frauen sowohl quantitativ als auch qualitativ verbessert wird“.
Der Frauenbeirat hat zur beabsichtigten
Einstellung der Landesförderung für die Regionalstelle Frau und Beruf folgenden
Beschluss gefasst:
„Der Frauenbeirat hält es nach Einstellung
der Landesförderung für die Regionalstelle Frau und Beruf ab 2007 für dringend
erforderlich, dass die berufliche Entwicklung von Frauen weiterhin in Hagen
gefördert wird und zumindest Anteile der bisherigen Aufgaben erhalten bleiben.
Er fordert die Verwaltung auf, ein entsprechendes
Konzept vorzulegen, welches die Möglichkeiten der Projektbeantragung durch
Landesmittel und EU-Mittel ausschöpft und möglichst den EN-Kreis mit
einbezieht.
Der Frauenbeirat fordert den Rat der Stadt auf,
sich diesem Votum anzuschließen“
In einem persönlichen Brief an den Minister für
Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen,
Herrn Arnim Laschet, hat die Stadt Hagen noch einmal deutlich gemacht, wie
wichtig die Arbeit der Regionalstelle Frau und Beruf für die Region Hagen und
Ennepe-Ruhr neben durchaus weiteren
wichtigen Maßnahmen auf dem arbeitsmarkt-, wirtschafts- und bildungspolitischen
Sektor ist. Aus diesem Grund wurde der
Minister gebeten, die landespolitische Entscheidung zur Einstellung der
Förderung der Regionalstellen Frau und Beruf noch einmal zu überdenken.
In seinem Antwortschreiben hat Herr Minister
Laschet die Neuausrichtung der Frauenpolitik
in Nordrhein-Westfalen erläutert und noch
einmal die Entscheidung bekräftigt, die Landesförderung für die Regionalstellen
Frau und Beruf mit Beginn des Jahres 2007 einzustellen.
Aus diesem Grund ist es vorgesehen, die
Regionalstelle Frau und Beruf bei der Stadt Hagen mit Ablauf des 31.12.2006 zu
schließen.
Die Schließung der Regionalstelle Frau und Beruf
in Hagen bedeutet jedoch nicht, dass damit alle Angebote für eine Verbesserung
der Erwerbs- und Beschäftigungssituation von Frauen eingestellt werden.
Vielmehr wird es auch in Zukunft gezielte
Maßnahmen für eine verstärkte Qualifizierung von Frauen in Hagen geben. So
bietet bereits jetzt - neben anderen Organisationen und Einrichtungen - die
agenturmark unter dem Titel „markproF“ verschiedene Projekte mit
den Zielen
- Verbesserung der Erwerbs- und Beschäftigungssituation von Frauen
- Qualifizierung von Frauen für eine bessere berufliche Integration
- Sensibilisierung von Unternehmen für weibliches Potenzial
- Initiierung atypischer Betreuungsangebote für Kinder
- Entwicklung neuer Konzepte zur Arbeitsgestaltung
an.
Auswirkungen
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Es entstehen finanzielle Auswirkungen durch den Fortfall der Landesförderung in Höhe von 175.998,90 € sowie den Fortfall des Zuschusses des Ennepe-Ruhr-Kreises in Höhe von 25.720,00 €. Durch die Schließung der Regionalstelle Frau und Beruf entfällt ebenso der städtische Anteil in Höhe von 29.281,10 €. |
