Berichtsvorlage - 0967/2018

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss und der Fachausschuss Gebäudewirtschaft nehmen den Bericht über den Sachstand der Restaurierungs- und Rekonstruktionsmaßnahmen am Hohenhof zur Kenntnis.

Reduzieren

Sachverhalt

Kurzfassung

 

entfällt

 

Begründung

 

  1. Hohenhof - Gebäude: Bauunterhaltung und Sanierungsmaßnahmen 2018/2019

 

Sachstand

Der Hohenhof in Hagen, den der belgische Künstler-Architekt Henry van de Velde 1906-1908 als Wohnhaus für den Hagener Folkwang-Gründer Karl Ernst Osthaus und seine Familie gebaut hat, zählt zu den bedeutendsten architekturgeschichtlichen Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Gesamtkunstwerk.

Heute beherbergt das Haus als Außenstelle des Osthaus Museums das „Museum des Hagener Impulses” und ist seit 1999 ein Ankerpunkt der „Route Industriekultur“ des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR).

Als erstes Haus im Ruhrgebiet und in Westfalen wurde der Hohenhof im Jahr 2015 in die bedeutende Riege der Iconic Houses aufgenommen. Bei diesen handelt es sich um außergewöhnliche Architektenhäuser des 20. Jahrhunderts, die einen besonderen Stellenwert in der Geschichte der modernen Architektur haben und für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

 

Seit 1984 ist der Hohenhof als Museum für Publikum zugänglich. Die hierfür erforderlichen Restaurierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen im Innern erfolgten in den Jahren 1981 bis 1983. Seitdem wurden die historischen Innenräume nicht überarbeitet. Zahlreiche Schäden sind inzwischen deutlich sichtbar, u.a. Wasserschäden in den historischen Räumen.

Die letzten substanziellen Maßnahmen zur Unterhaltung des Baudenkmals Hohenhof (u.a. Dach, Mauern, Terrassen und Balkone) erfolgten in den Jahren 1999, 2000 und 2004.

Seit 2017 wird eine Sanierung der Umfassungsmauern durchgeführt, um deren Verfall zu stoppen und die Sicherheit des historischen Bauwerks zu gewährleisten. Diese Maßnahme wird voraussichtlich im Herbst/Winter 2018 abgeschlossen sein.

 

 

Auf der Basis eines von 49/2 Anfang 2017 aufgestellten Zustandsprotokolls mit über 60 Positionen bezüglich restauratorischer Desiderate wurden im Laufe des Jahres 2017 intensive Gespräche mit der Denkmalpflege sowie der Bauunterhaltung geführt. Das Landesdenkmalamt ist in die Planungen einbezogen.

 

Die Befunde sowie die diesbezüglichen erforderlichen Maßnahmen wurden und werden durch das in der Denkmalpflege sehr erfahrene Architekturbüro Spital-Frenking und Schwarz, Dortmund, priorisiert und kategorisiert. Seit November 2017 liegt eine ausführliche, bebilderte Schadensdokumentation vor.

 

Mitte Dezember 2017 erfolgte eine Beauftragung externer Fachbetriebe, um eine Kostenschätzung bezüglich der durchzuführenden Maßnahmen zu erhalten.

 

 

Kosten, Finanzierung und Förderantrag:

Ein Großteil der Maßnahmen im Innenbereich wird aus Mitteln der Bauunterhaltung finanziert und wurde durch die Kämmerei abgesichert.

 

Auf Grundlage der Kostenschätzung für Maßnahmen an der Außenhülle, dem Mausoleum und dem Brunnen wurde außerdem ein Antrag auf eine 50%ige Landeszuwendung gestellt. Der Förderantrag steht derzeit auf der Reserveliste. Daher werden die beantragten Maßnahmen förderunschädlich zunächst in der Ausführung zeitlich verschoben.

 

 

Denkmalrechtliche Erlaubnis:

 

Der Hohenhof ist 2011 mit seinem Garten in die Denkmalliste der Stadt Hagen aufgenommen worden. Die denkmalrechtliche Erlaubnis für die Neubepflanzung des Tiefgartens wurde zwischenzeitlich erteilt. Die Erlaubnis für die Instandsetzungsmaßnahmen am und im Gebäude befindet sich in der Benehmensherstellung/Abstimmung mit dem Fachamt (LWL) in Münster. Im Vorfeld werden prospektierende Voruntersuchungen durchgeführt, um einzelne Maßnahmen konkretisieren zu können.

 

 

Umsetzung der Restaurierungsmaßnahmen:

 

Die Baumaßnahmen (siehe Tabelle unten) im Innern des Gebäudes sollen so bald wie möglich beginnen und bis zum Frühjahr 2019 abgeschlossen sein. Der Start ist von der o.g. Erteilung einer „Denkmalrechtlichen Erlaubnis“ für jedes Gewerk abhängig.

 

 

Nr.

Gewerk

Aufgabe

1

Malerarbeiten

Anstrich Fenster, hölzerne Fassadenelemente

2

Steinmetz

Terrassensanierung

3

Schreiner/Restaurator

Fußleistenreparatur

4

Fliesenarbeiten

Lose Fliesen kleben

5

Stuckateur

Risse im Putz beseitigen

6

Restaurator

Retusche Schablonenmalerei, Wand und Decke

7

Steinmetz

Ursachenbehebung Feuchtigkeit

8

Tischler

Austausch Spiegelgläser

9

Restaurator

Restaurierung Klappläden

10

Sanitär

Anbringen Heizkörper

11

Steinmetz

Ausbesserung Marmor

12

Dachdeckerarbeiten

Erneuerung Schornstein

 

 

 

  1. Hohenhof - Garten: IGA 2027 - Gartendenkmalpflegerische Entwicklungskonzeption

 

 

Die Stadt Hagen möchte sich gerne mit dem denkmalgeschützten Garten des Hohenhofes einem breiten Publikum präsentieren. Deshalb hat sie sich für die Internationale Gartenschau 2027 beworben. Der Zuschlag ist noch nicht erteilt.

Die Gartenschau ist für die Stadt Hagen eine Chance, den Garten denkmalgerecht nach historischem Vorbild zu restaurieren, mit Hilfe von Fördermitteln. Langfristig soll das Gesamtkunstwerk Hohenhof zum dauerhaften Anziehungspunkt (Kultur, Freizeit und Dienstleistung) und zum Identifikationsort mit ganzjährigen Nutzungsangeboten von überregionaler Ausstrahlung gemacht werden. Es gilt, die gesellschaftliche Bedeutung, die soziale Dimension und die differenzierte Erörterung des Denkmalwertes herauszustellen. Voraussetzung ist allerdings die Wiederherstellung der Gartenanlage in Anlehnung an den Originalzustand.

 

Zur Zeit wird eine gartendenkmalpflegerische Konzeption erarbeitet, die für die Antragstellung zur Förderung der investiven Baumaßnahme benötigt wird. Diese Konzeption wird im Oktober 2018 fertiggestellt.

 

Inhalte der Konzeption sind u.a.:

-          die Ausarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit (z.B. regelmäßige Parkführungen, Entwicklung einer mit allen Nutzern abgestimmten Parkordnung)

-          Formulierung von Erhaltungs- und Entwicklungszielen

-          Erarbeitung eines grafisch ansprechenden Zielplanes zur Darstellung des angestrebten Ziel- und Etappenzustandes der Anlage

-          Kostenschätzung der investiven baulichen Maßnahmen.

 

Kosten, Finanzierung und Förderantrag:

Die Kosten für die Konzeption werden aus Mitteln der Bauunterhaltung finanziert.

 

Der Hohenhof ist zur Durchführung der IGA benannt worden. Davon ist ein Großteil für die Wiederherstellung des Gartens und des Umfeldes sowie ein Parkpflegewerk veranschlagt.

Die detaillierte Umsetzung und die Refinanzierung der Kosten im Veranstaltungsjahr wird mit dem noch zu erstellenden Nutzungskonzept der Arbeitsgruppe Hohenhof erarbeitet.

 

 

  1. Hohenhof – Garten: Bauhausjahr 2019

 

 

Anlässlich des Bauhausjahres wird die Bepflanzung des Brunnenhofes komplett überarbeitet. Die Pflanzarbeiten werden im Oktober 2018 durchgeführt.

 

Die Kosten für die Bepflanzung werden aus Mitteln der Bauunterhaltung finanziert.


Inklusion von Menschen mit Behinderung

 

Belange von Menschen mit Behinderung

(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)

 

x

sind nicht betroffen

 

sind betroffen (hierzu ist eine kurze Erläuterung abzugeben)

:

Reduzieren

Auswirkungen

 

 

 

 

 

 

gez.

gez.

(Erik O. Schulz, Oberbürgermeister)

(Margarita Kaufmann, Beigeordnete)

 

gez.

Bei finanziellen Auswirkungen:

Christoph Gerbersmann

Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer

 

Loading...

Beschlüsse

Erweitern

30.10.2018 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - ungeändert beschlossen

Erweitern

28.11.2018 - Fachausschuss Gebäudewirtschaft - ungeändert beschlossen