Beschlussvorlage - 0537/2017

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Rat der Stadt Hagen begrüßt das Konzept und die Initiative Kreativ.Quartier Wehringhausen und unterstützt das Ziel ideell, dem besonders herausgeforderten Stadtteil wirksame Impulse zu geben und neue Chancen der Entwicklung zu eröffnen.

 

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Sachverhalt

Begründung

 

Der Stadtteil Wehringhausen rückt immer wieder in den Mittelpunkt sozial- und städteplanerischer Überlegungen. Eben dieser Stadtteil gilt zum einen als besonders anziehend für kreativ tätige Menschen und für Bewohner, die gerne „anders“ wohnen, zum anderen aber auch als sehr problematisch, was die Zusammensetzung der Bevölkerung angeht. Im Auftrag der Fachbereiche Jugend & Soziales sowie dem (heutigen) Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung wurde durch die Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH in den Jahren 2007/2008 ein sogenanntes Integriertes Handlungskonzept erarbeitet, das soziale, städtebauliche, ökonomische, kreativwirtschaftliche und kulturelle Maßnahmen beinhaltet und gegenwärtig fortgeschrieben wird.

Seit 2012 ist nun der Stadtteil Wehringhausen Teil des Förderprogrammes „Soziale Stadt“, das von der Europäischen Union, von Bund und Land sowie der Kommune getragen wird. Mit der Umsetzung des Projektes vor Ort wurde 2013 begonnen. Im Mai 2014 wurde das Quartiersmanagement Wehringhausen u.a. mit dem Schwerpunkt „Entwicklung Kreativquartier“ eingerichtet.

Bereits in den vorausgehenden Jahren wurden insgesamt drei EU-Projekte in Wehringhausen durchgeführt:

  • CRII (Cities Regain Identity and Image): 2003 – 2007
  • MANDIE (Management or District Centers In northwest Europe): 2008-2011
  • CURE (Creative Urban Renewal in Europe):2010-2014.

 

Diese Projekte rückten auch die Kreativwirtschaft in Wehringhausen in den Mittelpunkt. Die geplanten Projekte berücksichtigten besonders die Charakteristika Wehringhausens und betonten in einer Vielzahl von Einzelprojekten mit Künstlern und kreativ Tätigen die Stärken des Stadtteils.

Sämtliche Förderprogramme hatten und haben ein Ziel: Die Aufwertung und Profilierung des Stadtteils und die Förderung seiner Lebensqualität für alle Bewohner. Das Quartiersmanagement arbeitet seit seiner Einrichtung mit vielen Kreativen daran, dass sich Wehringhausen als Kreativquartier weiter entwickelt und positioniert.

Seit 2015 wurde durch das Quartiersmanagement ein Förderzugang zu quartiersbezogenen Fördermitteln beim Ministerium für Familien, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MFKJKS) im Bereich Kunst und Kultur – vermittelt über ecce erschlossen. Das ecce (european centre for creative economy) – Erläuterung siehe unten – berät Antragsteller in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement und ist Ansprechpartner für die Kommune bei der Entwicklung von Quartieren mit künstlerisch-kreativem Schwerpunkt. In diesem Zusammenhang wurden für Wehringhausen bis Mitte 2017 vier Projekte beantragt (Auflistung siehe Konzept Kreativ.Quartier Wehringhausen, Punkt 1.2) und mit insgesamt 108.000 € gefördert, wobei das Ministerium auf die Erbringung der  Eigenanteile der Stadt Hagen verzichtet hat.

Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen dem Quartiersmanagement Wehringhausen und ecce ist wünschenswert und wird angestrebt. Dafür ist ein Beschluss der zuständigen Gremien notwendig, der die einzelnen Projekte als für die Stadtentwicklung einerseits als nachhaltig und andererseits wichtig beschreibt und die Selbstverpflichtung der Stadt Hagen bestätigt. Der Beschluss signalisiert sowohl dem Ministerium als auch ecce, dass Förderungen in der Stadt Hagen gewünscht sind und positiv aufgenommen werden.

In der Verwaltung werden durch die Förderung weiterer Projekte keine zusätzlichen finanziellen, personellen oder zeitlichen Ressourcen gebunden. Die geförderten bzw. künftig zu fördernden Projekte werden durch das Quartiersmanagement Wehringhausen begleitet. Städtische Akteure werden während des Jahres zu Netzwerktreffen eingeladen, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Das vorliegende Konzept für das Kreativ.Quartier Wehringhausen soll die Basis für das gemeinsame städtische Handeln in enger Abstimmung mit örtlichen Kunst- und Kulturinitiativen und überörtlichen Partnern (Land NRW, ecce, potentielle Förderer, anderen Kreativquartieren) bilden. Ziel ist es, mit dem Zugang über Kreativwirtschaft und Kreative Milieus den städtebaulich und strukturell  besonders herausgeforderten Stadtteil (siehe Einleitung) nachhaltig wirksame Impulse zu geben und neue Chancen der Entwicklung zu eröffnen.

 

Information:

Im Oktober 2011 wurden ecce und die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) durch den Nachhaltigkeitsbeschluss des Landes NRW und des Regionalverbandes Ruhr damit beauftragt, in enger Abstimmung den weiteren Prozess der Entwicklung der Kreativ.Quartiere Ruhr zu profilierten Adressen der Kreativwirtschaft und Kulturorten in der Region zu begleiten.

Für das Strukturprojekt Kreativ.Quartiere Ruhr arbeitete ecce nach dem Konzept der integrativen Stadtentwicklung mit städtischen Behörden, Planungsämtern, Kulturbüros und Wirtschaftsförderungen zusammen. In enger Kooperation mit Initiativen der freien Szene, Künstlern und Künstlerinnen, Kreativschaffenden sowie Unternehmen und Eigentümern moderierte ecce Prozesse, die zu konkreten  Ergebnissen führten: Beispiele dafür sind das Atelierhaus in der nördlichen Innenstadt Essens, das Kreativ.Quartier Lohberg in Dinslaken, die Games Factory Ruhr in Mülheim und das Musikzentrum im Viktoria.Quartier Bochum (die Broschüre Urbaner Wandel – kulturelle MacherInnen und Orte im Ruhrgebiet, Teil 2, ist der Vorlage zur Information beigefügt).

Das Landesprogramm Kreativ.Quartiere Ruhr des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MFKJKS) will kulturelle und künstlerische Freiräume und frische Impulse für die Stadt fördern und somit den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft der Metropole Ruhr inspirieren. Dieser Umschwung soll auch in den europäischen Kontext gesetzt werden. In diesem vielschichtigen Prozess begreift sich ecce als Moderator und Impulsgeber für eine kulturbasierte Stadt- und Quartiersentwicklung.

2017 wird das Landesprogramm Kreativ.Quartiere Ruhr fünf Jahre alt. Seit Programmgründung sind 53 Projekte in 14 Städten mit einem Gesamtbudget von rund 2,24 Mio. Euro durch das MFKJKS gefördert worden.

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

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Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

 

 

 

 

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Erik O. Schulz

Oberbürgermeister

Margarita Kaufmann

Beigeordnete

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Anlagen

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Beschlüsse

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07.11.2017 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - ungeändert beschlossen

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07.11.2017 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - ungeändert beschlossen

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14.11.2017 - Stadtentwicklungsausschuss - ungeändert beschlossen

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14.12.2017 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen