Mitteilung - 0680/2014
Grunddaten
- Betreff:
-
Baumfällung Christian- Rohlfs- Straße
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jörg Winkler
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Geplant
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Anhörung
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02.09.2014
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Erledigt
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Naturschutzbeirat
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Anhörung
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09.09.2014
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Erledigt
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Umweltausschuss
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Anhörung
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11.09.2014
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Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Anhörung
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16.09.2014
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Beschlussvorschlag
Eine „Kurz- Information“ über die Baumfällung erfolgte zeitnah über die Presse. Wegen der vielen Nachfragen fand am 23.07. ein Informationstermin für die Bürgerinnen und Bürger mit dem Wirtschaftsbetrieb Hagen statt, um die notwendig gewordenen Maßnahmen zu erläutern.
gez.
Thomas Grothe, technischer Beigeordneter
Sachverhalt
Begründung
Die Bezirksvertretung Mitte hat in Ihrer Sitzung am 30.01.2013 mit großer Mehrheit der Erneuerung der Christian-Rohlfs-Straße von der Stadtgartenallee bis zur Buscheystraße zugestimmt. Sowohl in der vorgeschalteten Bürgeranhörung als auch in der Sitzung der Bezirksvertretung ist die Fällung von Bäumen thematisiert worden. Die Verwaltung hat dort erklärt, dass erreicht werden soll „den vorhandenen Baumbestand baumgerechter zu erhalten. Die sechs großen Bäume an der Stadtgartenallee müssen aus Gründen der Ver-kehrssicherungspflicht gefällt werden, sollen jedoch durch Neupflanzungen ersetzt werden.“
Zunächst bestand somit die Hoffnung, den überwiegenden Teil der Bäume zu erhalten. Hierzu diente auch der Schutz der Bäume durch Holzbretter, um Verletzungen durch Baumaschinen vorzubeugen.
Im Zuge der Baumaßnahme wurden jedoch massive Eingriffe im Wurzelraum der Bäume straßenseitig durch die Kanal- / Straßenbaumaßnahme in der Christian-Rohlfs-Straße vorgenommen. Auch wurde deutlich, dass sich die Wurzellage unmittelbar unter den Gehwegbelägen befindet und ein zerstörungsfreier Ausbau dieser sich dadurch nicht realisieren lässt. Hinzu kommt verstärkend ein von außen nicht diagnostizierbarer Pilzbefall des stützenden Wurzelwerkes.
Daher fand am 26.06. noch einmal ein Ortstermin statt, um die verbleibenden technischen Möglichkeiten abzuklären.
Es wurde jedoch schnell klar, dass die angetroffenen Verhältnisse hier nur die Entfernung aller vorhandenen Bäume zulässt.
Wegen der nicht unbedeutsamen Auswirkungen fand am Freitag den 04.07. ein weiterer Termin mit Frau Kingreen (Umweltausschuss) und Herrn Bögemann (Landschaftsbeirat) statt. (Wegen der Sommerpause war eine weiterreichende Information der Politik nicht möglich, zumal sich die meisten Gremien noch gar nicht konstituiert haben). Auch hier musste leider letztlich die Erkenntnis gewonnen werden, dass die vorhandenen Bäume nicht zu retten sind. Nach Auskunft und Aussage des technischen Fachpersonals des WBH ist nach entsprechenden statischen Berechnungen eine Standfestigkeit der vorhandenen Bäume nicht mehr in ausreichendem und der Verkehrssicherungspflicht genügendem Maße gegeben.
Da sich erst im Zuge der Durchführung der Baumaßnahme die fehlende Standsicherheit der Bäume herausgestellt hat, ergab sich ein sofortiger Handlungsbedarf unter dem Gesichtspunkt der Wahrnehmung der gesetzlich bestehenden Verkehrssicherungpflicht im Rahmen der Straßenbaulast. An dem ursprünglich vorgesehenen Erhalt des vorhandenen Baumbestandes konnte unter den gegebenen Umständen nicht festgehalten werden.
Eine erneute Beschlussfassung durch die Bezirksvertretung Hagen-Mitte (z.B. im Wege eines Dringlichkeitsbeschlusses nach § 36 Abs. 5 GO NRW) hätte aus Sicht der Verwaltung nicht herbeigeführt werden müssen, da es sich bei der ad hoc zu treffenden Entscheidung über die Entfernung aller Bäume im Zuge der Gesamtbaumaßnahme und die Entscheidung für die Vornahme von Ersatzpflanzungen um ein Geschäft der laufenden Verwaltung i. S. v. § 41 Abs. 3 GO NRW handelt.
Um den alleeartigen Charakter aber nicht zu verändern wurde beschlossen, alle zu entfernenden Bäume durch Neupflanzungen an gleicher Stelle zu ersetzen („1 zu 1 – Ausgleich“).
Als Baumart soll nun nicht mehr Linden, sondern Säuleneichen gepflanzt werden.
Erfreulich ist, dass im Bereich der dringend zu erhaltenden Ulme im Einmündungsbereich zur Buscheystraße eine gute Ausbaustufe im Gehwegbereich vorhanden ist. Hier wird auf eine Sanierung des Gehwegs im Wurzelbereich verzichtet, so dass der Erhalt des Baumes möglich ist.
Außerdem bietet sich die Möglichkeit, durch neue Baumpflanzungen ein einheitliches Bild zu schaffen, da ja bereits im Bestand einige Bäume fehlen und ein Wechsel zwischen großen alten und nachgepflanzten kleinen Bäumen entstanden wäre.
