Beschlussvorlage - 0802/2013

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

a)      Im Zusammenhang mit der Gründung von zwei Sekundarschulen beschließt der Rat in Abänderung des Beschlusses vom 11.07.2013 für das Schuljahr 2014/15 an der RS Haspe kein Anmeldeverfahren durchzuführen, da es die wirtschaftlichste und pädagogisch beste Alternative ist.

 

oder

b)      Im Zusammenhang mit der Gründung von zwei Sekundarschulen beschließt der Rat ab dem Schuljahr 2014/15 folgende Zügigkeiten bei den Realschulen:

?         RS Haspe:   2 Züge

?         RS Heinrich-Heine:   2 Züge

?         RS Halden:   2 Züge

?         RS Hohenlimburg:  3 Züge           

  Die Vorlage wird zum 01.08.2014 umgesetzt. 

Reduzieren

Sachverhalt

Kurzfassung

Die Gründung von Sekundarschulen hat Auswirkungen auf das gesamte Geflecht der Hagener Schulen mit einer Sekundarstufe I. Zudem ist der Rückgang der Schülerzahlen einzubeziehen. In der Vorlage werden diese  Bezüge  in drei Szenarien dargestellt:

a) Was passiert, wenn die Zügigkeit der Realschulen beschränkt wird?

b) Was passiert, wenn an der RS Haspe kein Anmeldeverfahren durchgeführt wird?

c) Was passiert, wenn keines der unter a.) und b.) genannten Szenarien umgesetzt      

    wird?

Die separaten, konkreten Beschlussvorlagen passen zu allen Szenarien.

 

Begründung

 

Ausgangslage

Der Rat hat am 11.07.2013 die Gründung von teilintegrierten Sekundarschulen an den Standorten Altenhagen und Mitte/Remberg beschlossen und die Verwaltung beauftragt, die hierfür notwendigen Vorlagen zu erarbeiten. Falls entsprechender Bedarf erkennbar wird, soll die Verwaltung dem Rat eine Vorlage zur Errichtung einer weiteren Sekundarschule zum Schuljahr 2015/16 vorlegen. Bis dahin sind die Realschule Haspe und die Ernst-Eversbusch-Hauptschule von einer Schließung ausgenommen.

 

Zusammenhang zwischen Entwicklung der Schülerzahlen und Schulentwicklung

Wie bereits in Vorlage 0540/2013 dargestellt, geht das Biregio-Gutachten unter der Berücksichtigung von Ein- und Auspendlern davon aus, dass es bei den kommunalen Schulen nach einem kleinen Anstieg der Schülerzahlen von 1.607 (Schuljahr 2012/13) auf 1623 (2013/14) deutlich sinkende Zahlen geben wird. Bereits im Schuljahr 2014/15 rechnet Biregio nur noch mit 1.514 Schülern,  2016/17 noch mit 1.461. Während die Aufnahmen im Schuljahr 2012/13 noch um 20 über der Prognose lagen, werden sie 2013/14 um etwa 30 unter der Prognose liegen. Dies liegt an der Veränderung der Schulstruktur in den umliegenden Kommunen. Die Sekundarschulen in Breckerfeld und Wetter tragen nicht nur dazu bei, die Schüler in den jeweiligen Kommunen zu binden, sondern haben auch Zulauf aus dem Volmetal und aus Vorhalle. Daher ist davon auszugehen, dass die 1.514 von Biregio prognostizierten Schüler eher leicht unter- als überschritten werden.

 

Innerhalb der Verteilung auf Schulformen wird in Abweichung vom Gutachten von einer leichten Abnahme der Aufnahme von 482 auf 469 an den Gesamtschulen ausgegangen. Dies liegt daran, dass bei der Einrichtung von Integrativen Lerngruppen, die es an den GES Eilpe und Haspe gibt, die Klassenobergrenze bei 25 statt bei 30 liegt. Die städtischen Gymnasien liegen bei den Aufnahmen 2013/14 mit 589 um knapp 40 über der Prognose von Biregio, daher wird auch für 2014/15 von dieser Zahl ausgegangen. Trotz der Einführung von Sekundarschulen wird 2014/15 das Vorhalten einer Hauptschule sinnvoll sein, da Abschulungen von der Real- auf die Hauptschule zunehmen. Rechnerisch wird von der rechtlichen Untergrenze für die Weiterführung einer Hauptschule, d. h. von 36 Schülern ausgegangen. Ob dies zutrifft, muss das Anmeldeverfahren zeigen.  Standort sollte wie vom Rat am 11.07.2013 beschlossen die Ernst-Eversbusch-Hauptschule sein.  Wenn man ferner von 160 Anmeldungen für die beiden Sekundarschulen ausgeht, verbleiben für die Realschulen noch 260 Schülerinnen und Schüler. Dies wären rechnerisch neun Züge bei einer durchschnittlichen Schülerzahl von 29. Diese könnten durch die Weiterführung der Realschulen Halden, Hohenlimburg und Heinrich Heine bereit gestellt werden. Allerdings hat der Rat am 11.07.2013 auch die Weiterführung der Realschule Haspe beschlossen. Daraus ergibt sich, dass es mehr zur Verfügung stehende Kapazitäten als Schüler geben wird.

Um die Existenz der Realschulen Haspe, Halden, Heinrich Heine und Hohenlimburg sowie den Erfolg der Sekundarschule zu sichern, müssten die Kapazitäten im Realschulbereich begrenzt werden. Um die Auswirkungen bei Treffen oder Nicht-Treffen dieser Entscheidung zu zeigen, werden drei Szenarien dargestellt.

 

a.)  Im Zusammenhang mit der Gründung von zwei Sekundarschulen beschließt der Rat für das Anmeldeverfahren 2014/15 an der RS Haspe kein Anmeldeverfahren durchzuführen.

 

Mit einer Begrenzung der Zügigkeiten , wie unter b.) dargestellt, würden mehr Realschulgebäude vorgehalten als für die Schülerinnen und Schüler benötigt und im Gegenzug die Zügigkeit begrenzt, um die Wahrscheinlichkeit zu steigern, dass alle Realschulen genügend Anmeldungen erhalten, um die gesetzliche Mindestschülerzahl nicht zu unterschreiten. Dies ist unwirtschaftlich und pädagogisch nicht als Dauerlösung sinnvoll, da erst ab einer Dreizügigkeit eine attraktive Differenzierung angeboten werden kann. Daher wird vorgeschlagen, für die RS Haspe 2014/15 kein Anmeldeverfahren durchzuführen, da sie 2013/14 die anmeldeschwächste Realschule war.

 

 

Der Intention des Ratsbeschlusses vom 11.07.2013,  falls entsprechender Bedarf erkennbar wird, die Errichtung einer weiteren Sekundarschule zum Schuljahr 2015/16 – vorrangig am Standort Haspe – vorzunehmen, wird damit nicht entgegen gearbeitet. Da es um das Interesse der Hasper Eltern an einer Sekundarschule geht, wären die Anmeldungen an der RS Haspe eher ein Argument gegen die Einrichtung einer Sekundarschule in Haspe als dafür. Ein Argument für eine Sekundarschule in Haspe wäre hingegen eine Gesamtzahl an Anmeldungen an den Sekundarschulen, die deutlich über 150 liegt, gekoppelt mit einer  starken Zahl von Anmeldungen aus Haspe.

 

b.)   Der Rat beschließt für das Anmeldeverfahren 2014/15 folgende Zügigkeiten

        bei den Realschulen:

•              RS Haspe: 2 Züge

•              RS Heinrich Heine: 2 Züge

•              RS Halden: 2 Züge

•              RS Hohenlimburg 3 Züge

 

Zum Ende des Anmeldeverfahrens für das Schuljahr 2013/14 gab es folgenden Anmeldestand bei den Realschulen:

•              RS Haspe: 54 (2 Züge)

•              RS Heinrich Heine: 72 (durch Ummeldungen von Schülern später 85 = 3   Züge)

•              RS Halden: 91 (3 Züge)

•              RS Hohenlimburg 93 (4 Züge)

•              RS Luise Rehling 63 (2 Züge); wird aufgelöst, wenn Sekundarschule Altenhagen zu Stande kommt

 

 

Diese Zahlen zeigen, dass die anmeldestarken Schulen RS Halden und Hohenlimburg trotz schülerstarker Klassen sehr gut angewählt werden. Ohne eine Begrenzung wäre auch 2014/15 dies wiederum zu erwarten. Da die RS Hohenlimburg räumlich von den anderen Systemen entfernt ist, wird vorgeschlagen, die dortige Zügigkeit bei 3 zu belassen, da die Bildung von 4 Zügen 2013/14 die Ausnahme war. Um den oben dargestellten rechnerischen Bedarf von 260 Plätzen gleichmäßiger zu verteilen, sollten aber die Realschulen Halden und Heinrich Heine auf je zwei Züge begrenzt werden, um einerseits die RS Haspe zu stärken und andererseits den Sekundarschulen eine gute Ausgangsbasis zu verschaffen.

 

 

 

 

Falls der Rat keine der unter a) und b) alternativ aufgeführten Vorschläge beschließt, und es dadurch zu keiner Begrenzung der Kapazitäten im Realschulbereich kommt, gibt es – abhängig vom Wahlverhalten der Eltern – zwei Möglichkeiten:

 

1) Die Eltern entscheiden sich für die Sekundarschule:

Gesamtschulen                    469

(städt.) Gymnasien              589

Sekundarschulen                 160

Hauptschulen                         36

Realschulen                         260

Summe                              1.514

 

In diesem Fall  kämen die beiden geplanten Sekundarschulen zu Stande. Da davon auszugehen ist, dass die Realschulen Halden und Hohenlimburg anmeldestark und damit dreizügig bleiben, wird wahrscheinlich entweder die RS Heinrich Heine oder die RS Haspe die Mindestzahl von 52 Anmeldungen verfehlen.

 

2) Die Eltern entscheiden sich für die Realschule

 

Gesamtschulen                    469

(städt.) Gymnasien              589

Sekundarschulen                 126

Hauptschulen                         36

Realschulen                         294

Summe                              1.514

 

 

 

In diesem Fall  würden neben den dreizügigen Realschulen Halden und Hohenlimburg auch die Realschulen Heinrich Heine mit 60 und Haspe mit 54 die notwendige Anmeldezahl erreichen. Für die Sekundarschulen blieben dann rechnerisch noch 126 Anmeldungen, was für eine Sekundarschule reichen würde, wenn die Anmeldungen sich konzentrieren.

Die finanziellen Auswirkungen werden zu einem späteren Zeitpunkt in einer gesonderten Vorlage dargestellt.

 

 

 

Reduzieren

Auswirkungen

gez.

gez.

Jörg Dehm

Oberbürgermeister

Dr. Christian Schmidt

Erster Beigeordneter

 

 

 

 

gez.

Bei finanziellen Auswirkungen:

Christoph Gerbersmann

Stadtkämmerer

 

Loading...

Beschlüsse

Erweitern

08.10.2013 - Schulausschuss - vertagt

Erweitern

09.10.2013 - Bezirksvertretung Hagen-Nord - ungeändert beschlossen

Reduzieren

09.10.2013 - Bezirksvertretung Hohenlimburg - geändert beschlossen

Beschluss:

 

Im Zusammenhang mit der Gründung von zwei Sekundarschulen beschließt der Rat in Abänderung des Beschlusses vom 11.07.2013 für das Schuljahr 2014/15 an der RS Haspe kein Anmeldeverfahren durchzuführen, da es die wirtschaftlichste und pädagogisch beste Alternative ist.

 

Die Vorlage wird zum 01.08.2014 umgesetzt.

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

5

 

 

SPD

 

 

4

Bürger für Hohenlimburg

2

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

1

 

 

FDP

 

 

1

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

 

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

9

Dagegen:

0

Enthaltungen:

5

 

Erweitern

06.11.2013 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - ungeändert beschlossen

Reduzieren

07.11.2013 - Bezirksvertretung Haspe - geändert beschlossen

Beschluss:

Die Bezirksvertretung Haspe lehnt die Beschlussvorschläge zu a) und b) ab und empfiehlt im Zusammenhang mit der Gründung von zwei Sekundarschulen, dem Rat der Stadt Hagen, unter Bezug des gefassten Beschlusses der Bezirksvertretung Haspe vom 04.07.2013 die Realschule Haspe zu erhalten.

Abstimmungsergebnis:

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

7

 

 

CDU

4

 

 

FDP

1

 

 

Die Linke

 

 

 

Parteilos

1

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

1

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

14

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

Erweitern

12.11.2013 - Schulausschuss - ungeändert beschlossen

Erweitern

14.11.2013 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen