Beschlussvorlage - 0011/2005
Grunddaten
- Betreff:
-
Wohnungsmarktbeobachtung Hagen 2004/Stimmungsbarometer 2004
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Entscheidung
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22.02.2005
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Sachverhalt
Bis Mitte der 90er Jahre war der Wohnungsmarkt in sämtlichen Ballungszentren, wie auch in Hagen, durch eine Mangellage an Wohnungen geprägt. Insofern war es zunächst Aufgabe der Stadt, mit den ihr zur Verfügung stehenden Instrumentarien dafür zu sorgen, daß qualitätsbezogen die Bevölkerung mit ausreichendem Wohnraum versorgt wurde.
Mittlerweile stellt sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt
wesentlich differenzierter dar. Neben Städten mit weiter knappen
Wohnungsangeboten gibt es Städte, zu denen auch Hagen zählt, die inzwischen
nicht nur ein ausgeglichenes Wohnungsangebot aufweisen, sondern auch in Zukunft
mit Wohnungsleerständen zu rechnen haben.
Ausgelöst wird diese Entwicklung durch zurückgehende
Einwohnerzahlen, die Hagen besonders hart treffen könnten. Hierzu tragen nicht
nur die negative Tendenz aus Geburten und Sterbefällen sondern auch
Wanderungsverluste in das Umland bei. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und
nicht allein darauf zurückzuführen, dass abwandernde Haushalte an ihrem neuen
Wohnstandort Eigentum bilden. Auch der Alterungsprozess unserer Bevölkerung und
die in einzelnen Wohnquartieren eingetretene Segregation führt zu der
Fragestellung, wie die Wohnungspolitik als Teil einer an den heutigen
Verhältnissen orientierten Stadtentwicklungspolitik hierauf reagieren muss.
Welche Handlungsstrategien sind zu entwickeln, um der zukünftigen Entwicklung
auf dem Hagener Wohnungsmarkt und seinen Teilmärkten gerecht werden zu können?
Die Wohnungspolitik wird sich stärker als bisher an der
qualitativen Anpassung des Bestandes und an den unterschiedlichen
Wohnbedürfnissen der Einwohner ausrichten müssen. Gleichzeitig muss sie sich
auch darauf einstellen, dass einkommenstärkere Haushalte durch Ausweisung von
Bauland, durch Verbesserung des Wohnumfeldes in Hagen gehalten werden. Insofern
besteht die zukünftige Aufgabenstellung darin, im Rahmen des nötigen
Stadtumbaues vorrangig auf eine qualitätsbezogene Verbesserung des
Wohnungsmarktes und seiner Teilmärkte hinzuwirken.
Stärken und Schwächen des Hagener Wohnungsmarktes zeigt der
nunmehr zum 3. Mal zusammengestellte Hagener Wohnungsmarktbericht auf. Er
liefert Informationen vor dem
Hintergrund von Zeitreihen, die allen Akteuren am Wohnungsmarkt helfen können,
sich besser auf immer schneller eintretende und differenzierte Veränderung am
Wohnungsmarkt einstellen zu können.
Zusammenfassung der Ergebnisse
Wohnungsmarktbericht
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Das Wohnungsangebot hat sich um 400 auf 103.766
Wohnungen erhöht, obwohl im Gegensatz zu Eigentumsmaßnahmen sich der
Geschosswohnungsbau auf einem sehr niedrigen Niveau bewegt.
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In fast allen Teilmärkten besteht eine ausgeglichene
bzw. entspannte Marktlage.
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Investoren können niedrige Hypothekenzinsen und
Baukosten für ihre Entscheidungen nutzen.
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Der Bestand an Sozialwohnungen hat sich auf 13.100
Wohnungen verringert und wird bis 2010 noch einmal um 6.000 Wohnungen abnehmen.
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Trotz eines ausreichenden Wohnflächenpotentials in
Baulücken und Bebauungsplangebieten werden im neuen Flächennutzungsplan zusätzliche
Flächen ausgewiesen, um der Abwanderung ins Umland zu begegnen.
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Im öffentlich geförderten Wohnungsbau ist mit keiner
Belebung des Mietwohnungsbaues zu rechnen.
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Sowohl die Zahl der Einwohner als auch die der Haushalte
ist nach wie vor rückläufig.
Stimmungsbarometer
Hinsichtlich der Marktlage und dem Investitionsklima gehen die Akteure am Hagener Wohnungsmarkt von folgenden Entwicklungen aus:
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Marktlage |
Familienheime |
Eigentumswohnungen |
Mietwohnungen je nach Segment |
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z.Zt. ausge- glichen |
zukünftig ausge- glichen |
z.Zt. entspannt |
zukünftig Rückgang der Ent- spannung |
z.Zt. sehr entspannt – ausge- wogen |
zukünftig Tendenz zur Ausge- wogenheit (Ausnahme oberes Preis- segment) |
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Investitions-klima |
belastet |
keine Ver- besserung |
belastet |
keine Ver- besserung |
schlecht bis sehr schlecht |
keine Ver- besserung |
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Bei
Bestandsmaßnahmen hat sich das Investitionsklima eingetrübt, wird jedoch noch
als weder gut noch schlecht beurteilt.
