Vorschlag zur Tagesordnung - 0021/2026
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der HAK-Fraktion
hier: Ordnungssystem für E-Scooter in Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Dagmar Kreuzer
- Freigabe durch:
- Kreuzer, Dagmar
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Entscheidung
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19.02.2026
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Beschlussvorschlag
1. Die Verwaltung wird beauftragt, ein kommunales Ordnungskonzept für E-Scooter in Hagen zu erarbeiten und dem Stadtentwicklungsausschuss, Seniorenbeirat und Beirat für
Menschen mit Behinderung vorzulegen.
2. Bestandteil des Konzeptes sollen insbesondere folgende Maßnahmen sein:
- Einrichtung fester Abstellzonen („Parkzonen“) für E-Scooter in der Innenstadt, im
Bahnhofsbezirk sowie an weiteren stark frequentierten Standorten.
-Verbot des Abstellens außerhalb dieser definierten Zonen, wo dies aus Gründen
der Barrierefreiheit, Sicherheit oder Ordnung erforderlich ist.
- Abschluss einer neuen Vereinbarung mit den E-Scooter-Anbietern, die festlegt:
- klare Abstellregeln,
- technische Einschränkungen (Geofencing),
- verpflichtende Reaktionszeiten zur Beseitigung falsch abgestellter
Scooter.
- Einführung eines Meldeportals oder einer vereinfachten Bürger-Meldemöglichkeit
über Handy/QR-Code, um falsch abgestellte Scooter schnell zu erfassen.
- Prüfung, ob Verwarngelder bzw. Gebühren gegenüber den Anbietern erhoben
werden können, wenn Scooter dauerhaft falsch stehen oder Gehwege blockieren.
- Sicherstellung der Barrierefreiheit, indem insbesondere Bereiche vor
Altenheimen, Kliniken, Bushaltestellen und wichtigen Fußwegen als „No-Parking-Zonen“
gekennzeichnet werden.
Sachverhalt
E-Scooter sind ein wichtiges ergänzendes Mobilitätsangebot im urbanen Raum und
können Verkehr entlasten. Gleichzeitig führen sie jedoch in Hagen, wie in vielen anderen
Städten, zu erheblichen Problemen durch falsch abgestellte oder liegengelassene
Fahrzeuge.
Besonders betroffen sind:
• ältere Menschen,
• Personen mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen,
• Menschen mit Sehbehinderung,
• Nutzer von Gehwegen an engen Straßen.
In zahlreichen Straßen der Hagener Innenstadt, des Bahnhofsquartiers sowie in
Stadtteilzentren werden E-Scooter regelmäßig mitten auf Gehwegen, Bushaltestellen
oder vor Hauseingängen abgestellt. Dies führt zu erheblichen Barrieren, gefährlichen
Situationen und einem unordentlichen Stadtbild.
Andere Städte etwa Heilbronn, Ulm oder Freiburg haben bereits erfolgreich Maßnahmen
eingeführt, wie:
• feste Abstellstationen,
• verpflichtende Parkzonen,
• technische Sperrflächen per GPS (Geofencing),
• Gebühren bei Verstößen.
Diese Lösungen haben nachweisbar zu mehr Ordnung, weniger Beschwerden und einer
deutlich besseren Barrierefreiheit geführt.
Auch die Stadt Hagen braucht ein verbindliches Ordnungssystem, da die bisherige
Praxis der freien Abstellung nicht ausreicht, um eine sichere und barrierefreie Nutzung
des öffentlichen Raums zu gewährleisten. Gleichzeitig bleibt das Mobilitätsangebot
erhalten und wird besser strukturiert.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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192,5 kB
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