17.09.2019 - 6.1 Umleitungsplanung im Zuge der Baumaßnahme "Neub...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.1
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 17.09.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Ramrath bittet Herrn Mesenholl, vom Büro IGEPA, seine Präsentation „Neubau Kreisverkehr an der B54 / Eilper Straße“.
Herr Mesenholl beginnt mit der Vorstellung. Die Präsentation wird als Anlage der Niederschrift beigefügt.
Herr Schmidt fragt nach, warum die Maßnahme Potthofstraße durchgeführt wird.
Herr Mesenholl erläutert, dass man vermeiden möchte, dass die Potthofstraße und Rathausstraße von Umleitungsverkehren genutzt werden. Man habe auch die Einbahnstraßenregelung für die Hochstraße und Frankfurterstraße bewusst gewählt um diese Straßen Leistungsfähiger zu gestalten. Dies wird auch durch die Signalanlagen in den Einmündungsbereichen erreicht. Die Potthofstraße dagegen bleibt unbeampelt und ist dadurch im Einmündungsbereich nicht so Leistungsfähig.
Herr Reinke führt aus, dass man dieses vorgestellte Konzept schon in den vorherigen Sitzungen eingefordert habe. Zu Beginn ihrer Präsentation haben sie aufgeführt, dass wenn die Bahnhofshinterfahrung fertig gestellt werde, die Auffahrtrampe am Arbeitsamt gesperrt wird und die Körnerstraße werde man umgestalten. Die Maßnahme Umgestaltung der Körnerstraße wurde schon beschlossen. Dass die Sperrung der Rampe am Arbeitsamt schon so weit festgeschrieben ist, ist für ihn neu. Wenn jetzt die Rampe gesperrt wird und die Körnerstraße reduziert wird, könne man dort mit Problemen rechnen. Sehr viel Verkehr wird über die Frankfurter Straße und Hochstraße umgeleitet. Gibt es dazu entsprechende Auslastungszahlen?
Herr Mesenholl sagt, dass man die Rampe am Arbeitsamt schon früher hätte schließen müssen. Mit dem WBH habe man vereinbart, dass die Rampe bis zur Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung geöffnet bleibt. Man müsse sich darüber Gedanken machen wie denn die mittel- und langfristige Perspektive für diesen Bereich aussieht. Man könne sich auch ganz neue Konzepte, auch ohne die Brücke, für diesen Bereich vorstellen. Die Brücke der Eckeseyer Straße über die Bahn ist ein entscheidender Punkt für die weitere Bearbeitung der Konzepte. Hier müssen Verhandlungen mit der Bahn geführt werden. Jetzt muss entschieden werden unter welchen Rahmenbedingungen diese geführt werden. Er weist auf die Kosten der unterschiedlichen Bauwerke hin. Auch im Hinblick auf die nachhaltige Mobilität sollte man diesen Punkt angehen. Man habe die Prognosen für die neuralgischen Punkte durchgerechnet. Während der Verkehrsumstellung kann es an bestimmten Stellen eng werden. Während der Vorbereitungszeit müssen schon Informationen an die Verkehrsteilnehmer gehen, die diese dazu bewegen die Umleitungsstrecken anzunehmen. Zu Beginn der Umstellung wird es Momente geben wo das eine oder andere noch nicht so richtig rund läuft.
Herr Keune sagt, dass er für den Hinweis auf die zweite Ebene dankbar sei. Wie wird in Zukunft mit der Brücke Eckeseyer Straße und der 2. Ebene umgegangen. In Zusammenhang mit der Bahn müsse man auch die Fuhrparkbrücke betrachten. Hier müssen Grundsatzentscheidungen getroffen werden. Die Schlaufenlösung wurde in diesem Zusammenhang auch schon diskutiert. Diesen Problemen müsse man sich stellen.
Herr Römer fragt nach ob die Tiefgarage an der Potthofstraße geschlossen werde.
Herr Mesenholl sagt dazu, dass die Tiefgarage wird weiterhin über die Rathausstraße hin und zurück angefahren werden könne. Man werde nur den letzten Ast der Potthofstraße schließen.
Herr Römer sagt, dass sich die Durchfahrtzeiten in Hagen deutlich verlängern werden. Inwiefern werden sich dadurch die Immisionswerte erhöhen. Haben sie dazu schon Berechnungen durchgeführt. Es sieht für ihn so aus, dass ein Teil der Händler vom Verkehr abgeschnitten sei. Habe man dies schon mit den Betroffenen besprochen.
Herr Mesenholl erläutert, dass die Bahnhofshinterfahrung eine der großen Entlastungsstraßen für den Graf-von-Galen-Ring sei. Im Bahnhofsausschuss wurde der Beschluss zum Bau gefasst, vor dem Hintergrund, dass die Bahnhofshinterfahrung gebaut wird um nicht auf dem Graf-von-Galen-Ring ein Verkehrsaufkommen zu erzeugen, wo er eigentlich übelastet sein muss. Die Entscheidung wurde damals getroffen. Die Zielrichtung war von Anfang an die Verkehre auf dem Graf-von-Galen-Ring auf ein stadtwürdiges Maß zu reduzieren. Dieses Ziel wird jetzt hoffentlich mit der Bahnhofshinterfahrung erreicht. Es wird seine Zeit dauern bis alle Verkehrsteilnehmer die Bahnhofshinterfahrung angenommen haben. Die jetzt geplanten Umleitungen kommen der Verkehrsannahme der Bahnhofshinterfahrung entgegen. Die folgenden zwei Jahre müsse man nutzen um über das neue Mobilitätskonzept intensiv nachzudenken.
Herr Dr. Ramrath bittet darum, dass man für die weitere Diskussion nicht zu weit von dem Thema abschweift.
Herr Keune sagt, dass es Verkehrsüberlegungen und Zahlen für die Umleitungen gibt. Die Marktbrücke muss in den nächsten 2-3 Jahren geschlossen werden. Jetzt habe man die Möglichkeit einen geregelten und geplanten Umleitungsverkehr zu etablieren, statt einen spontanen bei plötzlichem Ausfall der Marktbrücke. Deswegen steht das Thema Umleitung generell, respektive Sanierung Marktbrücke, heute nicht zur Debatte.
Herr König führt aus, dass diese Maßnahmen zu Behinderungen des PKW-Verkehrs führen werden. Die Konsequenz sollte aber nicht sein, dass auch der ÖPNV darunter leidet. Herr König zählt die Brückenbauwerke auf die in der nächsten Zukunft saniert werden müssen. Man werde an verschiedenen Punkten des Konzeptes noch nachbessern müssen.
Herr Homm erläutert, dass an der jetzt schon viel befahrenen Hochstraße eine Schule und ein Kindergarten liegen. Durch die noch hinzukommenden Autos wird die Umwelt mehr belastet. Die Eugen-Richter-Straße soll durch die Bahnhofshinterfahrung entlastet werden. Er fragt sich, wie dies erreicht werden soll, den Versuch habe man schon mit dem Konrad-Adenauer-Ring gemacht.
Herr Sondermeyer fragt nach ob während der Umleitungsphase die Parkplätze an der Hochstraße zurück genommen werden.
Herr Mesenholl erläutert, dass die Hochstraße in eine Einbahnstraße umgewandelt werde. Dort kann man den ruhenden Verkehr so wie er ist, bestehen lassen. Man bekommt eine höhere Leistungsfähigkeit durch die Einbahnstraßenregelung und bei dem ruhenden Verkehr eine bessere Übersichtlichkeit. Über die Frankfurter Straße und die Hochstraße wolle man nur die Nahverkehrsbereiche abwickeln. Wer über die Eugen-Richter-Straße in Richtung Eilpe fährt der soll an der Rehstraße durch die Umleitungsbeschilderung auf die Bahnhofshinterfahrung geführt werden.
Herr Reinke sagt, dass man darüber beraten müsse wie es mit der Ebene2 weitergeht. Sie wollten hier eine Umleitungsplanung vorgestellt bekommen.
Herr Grzeschista fragt nach ob die Frankfurter Straße für den ÖPNV und PKW-Verkehr in beide Richtungen benutzbar bleiben wird. Was passiert mit den Querverbindungen Böhmerstraße und Goldbergstraße.
Herr Mesenholl sagt dazu, dass man dies noch genauer betrachten werde. Hier sind auch Parkplätze und städtische Infrastrukturen die erreicht werden müssen.
Herr Grzeschista fragt nach mit welchen Einschnitten man für die Eilper Straße zu rechnen habe.
Herr Dr. Ramrath führt aus, dass man den Vortrag zur Kenntnis nehme. Der Ausschuss hat eine belastbare Umleitungsplanung gefordert, diese wurde hier vorgestellt. Auf dieser Basis sollen die nächsten Schritte eingeleitet werden, das heißt den Bau der Marktbrücke durchzuführen. Wenn die Mittel bereitgestellt sind, sind auch die entsprechenden Ausschreibungen durchzuführen. Der UWA wird auch noch zu den Umleitungsaspekten beraten und gegebenenfalls nachsteuern.
Anlagen
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(wie Dokument)
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5 MB
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