05.02.2019 - 8 Bericht Jobcenter Hagen- Jahresrückblick 201...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Di., 05.02.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Frau Cramer begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Schellenberg vom Jobcenter Hagen. Sie sei als Vertreterin von Frau Henze gekommen.
Frau Schellenberg gibt einen Jahresrückblick 2018 und einen Bericht über den Sozialen Arbeitsmarkt (siehe Anlage zu TOP 8).
Herr Quadt fragt, ob für das Jahr 2019 ein Inklusionsprojekt geplant sei.
Frau Schellenberg kann diese Frage nicht direkt beantworten und verspricht, die Antwort mit dem Protokoll nachzureichen.
Herr Quadt berichtet, dass ihm im Zusammenahng mit der Einführung der eAkte beim Jobcenter immer wieder Probleme von Bürgern damit zugetragen worden seien. Es käme nach Aussage der Betroffenen häufiger vor, dass abgegebene Unterlagen verloren gingen. Das führe unter Umständen zu einem finanziellen Engpass bei diesen Menschen. Er fragt, woran das liegen könne. Was könne in dem Zusammenhang im Ablauf verbessert werden, damit das nicht mehr vorkomme?
Frau Schellenberg erläutert die Abläufe und schildert mögliche Ursachen des Problems.
Herr Sondermeyer dankt für den ausführlichen Vortrag. Es sei erfreulich, dass man schon 53 Menschen mit dem Programm in Beschäftigung gebracht habe. Ihm sei es allerdings lieber gewesen, wenn diese Menschen eine Arbeitsstelle bekommen hätten. Er mache sich Sorgen, wenn er sich die Gesamtzahl der Berechtigten für diesen Arbeitsmarkt anschaue. Wie wolle man es schaffen, die anderen Menschen in Beschäftigung zu bringen?
Er fragt, wie viele Fälle es im Übergang von ALG 2 zur Grundsicherung gebe. In welchem Alter seien diese Menschen zu dem Zeitpunkt? Sei von Seiten des Jobcenters Druck ausgeübt worden, um diese Menschen aus dem Leistungsbezug heraus zu bekommen? Wie hoch sei die Anzahl der Menschen mit Behinderungen in der Arbeitslosenstatistik?
Frau Schellenberg nimmt Stellung zu den Aussführungen von Herrn Sondermeyer.
Frau Sauerwein merkt an, dass es zu dem Telefonie Servicecenter viele Klagen gegeben habe, dass man nicht durchkomme . Sie habe gehört, dass man wohl die Kapazitäten unterschätzt und zu wenig Leistung in dem Bereich eingekauft. Sei da inzwischen nachgebessert worden?
Frau Schellenberg betont, dass sich das inzwischen deutlich verbessert habe. Sie werde aber dazu noch einmal im Hause nachfragen.
Frau Kaufmann berichtet, dass man in der Trägerversammlung dieses Thema mehrfach besprochen habe, im Wesentlichen vor dem Hintergrund, dass Hagen zunächst aus nicht bekannten Gründen eine wesentlich höhere Zahl von Anrufern gehabt habe als andere Jobcenter. Man sei noch dabei, das zu klären. Es sei enorm wichtig, die Qualität sicherzustellen. Dabei sei auch zu klären, wer jemanden direkt erreichen können müsse. Es sei sicher sinnvoll, das Thema noch einmal im Ausschuss aufzugreifen.
Frau Engelhardt sagt, dass ihr aufgefallen sei, dass bei den Tochterfirmen des Stadtkonzerns fast gar keine Jobs identifiziert seien. Sie möchte wissen, welche Ursachen das habe.
Frau Schellenberg teilt mit, dass sie darüber nicht spekulieren wolle. Man sei in dem Bereich aber auch noch in klärenden Gesprächen mit den städtischen Tochterunternehmen. Die Zahl von über 50 fände sie persönlich nicht so gering. Man befinde sich in dem Prozess noch ganz am Anfang.
Frau Kaufmann ergänzt, dass man vorab verschiedene Gespräche mit den Trägern gehabt habe. Es habe sich eine personelle Veränderung innerhalb des Jobcenters ergeben. Somit müssten die Gespräche jetzt intensiv fortgeführt werden. Es habe eine Pressekonferenz im Jobcenter stattgefunden, die sehr erfolgreich gewesen sei. Man müsse das mit Sorgfalt angehen, damit alle Beteiligten zufrieden seien.
Frau Buchholz erklärt, dass sie sich gefreut habe, dass die Umsetzung des neuen Gesetzes dann doch schnell gegangen sei. Sie sei der Meinung, dass man als Wohlfahrtspflege und auch als Stadtverwaltung gar nicht der erste Adressat bei diesen Maßnahmen sei. Sinn dieses Programms sei es, den Menschen langfristige Arbeitsplätze zu vermitteln. Daher könnten sie letztendlich nur dort beschäftigt werden, wo man zu Beginn eine Refinanzierung habe. Die städtischen Töchtern seien die besseren Partner, weil dort etwas erwirtschaftet werde. Sie fände es bedauerlich, dass sich Wirtschafts- und Handwerksbetriebe da nicht angesprochen fühlten. In dem Bereich müsste man seine Bemühungen noch einmal verstärken.
Frau Kaufmann erklärt, dass man vereinbart habe, diese Daten nicht öffentlich machen zu wollen. Es habe einige Träger gegeben, die Menschen eingestellt, aber nicht gewollt hätten, dass das öffentlich gemacht werde.
Sie habe den Eindruck, dass man insgesamt auf einem guten Weg sei.
Frau Schellenberg unterstreicht die Ausführungen von Frau Kaufmann. Da man die Menschen nachhaltig in Arbeit bringen wolle, müsse man genau schauen, wer zu welchem Unternehmen passe.
Herr Quadt erklärt, dass ihm der Begriff „verschärfen“ negativ aufgefallen sei. Beziehe sich das nur auf die potentiellen Arbeitgeber oder auch auf die Bezieher von
Leistungen? Er befürchte, dass die Bezieher drangsaliert und sanktioniert würden.
Frau Schellenberg macht deutlich, dass sie das als Angebot auf die Arbeitgeber bezogen habe. Sie glaube nicht, dass Menschen im Jobcenter schikaniert würden. Das seien Vorurteile gegenüber dem Jobcenter. Sie könne das aus eigener Erfahrung sagen, dass das nicht die Philosophie des Jobcenters sei.
Frau Cramer bedankt sich bei Frau Schellenberg für ihren Vortrag.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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1,2 MB
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