14.04.2026 - 3.3 Bericht der Agentur für Arbeit Hage...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.3
- Sitzung:
-
Sitzung des Wirtschaftsausschusses
- Gremium:
- Wirtschaftsausschuss
- Datum:
- Di., 14.04.2026
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Frau Heck stellt mittels Präsentation zum Ausbildungsmarkt in Hagen die Halbjahresbilanz 2025/2026 vor. Sie macht eingangs deutlich, dass die Statistik nur diejenigen Jugendlichen ausweist, die sich für eine duale Ausbildung entschieden haben sowie die regional zur Verfügung stehenden Ausbildungsstellen. Die Entwicklung von Angebot und Nachfrage wird jährlich abgeglichen.
Frau Heck stellt in Aussicht, dass sie in der nächsten oder übernächsten Sitzung (09.06.2026 oder 08.09.2026) zusammen mit Herrn Schmitz vom Jobcenter Hagen konkreter auf das sog. „Wimmelbild“, welches sich in der Präsentation befindet, eingehen möchte.
Sie macht deutlich, dass nach einer Zeit, in der sich die Jugendlichen ihren Ausbildungsplatz aussuchen konnten, wieder eine Umkehr nach Corona zu verzeichnen ist. Daraus kann der öffentliche Dienst seinen Nutzen ziehen. Sie berichtet weiter darüber, dass hohe Auflösungsquoten bei Ausbildungsverträgen ein bundesweiter Trend sind, der nicht nur die Stadt Hagen betrifft. Beispielhaft nennt sie das Handwerk, wo rd. die Hälfte der Ausbildungsverträge aufgelöst werden. Frau Heck weist darauf hin, dass für das Jahr 2025 noch keine differenzierten Zahlen vorliegen und dies auch noch etwas dauern kann. Erkennbar wird jedoch deutlich, dass die Schere zwischen der Zahl der Ausbildungsplätze und der Zahl der Jugendlichen immer weiter auseinander geht. Das gros der Jugendlichen unter 20 Jahren befindet sich am Berufskolleg und hat einen Realschulabschluss.
Frau Heck richtet das Augenmerk darauf, dass erhebliche Bemühungen auch auf Jugendliche mit Fluchtgeschichte verwandt werden, um diese in Ausbildung zu bringen. Es handelt sich aktuell um 162 Jugendliche, von denen lediglich 4 einen Ausbildungsvertrag erhalten haben. Sie sieht hier ein großes Potential, dass es zu heben gilt.
Das Beratungsjahr geht immer vom 01.10. bis zum 30.09., dann wird Bilanz gezogen. In den letzten 2 Jahren waren rd. 300 Ausbildungsstellen weniger im Bezirk zu verzeichen als zuvor.
Frau Heck lädt die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses ein, sich von der Jugendberatungsagentur, die ggü. des Hauptbahnhofs liegt, einmal ein Bild zu verschaffen.
Herr Rudel bedankt sich für den Bericht und macht deutlich, dass Kaufkraft nur dort entstehen kann, wo Jugendliche ausgebildet werden und einen Beruf ausüben können. Junge Menschen in Arbeit zu bekommen, damit sie eine Laufbahn einschlagen können, ist ihm ein besonderes Anliegen, weshalb er besonders bedauert, dass sich die Situation am Ausbildungsmarkt so verschlechtert hat.
Herr Rudel bedankt sich bei Frau Heck darüber hinaus für das Angebot zum Besuch der Jugendarbeitsagentur und bittet die Schriftführung, sich um die Organisation eines solchen Termins für die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses zu kümmern.
(Anmerkung der Schriftführung: Die Präsentation ist Anlage der Niederschrift.)
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,4 MB
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