11.02.2026 - 6 Vorstellung der Fachstelle gegen sexualisierte ...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Frau Rottmann stellt die Arbeit der Fachstelle Wildwasser Hagen vor, die sich auf Beratung, Prävention und Fortbildung im Bereich sexualisierte Gewalt spezialisiert hat. Die Gründung liege bereits 40 Jahre zurück und man habe eine Anlaufstelle in Wehringhausen.

Im Bereich Beratung richtet sich das Angebot an betroffenen Mädchen und junge Frauen im Alter von 14 bis 27 Jahren, deren Bezugspersonen sowie an Institutionen. Ziel ist die Stabilisierung der Betroffenen sowie die Förderung von Ressourcen. Die Beratung erfolgt flexibel in Form von Einzel- oder Mehrpersonensettings sowie telefonisch oder per E-Mail.

Der Bereich Prävention umfasst Angebote für Kinder ab fünf Jahren sowie für Jugendliche. Zentrale Inhalte sind die Stärkung der Selbst- und Fremdwahrnehmung, der Umgang mit Gefühlen, das Setzen von Grenzen sowie die Aufklärung über sexualisierte Gewalt. Die Maßnahmen werden in unterschiedlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit durchgeführt.

Im Bereich Fortbildungen werden Fachkräfte wie Lehrkräfte, ErzieherInnen und Mitarbeitende der Kinder- und Jugendarbeit sowie Eltern angesprochen. Themenschwerpunkte sind unter anderem die Grundlagen sexualisierter Gewalt, Täterstrategien, kindliche Sexualität sowie der Umgang mit sexuellen Übergriffen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Projekten für Menschen mit Behinderung, insbesondere für Mädchen und Frauen. Diese erfolgen in Kooperation mit entsprechenden Einrichtungen und beinhalten vor allem sexuelle Bildung sowie Aufklärung über Rechte und Schutzmöglichkeiten. Seit zwei Jahren gibt es dieses Angebot. Menschen mit Behinderung sind häufiger von Gewalt und auch sexualisierter Gewalt betroffen. Dieser Personenkreis habe schlechteren Zugang zu sachlichem Informationsmaterial. Die Informationen im Internet seien schnell kinder- und jugendgefährdend. Es sei häufig der Fall, dass aus dem Wunsch heraus auch endlich eine Beziehung zu erleben, sich schnell auf Partnerschaften eingelassen werde, die nicht gewaltfrei seien. In den Angeboten werde erarbeitet, dass man nicht seine eigenen Bedürfnisse unterzuordnen habe.

Abschließend betonte Frau Rottmann, dass Mädchen und Frauen überdurchschnittlich häufig von sexualisierter Gewalt betroffen sind und eine hohe Dunkelziffer besteht. Fehlende Aufklärung und Sprachfähigkeit erschweren den Zugang zu Hilfe. Daher wird Aufklärung als zentrale Maßnahme zur Prävention betont.

Frau Rottmann beantwortet Fragen von Herrn Westermann, Herrn Otto, Herrn Droste und Frau Uzun. Herr Droste als Leiter der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen bestätigt, dass die Probleme und Bedarfe vorhanden seien.

 

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Beschluss:

Der Beirat für Menschen mit Behinderungen spricht sich für den Erhalt und die Sicherung der Fachstelle für sexualisierte Gewalt – WildWasser Hagen e.V.  – aus und empfiehlt dem Rat, den städtischen Zuschuss in voller Höhe zu bewahren.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

 

x

 Einstimmig beschlossen

 

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Anlagen

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