11.02.2026 - 3 Hintergrundinformationen zum Umbau des Hagener ...

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Wortprotokoll

Herr Severin verweist auf die aktuelle Presseinformation, welche durch Frau Schewe an den Beirat weitergeleitet wurde. Ein komplett neuer Bahnsteig ist nun in Betrieb genommen. Dieser sei für blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderung bereits vollwertig nutzbar. Noch sei dieser nicht stufenfrei, da es in Änderungen in den Planungen des Personenaufzugs gab und Schwierigkeiten die entsprechenden Genehmigungen zu bekommen. Daher sei mit einer Inbetriebnahme Mitte April zu rechnen, ggf. sogar erst im Mai. Grundsätzlich würde man Informationen immer breit streuen. Zur Unterstützung von Menschen mit Gehbehinderung oder bei schwerem Gepäck werde Personal vor Ort zur Hilfestellung eingesetzt.
Auf der Strecke Köln - Wuppertal - Hagen finde eine sog. Generalsanierung statt. Die gesamte Strecke sei gesperrt und betreffe den kompletten Fernverkehr. Ein Umsatzbuskonzept werden umgesetzt. Diese Ersatzbusse seien alle barrierefrei. Am Hauptbahnhof habe man hier nun eine einheitliche Abfahrstelle. Hier seien alle Möglichkeiten gegeben, den Ersatzverkehr zu nutzen.
Herr Westermann fragt nach dem Leitsystem für blinde Menschen an Gleis 9/10. Hier sei es schwierig, sich zu orientieren. Zudem gebe es noch eine Unterteilung in Gleis 11a und 11b, was das Zurechtfinden noch mehr erschwere. Herr Severin erläutert, dass das taktile Leitsystem nachgerüstet, die Handläufe mit Orientierungsschilder ausgestattet und die Stufen mit Kontrastmarkierungen ausgestattet werden. Herr Severin bestätigt, dass der Hagener Bahnhof sehr komplex sei. Es gebe drei Bahnstiege mit je vier Bahnsteigleisen. Herr Severin schlägt vor, dass man die Möglichkeit einer Führung durch den Bahnhof wahrnehme, um sich im Vorfeld mit den Besonderheiten der Bahnsteige vertraut zu machen. Es gebe auch Übersichtspläne, aber sich die Gegebenheiten vor Ort anzuschauen, mache sicher mehr Sinn.

Herr Severin beantwortet umfänglich weitere Fragen. Herr Heiermann fragt nach der Anzahl der Mitfahrgelegenheiten in den Ersatzbussen für RollstuhlfahrerInnen. Herr Severin gibt an, dass grundsätzlich in Gelenkbussen zwei RollstuhlfahrerInnen mit fahren können. Die Busfahrfrequenz sei sehr hoch. Ca. alle 10 Minuten fahre ein Bus. Weiterhin fragt Herr Heiermann nach der Unterstützung durch das Servicepersonal der Bahn. Herr Severin wird dies abklären. Bis jetzt sei eine Begleitung bis zum Bus noch nicht vorgesehen. Grundsätzlich sei der Weg vom Bahnhof bis zur Ersatzbushaltestelle kurz und barrierefrei. Herr Fußy greift die Frage von Herrn Westermann auf. Sollten Reisende nicht vorher die Führung mitmachen können, wäre es hilfreich, wenn vor Erreichen der Gleise bereits Informationen gegeben würden. Herr Severin erläutert, dass an allen Bahnhöfen der Deutschen Bahn sog. Abschnittskennzeichen angebracht seien, um die Abfolge der Gleise nachvollziehen zu können. Zusätzlich gibt es jederzeit die Möglichkeit über die Mobilitäts-Service-Zentrale Unterstützung zu erhalten. Dies auch in Form einer Reisebegleitung. Auch das Team der Bahnhofsmission unterstützt gerne.
Herr Wewer fragt nach der Beförderungsmöglichkeit von Rollstühlen an den Gleisen, die noch nicht mit Aufzug erreichbar sind. Weiterhin spricht Herr Wewer an, dass die Buchstaben (Gleis A, B etc.) früher besser lesbar gewesen seien. Herr Severin gibt an, dass leider noch keine Lösung für eine Alternative zu dem noch fehlenden Aufzug gefunden wurde. Treppenlifte, die in der Vergangenheit eingesetzt wurden, scheiden aufgrund der Unfallgefahr aus. Es gebe umfassenden Linienverkehr. Grundsätzlich sei die jetzige Situation jedoch unbefriedigend und man hoffe, den Aufzug schnellstmöglich installieren zu können.
Bzgl. der Buchstabenkenntlichkeit der Gleißabschnitte erläutert Herr Severin, dass diese bundeseinheitlich mit blauem Hintergrund und weißer Schrift eingeführt sind. Ggf. könne über die Höhe eine bessere Sichtbarkeit erreicht werden. Aktuell seien diese sehr hoch angebracht.
Frau Hens stellt dar, dass die Durchsagen am Hagener Hauptbahnhof häufig für hörbeeinträchtigte Reisende sehr schwierig zu verstehen seien und sie auf Hilfe und Begleitung angewiesen sei. Weiterhin fragt Frau Hens nach der Einführung von Aura-Cast. Herrn Severin ist die Technik von Aura-Cast nicht bekannt. Er führt aus, dass eine Bemessung der Halle, der Bahnsteigbereiche und in der Unterführung erfolgt sei, damit die Positionierung der Lautsprecher richtig erfolge. Dies sei durch Fachpersonal geprüft worden. Aktuell würde die Akustik in den umgebauten Bereichen als sehr gut befunden. Herr Westermann fragt hierzu ergänzend, ob nicht eine separate Lautsprecheranlage eingerichtet werden könne, um die letzte Ansage auf Knopfdruck noch mal wiederholen zu können. Herr Severin nimmt diesen Vorschlag mit und gibt an, dass im ländlichen Raum die dynamischen Fahrgastinformationen mit solchen Zusatztools ausgestattet würden. Herr Otto führt den Vortrag zum Bahnhof Vorhalle in der letzten Sitzung des Beirats an und dass in den vorgestellten Plänen grundsätzlich die barrierefreie Erreichbarkeit der Bahngleise nicht aufgenommen sei. Herr Severin bestätigt dies und beschreibt, dass dieser Bahnhof nicht nur für die dort ansässigen BahnfahrerInnen, sondern auch für die Herdecker ein wichtiger Anknüpfungspunkt sei. Der Bahnhof liege an einer Hauptstrecke und werde entsprechend hoch frequentiert. Daher habe man ein Projekt aufgestellt, welches die komplette barrierefreie Erschließung dieses Bahnhofs vorsieht. Dies beinhalte auch die Installation eines Aufzugs. Herr Severin verspricht, dass dies 1:1 passiere. Zeitlich gesehen könne es jedoch dauern. Herr Severin gibt an, dass der Bahnhof in Oberhagen bereits barrierefrei umgebaut sei. Neben dem Bahnhof in Vorhalle seien auch die S-Bahnhöfe wie z.B. Hohenlimburg und Westerbauer projetmäßig berücksichtigt.
Herr Häßner spricht das Sicherheitsproblem auf dem Vorplatz des Hagener Bahnhofs an und Herr Severin verweist auf das Ordnungsamt der Stadt Hagen. Frau Böttcher bekräftigt, dass der Bahnhof in Vorhalle von allen Altersgruppen genutzt werde und es wichtig sei, dass dieser für alle nutzbar sei.
Herr Sondermeyer spricht ein Lob für die einzelnen MitarbeiterInnen vor Ort aus, die in den Bahnhöfen den Reisenden mit Hilfe und Unterstützung zur Seite stehen.
Herr Heiermann weist darauf hin, dass Reisende im Rollstuhl große Schwierigkeiten haben, auf Fahrten barrierefreie Toiletten zu finden. Weiterhin würden die Notrufknöpfe z.B. in den Regionalbahnen nicht funktionieren.

Herrn Severin bedankt sich für die Aufmerksamkeit und sichert zu, die Anregungen mitzunehmen.


Die Power-Point-Präsentation ist beigefügt.
 

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Anlagen