26.03.2025 - 6.2 Abschlussbericht - Machbarkeitsstudie für eine ...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
Reduzieren

Wortprotokoll

Frau Wenzel vom Ingenieurbüro IGS stellt anhand einer Präsentation [dem Protokoll als Anlage beigefügt] die Machbarkeitsstudie einer Radschnellverbindung von Wuppertal über den EN-Kreis bis nach Hagen, den dahinterstehenden Projektablauf sowie die letztlich identifizierte Vorzugsvariante vor.

 

Frau Heuer fasst zusammen, dass die vorgeschlagene Variante für Hagen eine Investitionssumme von 6.000.000 € nach sich ziehe. Sie fragt nach, ob es bereits Vorstellungen über mögliche Förderungen gebe.

 

Frau Wenzel teilt mit, dass im Bericht mehrere Fördermöglichkeiten dargestellt und der Stadt Hagen mitgeteilt worden seien.

 

Herr Bifulco führt aus, dass der im Bericht skizzierte Teil der Veloroute für Hagen den ohnehin schon ausgeplanten Enneperadweg betreffe. Dieser werde in nacheinander folgenden Bauabschnitten umgesetzt, wobei der erste bereits vor der Umsetzung stehe, der zweite im Prozess des Förderantrages. Die weiteren Abschnitte folgten diesem Schema bis zur Stadtgrenze in Gevelsberg. Man könne immer erst dann Förderanträge stellen, wenn eine entsprechende Ausbauplanung vorliege. So sei man in Bezug auf den Enneperadweg bereits deutlich weiter, als die Machbarkeitsstudie es darlegen könne. Dennoch sei das Ergebnis des Berichts sehr wertvoll, da hierin die Sinnhaftigkeit der gewählten Verbindungsstrecke bestätigt werde.

 

Es gebe mehrere Fördertöpfe, aus denen beantragt werden könne. Die Förderanträge seien Teil des laufenden Geschäfts und würden stets unabhängig von der Machbarkeitsstudie für die entsprechenden Bauabschnitte gestellt.

 

Frau Heuer stellt fest, dass es nicht an finanziellen Mitteln, sondern lediglich an politischen Beschlüssen mangele.

 

Herr Bifulco erläutert, dass es noch an Planungen, insbesondere für den Abschnitt zwischen der Grundschöttler Straße und der Stadtgrenze zu Gevelsberg fehle. Sukzessive würden auch in Zukunft Förderanträge gestellt und politische Beschlüsse eingeholt. Das parallele Vorgehen sei vergleichbar mit dem barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen. Die Förderungen beliefen sich nicht auf 100 %, sodass Eigenanteile aufzubringen seien. Zu beachten müsse man die Förderkulisse, die sich im Zuge wandelnder politscher Zeiten noch nicht abschätzen lasse.

 

Herr Sporbeck weist darauf hin, dass im Kreuzungsbereich der Vorrangroute mit der Grundschötteler Straße ein Versatz vorliege und keine Kreuzung im eigentlichen Sinne. Der in Zukunft wohlmöglich stark frequentierte Radweg sowie die viel befahrene Grundschötteler Straße böten Potenzial für einen Unfallschwerpunkt. Er erkundigt sich nach dahingehenden Lösungsvorschlägen.

 

Herr Bifulco betont, es gebe mehrere Möglichkeiten der Radverkehrsführung. Eine ähnliche Radquerung befinde sich in unmittelbarer Nähe auf der anderen Seite von der Enneper Straße, wenngleich die Frequentierung eine deutlich geringere sei. In den einschlägigen Regelwerken sowie in Empfehlungen der „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte“ (AGFS) gebe es Maßnahmenkataloge zur Querung von Hauptverkehrsachsen. Die konkrete Ausgestaltung sei künftig Teil der Planungen.

 

Herr Niedergriese stellt eine Rückfrage zur Potenzialanalyse der Machbarkeitsstudie und den ausgewiesenen Radverkehrsmengen für den Abschnitt in Hagen.

 

Frau Wenzel erklärt, dass die Zahlen deutlich überhöht dargestellt seien, da das zugrundeliegende Modell nicht alle Verkehrsbeziehungen abbilden könne.

 

Herr Bifulco stellt in Bezug auf das verwendete Landesverkehrsmodell klar, dass es lediglich grobe Richtwerte liefere. Dennoch ließen sich wichtige Erkenntnisse wie die vorhandenen Potenziale und die vielversprechendsten Teile der Route aus den Ergebnissen ableiten. Die hohen Werte für Hagen seien zudem darauf zurückzuführen, dass sich der Streckenabschnitt in der Nähe dicht besiedelter Gebiete mit korrespondierender hoher Verkehrsnachfrage befinde.

 

Herr Voigt fragt nach, welcher Anteil der Hagener Strecke zum Enneperadweg gehöre.

 

Herr Bifulco merkt an, dass fast sechs der 6,4 Kilometer den Enneperadweg beträfen. Man müsse beachten, dass nicht nur der neu auszubauende Teil gemeint sei, sondern auch die Straße An der Hütte, unabhängig der Verkehrsführungsform.

 

Herr Voigt möchte folglich wissen, wie der Stand und das Interesse der angrenzenden Kommunen und Kreise an der Maßnahme sei und wann mit einer Realisation der durchgehenden Route gerechnet werden könne.

 

Frau Wenzel betont, bei allen beteiligten Städten herrsche Konsens über eine möglichst schnelle Umsetzung der Maßnahme. Sie lobt die Zusammenarbeit der Städte sowie des Kreises, unter dessen Schirmherrschaft das Projekt stehe.

 

Herr Niedergriese erneuert seine Skepsis gegenüber den genannten Radverkehrspotenzialen für die Stadt Hagen. Bezüglich des auf Folie 26 der Präsentation genannten Koeffizienten der Kosten-Nutzen-Analyse erkundigt er sich nach dessen Hintergrund und Aussagekraft.

 

Herr Bifulco erklärt die volkswirtschaftliche Interpretation des Kosten-Nutzen-Verhältnisses. Die Aussagen könnten nicht konkret auf die Stadt Hagen bezogen werden. Alle Infrastrukturprojekte dieser Größenordnung würden anhand dieser Methode bewertet. Im Vergleich habe der Wert von 3,81 eine positive Aussagekraft.

 

Frau Heuer merkt an, dass eine verbesserte und ausgebaute Radinfrastruktur positive Auswirkungen auf die Potenziale habe. Die Aussagen der Studie sollten Anlass dafür sein, diesen Ausbau voranzutreiben.

Reduzieren

Beschluss:

 

Der UKM nimmt den Endbericht der Machbarkeitsstudie zur Kenntnis und beschließt die Fortführung der Kooperation mit den projektbeteiligten Kommunen zur Weiterentwicklung des Gemeinschafts-Projektes, Bergisch-Märkische Veloroute.

Reduzieren

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

4

 

 

SPD

2

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

3

 

 

AfD

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Bürger für Hohenlimburg / Die PARTEI

1

 

 

FDP

1

 

 

Die Linke

1

 

 

HAK

1

 

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

15

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

Reduzieren

Anlagen zur Vorlage

Reduzieren

Anlagen

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?SILFDNR=1000148&TOLFDNR=1008365&selfaction=print