Beschlussvorlage - 0193/2010
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstandsbericht Neuausrichtung der Gebäudewirtschaft Hagen, GWH
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- VB5 Vorstandsbereich für Stadtentwicklung, Bauen und Sport
- Bearbeitung:
- Burkhard Schwemin
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Fachausschuss Gebäudewirtschaft
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Vorberatung
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09.03.2010
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Vorberatung
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25.03.2010
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Sachverhalt
Kurzfassung
Die Vorlage berichtet über
den Stand der Neuausrichtung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Gebäudewirtschaft
Hagen
Begründung
Seit
Gründung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung GWH, Gebäudewirtschaft der
Stadt Hagen, bestehen, aufgrund vorhandener Schnittstellen und nicht
abschließend definierter bzw. ausgereifter Geschäftsprozesse, Probleme u.a. in
der Zusammenarbeit, der Abwicklung der Leistungsbeziehungen, in der
Bereitstellung vorhandener Haushaltsmittel und in der Bewirtschaftung der
bereitgestellten Haushaltsmittel zwischen
-
23, Fachbereich
für Liegenschaften und Wohnen, als Eigentümer/ Vermieter/ Bauherr städtischer
Immobilien
-
den Mietern
(oder auch Hausherren) wie
-
37, Amt für
Brand- und Katastrophenschutz, für Feuerwachen und Feuerwehrgerätehäuser
-
40, Amt für
Schulverwaltung und Hochschulwesen, für Schulen
-
52, Sportamt der
Stadt Hagen, für Sportstätten
-
55, Fachbereich
Jugend und Soziales, für Kindergärten, Jugendzentren, Wohnheime u.ä.
-
23 für
Vermarktungsimmobilien
-
23 für Verwaltungsgebäude
und alle übrigen Bereitstellungsimmobilien
-
den Nutzern
-
Ämtern,
Fachbereichen und Eigenbetrieben
-
Schulen,
Kindergärten und Jugendzentren
-
den Mietern,
Pächtern und sonstigen Berechtigten der Vermarktungsimmobilien
-
GWH, als
Dienstleister und
-
20,
Stadtkämmerei.
Die
Verwaltung sieht aktuell Handlungsbedarf, die Leistungs- und Finanzbeziehungen
zwischen der GWH und der Verwaltung neu zu regeln.
Nach
umfassender Beratung im Verwaltungsvorstand unter Hinzuziehung des Instituts für
Site und Facility Management mit den Schwerpunkten Beratung, Forschung und Lehre
sowie der Betriebsleitung des städtischen Eigenbetriebes KIM – Kommunales
Immobilienmanagement der Stadt Iserlohn- wurde deshalb im Verwaltungsvorstand
am 26.01.2010 beschlossen, ein Projekt zur Neuausrichtung der GWH unter Leitung
des Technischen Beigeordneten Thomas Grothe zu bilden. Zu beteiligen sind das
Projektmanagement bei VB5 und die Ämter 20, 23, 40, der Gesamtpersonalrat und
nicht zuletzt die GWH. Folgender Rahmen wird für die Neuausrichtung gesetzt:
-
Die
Gebäudewirtschaft Hagen soll als städtischer Eigenbetrieb bestehen bleiben.
-
Es ist
beabsichtigt dass Vermieter-Mieter-Modell (zwischen GWH und den sogenannten
Hausherren) zu realisieren. Schnittstellen sollen minimiert werden.
-
Die Frage des
Eigentumsüberganges des Vermögens der Bereitstellungsimmobilien auf die
Gebäudewirtschaft ist mit dem Blickwinkel auf das NKF und die Bilanzierung im
NKF zu klären. Mögliche Modelle der bilanziellen Eigentumsübertragung auf den
Eigenbetrieb sind einem möglichen Pachtmodell (sog. treuhänderische Vermögensübertragung,
Verpächter Stadt Hagen/ Pächter GWH) gegenüberzustellen. Die Frage der
Eigentumsübertragung der Vermarktungsgrundstücke (sog. fiskalische Flächen) ist
im Detail zu beleuchten.
-
Es ist ein
Budgetierungsmodell (Budget beim Mieter) zu entwickeln. Ziel ist die Schaffung
von (Kosten-)Transparenz hinsichtlich aller gebäudewirtschaftlichen Leistungen
der Stadt Hagen bei der GWH und die Optimierung des Flächenverbrauchs beim
Nutzer/Mieter der Immobilie.
-
Die
gebäudewirtschaftlichen Leistungen von 23 sollen in der GWH betrieben werden.
-
Es ist
beabsichtigt, dass der Technische Beigeordnete Thomas Grothe zum ersten
Betriebsleiter bestellt werden soll.
Bei
der Neuausrichtung der GWH sollen die Überlegungen zur Konsolidierung des städtischen
Haushaltes fortgeführt werden. Grundlage der Überlegungen bildet der Bericht
der Gemeindeprüfungsanstalt als Basis der Überlegungen der Zukunftskommission
aus Stadtverwaltung und Bezirksregierung Arnsberg. Die wesentlichen Potentiale
werden dort in der Entscheidung Eigen- oder Fremdreinigung gesehen. Als
weiteres Potential wird die Reduzierung der Flächen, schwerpunktmäßig im
Bereich der Schulen, gesehen. Hierzu ist auch eine politische Entscheidung
erforderlich und herbeizuführen. Das Vermieter-Mietermodell soll zum
Wirtschaftjahr 2011 eingeführt werden kann.
Die GWH ist organisatorisch
dem Vorstandsbereich Stadtentwicklung und Bauen zugeordnet. Da derzeit Herr
Kliewe als alleiniger Betriebsleiter bestellt ist, ist eine Steuerung durch
Herrn Grothe als zuständigen Technischen Beigeordneten aufgrund der Eigenbetriebsverordnung
NRW und der gültigen Betriebssatzung der GWH derzeit nur begrenzt möglich. Der
Betriebsleiter ist nicht weisungsgebunden. Um die Steuerungsmöglichkeit durch
die Verwaltung zu erhöhen besteht gemäß §2 EigVO NRW in Verbindung mit der
Betriebssatzung die Möglichkeit, einen weiteren Betriebsleiter zu bestellen.
Ist ein Beigeordneter zum Betriebsleiter bestellt, so ist er erster
Betriebsleiter. Von dieser Möglichkeit soll, auch in Anlehnung an den städtischen
Eigenbetrieb HABIT, Gebrauch gemacht werden. Die Vorlage Drucksachen- Nr.
0191/2010 zur Bestellung des 1. Betriebsleiters GWH liegt dem Betriebsausschuss
am 09.03. und den Rat am 25.03.2010 zum Beschluss vor.
In
der Ratssitzung vom 25.02.2010 hat der Rat einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen
CDU, SPD, FDP zur „Zukunft der GWH“ behandelt. Einstimmig wurde
folgender Beschluss gefasst:
- Die Verwaltung wird
beauftragt, die internen Beziehungen zwischen Verwaltung und GWH mit dem
Ziel neu zu ordnen, ein möglichst realistisches Vermieter-Mieter-Modell
abzubilden, in dem den Ämtern Miete und Nebenkosten für die genutzten
Räumlichkeiten in Rechnung gestellt werden.
- Die Zahl der
Schnittstellen soll dabei erheblich verringert, die Kommunikation wesentlich
vereinfacht werden.
- Überschneidende
Zuständigkeiten sind durch eindeutige Verantwortlichkeiten zu ersetzen.
- Die von der GWH
ermittelten Zahlen auf Basis einer Vollkostenrechnung dienen als Grundlage
für die Immobilen-Budgets der Ämter und Fachbereiche im Rahmen des noch zu
erstellenden Budgetierungsmodells der Stadtverwaltung.
Das
Projekt Neuausrichtung der GWH hat seine Arbeit aufgenommen. Derzeit wird eine
„Positivliste“ der Gebäude und dazugehörigen Liegenschaften
erarbeitet, die in die Zuständigkeit der GWH fallen sollen. Anhand der DIN
32736 zum Gebäudemanagement werden die Leistungen, die zukünftig durch die GWH
– produktiv und /oder verantwortlich – zu erbringen sind, präzisiert.
In
den nächsten Wochen greift die PG die Frage auf, wer zukünftig als
„Mieter“ zu betrachten ist. Dies soll unter dem Blickwinkel der
Arbeitsorganisation und der Bildung von Produkten im Haushalt erfolgen.
Weiteres Vorgehen
Damit das
Vermieter-Mieter-Modell im Wirtschaftsjahr 2011 umgesetzt werden kann, werden
jetzt die erforderlichen organisatorischen Maßnahmen ergriffen und die für die
Haushaltsplanung 2011 erforderlichen Schritte zeitnah umgesetzt.
Die Umsetzungsschritte zur
Realisierung der Konsolidierungsziele werden durch die GWH sukzessive
erarbeitet. Gemäß Zukunftskommission und Ratsbeschluss ergibt sich ein
Konsolidierungspotential von 10,4 Mio. €. Dieses setzt sich im
Wesentlichen zusammen aus Einsparungen im Bereich der Reinigung von rd. 2 Mio.
€, weitere 2 Mio. € für den Bereich der Hausmeisterdienste und aus
der Reduzierung von Flächen, Verwaltung rd. 1,3 Mio. € und Schulen von
rd. 5 Mio. €. Für den Bereich der Verwaltungsflächen hat die Erarbeitung
einer Umsetzungskonzeption begonnen. Unter Leitung des Fachbereiches 11,
Personal und Organisation, wurde eine Arbeitsgruppe mit 23 und GWH gebildet.

09.03.2010 - Fachausschuss Gebäudewirtschaft - geändert beschlossen
Beschluss:
Die Betriebsleitung der Gebäudewirtschaft Hagen
wird beauftragt, bei der Umsetzung folgender Punkte durch die Verwaltung zu
unterstützen:
- Die Verwaltung wird beauftragt, die internen Beziehungen zwischen Verwaltung und GWH mit dem Ziel neu zu ordnen, ein möglichst realistisches Vermieter-Mieter-Modell abzubilden, in dem den Ämtern Miete und Nebenkosten für die genutzten Räumlichkeiten in Rechnung gestellt werden.
- Die Zahl der Schnittstellen soll dabei erheblich verringert, die Kommunikation wesentlich vereinfacht werden.
- Überschneidende Zuständigkeiten sind durch eindeutige Verantwortlichkeiten zu ersetzen.
- Die von der GWH
ermittelten Zahlen auf Basis einer Vollkostenrechnung dienen als Grundlage
für die Immobilen-Budgets der Ämter und Fachbereiche im Rahmen des noch zu
erstellenden Budgetierungsmodells der Stadtverwaltung
Die
Verwaltung wird beauftragt innerhalb der nächsten 3 Monate eine Vorlage zur
Schnittstellenanalyse bei der Gebäudewirtschaft zu erstellen.
Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis
genommen.
25.03.2010 - Rat der Stadt Hagen - geändert beschlossen
Beschluss:
Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
Die Betriebsleitung der Gebäudewirtschaft Hagen wird beauftragt, bei der
Umsetzung folgender Punkte durch die Verwaltung zu unterstützen:
- Die Verwaltung wird beauftragt, die internen Beziehungen zwischen
Verwaltung und GWH mit dem Ziel neu zu ordnen, ein möglichst realistisches
Vermieter-Mieter-Modell abzubilden, in dem den Ämtern Miete und
Nebenkosten für die genutzten Räumlichkeiten in Rechnung gestellt werden.
- Die Zahl der Schnittstellen soll dabei erheblich verringert, die
Kommunikation wesentlich vereinfacht werden.
- Überschneidende Zuständigkeiten sind durch eindeutige
Verantwortlichkeiten zu ersetzen.
- Die von der GWH ermittelten Zahlen auf Basis einer
Vollkostenrechnung dienen als Grundlage für die Immobilen-Budgets der
Ämter und Fachbereiche im Rahmen des noch zu erstellenden
Budgetierungsmodells der Stadtverwaltung
Die Verwaltung wird beauftragt innerhalb
der nächsten 3 Monate eine Vorlage zur Schnittstellenanalyse bei der
Gebäudewirtschaft zu erstellen.
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Abstimmungsergebnis: |
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X |
Einstimmig beschlossen |