Beschlussvorlage - 0306/2009

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Stadtentwicklungsausschuss nimmt die Studie „Verfügbare Gewerbe- und Industrieflächen in der Metropole Ruhr“ zur Kenntnis.

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Sachverhalt

Kurzfassung

 

Die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH legt erstmals eine flächendeckende Gesamtübersicht über die verfügbaren Gewerbe- und Industrieflächen im Ruhrgebiet vor. Dabei werden erhebliche Defizite in Hagen deutlich.

 

 

 

 

Begründung

 

 

Die Städte und Kreise des Verbandsgebietes des RVR (Metropole Ruhr) haben im Herbst 2007 die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) beauftragt, auf der Basis des vorhandenen „Atlas Gewerbe- und Industriestandorte Ruhr (ruhrAGIS) eine aktuelle Analyse der Gewerbe- und Industrieflächenentwicklung in der gesamten Region zu erstellen.

Diese Auswertung wurde in Abstimmung mit den Städten und Kreisen durchgeführt und liegt nun im Ergebnis vor. Damit verfügt die Metropole Ruhr erstmals über eine qualifizierte Gesamtübersicht zu allen potentiell nutzbaren gewerblichen Bauflächen, deren tatsächlicher Verfügbarkeit und Beschaffenheit.  Neben der regionalen Übersicht und Auswertung der Ergebnisse ist es für die Stadt Hagen besonders interessant, sich im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen mit den anderen Städten des Ruhrgebietes zu vergleichen.

Bei diesem Vergleich zeigt sich einmal mehr, dass die Stadt Hagen insgesamt über zu wenig verfügbare Gewerbeflächen verfügt. Insbesondere bei den großen, zusammenhängenden Flächen und solchen Flächen für industrielle Nutzungen (GI-Gebiete) gibt es ein erhebliches Manko.  Aber auch bei den Flächen für gewerbliche Nutzungen der mittleren Flächekategorie (größer 2 ha) kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass das Angebot für eine Stadt von der Größe und der wirtschaftlichen Bedeutung wie Hagen in der Menge als auch in der Flächenqualität für die weitere Entwicklung zu wenig ist. Bei den vorhandenen Flächen im Bestand weist der Bericht auf den erheblichen Aufbereitungs- und Erschließungsbedarf hin, der ohne öffentliche Unterstützung nicht zu bewältigen sei. Ein weiterer Nachteil bestehe aufgrund der wenig marktgängigen Flächen in abseitiger Lage, wie z.B. im Nahmertal.

 

Als Konsequenz ergeben sich aus Sicht der Verwaltung folgende Handlungsnotwendigkeiten:

  • Wiederaufbereitung gewerblicher Brachflächen mit Vermarktungsperspektiven unter Zuhilfenahme von öffentlichen Mitteln: Geplant ist hier die Inanspruchnahme von europäischen Fördermitteln aus dem Ziel-2-Programm zur Beseitigung von Entwicklungshemmnissen in industriell geprägten Regionen. Hierunter kann insbesondere auch die Reaktivierung von gewerblichen Brachflächen gefördert werden. Ein ungelöstes Problem ist derzeit noch die Finanzierung des städtischen Eigenanteils.
  • Die Bereitstellung neuer gewerblicher Bauflächen erfordert eine langfristige Planung. Mit dem im Verfahren befindlichen neuen Flächennutzungsplan sollen diese Voraussetzungen geschaffen werden. Im regionalen Vergleich stehen die Städte mit aktuellen Flächennutzungsplänen (wie z.B. Dortmund und Hamm) relativ gut dar.
  • Ein verbessertes Monitoring soll aktuelle Informationen über die Lage und das Angebot der verfügbaren Gewerbeflächen in Hagen liefern. Dazu sind die beteiligten Akteure in der Stadt (Planung, Wirtschaftsförderung, SIHK) bereits seit längerem im Gespräch.
  • Die strategisch ausgerichtete Vermarktung der verfügbaren Flächen soll dafür sorgen, dass z.B. für GI-Nutzung nutzbare Flächen auch nur für solche Nutzungen mit speziellen Anforderugen vorgehalten werden sollen, da es in diesem Bereich nur noch ganz geringe Flächenpotentiale gibt. Außerdem muss durch ein Flächenmanagement gewährleistet werden, dass Flächen zügig entsprechend der vorgesehenen Nutzung bebaut werden und bei Aufgabe der Nutzung wieder am Markt angeboten werden können.

 

Die Ergebnisse der Studie sind im Einzelnen im Anhang dargestellt (Auszug). Bei Bedarf kann die komplette Untersuchung den Fraktionen zur Verfügung gestellt werden.

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Anlagen

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Beschlüsse

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08.09.2009 - Stadtentwicklungsausschuss - ungeändert beschlossen