Beschlussvorlage - 0306/2009
Grunddaten
- Betreff:
-
Verfügbare Gewerbe- und Industrieflächen in der Metropole Ruhr
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Martin Bleja
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Entscheidung
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08.09.2009
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Sachverhalt
Kurzfassung
Die Wirtschaftsförderung
metropoleruhr GmbH legt erstmals eine flächendeckende Gesamtübersicht über die
verfügbaren Gewerbe- und Industrieflächen im Ruhrgebiet vor. Dabei werden
erhebliche Defizite in Hagen deutlich.
Begründung
Die Städte und Kreise des
Verbandsgebietes des RVR (Metropole Ruhr) haben im Herbst 2007 die
Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) beauftragt, auf der Basis des
vorhandenen „Atlas Gewerbe- und Industriestandorte Ruhr (ruhrAGIS) eine
aktuelle Analyse der Gewerbe- und Industrieflächenentwicklung in der gesamten
Region zu erstellen.
Diese Auswertung wurde in
Abstimmung mit den Städten und Kreisen durchgeführt und liegt nun im Ergebnis
vor. Damit verfügt die Metropole Ruhr erstmals über eine qualifizierte
Gesamtübersicht zu allen potentiell nutzbaren gewerblichen Bauflächen, deren
tatsächlicher Verfügbarkeit und Beschaffenheit.
Neben der regionalen Übersicht und Auswertung der Ergebnisse ist es für
die Stadt Hagen besonders interessant, sich im Hinblick auf die Verfügbarkeit
von Gewerbeflächen mit den anderen Städten des Ruhrgebietes zu vergleichen.
Bei diesem Vergleich zeigt
sich einmal mehr, dass die Stadt Hagen insgesamt über zu wenig verfügbare
Gewerbeflächen verfügt. Insbesondere bei den großen, zusammenhängenden Flächen
und solchen Flächen für industrielle Nutzungen (GI-Gebiete) gibt es ein
erhebliches Manko. Aber auch bei den
Flächen für gewerbliche Nutzungen der mittleren Flächekategorie (größer 2 ha)
kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass das Angebot für eine Stadt von der
Größe und der wirtschaftlichen Bedeutung wie Hagen in der Menge als auch in der
Flächenqualität für die weitere Entwicklung zu wenig ist. Bei den vorhandenen
Flächen im Bestand weist der Bericht auf den erheblichen Aufbereitungs- und
Erschließungsbedarf hin, der ohne öffentliche Unterstützung nicht zu bewältigen
sei. Ein weiterer Nachteil bestehe aufgrund der wenig marktgängigen Flächen in
abseitiger Lage, wie z.B. im Nahmertal.
Als Konsequenz ergeben
sich aus Sicht der Verwaltung folgende Handlungsnotwendigkeiten:
- Wiederaufbereitung gewerblicher Brachflächen mit Vermarktungsperspektiven unter Zuhilfenahme
von öffentlichen Mitteln: Geplant ist hier die Inanspruchnahme von
europäischen Fördermitteln aus dem Ziel-2-Programm zur Beseitigung von
Entwicklungshemmnissen in industriell geprägten Regionen. Hierunter kann insbesondere
auch die Reaktivierung von gewerblichen Brachflächen gefördert werden. Ein
ungelöstes Problem ist derzeit noch die Finanzierung des städtischen
Eigenanteils.
- Die Bereitstellung neuer gewerblicher
Bauflächen erfordert eine langfristige Planung. Mit dem im Verfahren
befindlichen neuen Flächennutzungsplan sollen diese Voraussetzungen
geschaffen werden. Im regionalen Vergleich stehen die Städte mit aktuellen
Flächennutzungsplänen (wie z.B. Dortmund und Hamm) relativ gut dar.
- Ein verbessertes Monitoring soll aktuelle
Informationen über die Lage und das Angebot der verfügbaren Gewerbeflächen
in Hagen liefern. Dazu sind die beteiligten Akteure in der Stadt (Planung,
Wirtschaftsförderung, SIHK) bereits seit längerem im Gespräch.
- Die strategisch ausgerichtete Vermarktung
der verfügbaren Flächen soll dafür sorgen, dass z.B. für GI-Nutzung
nutzbare Flächen auch nur für solche Nutzungen mit speziellen Anforderugen
vorgehalten werden sollen, da es in diesem Bereich nur noch ganz geringe
Flächenpotentiale gibt. Außerdem muss durch ein Flächenmanagement
gewährleistet werden, dass Flächen zügig entsprechend der vorgesehenen
Nutzung bebaut werden und bei Aufgabe der Nutzung wieder am Markt
angeboten werden können.
Die Ergebnisse der Studie
sind im Einzelnen im Anhang dargestellt (Auszug). Bei Bedarf kann die komplette
Untersuchung den Fraktionen zur Verfügung gestellt werden.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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13,1 MB
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