Beschlussvorlage - 0478/2009
Grunddaten
- Betreff:
-
Sanierung des Haushaltes der Stadt Hagenhier: Berichtswesen zum Ersten Sparpaket, Abschlussbericht 2008
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- VB 1/M
- Bearbeitung:
- Andreas Reichel
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
|
|
Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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25.06.2009
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Sachverhalt
Kurzfassung
Mit diesem Bericht wird dem Rat ein
Abschlussbericht zum 1. Sparpaket des Mentors erstellt sowie eine Darstellung
der Berücksichtigung der zum 31.12.2008 noch nicht – vollständig –
realisierten Maßnahmen des 1. Sparpaketes in den Themenfeldern der Zukunftskommission.
Begründung
Die
Zukunftskommission hat ihren Bericht zur Fortführung der
Konsolidierungsbestrebungen bei der Stadt Hagen Anfang Mai 2009 vorgelegt. Nach
Beschlussfassung durch den Rat am 25.06.2009 sieht der Bericht vor, die
Konsolidierung in 8 Themenfeldern weiterzuverfolgen. Als Basis dient das
Haushaltsergebnis des Jahres 2008.
Aufgrund
dieser neuen Sichtweise ist es erforderlich, das 1. Sparpaket des Mentors aus
Juni 2008 einer abschließenden Betrachtung zu unterziehen und die Maßnahmen, die
noch nicht vollständig abgeschlossen sind, in die neue Systematik zu
überführen.
Dem Haupt-
und Finanzausschuss und dem Rat der Stadt wurde zum 31.10.2008 ein Bericht über
den Stand der Sanierungsmaßnahmen des 1. Sparpaketes vorgelegt.
In der Anlage
1 ist der Bericht zum Jahresende 2008 mit lediglich geringfügigen
Veränderungen zum Vorgängerbericht zur Information beigefügt.
Die Summen
verteilen sich wie folgt:
|
Gesamt |
Personal |
Sachkosten |
Einnahmeerhöhung |
|
38.224.800 € |
4.554.500 € |
15.852.500 € |
17.817.800 € |
Die bereits
im Jahr 2008 realisierten Maßnahmen belaufen sich auf eine Gesamtsumme von 4.057.200 €, für die
Haushaltsjahre ab 2009 ist eine Summe von 34.167.600 € geplant. Eine
genaue Verteilung der erreichten Summe auf die Bereiche Personal, Sachkosten
und Einnahmeerhöhung ist aufgrund fehlender Daten nicht möglich.
Bei 3
Maßnahmen ist nachträglich noch eine Änderung der realisierten Einsparung in
2008 erfolgt, weil zum Zeitpunkt der Berichtserstellung die Informationen noch
nicht vorlagen:
|
20/05 |
Wegfall
Zuschuss f. Toilettenanlagen |
50.000
€ |
Kürzung
erfolgte teilw. schon in 2008 |
|
18/03 |
Streichung
Jahresver-anstaltung Jubs u Pens. |
-12.000
€ |
Maßnahme
wird erst ab 2009 wirksam |
|
GWH 01 |
GWH
Personalkosten-reduzierung |
250.000
€ |
Kürzung
erfolgte teilw. schon in 2008 |
Die
erreichte Summe ist somit auf 4.345.200
€ zu korrigieren.
Die
Gesamtsumme des 1. Sparpaketes unterliegt einer ständigen Anpassung, weil
vereinbart wurde, dass Personalmaßnahmen immer mit ihren tatsächlichen
Personalkosten berücksichtigt werden, wenn der vorgesehene Umfang der
Stelleneinsparung erreicht wurde. Darüber hinaus ist im 1. Sparpaket eine
Maßnahme mit einem Berechnungsfehler (791.000 statt der richtigen 719.000
€) enthalten, die es nun auch zu korrigieren gilt.
Die Umsetzung
der Maßnahme „55 02 Kostensenkung Heimunterbringung Demenzkranker“
führt nicht zu einer im Haushalt abbildbaren Einsparung, die Maßnahme „18
03 Streichung Jahresveranstaltung“ erbringt nur einen um 3.000 €
geringeren Betrag, so dass auch hier eine Anpassung der ab 2009 ff
einzusparenden Summe erfolgen muss.
Die
Gesamtsummen verteilen sich daher wie folgt:
|
Gesamtsumme |
Erreicht
bis 2008 |
Ab 2009 umzusetzen |
|
38.152.800
€ |
4.345.200
€ |
33.646.600 € |
Der Betrag
von 33.646.600 € ist den neuen Themenfeldern des Berichtes der
Zukunftskommission zuzuordnen. Bei vielen Maßnahmen ist eine summenmäßige
Verteilung auf die Themenfelder zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich, weil
die Planungen zur Umsetzung der Maßnahmen noch nicht vollständig abgeschlossen
sind. Hier kann lediglich eine Nennung der betroffenen Themenfelder erfolgen.
Die Mehrfachnennung bedeutet keine doppelte Anrechnung sondern ein Hinweis auf
die zukünftige Aufteilung.
Eine genaue
Aufstellung der Zuordnung der noch nicht vollständig erledigten Maßnahmen ist
der Anlage 2 zu entnehmen.
Weiteres
Vorgehen
Schon jetzt wird deutlich, dass das
Berichtswesen über die Konsolidierungsmaßnahmen auch nach dem Beschluss über
die Themenfelder des Berichtes der Zukunftskommission einen wichtigen
Stellenwert besitzen wird.
Neben der Ausrichtung des Berichtes an der
neuen Systematik in Form von Themenfeldern wird der Darstellung der
Kassenwirksamkeit der Maßnahmen eine große Bedeutung beikommen. Bisher stand
bei der Berichterstattung hauptsächlich die haushaltstechnische Abwicklung im
Planungsstadium im Vordergrund. Dies gilt es zu erweitern um eine Betrachtung
der tatsächlich kassenwirksam gewordenen Maßnahmen. Eine lösgelöste Betrachtung
der Konsolidierungsmaßnahmen scheint hier jedoch wenig sinnvoll, sondern es
muss eine Gesamtbetrachtung der finanziellen Entwicklung der Themenfelder
erfolgen, die eine Wertung des Erfolges der Maßnahmen und damit auch der
Konsolidierung ermöglichen.
Auf diese Weise soll nicht nur für die
kommunalpolitischen Mandatsträger sondern auch für die verantwortlich
Handelnden der Verwaltung eine größere Transparenz, verbunden mit dem Ziel
einer verbesserten Möglichkeit zur Einschätzung der Entwicklung bestimmter,
ergriffener Maßnahmen geschaffen werden. Förderlich ist nicht zuletzt die
beabsichtigte Stärkung des „Budgetprinzips“.
Hierzu bedarf es eines technisch
unterstützten Controllings, dass vorhandene Daten nutzt, bündelt und
aufbereitet um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können, wenn das Ziel der
Konsolidierung – die Erlangung eines Haushaltssicherungskonzeptes –
gefährdet erscheint.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
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303,6 kB
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|
2
|
(wie Dokument)
|
122,9 kB
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