Beschlussvorlage - 1097/2008
Grunddaten
- Betreff:
-
Schenkung von Prof. Paul Vogt aus dem Nachlass von Christian Rohlfs
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 45 Osthaus Museum Hagen
- Bearbeitung:
- Gabriele Knust
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Vorberatung
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10.12.2008
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Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Vorberatung
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29.01.2009
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Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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12.02.2009
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Sachverhalt
Kurzfassung
Begründung
Prof. Dr. Paul Vogt, der derzeitige
Vorstand der Kulturstiftung Ruhr und ehemaliger Direktor des Museum Folkwang in
Essen, hat dem Osthaus Museum Hagen aus seinem Besitz eine umfangreiche
Schenkung mit Werken und Dokumenten von Christian Rohlfs vermacht. Prof. Vogt
ist der Neffe des Künstlers und Verwalter des Nachlasses von Christian Rohlfs.
Bei der Schenkung handelt es sich um
203 Zeichnungen aus dem Spätwerk des Künstlers, entstanden in den Jahren
zwischen 1921 und 1937. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf
Landschaftsschilderungen aus Ascona und dem Tessin, wo der Künstler seit 1927
bis zu seinem Tod im Januar 1938 mehrere Monate des Jahres verbrachte. Eine
große Zahl von Blumenbildern bildet einen weiteren Schwerpunkt. Außerdem
beinhaltet das Konvolut Strandszenen aus Misdroy an der Ostsee, wo sich Rohlfs
1925/26 aufhielt. Eine Reihe von Figuren- sowie Tierdarstellungen ergänzt den
Bestand. Schließlich enthält die Schenkung noch sechs außergewöhnliche
Zeichnungen aus der so genannten „Westheim-Serie“.
Die Zeichnungen fertigte Rohlfs
zumeist in violetter, teilweise in grüner, brauner oder grauer Kreide oder
Tintenstift auf Zeichenpapier, gelegentlich auf stabilem Karton oder vereinzelt
auf strukturiertem Japanpapier. Einzelne Blätter sind vorder- und rückseitig
bezeichnet. Die Blätter demonstrieren auf faszinierende Weise die Vielfalt der
Möglichkeiten, die Rohlfs der Gestaltung eines einzelnen Motivs abgewinnen
konnte: von äußerster Reduktion bis hin zur malerischen Auffassung.
Am 22. Oktober 2008 wurde die
Schenkung übernommen. Die Blätter lagern seitdem in der grafischen Sammlung des
Osthaus Museums und wurden zunächst gesichtet und thematisch wie chronologisch
geordnet.
Die Schenkung stellt eine erhebliche
Bereicherung der Rohlfs-Sammlung des Osthaus Museums dar, zumal sämtliche
Blätter aus einer Schaffensphase stammen, die bisher anhand der zeichnerischen
Arbeiten kaum dokumentiert werden konnte. Sowohl von den Ostsee-Aufenthalten
als auch aus dem Tessin besitzt das Osthaus Museum bisher lediglich jeweils ein
einziges Blatt im Zeichnungs-Konvolut, nun kann diese Zeit ausführlich
dargestellt werden. Außerdem erschließen sich wichtige Korrespondenzen zwischen
einigen Tempera-Arbeiten aus der Sammlung des Osthaus Museums und einer Reihe
von Blättern aus der Schenkung, die sich inhaltlich und formal sehr eindeutig
aufeinander beziehen („Gasse in Ascona“, „Fischer auf dem
See“ oder „Weiße Wolke am Berg“.)
Bisher besitzt das Osthaus Museum
293 Werke des Künstlers. Durch die Schenkung vergrößert sich der Bestand auf
nahezu 500 Werke. Das Osthaus Museum verfügt somit wahrscheinlich über die
umfangreichste Rohlfs-Sammlung eines Museums.
Zusätzlich zu den Zeichnungen
schenkte Prof. Vogt dem Osthaus Museum sechs Ordner mit Briefen und Dokumenten
des Künstlers aus dem Nachlass. Nach Angaben von Prof. Vogt handelt es sich um
die vollständigen Archivalien zu dem Künstler, so dass das Osthaus Museum nun
über das Christian Rohlfs Archiv verfügt. Diese Dokumente stellen eine äußerst
wertvolle Bereicherung der Archive im Osthaus Museum dar, die in Bezug auf
Rohlfs bisher große Lücken aufwiesen.
Der Wert der Zeichnungen wird auf
ca. 700.000,- Euro beziffert. Dazu kommt der Wert der Rohlfs-Briefe, bei denen
sich um wertvolle Autographen handelt, die zum Teil wiederum kleine beiläufige
Skizzen des Künstlers enthalten.
Ab Januar 2009 wird das
Schenkungskonvolut im Rahmen eines Werkvertrages inventarisiert, wobei auch die
genauen Einzelwerte fixiert werden können.
Die Inventarisierung dient auch als
Voraussetzung für die Aufnahme der Arbeiten in das derzeit in Arbeit befindliche
Sammlungsverzeichnis mit Werken von Christian Rohlfs.
Ebenfalls im Hinblick auf die
Publikation werden die zahlreichen Dokumente ausgewertet. Rohlfs’
interessante Persönlichkeit gewinnt deutlich an Kontur durch das authentische
Material.
Eine
Auswahl der neuen Zeichnungen wird in der großen Christian Rohlfs-Ausstellung
zur Wiedereröffnung des Osthaus Museums präsentiert werden. Es wird ein
hervorragender Überblick über die Entwicklung des Werkes von Christian Rohlfs
im Verlauf von nahezu sieben Jahrzehnten vermittelt werden können.
Vor dieser Präsentation müssen die
Arbeiten, die bislang kein Passepartout und keine Rahmung haben, entsprechend
konservatorisch bearbeitet werden.
Aus
der Annahme der Schenkung entstehen verschiedene Folgekosten bezüglich der
Inventaririsierung sowie der konservatorischen Behandlung der Werke.
2 Grafikschränke, veranschlagt mit
1.500,- Euro pro Stück = 3.000,- Euro im investiven Bereich
Passepartoutkarton für 203
Zeichnungen und Seidenpapier zur Abdeckung, veranschlagt mit 400,- Euro
Fotografie der 203 Zeichnungen zzgl.
der Verso- Darstellungen, veranschlagt mit 4.600,- Euro
Werkvertrag Inventarisierung,
veranschlagt mit 5.000,- Euro, somit ergibt sich für die o. g. Schenkung ein
einmaliger finanzieller Aufwand in Höhe von 13.000,- Euro.
Dieser splittert sich wie folgt auf:
3.000,- Euro im investiven Bereich,
der Rest über 10.000 Euro wie im konsumtiven Bereich veranschlagt.
Weitere Folgekosten zur Annahme
dieser Schenkung sind ausgeschlossen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
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Es
entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen |
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Rechtscharakter |
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Auftragsangelegenheit |
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Fiskalische
Bindung |
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Pflichtaufgabe
zur Erfüllung nach Weisung |
x |
Beschluss
RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonst. |
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Pflichtaufgabe
der Selbstverwaltung |
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Dienstvereinbarung
mit dem GPR |
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x |
Freiwillige
Selbstverwaltungsaufgabe |
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Ohne
Bindung |
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Vertragliche
Bindung |
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1) Gesamtkosten der Maßnahme/ Aufwand |
0,00 € |
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a) Zuschüsse Dritter |
0,00 € |
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b) Eigenfinanzierungsanteil
ca. |
13.000,- € |
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2) Investive Maßnahmen |
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Die Finanzierung der Maßnahme ist
gesichert/ soll gesichert werden durch |
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Veranschlagung im investiven Teil des |
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Teilfinanzplans |
2520 |
,
Teilfinanzstelle |
5800085 |
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Jahr |
2008 lfd Jahr |
Folgejahr 1 |
Folgejahr 2 |
Folgejahr 3 |
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Betrag |
0,00 € |
3.000,- € |
0,00 € |
0,00 € |
|
3.000,00 € |
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3) Konsumtive Maßnahmen |
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Die
Finanzierung der Maßnahme ist beantragt zum/ vorgesehen im |
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Ergebnisplan |
2520 |
Produktgruppe |
1.25.20.02 |
Aufwandsart |
529100 |
Produkt: |
1.25.020.02.01 |
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4) Folgekosten |
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a) jährliche Kreditfinanzierungskosten für den
Eigenfinanzierungsanteil |
0,00€ |
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(nur bei
investiven Maßnahmen) |
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b) Gebäudeunterhaltsaufwand je Jahr |
0,00€ |
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c) sonstige Betriebskosten einmalig |
10.000,-€ |
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d) personelle Folgekosten je Jahr |
0,00€ |
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Stellen-/Personalbedarf: |
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Anz. |
Stelle(n) nach BVL-Gruppe |
Bewertung |
sind im Stellenplan |
Jahr |
einzurichten |
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Anz. |
üpl. Bedarf(e) in BVL-Gruppe |
Bewertung |
sind befristet bis |
Datum |
anzuerkennen |
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e) Abschreibung je Jahr (nur bei investiven
Maßnahmen) |
0,00€ |
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Zwischensumme |
0,00€ |
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abzüglich zusätzlicher Erlöse je Jahr |
0,00€ |
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Ergibt Nettofolgekosten im Jahr
von insgesamt |
0,00€ |
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5)
Bilanzielle Auswirkungen (von der Kämmerei auszufüllen) |
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