Beschlussvorlage - 0058/2009
Grunddaten
- Betreff:
-
Aktuelle Verkehrszähldaten
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Hans-Dieter Schumacher
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Entscheidung
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10.02.2009
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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10.03.2009
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Sachverhalt
Kurzfassung
Am Beispiel der
Dauerzählstelle am Märkischen Ring / Finanzamt soll gezeigt werden, wie sich
die Verkehrsbelastung in den letzten fünfzehn Monaten verändert hat. Ergebnis:
Es gibt keine signifikanten Zu- oder Abnahmen – auch nicht beim
LKW-Verkehr.
Begründung
Häufig
werden Anfragen zur Entwicklung der Verkehrsmengen im Hagener Straßennetz gestellt,
die auf den subjektiven Eindruck zurückgehen, die Verkehrsbelastung und hier
insbesondere beim Straßengüterverkehr (Lkw) habe in den letzten Jahren spürbar
zugenommen. Mit der derzeit einzigen auswertbaren Dauerzählstelle im
Stadtgebiet
Dauerzählstelle Märkischer Ring (Finanzamt)
liegen
überprüfbare Daten zur Verkehrsentwicklung vor. Damit wird zwar nur ein lokal
eingeschränktes Phänomen beschrieben – an anderer Stelle können durchaus
auch deutliche Abweichungen nach oben und unter vorliegen –, an diesem
Hauptverkehrsknoten der Innenstadt lassen sich aber grundlegende Trends der
Verkehrsmengen-Entwicklung ablesen.
Allgemein
Seit Mai 2004 ist auf dem Märkischen Ring im Bereich
des Finanzamtes eine Dauerzählstelle eingerichtet (s. Abb. 1). Durch 4
Doppelzählschleifen (DE1 bis DE4) werden hier im Minutentakt die Verkehrsströme,
differenziert nach 5 Fahrzeugarten (Pkw, Pkw+Anhänger, Lkw, Lkw+Anhänger, Bus),
erfasst. Diese Rohdaten werden direkt auf einem PC im Fachbereich 61
gespeichert.
Auswertung
Die Rohdaten werden für die weitere Bearbeitung und
Bewertung der Zählergebnisse nach verschiedenen Methoden zusammengefasst:
Tagespegel: Die Rohdaten werden richtungsabhängig
zu 15-min-Werte zusammengefasst und archiviert.
Wochenpegel: Die Rohdaten von montags bis sonntags
werden richtungsabhängig und querschnittsbezogen zu 1-h-Werte zusammengefasst
und als Wochenpegel archiviert.
Monatspegel: Für jeden Tag wird die
querschnittsbezogene Gesamtbelastung ermittelt, zu einem Monatspegel
zusammengefasst und archiviert.
Jahrespegel: Die Tageswerte werden zu einem
Jahrespegel zusammengefasst. Hier werden auch sonstige jahresbedingte
Kenngrößen mit dokumentiert (Feiertage, Ferienzeit).
In der nachfolgenden Tabelle sind die durchschnittlichen
Tageswerte (Werktage Mo-Fr) eines Jahres dargestellt. Die entsprechenden
Jahreswerte dürfen so allerdings nicht miteinander verglichen werden, da
jahresbedingte Besonderheiten nicht berücksichtigt wurden.

jahresbedingte
Besonderheiten
2004
Zähldaten wurden
erst ab dem 01.05.2004 erfasst.
2005
Zähldaten wurden
nur bis zum 06.02.2005 erfasst.
Verwaltungsinterner Umzug im Februar 2005. Da nach dem Umzug der PC für die
Datenübertragung nicht mehr funktionsfähig war, wurden keine Zähldaten mehr
erfasst.
2006
Im Juni 2006
wurde der PC ersetzt. Ab 19.06.2006 konnten wieder Zähldaten erfasst werden.
Die Fehleranfälligkeit der neuen Datenleitung zur Zählstelle war allerdings
sehr hoch.
2007
Seit dem
05.01.2007 ist die Datenverbindung zur Zählstelle relativ stabil.
In den Zeiträumen 15.02.2007 – 30.04.2007 bzw. 01.06.2007 –
31.08.2007 lief die Test-Phase für die „Dynamische Verkehrslenkung“.
Vergleich 2007 / 2008
Um die Zählergebnisse der Jahre 2007 und 2008
miteinander vergleichen zu können, muss eine vergleichbare Ausgangssituation
geschaffen werden. Ein Zähltag, auf dem eine der folgenden Bedingungen
zutrifft, wird nicht berücksichtigt:
-
Samstag oder
Sonntag
-
Feiertag
(einschl. „Heilig Abend“; „Silvester“)
-
Ferientag
-
Fehlerquote >
1% (nicht korrekte bzw. keine Zähldaten)
-
Zeitraum 15.02.
– 30.04. bzw. 01.06. – 31.08.
Für den Vergleich können somit
pro Jahr 108 Auswertungstage berücksichtigt werden.
Vergleich der 30.Stunde
(s. HBS 2001)
Die Bemessung von Anlagen des Straßenverkehrs
erfordert Kenntnisse über die maßgebende Verkehrsnachfrage, die als
Bemessungsverkehrsstärke bezeichnet wird. Da aus wirtschaftlichen Gründen nicht
für die höchste jemals auftretende Spitzenstunde eine Verkehrsanlage ausgelegt
werden kann, wird eine gewisse Überlastungshäufigkeit akzeptiert. Als
Bemessungsverkehrsstärke wird die 30.Stunde definiert. Diese erhält man, indem
die stündlichen Verkehrstärken aller Stunden eines Jahres absteigend sortiert
werden (Dauerlinie) und die 30.Stunde ausgewählt wird.
Anlehnend an dieser Methode wird für den Jahresvergleich
eine Dauerlinie aus den zur Verfügung stehenden Auswertungstagen erstellt
(Anlage 1) und die Verkehrsstärke der 30.Stunde ausgewählt.
30.Stunde 2007 3.473
Kfz/h
30.Stunde 2008 3.464
Kfz/h
Zusätzliche wird auch die
durchschnittliche Stundenbelastung ermittelt.
2007 1.849
Kfz/h
2008 1.843
Kfz/h
Vergleich der durchschnittlichen Tagespegel
Als weitere Vergleichsmethode werden getrennt nach
Pkw und Lkw die durchschnittlichen Tagespegel erstellt (Anlage 2 und 3). Daraus
werden folgende durchschnittlichen Tagesbelastungen abgeleitet:
Pkw 2007 42.373
Pkw/24h
Pkw 2008 42.242 Pkw/24h
Lkw 2007 2.024 Lkw/24h
Lkw 2008 2.017
Lkw/24h
Fazit
Der Vergleich der ermittelten Kenngrößen (s. Tabelle)
zeigt, dass bei allen Kenngrößen die Werte des Jahres 2008 ca. 0,3% geringer
sind als die des Jahres 2007. Ein möglicher Abwärtstrend kann daraus nicht
abgeleitet werden. Da nicht alle Ereignisse, die geringfügig den Verkehr
beeinflussen können, berücksichtigt werden konnten (Wetterverhältnisse,
Unfälle, kurzfristige Umleitungen usw.), kann diese geringe Differenz vernachlässigt
werden.
Die Verkehrsbelastung auf dem
Märkischen Ring – im Bereich Finanzamt – ist konstant geblieben.

Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
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(wie Dokument)
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70,1 kB
|
