Beschlussvorlage - 0009/2009
Grunddaten
- Betreff:
-
Maßnahme 41 01/01 des 1. Sparpaketes"Umstrukturierung des Kulturamtes"
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Kulturbüro
- Bearbeitung:
- Angelika Josten
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Entscheidung
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27.01.2009
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Sachverhalt
Kurzfassung
Im Rahmen der vom Rat 2008
beschlossenen Konsolidierungsmaßnahmen spart das Kulturbüro (vormals Kulturamt)
insgesamt 70.000 € aus den Mitteln zur Förderung der freien Kulturarbeit.
Diese Einsparungen werden so strukturschonend wie möglich vorgenommen, berücksichtigen
die Maßgaben zur Kulturhauptstadt RUHR2010 und verteilen sich auf die Jahre
2008 bis 2011. Diese Vorlage gibt einen Überblick über die einzelnen Maßnahmen.
Begründung
Bereits mit Datum vom
14.04.2008 hatte die Verwaltung den ursprünglichen Vorschlag des Mentors zur
Umwandlung des Kulturamtes in ein Kulturbüro konkretisiert. Dieses Papier wurde
als Stellungnahme des Verwaltungsvorstandes zum Vorschlag des Mentors dem Rat
in seiner Sitzung am 19.06.2008 als Tischvorlage zugeleitet (siehe Anlage). Der
Rat der Stadt hat daraufhin folgenden Beschluss gefasst: „Der Rat nimmt
zur Kenntnis, dass die Verwaltung beabsichtigt, das Kulturamt in ein Kulturbüro
umzuwandeln.“ Der Ratsbeschluss beziffert das Einsparvolumen incl.
Personalkosten auf 130.000 Euro.
Auf Basis dieses
Ratsbeschlusses berichtet die Verwaltung in dieser Vorlage über den Stand der
Umsetzung dieser Sparmaßnahme:
Zur Sparmaßnahme 41 01/01
„Umstrukturierung des Kulturamtes“ gehört neben einer Personaleinsparung
von 1,5 Stellen eine Reduzierung des Budgets zur Förderung der freien
Kulturarbeit in Hagen um insgesamt 70.000 €. Eine erste Einsparung in
Höhe von 25.500 Euro wurde in 2008 realisiert:
Die Streichung der Mittel zur Teilnahme an dem
Projekt „Ab in die Mitte!“ in Höhe von 22.500 € sowie die
Kürzung der Mittel der örtlichen Kulturpflege/eigene Veranstaltungen in Höhe
von 3.000 Euro. Dadurch wurde das Literaturprojekt „LiteRatia“
gestrichen.
Nach längeren Vorüberlegungen
und Gesprächen wurde eine Reihe von konkreten weiteren Einsparvorschlägen
erarbeitet, die ab 2009 realisiert werden und
Auswirkungen auf die zukünftige Arbeit des Kulturbüros und seiner
Partner haben werden.
Zu diesen Maßnahmen zählen:
Für 2009:
1. Streichung der Chorförderung 25.000 Euro
2. Streichung der Mittel für
Öffentlichkeitsarbeit „Urlaubskorb“ 3.500 Euro
3. Kürzung der Mittel für Öffentlichkeitsarbeit
im Bereich Festivals 1.000 Euro
4. Kürzung der Mittel Ausstattungsgegenstände 700 Euro
Insgesamt 30.200 Euro
Für 2010:
1. Streichung der Mittel „Donnerstag
abends“ 2.000 Euro
2. Streichung des Zuschusses
für die Kooperative K 2.300 Euro
Insgesamt
4.300 Euro
Für 2011:
1. Streichung des Ansatzes
Muschelsalat 10.000 Euro
Auswirkungen
Zur Streichung der Chorförderung ab 2009 kann bislang
gesagt werden, dass es keine nennenswerten Beschwerden, im Gegenteil sogar
Verständniserklärungen einzelner Chöre für diese Maßnahme in Zeiten leerer
Kassen gibt. Auch Dank für die so lange gewährte Förderung wurde ausgesprochen.
Mit einer drastischen Veränderung der Hagener Chorlandschaft ist aus Sicht des
Kulturbüros daher nicht zu rechnen.
Die Streichung der Mittel
für den „Urlaubskorb“
soll nicht automatisch zu einer Einsparung dieser beliebten Reihe führen. Über
Werbeeinnahmen wird das Kulturbüro in 2009 versuchen, die eingesparten Mittel
zu akquirieren und damit das mit rund 150 Veranstaltungen geschnürte
Veranstaltungspaket hoffentlich erhalten können. Eine größere
Auftaktveranstaltung ist jedoch unter Umständen dann nicht mehr möglich. Falls
die Werbeeinnahmen zu gering ausfallen, wird das Projekt ab 2010 unter
Umständen doch gestrichen.
Die Kürzung von 3.000 Euro
aus den Mitteln für örtliche Kulturpflege führte dazu, dass das beliebte
Literaturprojekt „LiteRatia
– Wege durch den Bücherdschungel“ gestrichen werden musste.
Durch die Streichung des
Zuschusses zur Erfolgsreihe „Donnerstags
abends“ wird die Vortragsreihe in der SIHK nicht in ihrem Bestand
gefährdet. Auch die Kooperative K
steht voraussichtlich durch die Streichung des Zuschusses nicht vor dem Aus.
Gleichwohl bedeutet dies eine schmerzliche Einbuße für eine so kleine
Einrichtung.
Eigentlich war geplant, die
Mittel zum Muschelsalat in 2009
bereits einzusparen. Da sich jedoch im Sommer überraschend eine
Bürgerinitiative „Muschelsalatretter“ gründete mit dem Ziel, die
einzusparenden Mittel über Spenden mittelfristig zu erarbeiten, hat das
Kulturbüro entschieden, diese Einsparmaßnahme erst zu einem späteren Zeitpunkt
vorzunehmen. Damit bekommt diese engagierte Initiative die Gelegenheit, ein
entsprechendes Budget über Spenden einzuwerben.
Der Muschelsalat ist eine Veranstaltungsreihe, die rund 60.000 bis
70.000 € pro Jahr kostet. Diese Summe setzt sich aus einem Anteil des
Kulturbüros von 15.000 €, Sponsorenleistungen von weiteren 17.500
€, einem Zuschuss aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit (OB),
Zuwendungen aus verschiedenen Bezirksvertretungen und HagenBad sowie möglichen
weiteren Kooperationspartnern zusammen. Je nach Ausführung ist die Finanzierung
jedes Jahr unterschiedlich.
Klar wird aber, dass durch
die Einsparungen auch in anderen städtischen Bereichen der Muschelsalat mit
beeinträchtigt ist und sich nicht allein durch die Ergänzung des Einsparvolumens
des Kulturbüros von 10.000 € erhalten lässt. Schätzungen zufolge gibt es
ab 2011 einen Fehlbedarf von rund 30.000 bis 35.000 €. Es ist dem
Kulturbüro wichtig, dass in 2009 und dem Kulturhauptstadtjahr 2010 diese
traditionsreiche Sommerreihe noch stattfinden kann und zudem der Verein
Muschelsalatretter eine solide Basis aufbauen kann, auf der eventuell
tatsächlich eine Rettung der beliebten Open-Air-Reihe zustande kommt.
Personalabbau
Die Konsolidierungsmaßnahme
41 01/01 sieht den Abbau von 1,5 Stellen der derzeit 6 Stellen des Kulturamtes
vor. Mit Beginn des Abbaus 2010 wird die Umstrukturierung vom eigenständigen
Fachamt in eine Stabstelle beim zuständigen Beigeordneten vollzogen. Ab 1.1.
2009 nennt sich das Kulturamt bereits Kulturbüro.
Anlagen
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(wie Dokument)
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