Beschlussvorlage - 0009/2009

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss nimmt die Vorlage zur Umstrukturierung des Kulturamtes zur Kenntnis.

Reduzieren

Sachverhalt

Kurzfassung

 

 

Im Rahmen der vom Rat 2008 beschlossenen Konsolidierungsmaßnahmen spart das Kulturbüro (vormals Kulturamt) insgesamt 70.000 € aus den Mitteln zur Förderung der freien Kulturarbeit. Diese Einsparungen werden so strukturschonend wie möglich vorgenommen, berücksichtigen die Maßgaben zur Kulturhauptstadt RUHR2010 und verteilen sich auf die Jahre 2008 bis 2011. Diese Vorlage gibt einen Überblick über die einzelnen Maßnahmen.

 

 

 

Begründung

 

 

Bereits mit Datum vom 14.04.2008 hatte die Verwaltung den ursprünglichen Vorschlag des Mentors zur Umwandlung des Kulturamtes in ein Kulturbüro konkretisiert. Dieses Papier wurde als Stellungnahme des Verwaltungsvorstandes zum Vorschlag des Mentors dem Rat in seiner Sitzung am 19.06.2008 als Tischvorlage zugeleitet (siehe Anlage). Der Rat der Stadt hat daraufhin folgenden Beschluss gefasst: „Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die Verwaltung beabsichtigt, das Kulturamt in ein Kulturbüro umzuwandeln.“ Der Ratsbeschluss beziffert das Einsparvolumen incl. Personalkosten auf 130.000 Euro.

Auf Basis dieses Ratsbeschlusses berichtet die Verwaltung in dieser Vorlage über den Stand der Umsetzung dieser Sparmaßnahme:

 

 

Zur Sparmaßnahme 41 01/01 „Umstrukturierung des Kulturamtes“ gehört neben einer Personaleinsparung von 1,5 Stellen eine Reduzierung des Budgets zur Förderung der freien Kulturarbeit in Hagen um insgesamt 70.000 €. Eine erste Einsparung in Höhe von 25.500 Euro wurde in 2008 realisiert:

 

 Die Streichung der Mittel zur Teilnahme an dem Projekt „Ab in die Mitte!“ in Höhe von 22.500 € sowie die Kürzung der Mittel der örtlichen Kulturpflege/eigene Veranstaltungen in Höhe von 3.000 Euro. Dadurch wurde das Literaturprojekt „LiteRatia“ gestrichen.

 

Nach längeren Vorüberlegungen und Gesprächen wurde eine Reihe von konkreten weiteren Einsparvorschlägen erarbeitet, die ab 2009 realisiert werden und  Auswirkungen auf die zukünftige Arbeit des Kulturbüros und seiner Partner haben werden.

 

Zu diesen Maßnahmen zählen:

 

Für 2009:

 

1.  Streichung der Chorförderung                                                             25.000 Euro

2.  Streichung der Mittel für Öffentlichkeitsarbeit „Urlaubskorb“              3.500 Euro

3.  Kürzung der Mittel für Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Festivals       1.000 Euro

4.  Kürzung der Mittel Ausstattungsgegenstände                                         700 Euro

Insgesamt                                                                                                    30.200 Euro

 

Für 2010:

 

1. Streichung der Mittel „Donnerstag abends“                                          2.000 Euro

2. Streichung des Zuschusses für die Kooperative K                              2.300 Euro

Insgesamt                                                                                                      4.300 Euro

 

 

 

 

 

 Für 2011:

 

1. Streichung des Ansatzes Muschelsalat                                                10.000 Euro

 

 

Auswirkungen

 

Zur Streichung der Chorförderung ab 2009 kann bislang gesagt werden, dass es keine nennenswerten Beschwerden, im Gegenteil sogar Verständniserklärungen einzelner Chöre für diese Maßnahme in Zeiten leerer Kassen gibt. Auch Dank für die so lange gewährte Förderung wurde ausgesprochen. Mit einer drastischen Veränderung der Hagener Chorlandschaft ist aus Sicht des Kulturbüros daher nicht zu rechnen.

 

Die Streichung der Mittel für den „Urlaubskorb“ soll nicht automatisch zu einer Einsparung dieser beliebten Reihe führen. Über Werbeeinnahmen wird das Kulturbüro in 2009 versuchen, die eingesparten Mittel zu akquirieren und damit das mit rund 150 Veranstaltungen geschnürte Veranstaltungspaket hoffentlich erhalten können. Eine größere Auftaktveranstaltung ist jedoch unter Umständen dann nicht mehr möglich. Falls die Werbeeinnahmen zu gering ausfallen, wird das Projekt ab 2010 unter Umständen doch gestrichen.

 

Die Kürzung von 3.000 Euro aus den Mitteln für örtliche Kulturpflege führte dazu, dass das beliebte Literaturprojekt „LiteRatiaWege durch den Bücherdschungel“ gestrichen werden musste.

 

Durch die Streichung des Zuschusses zur Erfolgsreihe „Donnerstags abends“ wird die Vortragsreihe in der SIHK nicht in ihrem Bestand gefährdet. Auch die Kooperative K steht voraussichtlich durch die Streichung des Zuschusses nicht vor dem Aus. Gleichwohl bedeutet dies eine schmerzliche Einbuße für eine so kleine Einrichtung.

 

Eigentlich war geplant, die Mittel zum Muschelsalat in 2009 bereits einzusparen. Da sich jedoch im Sommer überraschend eine Bürgerinitiative „Muschelsalatretter“ gründete mit dem Ziel, die einzusparenden Mittel über Spenden mittelfristig zu erarbeiten, hat das Kulturbüro entschieden, diese Einsparmaßnahme erst zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen. Damit bekommt diese engagierte Initiative die Gelegenheit, ein entsprechendes Budget über Spenden einzuwerben.

 

Der Muschelsalat ist eine Veranstaltungsreihe, die rund 60.000 bis 70.000 € pro Jahr kostet. Diese Summe setzt sich aus einem Anteil des Kulturbüros von 15.000 €, Sponsorenleistungen von weiteren 17.500 €, einem Zuschuss aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit (OB), Zuwendungen aus verschiedenen Bezirksvertretungen und HagenBad sowie möglichen weiteren Kooperationspartnern zusammen. Je nach Ausführung ist die Finanzierung jedes Jahr unterschiedlich.

 

Klar wird aber, dass durch die Einsparungen auch in anderen städtischen Bereichen der Muschelsalat mit beeinträchtigt ist und sich nicht allein durch die Ergänzung des Einsparvolumens des Kulturbüros von 10.000 € erhalten lässt. Schätzungen zufolge gibt es ab 2011 einen Fehlbedarf von rund 30.000 bis 35.000 €. Es ist dem Kulturbüro wichtig, dass in 2009 und dem Kulturhauptstadtjahr 2010 diese traditionsreiche Sommerreihe noch stattfinden kann und zudem der Verein Muschelsalatretter eine solide Basis aufbauen kann, auf der eventuell tatsächlich eine Rettung der beliebten Open-Air-Reihe zustande kommt.

 

Personalabbau

 

Die Konsolidierungsmaßnahme 41 01/01 sieht den Abbau von 1,5 Stellen der derzeit 6 Stellen des Kulturamtes vor. Mit Beginn des Abbaus 2010 wird die Umstrukturierung vom eigenständigen Fachamt in eine Stabstelle beim zuständigen Beigeordneten vollzogen. Ab 1.1. 2009 nennt sich das Kulturamt bereits Kulturbüro.

Reduzieren

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

 

x

Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...

Beschlüsse

Erweitern

27.01.2009 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - ungeändert beschlossen