Beschlussvorlage - 0492/2004
Grunddaten
- Betreff:
-
Busbeschleunigung B 7, Wehringhauser Straße
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 66 Fachbereich Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken
- Bearbeitung:
- Ilona Schaefer
- Beteiligt:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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29.06.2004
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Erledigt
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Bezirksvertretung Haspe
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Vorberatung
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07.07.2004
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01.09.2004
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●
Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Entscheidung
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13.07.2004
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Beschlussvorschlag
1. Die 1999
beschlossenen Maßnahmen zur Busbeschleunigung zwischen Dieckstraße und
Schwanenstraße werden nicht umgesetzt.
2. Die Maßnahmen
zwischen Dieckstraße und Preußerstraße werden zurückgestellt. Nach
Fertigstellung der Bahnhofshinterfahrung, Ortsumgehung Wehringhausen, wird eine
erneute Überprüfung der Erfordernisse dieser Maßnahmen durchgeführt.
3. Die Verwaltung
wird beauftragt, die frei werdenden Mittel in Abstimmung mit der Hagener
Straßenbahn AG für andere Maßnahmen der Busbevorzugung vorzusehen und
entsprechende Förderantrage zu stellen.
Sachverhalt
Begründung:
Vorlauf
Die Busbeschleunigung B 7 wurde vor
ca. 7 Jahren als dringende Maßnahme angesehen, da sich insbesondere in den
Nachmittagsstunden ein Rückstau von der Kreuzung Wehringhauser Straße/Bergischer
Ring bis zur Minervastraße, zeitweise sogar bis zur Dieckstraße einstellte.
Dies führte regelmäßig auch zu deutlichen Verlustzeiten im ÖPNV.
Auf der Grundlage der
Verwaltungsvorlage 600050/97 wurde die Verwaltung im Frühjahr 1997 beauftragt,
entsprechende Planungen zu erarbeiten.
Eine ursprüngliche Planung zur
Einrichtung separater Busspuren wurde verworfen, weil dies zu
Verkehrsverlagerungen auf vorgelagerte und benachbarte Straßen geführt hätte.
So wurde u.a. befürchtet, dass es zu Staus auf der Nordumgehung Haspe kommt (Beschluss
der Bezirksvertretung Haspe vom 03.02.1999).
Es wurde ein Prüfauftrag für den
gesamten Straßenabschnitt der B 7 zwischen Hördenstraße und Altenhagener Brücke
erteilt mit dem Ziel, durch verkehrsabhängig gesteuerte Signalprogramme und
eine Vorrangbeeinflussung für den Bus den Verkehrsfluss für den
Individualverkehr und den ÖPNV zu optimieren.
Die Ergebnisse des Planungsauftrages
wurden mit Verwaltungsvorlage 600252/98 im Februar 1999 vorgestellt. Als
Ergebnis wurde festgestellt, dass Busbevorzugungsmaßnahmen auf der
Wehringhauser Straße ab Preußerstraße sinnvoll sind.
Die Umsetzung der Maßnahme nach
positivem Zuwendungsbescheid wurde beschlossen. Auf dieser Grundlage wurden
sodann Zuschüsse nach GVFG-ÖV für die Gesamtmaßnahme mit Kosten von 982.500,--
€ beantragt und auch – zuletzt mit Zuwendungsbescheid vom
12.12.2003 – zumindest teilweise bewilligt.
Die Maßnahmen auf der Wehringhauser
Straße allein würden aber nicht zu einer gewünschten Verbesserung führen, da
der Verkehrsabfluss im Bereich Bergischer Ring und Graf-von-Galen-Ring
ebenfalls dringend verbessert werden musste. Aus diesem Grund wurde die
laufende Baumaßnahme “Graf-von-Galen-Ring/Bahnhofsvorplatz/ZOB” um
die Busbevorzugung in diesem Bereich bis einschließlich Altenhagener Brücke erweitert.
Dieser für den gesamten Verkehrsablauf auf der B 7 zentrale
Straßenabschnitt wurde zwischenzeitlich mit Busbevorzugungstechnik
ausgestattet.
Nach Beendigung der Baumaßnahme
Graf-von-Galen-Ring einschließlich der Busbevorzugung kann festgestellt werden,
dass der Verkehrsfluss auf der B 7 – Wehringhauser Straße wesentlich
verbessert wurde. Rückstau tritt nur noch selten auf und wenn, dann in dem
Bereich vom Bergischen Ring bis zur Schwanenstraße. Durch diese Maßnahmen wurde
ein deutlicher Fahrzeitgewinn für den ÖPNV erzielt, so dass bei Durchführung weiterer
Maßnahmen in der Wehringhauser Straße mit einem zusätzlichen Fahrzeitgewinn für
den ÖPNV von deutlich unter den seinerzeit angestrebten 7% zu rechnen ist (s.
Vorlage Drucksachen-Nr. 600252/98).
Bahnhofshinterfahrung
In einem Abstimmungsgespräch beim
Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung am 29.04.2004 in Düsseldorf
wurde die grundsätzliche Förderfähigkeit der Bahnhofshinterfahrung erörtert. Im
Ergebnis wurde von den Ministeriumsvertretern der erste Teilabschnitt zwischen
Dieckstraße und Weidestraße als Ortsumfahrung Wehringhausen als Teil der
Gesamtmaßnahme “Bahnhofshinterfahrung” mit einem hohen Verkehrswert
und damit als förderwürdig eingestuft. Die Anmeldung dieser Maßnahme für eine
Förderung nach dem GVFG ist bereits erfolgt.
Durch die geplante
Bahnhofshinterfahrung im Bereich Wehringhausen wird die heutige B 7
Wehringhauser Straße im Bereich Minervastraße um bis zu 90% entlastet werden.
Ein großer Teil der für die Busbevorzugung umzurüstenden Signalanlagen liegt in
diesem Bereich Wehringhauser Straße, der durch die Bahnhofshinterfahrung
entlastet wird. Es ist nicht zulässig, jetzt die Signalanlagen mit
Zuschussmitteln umzurüsten, wenn diese Anlagen in einem überschaubaren Zeitraum
wieder umgebaut oder sogar ganz demontiert werden müssen. In dem
Abstimmungsgespräch in Düsseldorf wurde daher seitens der Stadt ein Verzicht
auf die Förderung der Maßnahme “Busbeschleunigung
B 7” angeboten; stattdessen
sollen in einem späteren Förderantrag geeignete Maßnahmen zur Bevorrechtigung
des ÖPNV an anderer Stelle vorgeschlagen werden.
Fazit und Empfehlung
Dieses Verfahren ist mit der Hagener Straßenbahn AG abgestimmt. Es wirkt sich nicht zuschussschädlich auf die von der Hagener Straßenbahn inzwischen realisierten Ausrüstungen mit einem zentralen rechnergestützten Betriebsleitsystem und der dezentralen Technik in den Fahrzeugen (Signalbeeinflussung) aus. Die Hagener Straßenbahn hat inzwischen einen Katalog von wünschenswerten kleinteiligen Maßnahmen zur Busbevorrechtigung an verschiedenen Stellen des Streckennetzes vorgelegt.
Im Facharbeitskreis ÖPNV/SPNV am
25.052004 wurde diese Vorgehensweise ebenfalls erörtert und ihr im Grundsatz
zugestimmt.
Aus den vorgenannten Gründen wird
vorgeschlagen, die Busbevorzugung B 7 zurückzustellen. Die Maßnahmen zwischen
Dieckstraße und Schwanenstraße sollen entfallen. Der Bereich von der
Preußerstraße bis zur Rehstraße wird ggf. zu einem späteren Zeitpunkt, eventuell
zeitgleich mit der Bahnhofshinterfahrung, realisiert.
