Beschlussvorlage - 1052/2008
Grunddaten
- Betreff:
-
Kleinräumiger EntwicklungsstandInformationen zur Wohnstruktur
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Dieter Althaus
- Beteiligt:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
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Vorberatung
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03.12.2008
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Nord
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Vorberatung
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03.12.2008
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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09.12.2008
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Geplant
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Bezirksvertretung Hohenlimburg
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Vorberatung
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10.12.2008
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Erledigt
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Bezirksvertretung Haspe
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Vorberatung
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11.12.2008
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●
Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Vorberatung
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16.12.2008
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Sachverhalt
Kurzfassung
Der
„Kleinräumige Entwicklungsstand“ stellt die Wohnqualität in den
Hagener Wohnquartieren dar.
Begründung
Mit Hilfe eines Indikatorenmodells beschreibt die beigefügte
Untersuchung auf kleinräumiger Basis die Wohnwerte der Hagener Quartiere,
stellt also für diese Groß(wohn)blöcke Stärken und Schwächen dar. Damit liefert
sie wertvolle Aussagen zur Wohnqualität in Hagen. Problemgebiete können
identifiziert werden. Quartiere, die durch städtebauliche Aufwertungsmaßnahmen
gefördert werden sollen, sind hier mit Qualitäten und Defiziten beschrieben und
abgegrenzt.
Dabei handelt es sich um ein in den Grundzügen einfaches
Modell, das insgesamt auf der Kostenseite mit geringen Mitteln auskommt. Die
Analyse umfasste von 285 Hagener Großblöcken alle 198, die über mehr als 150
Einwohner verfügen. In ihnen wohnen etwa 98 % der Hagener Bevölkerung.
Die Situation in jedem Großblock wurde anhand von 40
Merkmalen bestimmt, von denen neun dem Bereich „Bevölkerung“,
sieben dem Bereich „Gebäudezustand und Grundstücke“, siebzehn dem
Bereich „Infrastruktur“ und die letzten sieben dem Bereich
„Umwelt, Verkehr und Gewerbe“ zuzuordnen sind. Damit gibt das
Modell nicht nur Auskunft über den Gesamtwohnwert, sondern auch über dessen
vier wichtige Teilaspekte.
Als Ergebnis des Indikatorenmodells erhält jeder Großblock
einen Punktwert, anhand dessen eine Einordnung in eine der fünf Ergebniskategorien
erfolgt: „weit überdurchschnittlich“, „überdurchschnittlich“,
„durchschnittlich“, „unterdurchschnittlich“ oder
„weit unterdurchschnittlich“ erfolgt.
Das erlangte Urteil ist allein auf Hagen bezogen. In einer
anderen, nicht so gut versorgten Stadt könnten als unterdurchschnittlich bewertete
Hagener Großblöcke durchaus besser eingestuft werden. Ebenso wenig Bedeutung
müssen die allgemeinen Beurteilungsgewichtungen für die individuelle
Betrachtung eines Haushaltes haben. Je nach eigenen Bedürfnissen kann sich eine
Familie oder Einzelperson in der „unterdurchschnittlich“ bewerteten
City wegen der verkehrsgünstigen Wohnlage und der fast gegebenen
„Totalversorgung“ in fußläufiger Entfernung bei annehmbarer Miete
in bester Nachbarschaft optimal versorgt fühlen.
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Entwicklungsstand 2006 |
Anteil der Großblöcke in % |
Einwohnerzahl |
|
Weit
überdurchschnittlich |
11,5 |
22.700 |
|
Überdurchschnittlich |
22,7 |
44.000 |
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Durchschnittlich |
23,0 |
44.700 |
|
Unterdurchschnittlich |
19,0 |
37.000 |
|
Weit
unterdurchschnittlich |
23,8 |
45.900 |
|
Gesamt |
100 |
194.300 |
23 % der Großblöcke bilden den Durchschnitt, in ihnen
wohnen fast 45.000 Hagener. 34 % der Großblöcke erfuhren eine bessere
Bewertung, aber fast 43 % schnitten schlechter ab. In diesen als
unterdurchschnittlich zum Hagener Niveau bewerteten Quartieren leben fast
83.000 Einwohner. In den „weit unterdurchschnittlichen“ Großblöcken
leben doppelt so viele Einwohner wie in den „weit
überdurchschnittlichen“.
1993 wurde die Untersuchung bereits schon einmal
durchgeführt. 195 Großblöcke wurden sowohl 1993 als auch 2006 bewertet.
Die Veränderung des erreichten Punktwertes gibt Auskunft, ob
sich die Situation im Großblock verbessert oder verschlechtert hat oder ob sie
gleichgeblieben ist.
|
Veränderung 1993-2006 |
Anteil der Großblöcke in % |
Einwohnerzahl |
|
Deutlich
verbessert |
5,1 |
5.800 |
|
Verbessert |
12,3 |
30.900 |
|
Gleichgeblieben |
54,9 |
75.100 |
|
Verschlechtert |
16,9 |
52.200 |
|
Deutlich
verschlechtert |
10,8 |
30.300 |
|
Gesamt |
100 |
194.300 |
Zehn Großblöcke konnten so viele Punkte hinzugewinnen, dass
sie das Attribut „Deutlich verbessert“ erhielten. 24 Großblöcke
konnten ihren Punktestand so weit aufstocken, dass ihre Situation als „Verbessert“
zu bezeichnen ist. Kaum Veränderungen weisen fast die Hälfte der Großblöcke
(97) auf. Weniger Punkte und damit eine Verschlechterung muss 64 Großblöcken
attestiert werden. Unter ihnen befinden sich 21 Quartiere deren Entwicklung als
„deutlich verschlechtert“ einzustufen ist.
In die Untersuchung sind die neuesten zur Verfügung
stehenden Informationen eingeflossen. Natürlich bleibt die Stadtentwicklung
nicht stehen und so wird es über kurz
oder lang zu Veränderungen kommen, die auch Teilergebnisse dieser Analyse
beeinflussen. Erinnert werden darf zum Beispiel an die zu erwartenden Auswirkungen
der neuen Ortsumgehung Boele mit der bereits kürzlich realisierten Marktplatzaufwertung.
