Beschlussvorlage - 1052/2008

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Stadtentwicklungsausschuss und die Bezirksvertretungen nehmen die Vorlage zur Kenntnis.

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Sachverhalt

Kurzfassung

 

Der „Kleinräumige Entwicklungsstand“ stellt die Wohnqualität in den Hagener Wohnquartieren dar.

 

Begründung

 

Mit Hilfe eines Indikatorenmodells beschreibt die beigefügte Untersuchung auf klein­räumiger Basis die Wohnwerte der Hagener Quartiere, stellt also für diese Groß(wohn)blöcke Stärken und Schwächen dar. Damit liefert sie wertvolle Aussagen zur Wohnqualität in Hagen. Problemgebiete können identifiziert werden. Quartiere, die durch städtebauliche Aufwertungsmaßnahmen gefördert werden sollen, sind hier mit Qualitäten und Defiziten beschrieben und abgegrenzt.

 

Dabei handelt es sich um ein in den Grundzügen einfaches Modell, das insgesamt auf der Kostenseite mit geringen Mitteln auskommt. Die Analyse umfasste von 285 Hagener Großblöcken alle 198, die über mehr als 150 Einwohner verfügen. In ihnen wohnen etwa 98 % der Hagener Bevölkerung.

 

Die Situation in jedem Großblock wurde anhand von 40 Merkmalen bestimmt, von denen neun dem Bereich „Bevölkerung“, sieben dem Bereich „Gebäudezustand und Grundstücke“, siebzehn dem Bereich „Infrastruktur“ und die letzten sieben dem Berei­ch „Umwelt, Verkehr und Gewerbe“ zuzuordnen sind. Damit gibt das Modell nicht nur Auskunft über den Gesamtwohnwert, sondern auch über dessen vier wichtige Teilas­pekte.

 

Als Ergebnis des Indikatorenmodells erhält jeder Großblock einen Punktwert, anhand dessen eine Einordnung in eine der fünf Ergebniskategorien erfolgt: „weit überdurchschnittlich“, „überdurch­schnittlich“, „durchschnittlich“, „unterdurchschnittlich“ oder „weit unterdurchschnittlich“ erfolgt.

 

Das erlangte Urteil ist allein auf Hagen bezogen. In einer anderen, nicht so gut versorgten Stadt könnten als unter­durch­schnittlich bewertete Hagener Großblöcke durchaus besser eingestuft werden. Ebenso wenig Bedeutung müssen die allgemeinen Beurteilungsgewichtun­gen für die individuelle Betrachtung eines Haushaltes haben. Je nach eigenen Bedürfnissen kann sich eine Familie oder Einzelperson in der „unterdurchschnittlich“ bewerteten City wegen der verkehrsgünstigen Wohnlage und der fast gegebenen „Totalversorgung“ in fußläufiger Entfer­nung bei annehmbarer Miete in bester Nachbarschaft optimal versorgt fühlen.  

               

Entwicklungsstand 2006

Anteil der Großblöcke in %

Einwohnerzahl

Weit überdurchschnittlich

11,5

22.700

Überdurchschnittlich

22,7

44.000

Durchschnittlich

23,0

44.700

Unterdurchschnittlich

19,0

37.000

Weit unterdurchschnittlich

23,8

45.900

Gesamt

100

194.300

 

 

 

 

 

23 % der Großblöcke bilden den Durchschnitt, in ihnen wohnen fast 45.000 Hagener. 34 % der Großblöcke erfuhren eine bessere Bewertung, aber fast 43 % schnitten schlechter ab. In diesen als unterdurchschnittlich zum Hagener Niveau bewerteten Quartieren leben fast 83.000 Einwohner. In den „weit unterdurchschnittlichen“ Großblöcken leben doppelt so viele Einwohner wie in den „weit überdurchschnittlichen“.

 

1993 wurde die Untersuchung bereits schon einmal durchgeführt. 195 Großblöcke wurden sowohl 1993 als auch 2006 bewertet.

 

Die Veränderung des erreichten Punktwertes gibt Auskunft, ob sich die Situation im Großblock verbessert oder verschlechtert hat oder ob sie gleichgeblieben ist.

 

Veränderung 1993-2006

Anteil der Großblöcke in %

Einwohnerzahl

Deutlich verbessert

5,1

5.800

Verbessert

12,3

30.900

Gleichgeblieben

54,9

75.100

Verschlechtert

16,9

52.200

Deutlich verschlechtert

10,8

30.300

Gesamt

100

194.300

 

Zehn Großblöcke konnten so viele Punkte hinzugewinnen, dass sie das Attribut „Deut­lich verbessert“ erhielten. 24 Großblöcke konnten ihren Punktestand so weit aufsto­cken, dass ihre Situation als „Verbessert“ zu bezeichnen ist. Kaum Veränderungen weisen fast die Hälfte der Großblöcke (97) auf. Weniger Punkte und damit eine Ver­schlechterung muss 64 Großblöcken attestiert werden. Unter ihnen befinden sich 21 Quartiere deren Entwicklung als „deutlich verschlechtert“ einzustufen ist.

 

In die Untersuchung sind die neuesten zur Verfügung stehenden Informationen ein­geflossen. Natürlich bleibt die Stadtentwicklung nicht stehen und so wird es über  kurz oder lang zu Veränderungen kommen, die auch Teilergebnisse dieser Analyse beeinflussen. Erinnert werden darf zum Beispiel an die zu erwartenden Auswirkun­gen der neuen Ortsumgehung Boele mit der bereits kürzlich realisierten Marktplatzaufwertung.

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

 

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Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

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Beschlüsse

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03.12.2008 - Bezirksvertretung Hagen-Nord - ungeändert beschlossen

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03.12.2008 - Bezirksvertretung Eilpe/Dahl - ungeändert beschlossen

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09.12.2008 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - ungeändert beschlossen

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10.12.2008 - Bezirksvertretung Hohenlimburg

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11.12.2008 - Bezirksvertretung Haspe - ungeändert beschlossen

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16.12.2008 - Stadtentwicklungsausschuss - ungeändert beschlossen