Beschlussvorlage - 0782/2008
Grunddaten
- Betreff:
-
Bürgeranträge zur Verbesserung der Wohnsituation Frankfurter Straße: 1. Aufstellung einer "mobilen Wache" im Bereich Dödter Straße/Frankfurter Straße2. Einschränkung des Schwerlastverkehrs in der Frankfurter Straße, Geschwindigkeitskontrollen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Elke Kramer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Geplant
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Ausschuss für Bürgeranregungen und Bürgerbeteiligung
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Entscheidung
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16.09.2008
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12.11.2008
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Sachverhalt
Kurzfassung
1. Die
Interessengemeinschaft „Die Frankfurter“, vertreten durch Frau
Monika Dittmar, strebt mit ihrem Bürgerantrag vom 05.06.2008 die Aufstellung
einer „mobilen Wache“ im Bereich Dödterstraße/ Frankfurter Straße zu
den Öffnungszeiten der Diskothek „Fun-Park“ an, da sich die
Anwohner/Innen durch das Verhalten der Besucher/Innen der Diskothek zunehmend
gestört fühlen.
2. Zwei weitere
Anwohnerinnen der Frankfurter Straße bemängeln in ihrem Bürgerantrag vom
08.06.2008 ebenfalls die Situation in der Umgebung der Diskothek und beschweren
sich zudem darüber, dass sich der Schwerlastverkehr auf der Frankfurter Straße
verstärkt habe. Zudem werde die vorgeschriebene Geschwindigkeit nicht eingehalten.
Mit dem Bürgerantrag wird angestrebt, dass hiergegen Maßnahmen ergriffen
werden.
Begründung
Zur Begründung ihres
Bürgerantrags zu 1) führt die Antragstellerin aus, dass sich die Lärmbelästigungen
durch die Besucher/Innen der Diskothek „Fun-Park“ auf dem
Elbers-Gelände in den späten Abend- und Nachtstunden stark erhöht haben. Seit
geraumer Zeit werde die Nachtruhe der Anwohner/Innen der umgebenden Wohnstraßen
unter anderem durch lautstarke Gespräche bei der Ankunft und Abfahrt aus der
Diskothek gestört. Zudem sei in letzter Zeit zu bemerken, dass Streitigkeiten
unter den Besucher/Innen verstärkt zunehmen. Wie auch der Presse zu entnehmen
gewesen sei, seien am Samstag, dem 17.05.2008, mehr als zwanzig Personen an
einer Massenschlägerei beteiligt gewesen, zu der die Polizei Verstärkung habe
anfordern müssen. Diese Situation sei kein Einzelfall, fast jedes Wochenende
seien Schlägereien zu beobachten.
Die betroffenen
Anwohner/Innen und die Geschäftsinhaber/Innen hätten Angst, zu den
Öffnungszeiten der Diskothek auf die Straße zu gehen, da sie sich durch
nächtliche Menschenansammlungen bzw. Rudelbildungen bedroht fühlten.
Sachbeschädigungen durch das Umstoßen von Blumenkübeln, Herausreißen von
Pflanzen oder das Werfen mit Pflastersteinen gegen Hauswände seien an der
Tagesordnung. Diskotheken-Besucher verrichteten zudem ihre Notdurft in
Hauseingängen und den Eingängen zu den Ladenlokalen. Durch die Belästigungen,
die durch dieses Klientel an den vergangenen Wochenenden in der Dödterstraße
und in den umliegenden Wohnstraßen verursacht worden seien, entspreche die Wohn-
und Lebensqualität im Stadtteil Oberhagen nicht mehr den Ansprüchen der
Anwohner/Innen.
Um diese Situation zu
verbessern sei es vonnöten, kurzfristig eine „mobile Wache“ im
Bereich Dödterstraße/ Frankfurter Straße aufzustellen und diese zu den
Öffnungszeiten der Diskothek, donnerstags ab 21.00 Uhr bis sonntags, 5.00 Uhr,
zu besetzen.
Die
Antragstellerinnen zu 2) beschreiben in ihrem Bürgerantrag vom 08.06.2008 die
gleiche Situation und bemängeln zusätzlich, dass die Frankfurter Straße
zunehmend mit Schwerlastverkehr belastet sei. Die vorgeschriebene
Geschwindigkeit von 30 km/h werde nicht eingehalten. Es wird deshalb darum
gebeten, Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen und zu prüfen, ob Maßnahmen
ergriffen werden können, um den Schwerlastverkehr aus der Frankfurter Straße
herauszuhalten.
Stellungnahme der Verwaltung
Der Vorschlag, im
Bereich Dödterstraße/ Frankfurter Straße eine mobile Wache aufzustellen, wurde
bereits am 10.06.2008 in der Sitzung der Bezirksvertretung Mitte beraten. Es
wurde mehrheitlich beschlossen, die Polizei zu bitten, diesem Vorschlag zu
folgen und zu den Öffnungszeiten der Diskothek „Fun-Park“, zwischen
Donnerstag, 21.00 Uhr und Sonntag, 5.00 Uhr eine mobile Wache probeweise
aufzustellen (Vorlage Nr. 0543/2008).
Zu diesem Beschluss
der Bezirksvertretung Mitte hat die Polizeipräsidentin bereits mit Schreiben
vom 18.07.2008 Stellung genommen (siehe Anlage). Die Aufstellung einer mobilen
Wache kommt danach nicht in Betracht, da sich die bisher ergriffenen Maßnahmen
als so effektiv erwiesen haben, dass die Einsatzzahlen im Bereich Fun-Park
deutlich reduziert werden konnten.
Zur Frage der Entlastung
der Wohnstraßen in der Umgebung des Elbers- Geländes vom Durchgangsverkehr verweist
die Verwaltung auf die bisher getroffenen Maßnahmen, die im Beschwerdeausschuss
bereits eingehend diskutiert wurden. Zur Frage der Belastung der Frankfurter
Straße durch Schwerlastverkehr teilt die Straßenverkehrsbehörde mit, dass
hierzu keine Erhebungen vorliegen. Grundsätzlich kann jedoch der Schwerlastverkehr
aus der Frankfurter Straße nicht herausgehalten werden. Es ist davon
auszugehen, dass nur ein geringer Teil der LKW, die vom Bergischen Ring aus in
die Frankfurter Straße hineinfahren, diese tatsächlich als Durchgangsstrecke
benutzen, da es aufgrund der dortigen verkehrsberuhigenden Maßnahmen und der
Geschwindigkeitsbeschränkungen für den Verkehr mit dem Fahrtziel Hagen-Süd bzw.
Bundesautobahn sehr viel komfortabler ist, die Umgehung zu nutzen. Entlang der
Frankfurter Straße existieren viele Einzelhändler und Gastronomiebetriebe, die
täglich mit frischen Waren versorgt werden müssen. Zudem muss der Wochenmarkt
auf der Springe beschickt werden. Vor diesem Hintergrund würde die Anordnung
eines Durchfahrtverbots für LKW, das mit dem Hinweis „Anlieger
frei“ versehen werden müsste, nicht zu einer Entlastung vom Schwerlastverkehr
führen. Eine solche Maßnahme wird daher abgelehnt. Die Einhaltung der
vorgeschriebenen Geschwindigkeit wäre gegebenenfalls in Abstimmung mit der Polizei
zu kontrollieren.
