Beschlussvorlage - 0895/2008

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

1.  Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen.

 

2.  Die Verwaltung wird beauftragt, das Konzept weiterzuentwickeln.

 

3.  Nach Ablauf von 2 Jahren ist ein Sachstandsbericht zu erstellen.

 

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Sachverhalt

Kurzfassung

 

 

 

Begründung

 

Der Sport kann in besonderer Weise die folgenden fünf für das gesellschaftliche Leben wichtigen Werte vermitteln:

 

-          Respekt, Toleranz, Frieden, Solidarität, Gerechtigkeit

 

Diese Werte sind für die Integration in der Stadtgesellschaft von zentraler Bedeutung. Die Vermittlung dieser Werte gerade bei Kindern und Jugendlichen gelingt nicht dadurch, dass Werte nicht abstrakt und isoliert gelernt werden, sondern im gemeinsamen Erleben und Handeln erfahren werden. Sport kann diese Werte in vielfältiger Weise erlebbar machen.

 

 

  1. Respekt

 

Die Achtung vor dem anderen, vor seiner Person, seinem Einsatz, seinem Können und seinen Leistungen erleichtert zugleich die Achtung vor sich selbst.

 

Die Vielfalt der Sportarten, die Differenzierung nach Alter, nach Behinderung und Nicht-Behinderung ermöglicht jedem, dem anderen gegenüber für seinen Einsatz Respekt zu zollen – unabhängig vom Passport und vom sozialen Status.

 

Der gegenseitige Respekt gilt den Leistungen der anderen; Respekt ist aber auch wichtig für sich selbst. So erwächst die Selbstachtung z. B. aus der Eigendisziplin und die Eigenverantwortung z. B. aus der Förderung der eigenen Gesundheit durch Sport.

 

Sport trägt deshalb zu einer Kultur der Achtung des anderen und der Eigenverantwortung bei.

 

 

  1. Toleranz

 

Die Vielschichtigkeit der Lebensstile und der Wertvorstellungen verschiedener Nationalitäten, die Veränderungsdynamik, die zu Anpassungs- und Leistungsdruck führt, können zu einer Aversion und Abwehrhaltung gegenüber anderen, dem Anderssein und dem Fremden führen. Das gemeinsame Sporterlebnis verbindet nicht nur Menschen verschiedener sozialer und nationaler Herkunft, sondern hilft auch beim Abbau von Vorurteilen gegenüber Fremden. Dies erleichtert die Achtung gegenüber dem anderen, seiner unterschiedlichen Lebens- und Kulturgeschichte, seinen anderen Erfahrungen und Lebensweisen.

 

Das gesellschaftliche wie sportliche Leben in unseren Sportvereinen erleichtert das gegenseitige Verstehen.

 

Sport trägt deshalb zu einer Kultur des Verständnisses von Fremden und der Akzeptanz vom Anderssein bei.

 

 

  1. Frieden

 

Nicht zuletzt durch die tausendfachen medialen „Vorbilder“, in denen Aggression und Gewalt gezeigt werden, neigen Jugendliche dazu, Konflikte durch Gewalt zu lösen.

 

Sport ist eine hervorragende Möglichkeit, durch Bewegung mögliche Aggressivität abzubauen. Zugleich ist der sportliche Wettkampf ein wichtiges Beispiel dafür, dass das andere Team nicht der böse Feind, sondern der faire Gegner ist, dem man in einem mit klaren Regeln versehenen Wettstreit begegnet. Da die Spieler aus verschiedenen Nationen und sozialen Verhältnissen kommen, tragen Mannschaftsspiele zum friedlichen sozialen Miteinander bei.

 

            Sport trägt deshalb zu einer Kultur des sozialen Friedens und des friedlichen Miteinanders bei.

 

 

  1. Solidarität

 

Vor allem Mannschaftssportarten schaffen einen Teamgeist über alle gesellschaftlichen Schichten und Nationalitäten hinweg. Dieses Gemeinschaftserlebnis ist zugleich eine wichtige Antwort auf das sich Einspinnen in eigenen Interessen und die Vereinsamung vor den Medien.

 

Das gemeinschaftliche Ringen um den Sieg, die gemeinschaftliche Anstrengung zur Erreichung eines Zieles fördert den Teamgeist und das Verantwortungsbewusstsein für andere.

 

Sport trägt deshalb zu einer Kultur des gegenseitigen Helfens und Vertrauens bei.

 

 

  1. Gerechtigkeit

 

Das Einhalten von gemeinsamen Regeln ist zwingende Voraussetzung für ein gerechtes, friedliches Miteinander. Zu den Grundregeln gehört auch die Gleichheit; d.h. die Gleichbehandlung bei der Einhaltung von Regeln sowie das gleiche Recht auf Teilhabe am Sport – unabhängig vom sozialen Status und der Nationalität.

 

 

Weil die Spielregeln für alle gelten, ist die Teilhabe-Gerechtigkeit zugleich eine Absage an Ausgrenzungen und Diskriminierung.

 

Sport trägt deshalb zu einer Kultur des Fairplay und der sozialen Teilhabe aller bei.

 

 

 

Aufgaben:

 

Sport kann und soll Heimat für alle bieten. Deshalb ist es wichtig, dass die Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und den Sportorganisationen die integrative Funktion des Sports nachhaltig unterstützen.

 

Entsprechend dem Grundsatz der Subsidiarität sollte deshalb nicht die Kommune direkt, sondern vor allem die gemeinnützigen Sportorganisationen und Sportvereine in ihrer Arbeit unterstützt werden. Im Verein können ganzheitliche Angebote umgesetzt werden, die werteorientiert sind. Aber auch in unseren Kindergärten, Schulen und Betrieben kann durch Sport für die Integration Wichtiges geleistet werden.

 

Es ist deshalb wichtig die notwendige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, besonders Sporthallen, Sportplätze, Schwimmbäder sowie durch öffentliche Bewegungsräume, z. B. Schulhöfe, Bolzplätze, Joggingpfade, Wanderwege, etc..

 

Die Integration durch Sport bleibt ein dynamisch lernender Prozess, bei dem Sportverbände, Sportvereine und die Städte aufgerufen sind, zu einer zukunftsorientierten Sportentwicklung beizutragen. Dies auch angesichts der sich verändernden Freizeitgewohnheiten und neuer Trendsportarten wie einer wachsenden Professionalisierung und Kommerzialisierung des Sports.

 

 

Fazit

 

1.  Es sollte festgestellt und archiviert werden, welche Veranstaltungen wo, von wem  und mit welchem Inhalt in Hagen bereits durchgeführt werden.

 

      Diese Aktivitäten sind zu vernetzen und zu unterstützen.

 

2.  Es sollten Partner für das Programm des Landessportbundes

 

„Integration durch Sport“

 

      gefunden werden.

 

Die Zielgruppen sind Sportvereine und -organisationen, die bereits in Deutschland lebenden und für die kommenden Jahre zu erwartenden Spätaussiedler und weitere Zuwanderer sowie sozial benachteiligte Einheimische.

 

 

Über den Aspekt „Schwerpunktverein für die Integration“ sollte innerhalb der nächsten 2 Jahre das Thema intensiv bearbeitet werden.

      Hierbei kommt dem Stadtsportbund Hagen e. V. eine besondere Bedeutung zu.

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

 

x

Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

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Beschlüsse

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22.10.2008 - Sport- und Freizeitausschuss - ungeändert beschlossen

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30.10.2008 - Haupt- und Finanzausschuss - ungeändert beschlossen

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11.11.2008 - Jugendhilfeausschuss - ungeändert beschlossen

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13.11.2008 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen