Mitteilung - 0875/2008
Grunddaten
- Betreff:
-
Investitionsprogramm für aktive Netzkomponenten im Wirtschaftsplan des HABIT 2008
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- HABIT Hagener Betrieb für Informationstechnologie
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Fachausschuss für Informationstechnologie und Digitalisierung
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Vorberatung
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21.10.2008
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Sachverhalt
Kurzfassung
Im Vermögensplan des
Wirtschaftsplanes 2008 sind 495.000 € für aktive Netzkomponenten
ausgewiesen. Das Investitionsprogramm sieht für die Folgejahre jeweils 400.000
€ vor. Auf Nachfrage werden diese Beträge für die Jahre 2008 und 2009
erläutert.
Begründung
- Vorbemerkungen
In der Sitzung am
04.12.2007 hat der Betriebsausschuss HABIT um Erläuterung der Kosten aktiver
Netzkomponenten im Investitionsprogramm in Höhe von 495.000 € und
zukünftig ab 2009 für 400.000 € gebeten (sh. Protokoll zur Vorlage
Nr. 0871/2007). Dem Vorschlag von Herrn Thurau, bei der Nachkalkulation der
Kostenverrechnungssätze in 2008 detailliert über die einzelnen Punkte dieser
Investitionen im Betriebsausschuss
- Einzelaufstellung der Investitionen für aktive
Netzkomponenten 2008
|
Nr. |
Bezeichnung lt.
Planung 2007 |
Ansatz |
verfügt bis
30.09.08 rd. |
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1 |
Hardware-Kauf - aktive
Komponenten für weitere Verbindungen DMZ / externe Netze |
20.000 € |
8.900 € |
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2 |
Bandbreitenerweiterung
durch 100/1000 MBit Switchmodule (XP-Migration, Verwaltungshochhaus und Außenstandorte) |
75.000 € |
13.000 € |
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3 |
Ausfallsicherheit,
Redundanz Hagen - Hohenlimburg, Hochstr., Böhmerstr., Eilper Str., CVJM-Heim |
100.000 € |
54.100 € |
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4 |
Erweiterungsmodule für
Gigabit-Vernetzung von Außenstandorten und der Serverfarm |
100.000 € |
129.900 € |
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5 |
Wireless-LAN-Hardware |
5.000 € |
0 € |
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6 |
Aktive Netzkomponenten
für unvorhergesehene Installationen |
30.000 € |
8.900 € |
|
7 |
Ausfallsicherheit,
Redundanz Zentralswitch |
40.000 € |
50.400 € |
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8 |
Teststellung
Voice-Over-IP |
25.000 € |
0 € |
|
9 |
Vorbereitung DHCP Außenstandorte
Ersatz-Router |
15.000 € |
0 € |
|
10 |
Desktop-Miniswitche |
15.000 € |
10.800 € |
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11 |
Zentralrouter
Erweiterungsmodule für VHH und Habit jetzt VPN |
20.000 € |
0 € |
|
12 |
Bandbreitenerweiterung
auf 10 GBit (Ringnetz) |
50.000 € |
0 € |
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Summe: |
495.000 € |
276.000 € |
Erläuterungen:
Zu 1:
Zur Anbindung kleinerer
städtischer Dienstgebäude, insbes. von Kindertagesstätten, wurden in 2008
bisher 35 Security Appliances beschafft. Die Budget-Planungen haben zusätzliche
Mittel zur Einrichtung von Tele-/Heimarbeitsplätzen vorgesehen, die jedoch im
Jahr 2008 voraussichtlich nicht benötigt werden.
Zu 2:
Seit einigen Jahren werden
neue PC’s mit einer Geschwindigkeit von 100 MBit/s angeschlossen. Die
zuvor übliche Geschwindigkeit von 10 MBit/s ist vielfach nicht mehr
ausreichend. Sie wird bei marktüblichen PC-Lichtwellenleiterkarten und aktiven LWL-Komponenten
zudem nicht mehr angeboten. Gleichzeitig mit der Bandbreitenerhöhung für
Endgeräte wurde die Geschwindigkeit im Backbone i. d. R. auf 1.000 MBit/s,
teilweise auch auf 10 GBit/s, erhöht. Die aktiven Komponenten in den
Verteilerräumen der städtischen Dienstgebäude müssen entsprechend diesen
Anforderungen sukzessive hochgerüstet bzw. erweitert werden.
Im Jahr 2008 wurden bisher
– entgegen den Kalkulationen bei der Aufstellung des Wirtschaftsplanes –
keine neuen, sondern generalüberholte Komponenten beschafft. Dadurch konnten
erhebliche Mittel eingespart werden. Beschaffungen im Umfang von ca. 30.000
€ stehen für das lfd. Jahr jedoch noch aus.
Zu 3:
Die Maßnahme dient der Minimierung
von Risiken durch Leitungsausfälle. Aufgrund geplanter bzw. erwarteter
Freistellungen von Dienstgebäuden wurde das ursprüngliche Ringnetzkonzept zwischenzeitlich
abgeändert. Der Stadtteil Eilpe und das Verwaltungsgebäude Böhmerstr. 1 werden
nicht in den künftigen städtischen Datenring integriert.
Beauftragt wurde bisher eine
Richtfunkverbindung von der Florianstr.
2 (Feuerwache Ost) zur Freiheitstr. 3 (Rathaus Hohenlimburg). Dadurch werden im
Backbone-Netz Voraussetzungen geschaffen zur redundanten Anbindung folgender
Gebäude in einem Ringnetz:
Zu 4:
Die Maßnahme steht im
Zusammenhang mit der unter Nr. 3 aufgeführten. Und zwar sind zusätzliche
Switche erforderlich, damit die Netze von Dienstgebäuden auf jeweils zwei Wegen
im Ringnetz erreicht werden können.
Durch die im laufenden
Jahr erfolgte Umsetzung dieser Maßnahme wurden gleichzeitig Altgeräte abgelöst
und die Bandbreiten der Gebäudeanbindungen zukunftssicher erhöht. Insgesamt
handelte es sich im Jahr 2008 um sieben große Backboneswitche in den Standorten
Feuerwache Mitte, Feuerwache Ost, Stadttheater und Rathaus II sowie um einen
Zentralswitch für das Gebäude Rathaus II. Die Überschreitung des Ansatzes ist
darauf zurückzuführen, dass ein Teil der Kosten der lfd. Nr. 3 zuzuordnen sind,
bei der die entsprechenden Mittel zur Verfügung stehen.
Zu 5:
Die Maßnahme wurde mangels
entsprechender Anforderungen der Verwaltung bisher nicht realisiert. Sie wird
für das Jahr 2009 nicht erneut eingeplant.
Zu 6:
Zur Unterstützung
automatisierter PC-Installationen wurde im Jahr 2008 bei
Zu 7:
Zum Anschluss weiterer
Server bzw. zusätzlicher Server-Netzwerkkarten beim
Zu 8:
Teststellungen wurden wie
geplant eingerichtet. Investitionen konnten in 2008 bisher jedoch vermieden
werden, da bereits vorhandene Komponenten zum Einsatz kamen und ansonsten Hard-
und Software von Herstellern bzw. Dienstleistern leihweise bereitgestellt wurde.
Bisher sind lediglich kleinere Aufwände für geringwertige Wirtschaftsgüter (Headsets
etc.) entstanden, die in der Einzelaufstellung fehlen, da sie nicht investiv
sind.
Zu 9:
Die Maßnahme konnte durch
freigewordene Geräte aus anderen Gebäuden kostenlos realisiert werden.
Zu 10:
Über Desktop-Miniswitche
können Geräte mit Kupferanschlüssen an das Lichtwellenleiter-Netz angeschlossen
werden. Die Maßnahme wurde wie geplant realisiert. Die Komponenten waren jedoch
kostengünstiger als vor einem Jahr erwartet.
Zu 11:
Die Maßnahme konnte durch
Konsolidierung vorhandener Ressourcen realisiert werden, so dass in 2008
hierfür keine Beschaffungen erfolgen mussten.
Zu 12:
Beschaffungsmaßnahmen zu
der geplanten Erweiterung vorhandener Komponenten sind in Vorbereitung.
Voraussichtlich werden für diese Position höhere Mittel als veranschlagt
benötigt, die jedoch zur Verfügung stehen, da die Budgetansätze für aktive
Komponenten im Jahr 2008 insgesamt nicht ausgeschöpft werden.
- Einzelaufstellung
der geplanten Investitionen für aktive Netzkomponenten 2009
Im Wirtschaftsplan 2008 konnten
die Investitionen für die Jahre 2009 ff. nicht konkret geplant, sondern mussten
lediglich pauschal geschätzt werden. Auf Basis der jetzt angestellten
Wirtschaftsplanung 2009 ergeben sich deutlich geringere Bedarfe für aktive
Netzkomponenten als noch im Jahre 2007 erwartet. Dies ist zum Teil auch darauf
zurückzuführen, dass aufgrund zu erwartender Gebäudefreistellungen keine
Änderungen in der Vernetzung diverser Außenstellen vorgenommen werden und dass
Komponenten inzwischen zu günstigeren Konditionen erworben werden können (allgemeine
Preissenkungen, höhere Rabattierungen durch Bieter, Beschaffung
generalüberholter statt neuer Komponenten).
Im Einzelnen sind für das
Jahr 2009 folgende Maßnahmen vorgesehen:
|
Nr. |
Bezeichnung |
Ansatz |
|
1 |
Bandbreitenerweiterung
durch 100/1000 MBit Switchmodule (Verwaltungshochhaus und Außenstandorte) für
Endsysteme |
40.000 € |
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2 |
Erweiterungsmodule für
vorhandene Backboneswitche |
60.000 € |
|
3 |
Desktop-Miniswitche |
10.000 € |
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4 |
aktive Netzkomponenten
zur Redundanz im Netzwerk |
25.000 € |
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5 |
Bandbreitenerweiterung
auf 10 GBit von Außenstellen (LWL) |
25.000 € |
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6 |
aktive Komponenten für
weitere Verbindungen DMZ / externe Netze |
10.000 € |
|
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Summe: |
170.000 € |
Erläuterungen:
Zu 1:
Hierbei handelt es sich um
die Fortsetzung der Maßnahme lfd. Nr. 2 aus 2008 sowie um die Ablösung
veralteter HUB’s durch Switche.
Zu 2:
Mit den Erweiterungsmoduln
werden die Maßnahmen lfd. Nr. 3 und 4 aus 2008 (Erhöhung der Ausfallsicherheit
durch ein Ringnetz) ergänzt. Und zwar werden die Rathäuser I und II auf einem
zweiten Kabelweg verbunden. Gleichzeitig mit der dadurch erreichten höheren Ausfallsicherheit
kann auf eine sonst notwendige Kabelverlegung in den Bereichen Rathausstr. und Theatervorplatz
verzichtet werden.
Zu 3:
Für das Jahr 2009 wird ein
Beschaffungsumfang wie im Jahr 2008 erwartet (sh. dort lfd. Nr. 10).
Zu 4:
An den städtischen
Backbone-Ring, der im Jahr 2008 hergestellt wird, werden im Jahr 2009 weitere
Gebäude im Innenstadtbereich redundant angebunden. Hier ist eine
Ausfallsicherheit zunächst jedoch nur in Bezug auf die aktiven Netzkomponenten.
Da noch nicht endgültig feststeht, welche Gebäude in den nächsten Jahren
aufgegeben werden, sind (vorläufig) keine zusätzlichen Leitungen vorgesehen.
Zu 5:
Die Maßnahme ist gekoppelt
mit der lfd. Nr. 4. Durch sie wird die Zukunftsfähigkeit des Backbone-Netzes
langfristig sichergestellt.
Zu 6:
Analog zur Maßnahme lfd.
Nr. 1 in 2008 sind auch in 2009 weitere kleine Dienststellen und
Jugendeinrichtungen an das städtische Netz anzubinden (Neuanschlüsse bzw.
Ablösung von Standleitungen und ISDN-Verbindungen).
