Beschlussvorlage - 0355/2004
Grunddaten
- Betreff:
-
Gutachten zur "Beurteilung der Aufgabenwahrnehmung im Amt 32"hier: Abbau von 5 Stellen im Aufgabenbereich Zulassung und Digitalisierung der Papier- Zulassungskartei
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB32 - Öffentliche Sicherheit und Ordnung
- Bearbeitung:
- Birgit Buß
- Beteiligt:
- 19 Zentrale Steuerung; VB 2/KM Konsolidierungsmanagement
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Vorberatung
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01.07.2004
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Erledigt
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Personalausschuss
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Vorberatung
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13.07.2004
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Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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15.07.2004
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Sachverhalt
Begründung
In der Sitzung des Personalausschusses vom 12.02.2004 wurde
das Gutachten zur “Beurteilung der Aufgabenwahrnehmung” im Amt für
öffentliche Sicherheit, Verkehr und Personenstandswesen der Stadt Hagen des
Institutes für Verwaltungswissenschaften vorgestellt. Die Verwaltung wurde
aufgefordert, dem Rat zur Sitzung am 11.03.2004 eine Liste vorzulegen, aus der
hervorgeht, wann die dort von den Gutachtern vorgeschlagenen Maßnahmen der
Politik vorgestellt werden. Die Maßnahme “Einsparung Personal
Kfz.-Zulassungsbehörde” ist danach für Juli 2004 vorgesehen.
Sachverhalt
Das Institut für Verwaltungswissenschaften e.V. (ifV) geht in seinem Gutachten vom 24.07.2003
“von einem Einsparpotenzial von 5 Stellen aus.”
(Gutachten, S. 64)
Diese Aussage bezieht sich auf die Gesamtzulassung in der
Stadt Hagen, also sowohl auf die zentrale Zulassungsstelle als auch auf die
Bürgerämter.
Empfehlungen des ifV
Als
Voraussetzung zur Realisierung der vorgeschlagenen Stellenkürzungen empfiehlt
das ifV:
“... den tatsächlichen Zeitaufwand für Tätigkeiten in der
Produktgruppe “Kfz-Angelegenheiten” in den Bürgerämtern zu
ermitteln, damit eine genaue Berechnung zum Personalbedarf erfolgen kann.
(Empfehlung 32, S. 64);
... die Anzahl der Stellen für die Sachbearbeitung im Rahmen des Produkts der Zulassungen zu überprüfen. (Empfehlung 34, S. 65);
... die Einführung von technischen Möglichkeiten, z.B. in Form von
EDV-Programmsystemen zur Erleichterung der Arbeiten der Kfz-Angelegenheiten
zügig zu realisieren. (Empfehlung
33, S. 64) und
... alle möglichen Buchstaben- und Ziffernkombinationen für die
Kraftfahrzeughalter freizugeben und dies auch durch Publikationen öffentlich zu
machen. Das hat jedoch zur Konsequenz, dass das örtliche Fahrzeugregister auf
ein digitales und mit dem derzeitigen Programm kompatibles System umgestellt
wird.” (Empfehlung 35, S.
66).
Ø Personalkosteneinsparungen
Problembeschreibung
Die ifV hatte den Auftrag, Standards zu vergleichen oder ggf. zu entwickeln. Dazu sollten ausdrücklich keine Organisationsuntersuchungen durchgeführt werden. Soweit Aussagen zu vorhandenen Standards getroffen wurden, sollte eine Empfehlung über evtl. anschließende Untersuchungen erfolgen. Vergleiche konnten somit nur mit vorhandenen Unterlagen erfolgen, die leider auf Statistiken von nur 3 Städten in NRW und von 19 Kreisverwaltungen in Baden-Württemberg (S. 62) beruhen. Die Grundlagen der herangezogenen Statistiken sind nicht bekannt. Daher wurden auch die Empfehlungen Nr. 32 ( S. 64), Nr. 33 (S. 64) und Nr. 34 (S. 65) ausgesprochen.
Realisierungsstand
Um gesicherte Konsolidierungskonsequenzen im Sinne der ifV- Empfehlungen ziehen zu können, hat sich die Verwaltung dem interkommunalen Vergleichsring “Kfz-Zulassung – Städte mit 200.000 Einwohnern” der KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung) angeschlossen. Der Vergleichsring ermöglicht den Einstieg in das Berichtswesen durch die Entwicklung und Konsolidierung des Kennzahlensystems “Kfz-Zulassungswesen” mit exakter Beschreibung der Grund- Struktur- und Kennzahlen. Damit werden die Kosten für ein aufwendiges Reorganisationsgutachten vermieden. Der Vergleichsring ermöglicht die Bildung von Schlüsselkennzahlen wie
- Kostendeckungsgrad
- Anzahl der Zulassungen je Vollzeitstelle
- Personalkosten je Zulassung
Und damit die Vergleichsmöglichkeit zwischen Gemeinden unter gleichen Voraussetzungen, hier auch unter Einbeziehung der Bürgerämter.
Nach der mit der KGSt abgeschlossenen Projektvereinbarung sieht der Ablaufplan für den Frühsommer 2005 die Herausgabe des Abschlussberichtes vor. Enthalten sein wird dabei auch eine erste Datenanalyse und eine Stärken- und Schwächeanalyse. Auch innovative Ideen und Anregungen aus dem Erfahrungsaustausch werden mit einfließen.
Zur Zeit befindet sich der Vergleichsring in der Phase der
Probeerhebung für das Kennzahlensystem auf der Basis der Jahreswerte 2003.
Diskussion und Auswertung der Ergebnisse der Probeerhebung finden im Sommer des Jahres statt. Die erforderliche Überprüfung und die Nacherhebungen einzelner Daten ist für den Herbst 2004 geplant. Parallel wird die von der KGSt entwickelte Mitarbeiter-/ Kundenbefragung durchgeführt.
Ende 2004 werden die Ergebnisse der Mitarbeiter-/
Kundenbefragung und der Probeerhebung für das Jahr 2003 ausgewertet unter
gleichzeitiger erster Daten-, Stärken- und Schwächeanalyse.
Somit kann frühestens Anfang 2005 mit ersten Tendenzen
operiert werden. Dann sind auch
zuverlässige Schlussfolgerungen in Bezug auf
die vorgesehenen Stellenkürzungen/Personalkostenreduzierungen möglich.
Ø Digitalisierung der
Papier-Kfz-Zulassungskartei
Problembeschreibung
Ursprünglich ergibt sich aus dem Gutachten des ifV bei seiner Personalbedarfsberechnung für den Aufgabenbereich Zulassung
“...aufgerundet ein personelles Einsparpotenzial
von 7,08 Stellen
(Mitarbeitende)
in der Zulassungsbehörde der Stadt Hagen...”. (S. 63, 64)
Da allerdings das örtliche Fahrzeugregister (zentrale Registratur) immer noch in Papierform geführt wird, wird hierfür ein Stellenbedarf von zusätzlich 2 Stellen unterstellt (S. 64).
Die Digitalisierung der Papierkartei bringt eine wesentliche Verbesserung der Ablauforganisation mit sich: ò Archivierung durch die SachbearbeiterInnen über Scanner, ò Zugriff auf die Fahrzeugakte über PC ohne zusätzliche Laufwege in den Archivraum, ò Die Aktenführung durch speziell eingesetztes Personal kann entfallen, ò Zugriff auf die Fahrzeugdaten für die Bürgerämter. Dadurch bedingte erweiterte Aufgabenwahrnehmung.
Realisierungsstand
Die Zentrale Steuerung hat HABIT nun mit Verfügung vom 17.03.04 beauftragt, den Einsatz eines digitalen Archivierungsprogramms für die Fahrzeugakten-Papier-Kartei zu prüfen. Das anzuschaffende System soll mit dem in der Zulassung eingesetzten PC-Programm kompatibel sein. Zur Zeit finden Sondierungen statt, um zu ermitteln, welche geeigneten Angebote sich auf dem Markt befinden.
Der Abschlussbericht zum Projekt ist
gegen Ende des dritten Quartals 2004 geplant, so dass im Spätherbst
entsprechende Ergebnisse zu erwarten sind.
