Beschlussvorlage - 0126/2008
Grunddaten
- Betreff:
-
Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements- Einsatz der SAP-Finanzsoftware- Erstellung einer Eröffnungsbilanz- Vorbereitung des Gesamtabschlusses für den Konzern Stadt
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- VB 2/NKF
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Haupt- und Finanzausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
16.04.2008
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Rat der Stadt Hagen
|
Entscheidung
|
|
|
|
08.05.2008
|
Beschlussvorschlag
- Der Rat der
Stadt nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis.
- Die Verwaltung
wird beauftragt, die erforderlichen Schritte für die Vorbereitung und Durchführung des ersten
Gesamtabschlusses für den Konzern Stadt vorzubereiten und umzusetzen.
- Die Verwaltung
wird über den Fortgang der Arbeiten zum Gesamtabschluss jährlich im Haupt-
und Finanzausschuss/Rat der Stadt berichten.
Die Umsetzung der Vorlage
erfolgt bis zum 31.07.2008.
Sachverhalt
Kurzfassung
In
den Jahren 2006 und 2007 hat die Verwaltung intensiv die Grundlagen für die
Einführung des NKF erarbeitet und gleichzeitig die Voraussetzungen für die
Einführung der Finanzsoftware SAP geschaffen. Bereits zum 01.01.2007 ist das
NKF auf der Basis der SAP-Finanzsoftware in ausgesuchten Verwaltungsbereichen
eingeführt und erprobt worden.
Mit
dieser Vorlage gibt die Verwaltung einen Bericht über den Fortgang der
Einführungsarbeiten sowie über die erforderliche Weiterentwicklung der
Projektarbeit.
Die Haushaltsplanung ist seit dem 03.09.2007 produktiv und wurde im
Dezember 2007 abgeschlossen. Die finanzwirtschaftliche Software von SAP für die
Bewirtschaftungs- und Kassenprozesse ist seit dem 02.01.2008 produktiv. Das
technische Buchungsgeschäft läuft von Beginn an stabil.
Mit Produktivsetzung der Prozesse der Haushaltsplanung, Bewirtschaftung und
Kasse liegt die fachlich/inhaltliche Zuständigkeit und Verantwortung bei der
Kämmerei. Die technische Zuständigkeit und Verantwortung liegt weiter beim
Projekt SAP, wobei eine enge Verzahnung und Unterstützung der
Organisationseinheiten sicher gestellt ist.
Aus
den Erfahrungen mit der Produktivunterstützung der ersten Welle wird erwartet,
dass bis zum Ende der Laufzeit des Projektes SAP am 31.07.2008 kontinuierlich,
wenn auch in abnehmenden Umfang, weitere Produktivunterstützung erforderlich
sein wird. Parallel sind die Arbeiten zur Erstellung der Jahresrechnung für die
Ämter und Fachbereiche der ersten Welle fortzuführen.
Aktuell
laufen die Arbeiten zur planmäßigen Erstellung der Eröffnungsbilanz. Zur
Erfassung und Bewertung der bebauten und unbebauten Grundstücke wurde die städtische Bewertungsstelle nach
entsprechender politischer Beratung und Beschlussfassung seit Oktober 2005
zunächst um zwei externe Fachkräfte und seit dem 1.6.07 (bis 31.5.08) nochmals
um zwei weitere Vermessungsassessoren/-innen verstärkt. Dieser befristete
Personaleinsatz hat es ermöglicht, dass aufgrund einer konkreten Zeit- und
Maßnahmeplanung nunmehr für die Eröffnungsbilanz alle infrage kommenden
bebauten und unbebauten Grundstücke (mehr als 3000 Objekte) zeitgerecht
bewertet wurden.
Wie in der letztjährigen Informationsvorlage
berichtet, konnte die NKF-bezogene Erfassung der Straßen, Wege und Plätze
aufgrund des Umfangs und der Komplexität nicht allein mit städtischem Personal
erledigt werden. Die Bewertung des Straßenvermögens ist zu großen Teilen
durch ein entsprechend qualifiziertes Ingenieurbüro erfolgt. Obwohl die Vergabe
erst im Januar 2007 erfolgte, ist zwischenzeitlich das gesamte Straßennetz in
Hagen erfasst, dokumentiert und bewertet worden. Insgesamt wurden über 1400
Straßen mit mehr als 4000 Straßenabschnitten erfasst, bewertet und zwischenzeitlich
in die Anlagenbuchhaltung eingespielt.
Die
aus den einzelnen Bereichen der Verwaltung eingegangenen Rückmeldungen zu den
entsprechenden Bilanzpositionen sind zum 31.03.2008 in den Entwurf der
Eröffnungsbilanz eingeflossen.
Das
Teilprojekt Qualifizierungs- und Informationsmanagement hat im Rahmen des
NKF-Prozesses zielgruppenspezifische Qualifizierungsprogramme entwickelt und
seit Beginn des Prozesses 2004 Führungskräfte, Teilprojektmitglieder und
sonstige Beschäftigte der Stadt qualifiziert. Für die politischen
Mandatsträgerinnen und Mandatsträger wurden am 05.02.2007 und 29.11.2007
NKF-Workshops veranstaltet.
Zur
Unterstützung der zukünftigen Verwaltungssteuerung und für die Benennung der
Ziele und der entsprechenden Kennzahlen entwickelt zurzeit ein Arbeitskreis
Vorschläge für Standards zur Bildung von Zielformulierungen und Kennzahlen, die
dann spätestens in der Haushaltsplanung 2009 Berücksichtigung finden sollen.
Aus
der Einführung des NKF, der gleichzeitigen Umstellung auf SAP und der
begonnenen Implementierung einer verwaltungsweiten Kosten- und
Leistungsrechnung ergibt sich die Notwendigkeit, die organisatorischen
Strukturen im Finanzbereich zu überprüfen und an den neuen Gegebenheiten
auszurichten.
Das
NKF-Gesetz sieht vor, dass spätestens zum Stichtag 31.12.2010 ein
Gesamtabschluss aufzustellen ist, der die in einer Kommune verselbständigten
Aufgabenbereiche sowie die Beteiligungen mit einbezieht. Durch fundierte
Vorarbeiten sollen die notwendigen Strukturen geschaffen werden, den
Gesamtabschluss erstmalig zu ermöglichen und gleichzeitig zu erleichtern.
Es
ist beabsichtigt, die Erstellung des Gesamtabschlusses im Rahmen einer
Projektorganisation abzuarbeiten. Neben 3,0 hauptamtlichen Mitgliedern sollen
der Projektgruppe weiterhin Leitungskräfte aus der Finanzbuchhaltung sowie aus
dem Beteiligungscontrolling angehören,
ohne dabei aber die eigene Linienfunktion aufzugeben.
Für
die Arbeiten zur Erstellung des Gesamtabschlusses liegen bei der Stadt Hagen
keine ausreichenden Erfahrungen vor. Außerdem ist damit zu rechnen, dass bei
verschiedenen Fragestellungen die Töchter und Beteiligungen ihre jeweiligen
Wirtschaftsprüfer zu Rate ziehen werden. Aufgrund der positiven Erfahrungen im
Zusammenhang mit der Erstellung der Eröffnungsbilanz ist ein Beratereinsatz
auch für die Arbeiten zum Konzern- bzw. Gesamtabschluss beabsichtigt.
Für den Zeitraum bis zum ersten Gesamtabschluss (September 2011) soll der
Umfang der Beratungsleistung von einem Beratertag pro Monat - wie bisher im
Teilprojekt „Erfassung, Bewertung, Bilanz“ - beibehalten werden.
Begründung
1. Einleitung
Am
30.06.2005 hat der Rat der Stadt unter anderem den Beschluss gefasst, das Neue
Kommunale Finanzmanagement (NKF) auf der Basis der SAP-Finanzsoftware
einzuführen. Gleichzeitig wurde die
Verwaltung beauftragt, die erforderlichen Schritte für die Einführung des NKF
und den Einsatz der SAP-Finanzsoftware kurzfristig umzusetzen und die
termingerechte Einführung sicherzustellen.
In
den Jahren 2006 und 2007 hat die Verwaltung intensiv die Grundlagen für die
Einführung des NKF erarbeitet und gleichzeitig die Voraussetzungen für die
Einführung der Finanzsoftware SAP geschaffen. Bereits zum 01.01.2007 ist das
NKF auf der Basis der SAP-Finanzsoftware in ausgesuchten Verwaltungsbereichen
eingeführt und erprobt worden.
Am
02.01.2008 ist für die Gesamtverwaltung der Stadt Hagen der Produktivstart
erfolgreich durchgeführt worden. Daneben erfolgt zurzeit die Vorbereitung und intensive Begleitung des
ersten NKF-Haushaltes für die Gesamtverwaltung.
Im
Verlauf der Vorlage wird dargestellt, welche weiteren
Aufgaben und Schritte im Zusammenhang mit
-
der
NKF-Einführung
-
der
SAP-Einführung
-
der Erstellung
der Eröffnungsbilanz sowie
-
der Vorbereitung
und Durchführung des Gesamtabschlusses für den Konzern Stadt Hagen
umzusetzen sind.
2. Stand der Projektarbeiten
Im
Nachfolgenden gibt die Verwaltung einen Bericht über den Fortgang der
Einführungsarbeiten sowie über die erforderliche Weiterentwicklung der
Projektarbeit.
2.1 SAP-Einführung
2.1.1 Sachstand
Haushaltsplanung
Die
Haushaltsplanung ist seit dem 03.09.2007 produktiv und wurde im Dezember 2007
abgeschlossen. Die Fachämter und –bereiche haben innerhalb dieses
Zeitraums die Planungsdaten direkt in der finanzwirtschaftlichen Software von
SAP erfasst.
Auf
Basis der bis Oktober erhobenen Vermögensgegenstände für die Anlagenbuchhaltung
ist ein Planabschreibungslauf durchgeführt worden und die Ergebnisse wurden in
der Haushaltsplanung berücksichtigt. Die tatsächlichen Abschreibungen werden
nach der Altdatenübernahme in die Anlagenbuchhaltung in die Veränderungsliste
zum Haushalt 2008 übernommen. Die Übernahme der
durch das Teilprojekt „Erfassung, Bewertung und Bilanz“
erfassten Altdaten in die Anlagenbuchhaltung für die Eröffnungsbilanz ist für
Mitte März 2008 geplant. Interne Verrechnungen wurden Mitte Januar in der
Software vorgenommen und sind in den Haushaltsplan eingeflossen.
Ein
erstes Druckexemplar des NKF Haushaltes der Stadt Hagen für 2008 einschließlich
der für die Bezirke zu erstellenden Unterlagen ist in der 3. Kalenderwoche
erzeugt worden.
Bewirtschaftung und Kasse
Die
finanzwirtschaftliche Software von SAP für die Bewirtschaftungs- und
Kassenprozesse ist seit dem 02.01.2008 produktiv. Das technische
Buchungsgeschäft läuft von Beginn an stabil.
In
den ersten Wochen hat eine tägliche intensive Produktivunterstützung der
Finanzbuchhaltung durch Mitarbeiter/innen des Projektes SAP stattgefunden. In
der Zwischenzeit konnte diese Intensivunterstützung in eine kontinuierliche
Produktivunterstützung der Finanzbuchhaltung, der Mitarbeiter/innen der Kasse
und der Bankbuchhaltung und auch der Fachämter/-bereiche überführt werden.
Erforderliche Korrekturen der von den Fachämtern/-bereichen erstellten
Buchungsunterlagen werden von der Finanzbuchhaltung mit den
Fachämtern/-bereichen rückgekoppelt, um den Lern- und Anpassungsprozess auf
diese Weise zusätzlich nachhaltig zu unterstützen.
Eine
besondere Anforderung besteht durch die in der Stadtkasse zu verarbeitenden
Massenbuchungen im Bereich der Einzahlungen und Auszahlungen. Diese Arbeiten
haben sich prozessseitig nicht wesentlich verändert, sind jedoch mit der für
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neuen, noch nicht routinemäßig anwendbaren
Software zu erledigen.
Mit
Produktivsetzung der Prozesse der Haushaltsplanung, Bewirtschaftung und Kasse
liegt die fachlich/inhaltliche Zuständigkeit und Verantwortung bei der
Kämmerei. Die technische Zuständigkeit und Verantwortung liegt weiter beim
Projekt SAP, wobei eine enge Verzahnung und Unterstützung der
Organisationseinheiten sicher gestellt ist.
2.1.2 Ausblick / Weiteres Vorgehen
Basierend
auf der Arbeits- und Zeitplanung des Projektes SAP und des Projektfortschritts
sind nach derzeitigem Erkenntnisstand für das Jahr 2008 die in der
nachfolgenden Tabelle dargestellten (Weiter-) Entwicklungen von besonderer und
vordringlicher Bedeutung:
|
o
Nr. |
Teilprojekte (TP)
mit Meilensteinen |
Fertig-stellungs-datum |
Status Stand 06.03.2008 |
|
|
|
|
|
|
1 |
Produktivunterstützung |
30.04.08 |
in Arbeit |
|
|
-
TP
Anlagenbuchhaltung |
|
in Arbeit |
|
|
-
TP investive
Planung |
|
in Arbeit |
|
|
-
TP konsumtive
Planung |
|
in Arbeit |
|
|
-
TP
Bewirtschaftung |
|
in Arbeit |
|
|
-
TP Kasse |
|
in Arbeit |
|
|
-
Rollen und
Berechtigungen |
|
in Arbeit |
|
2 |
Fertigstellung des Konzeptes zur Jahresrechnung und
Umsetzung |
31.03.08 |
in Arbeit |
|
3 |
Eröffnungsbilanz |
31.03.08 |
in Arbeit |
|
4 |
Auf-
und Ausbau des finanz-wirtschaftlichen Berichtswesens |
30.04.08 |
in Arbeit |
|
5 |
Weiterentwicklung
Bezirks-haushalte |
31.05.08 |
in Arbeit |
|
6 |
Aufbau
des Schedule-Managers zur Nutzung für automatisierte Abläufe |
30.06.08 |
offen |
|
7 |
Harmonisierung
der IT-Prozesse innerhalb der finanzwirtschaft-lichen Software |
31.07.08 |
offen |
|
|
-
TP
Anlagenbuchhaltung |
|
offen |
|
|
-
TP investive
Planung |
|
offen |
|
|
-
TP konsumtive
Planung |
|
offen |
|
|
-
TP
Bewirtschaftung |
|
offen |
|
|
-
TP Kasse |
|
offen |
|
8 |
Verfeinerung der KLR |
31.07.08 |
offen |
|
|
bedarfsgerechte
Anpassung der verwaltungsweiten Verrechnungen |
|
offen |
|
|
bedarfsgerechte
Anpassung der Produkthierarchie z. B. um Teilprodukte /Leistungen |
|
offen |
Aus
den Erfahrungen mit der Produktivunterstützung der ersten Welle wird erwartet,
dass bis zum Ende der Laufzeit des Projektes SAP am 31.07.2008 kontinuierlich,
wenn auch in abnehmendem Umfang, weitere Produktivunterstützung erforderlich
sein wird.
Parallel
sind die Arbeiten zur Erstellung der Jahresrechnung fortzuführen, da bereits
für die erste Welle ein Jahresabschluss zu erstellen ist. Basierend auf diesem
Erfordernis wird die Konzeption und Umsetzung gleichzeitig die generelle
Vorgehensweise eines Jahresabschlusses für die Gesamtverwaltung beinhalten.
Zur
Erstellung der Eröffnungsbilanz ist die finanzwirtschaftliche Software auf die
Anforderungen und Vorgehensweise bedarfsgerecht anzupassen.
Der
Auf- und Ausbau des finanzwirtschaftlichen Berichtswesens auf Basis der
finanzwirtschaftlichen Software von SAP, z. B. zur Unterstützung der nach dem
NKF neu definierten Verantwortlichkeit für die Überwachung und Einhaltung der
Finanzbudgets in den Organisationseinheiten, ist eine Anforderung für 2008.
Das
NKF schreibt für kreisfreie Städte bezirksbezogene Übersichten für den NKF-
Haushalt vor. Da die Kunden der GKD, auf deren Basis-Musterlösung die
finanzwirtschaftliche Software der Stadt Hagen beruht, kreisangehörige
Gemeinden und Kreise sind, ist die Realisierung dieser Anforderung nicht in der
GKD-Musterlösung enthalten. Aus diesem Grund wurde ein eigenes Konzept zur
Umsetzung entwickelt, welches in Teilschritten noch in 2008 verfeinert werden
soll.
Darüber
hinaus ist in vielen Teilen der Software in der Ausprägung der Hagener
Anforderungen bisher lediglich ein Einstieg geschafft, der im ersten Schritt
die rechtlichen Anforderungen des NKF erfüllt. Bereits die Erfahrungen der 1.
Welle zeigen, dass auch für die 2. Welle ein erhebliches Maß an Verbesserung
der Abläufe, der sachgerechten Anwendung der Software, der Bedienung der
Software, an Potential zur Entwicklung, der Automatisierung von
Softwareprozessen und vieles mehr bisher zunächst hinter dem Ziel der
Produktivsetzung zurückstehen musste. Daher ist die Harmonisierung der
IT-Prozesse innerhalb der finanzwirtschaftlichen Software und die Nutzung und
Anpassung des Werkzeugs des Schedule-Managers vorgesehen.
Weiterhin
ist z. B. die Einführung der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) nicht zwingend
für die Einführung des NKF erforderlich gewesen, jedoch für die Einführung der
finanzwirtschaftlichen Software von SAP. Aufgrund der Tatsache, dass Strukturen
der KLR bisher nahezu ausschließlich im Vorstandsbereich 5 vorhanden waren,
mussten diese für alle und mit allen übrigen Organisationsbereiche/n entwickelt
und umgesetzt werden. Die im Vorstandsbereich 5 vorhandenen Strukturen mussten
auf ihre Kompatibilität mit den Anforderungen der Software überprüft werden.
Dieses konnte in dem zur Verfügung stehenden Zeitfenster lediglich in einer
groben Strukturierung erfolgen, so dass auch in diesem Bereich ein erhebliches
Potential zu Weiterentwicklung und Verfeinerung besteht. Dabei hat die KLR eine
besondere Bedeutung, da sie das wichtigste Instrument eines wirkungsvollen
Controllings für die Steuerung der Verwaltung darstellt.
Der
Betriebsausschuss des HABIT hat im November 2007 abschließend über die
Unterstützung durch weitere Beratungstage durch das derzeit tätige
Beratungsunternehmen für die Produktivunterstützung und Realisierung der in der
Tabelle dargestellten Anforderungen bis einschließlich 31.07.2008 entschieden.
2.2 Teilprojekt Erfassung Bewertung Bilanz
2.2.1 Sachstand
Im
Jahr 2007 wurden die weiteren Arbeiten zur Erstellung der Eröffnungsbilanz
fortgesetzt. Voraussetzung für die Erstellung ist die vorherige Erfassung und
Bewertung des Vermögens und der Schulden im Rahmen einer Inventur.
Die
Inventurleitung lag bei dem Teilprojekt
Erfassung, Bewertung, Bilanz. Es ist die koordinierende Stelle und hat die
Vorstandsbereiche bei der Erfassung (und Bewertung) der Vermögensgegenstände
und Schulden unter verstärkter Einbindung der Dezernatsbetriebswirte und unter Einschaltung von externer Beratung
(Rödl & Partner) beraten.
Aufgrund
der Übergangsregelungen zum NKF war es zulässig, die Inventur laufend
aufzubauen, also nicht erst zum Stichtag der Eröffnungsbilanz.
Es
war dabei sicherzustellen, dass zum Stichtag der Eröffnungsbilanz nur
Vermögensgegenstände bewertet wurden, die zu diesem Zeitpunkt auch noch
vorhanden waren. Dieses Verfahren wurde praktiziert.
Seit
Mitte 2007 hat eine laufende Inventur mit Feststellung zum 31.12.2007
stattgefunden. Weiterhin wurde ein entsprechender Softwareeinsatz (Inventarisierungssoftware)
geprüft, eine Software(MEKOS) wird seit Mitte 2007
in der Verwaltung eingesetzt.
Die
Arbeiten sind zum 31.03.2008 für die planmäßige Erstellung der Eröffnungsbilanz
abgeschlossen worden.
Schwerpunktmäßig
soll auf folgende Bilanzpositionen hingewiesen werden:
Bewertung der bebauten und unbebauten Grundstücke
Zur
Erfassung und Bewertung dieser Positionen wurde die städtische Bewertungsstelle
nach entsprechender politischer Beratung und Beschlussfassung seit Oktober 2005
zunächst um zwei externe Fachkräfte und seit dem 1.6.2007 (bis 31.5.2008)
nochmals um zwei weitere Vermessungsassessor/innen/en verstärkt.
Dieser
befristete Personaleinsatz hat es ermöglicht, dass aufgrund einer konkreten
Zeit- und Maßnahmeplanung nunmehr für die Eröffnungsbilanz alle infrage
kommenden bebauten und unbebauten Grundstücke (mehr als 3000 Objekte)
zeitgerecht bewertet wurden.
Bewertung des Straßenvermögens
Wie in der letztjährigen Informationsvorlage
berichtet, konnte die NKF-bezogene Erfassung der Straßen, Wege und Plätze
aufgrund des Umfangs und der Komplexität nicht allein mit städtischem Personal erledigt werden.
Daher
sollte diese Aufgabe durch ein entsprechend qualifiziertes Ingenieurbüro
erfolgen. Obwohl die Vergabe erst im Januar 2007 erfolgt ist, ist das gesamte
Straßennetz in Hagen zwischenzeitlich erfasst, dokumentiert und bewertet
worden.
Insgesamt
wurden über 1400 Straßen mit mehr als 4000 Straßenabschnitten erfasst, bewertet
und zwischenzeitlich in die Anlagenbuchhaltung eingespielt.
2.2.2 Ausblick / Weiteres Vorgehen
Aufgrund der gesetzlichen
Regelungen ist der Entwurf der Eröffnungsbilanz zum 31.3.2008 zu erstellen.
Die
Einspielung der Finanzanlagen, der Forderungen und Verbindlichkeiten, die
Berechung der Sonderposten und der Rückstellungen sowie die Ermittlung der
Ausgleichsrücklage sind abgeschlossen; gleichzeitig ist das Eigenkapital festgesetzt
worden.
Gegenwärtig
gehen im Rahmen der gesetzten Fristen die Rückmeldungen zu den entsprechenden
Bilanzpositionen ein.
2.3 Qualifizierungs- und Informationsmanagement
Das
Teilprojekt hat im Rahmen des NKF-Prozesses zielgruppenspezifische
Qualifizierungsprogramme entwickelt und seit Beginn des Prozesses 2004
Führungskräfte, Teilprojektmitglieder und sonstige Beschäftigte der Stadt
qualifiziert. Neben halbtägigen Informationsveranstaltungen für interessierte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden zwischenzeitlich drei Informationsveranstaltungen
für die politischen Mandatsträger durchgeführt.
Die
bereits im November 2006 begonnene Qualifizierung der Beschäftigten der
2.
Welle konnte in 2007 zum Abschluss gebracht werden. Die Durchführung der
betriebswirtschaftlichen Seminare endete mit Ablauf des ersten Halbjahres. Im
Juni 2007 wurden die SAP-Schulungen eröffnet, zunächst für die Zielgruppe der
Betriebswirte der Vorstandsbereiche sowie für ausgewählte Beschäftigte der
Kämmerei. In den Monaten Juli/August sowie November/Dezember erfolgten
vertiefende SAP-Schulungen für die finanzwirtschaftlichen Sachbearbeiter sowie
für die Kostenstellen-/Produktverantwortlichen. Für das Personal der
Finanzbuchhaltung wurde ein 7-tägiges hausinternes Spezialseminar durch externe
Referenten durchgeführt. Insgesamt wurden 111 Schulungstage organisiert an
denen 613 Personen teilnahmen.
Für
die politischen Mandatsträgerinnen und Mandatsträger wurde ein NKF-Workshop am
05.02.2007 unter Beteiligung des Referenten Herrn Frank Jahnke, Kämmerei der
NKF-Pilotstadt Düsseldorf, sowie ein NKF-Themenabend für die Politik am
29.11.2007 unter der Leitung des Referenten Herrn Andreas Eller,
NKF-Projektleiter der Stadt Dortmund, veranstaltet.
Für
das Jahr 2008 ist die Teilnahme von Beschäftigten des Rechnungsprüfungsamtes sowie der Kämmerei
an verschiedenen Modulen eines Bilanzbuchhalterlehrgangs vorgesehen. Hierbei
handelt es sich um ein Angebot des Südwestfälischen Studieninstitutes Hagen.
2.4 Weitere Entwicklung im NKF
2.4.1 Ziele und Kennzahlen
Zur Unterstützung der zukünftigen Verwaltungssteuerung fordert das NKF u. a.
auch die Benennung der Ziele und der entsprechenden Kennzahlen je ausgewiesenem
Teilplan. Aus diesem Grunde entwickelt
zurzeit ein Arbeitskreis, bestehend aus den Geschäftsführern der im Rat
vertretenen Fraktionen sowie aus Mitarbeitern aus dem Amt des
Oberbürgermeisters, der Kämmerei und der Zentralen Steuerung, Vorschläge für
Standards zur Bildung von Zielformulierungen und Kennzahlen, die dann
spätestens in der Haushaltsplanung 2009 Berücksichtigung finden sollen.
2.4.2 Strukturen Finanzbereich
Aus
der Einführung des NKF, der gleichzeitigen Umstellung auf SAP und der
begonnenen Implementierung einer verwaltungsweiten Kosten- und Leistungsrechnung
ergibt sich die Notwendigkeit, die organisatorischen Strukturen im
Finanzbereich zu überprüfen und an den neuen Gegebenheiten auszurichten.
So
wurde in einem ersten Schritt zwischenzeitlich eine Finanzbuchhaltung
eingerichtet, die ihre Arbeiten zeitgerecht aufgenommen hat.
Als
nächstes steht nunmehr die Betrachtung und Neuausrichtung der Bereiche der
Haushaltsplanung und -bewirtschaftung sowie der Haushaltssteuerung und der
Aufbau eines Finanzcontrollings an. Zusätzlich ist zu betrachten, ob und welche
Veränderungen sich im Bereich der Kasse durch die neuen Prozessabläufe, auch im
Bereich der Finanzbuchhaltung, ergeben.
Im
Rahmen dieser gesamten Überlegungen ist parallel ein entsprechendes
personalwirtschaftliches Konzept zu erarbeiten und umzusetzen.
3. Konzernabschluss/Konzernbilanz
Das NKF-Gesetz sieht vor, dass spätestens zum Stichtag 31.12.2010 ein
Gesamtabschluss aufzustellen ist, der die in einer Kommune verselbständigten
Aufgabenbereiche sowie die Beteiligungen mit einbezieht. Mit ihm ist die
Kommune verpflichtet, umfassend Rechenschaft über die tatsächliche
Aufgabenerledigung und die wirtschaftliche Entwicklung abzulegen. Durch den
Gesamtabschluss soll die Qualität der Rechenschaft über die Aufgabenerledigung
der Gemeinde im abgelaufenen Haushaltsjahr wesentlich erhöht werden.
Zur
Einführung des kommunalen Gesamtabschlusses hat das Land NRW ein Modellprojekt
eingerichtet. Ziel dieses Projektes ist es, bis Mitte 2009 aus einer
modellhaften Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen (§§ 116 GO, 49 - 51
GemHVO) Hilfestellungen für die Kommunen in NRW zur Integration der oft
komplexen Beteiligungsstrukturen in eine konsolidierte Gesamtrechnung für den
„Konzern Stadt“ zu entwickeln.
Der
hier gebrauchte Begriff der „Konsolidierung“ bezieht sich auf die
Verpflichtung der Gemeinde, ihren eigenen Jahresabschluss sowie die
Jahresabschlüsse des gleichen Geschäftsjahres aller verselbständigten
Aufgabenbereiche zusammenzuführen.
3.1 Phasen des Konzernabschlusses
Die
Erstellung eines erstmaligen Gesamtabschlusses vollzieht sich in
unterschiedlichen Phasen oder Teilschritten:
o Erstellungsstrategie
Grundlage für einen erfolgreichen Projektverlauf ist eine intensive
Kommunikation zwischen den Verantwortlichen auf Seiten der Stadt sowie den
Verantwortlichen bei den wesentlichen Beteiligungen. Aus diesem Grunde haben
der Oberbürgermeister und der Kämmerer bereits in einem ersten Treffen im März
2007 die Führungskräfte der Hagener Beteiligungen über die Einführung des NKF
bei der Stadt Hagen und die damit verbundene Verpflichtung zur Aufstellung
eines Gesamtabschlusses zum Stichtag 31.12.2010 informiert. Im Anschluss wurden die kaufmännischen Leitungen über die
beabsichtigte Vorgehensweise informiert. Dabei wurden erste Überlegungen für
einen Zeit- und Maßnahmenplan abgesprochen.
Die Erstellungsstrategie sollte neben einem gemeinsam abgestimmten Arbeits- und
Zeitplan auch die Ziele eines Gesamtabschlusses beinhalten. Parallel sollen
frühzeitig auch die verschiedenen Koordinationsaufgaben benannt und die
Anforderungen an die zu erstellenden Unterlagen (Anhang und Lagebericht)
thematisiert werden. Weiterhin sollte die Erstellungsstrategie auch auf die
unterschiedlichen IT-Strukturen eingehen.
o Analyse des Konsolidierungskreises
Aus den Daten der Beteiligungsberichte ist zunächst eine Analyse des
Konsolidierungskreises durchzuführen. Gleichzeitig sollen hier auch eventuelle
Wahlrechte und Gestaltungsmöglichkeiten mit angesprochen werden. Im Ergebnis
ist ein Beteiligungsspiegel zu erstellen, der auch die Konsolidierungsmethode
enthält und den Zeitpunkt für die Erstkonsolidierung fixiert.
o Berichtswesen und Bilanzierungsrichtlinie
Zunächst sind die mit dem Gesamtabschuss verbundenen erforderlichen
Informationen von den Verantwortlichen festzulegen und zu definieren. Dabei soll dann auch den abweichenden
Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nachgegangen werden. Eine Analyse der
konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen soll die Grundlage bilden
für konzeptionelle Überlegungen zur Schuldens- sowie Aufwands- und
Ertragskonsolidierung.
Die Bilanzierungsrichtlinie soll als Leitfaden für die Beteiligungen u. a. der
Vereinheitlichung des Kontenrahmens dienen, sowie Grundlage für eine
einheitliche Bewertung und Bilanzierung darstellen. Daneben sollen über diese
Richtlinie auch organisatorische Fragen geklärt und verbindlich festgelegt
werden, wie einzuhaltende Termine.
o Gesamtabschluss
Durch fundierte Vorarbeiten sollen die notwendigen Strukturen geschaffen werden,
die Konsolidierungsvorgänge erstmalig zu ermöglichen und gleichzeitig zu
erleichtern. Dabei ist die lückenlose Dokumentation aller
Konsolidierungsbuchungen Voraussetzung für das Gelingen der Folgebuchungen in
den weiteren Jahren.
Der Gesamtabschluss
erfordert folgendes Vorgehen:
Ø
die Abgrenzung
des Konsolidierungskreises durch Bestimmung, welche verselbständigten Bereiche
und Beteiligungen zu konsolidieren sind,
Ø
die Aufbereitung
der Einzelabschlüsse der Einheiten des Konsolidierungskreises,
Ø
das Erstellen
eines Summenabschlusses,
Ø
die Durchführung
der Konsolidierungsmaßnahmen unterteilt in
- Vollkonsolidierung,
- Konsolidierung nach der
Equity-Methode oder
- Kapitalanteilsmethode
Ø
die Erstellung
des Gesamtabschlusses mit
- der Gesamtergebnisrechnung
- der Gesamtbilanz
- dem Gesamtanhang
- dem Gesamtlagebericht
Ø
die Erstellung
des Beteiligungsberichtes.
3.2 Projektorganisation
Aufgrund der bisher gesammelten
Erfahrungen mit der Einführung von NKF und SAP
sowie der Erstellung der
Eröffnungsbilanz der Stadt Hagen hat sich die Einrichtung
einer Projektstruktur für eine solch
übergreifende Aufgabenstellung wie die Erstellung
des Konzernabschlusses bewährt.
Von
daher ist vorgesehen, die Arbeiten zur Erstellung der Konzernbilanz sowie des
Konzernabschlusses ebenfalls von einer Projektgruppe erledigen zu lassen. In
dieser sollten neben den hauptamtlichen Projektgruppenmitgliedern ebenfalls
Leitungskräfte aus der Finanzbuchhaltung sowie des Beteiligungscontrollings mit
entsprechenden Arbeitsanteilen vertreten sein. Für die Erarbeitung der
erforderlichen Strukturen sowie für die erstmalige Durchführung des
Gesamtabschlusses ergeben sich im Projektzeitraum vom 01.08.2008 bis längstens
30.09.2011 folgende Aufgabenstellungen:
1. Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen des NKF und
Transfer der Ergebnisse des NRW-Modellprojektes zum Gesamtabschluss auf die
Verhältnisse in der Stadt Hagen.
2. Erarbeitung eines gemeinsam abgestimmtem Zeit- und
Arbeitsplanes zwischen den Verantwortlichen der Stadt Hagen und den
Verantwortlichen bei den relevanten Beteiligungen.
3. Definition der Anforderungen an die für die
Konsolidierung zu erstellenden Unterlagen:
o Konsolidierungshandbuch
o Bilanzierungsrichtlinie zur Erstellung der
Handelsbilanz II der relevanten Einzelabschlüsse der Beteiligungen
o Anforderung eines Reporting Package (= fest
definiertes Informationspaket mit dem
die grundlegenden Informationen für den Gesamtabschluss von der Mutter und den
Beteiligungen erarbeitet werden)
o Vereinheitlichung der Kontenrahmen
o Gesamtbilanz,
o Gesamtergebnisrechnung/Gesamt-Gewinn-und-Verlustrechnung
o Gesamtanhang
o Gesamtlagebericht sowie
o Beteiligungsbericht
4. Unterstützung der Linienverantwortlichen der Stadt
und der Verantwortlichen der Beteiligungen bei der Durchführung der erstmaligen
Konsolidierungsschritte:
o Abgrenzung des Konsolidierungskreises und damit
Festlegung der Konsolidierungsmethode
o
Erstellung der
Handelsbilanzen II
o
Erstellung
Summenbilanz aller zu konsolidierenden Einzelabschlüsse
o
Kapitalkonsolidierung
o
Schuldenkonsolidierung
o
Zwischenergebniseliminierung
o
Aufwands- und
Ertragskonsolidierung
o Erstellung des Gesamtabschlusses
Aufgrund
der Erfordernisse und Anforderungen setzt sich die Projektgruppe im Kern wie
folgt zusammen:
Ø
1,0 Stelle Projektleiter NKF
Gesamtabschluss
Ø
0,7 Stelle Projektassistenz
Ø
0,7 bis 0,1 Stelle Mitarbeiter Gesamtabschluss
Ø
0,8 Stelle Mitarbeit
Gesamtabschluss
Ø
0,1 Stelle Leitung
Beteiligungscontrolling
Ø
0,2 bis 0,4 Stelle Leitung Finanzbuchhaltung
3.3 Begleitung durch Wirtschaftsprüfer
Die unter 3.1 Phasen des
Konzernabschlusses / Arbeiten zum Gesamtabschluss beschriebenen
Aufgabenstellungen stellen überwiegendes Neuland dar. Für die erstmalige
Durchführung dieser Aufgaben und Arbeiten liegen bei der Stadt Hagen keine
ausreichenden Erfahrungen vor. Außerdem ist damit zu rechnen, dass bei
verschiedenen Fragestellungen die Töchter und Beteiligungen ihre jeweiligen
Wirtschaftsprüfer zu Rate ziehen werden.
Bereits
bei der Erstellung des NKF-Haushaltes hat sich die Begleitung dieses Prozesses
durch eine Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft (mit jeweils
einem Beratertag pro Monat) als positiv herausgestellt. Dank der externen Beratungsleistung konnten
sowohl strategische und bilanzielle Aspekte aufgegriffen und geklärt wie auch ad-hoc-Fragestellungen kurzfristig
beantwortet werden. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen ist ein
Beratereinsatz auch für die Arbeiten zum Konzernabschluss beabsichtigt.
Die Beratungsleistung ist in dem bisherigen Umfang vorgesehen und soll durch ein
gesondertes Vergabeverfahren sichergestellt werden. Ziel ist es, eine
renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auszusuchen, die sich mit
Konzernabschlüssen, Gesamtabschlüssen von Kommunen und ggf. mit städtischen Beteiligungen gut
auskennt.
Für den Zeitraum bis zum ersten Gesamtabschluss (30.09.2011) soll deshalb der
Umfang des bilanzpolitischen Beratungsbedarfes von einem Beratertag pro Monat
beibehalten werden.
4. Kostenübersicht
4.1 NKF-/SAP-Projekt bis 31.07.2008
Die
voraussichtlichen Aufwendungen für das Projekt bestehen aus
Personalaufwendungen, Softwareaufwendungen, Beratungs- und
Schulungsaufwendungen und Vergabeaufwendungen.
Die
dargestellten Personalaufwendungen beziehen sich auf das für die Projektarbeit
freigestellte bzw. eingestellte Personal. Darüber hinaus entstehen weitere
Kosten durch die über 50 weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in die
Projektarbeit unmittelbar einbezogen sind. Mittelbar sind inzwischen alle Ämter
und Fachbereiche von der Projektarbeit betroffen, wodurch ebenfalls
Personalkapazitäten gebunden werden.
Die
nachfolgende Übersicht weist die entstandenen Kosten für 2005 – 2007 aus
und nennt die voraussichtlichen Kosten für 2008:
|
Verteilung
der Kosten in TEuro |
Ist 2005 |
Ist 2006 |
Ist 2007 |
Plan bis 31.07. 2008 |
Plan ganz- jährig 2008 |
|
Kosten
Kernprojekt |
|
|
|
|
|
|
Projektleitung
|
|
|
|
|
|
|
Koordinator
NKF 1 Stelle |
124 |
81 |
82 |
58 |
|
|
Kosten
Teilprojekt Bilanz |
|
|
|
|
|
|
Teilprojektleiter
1 Stelle |
|
|
|
|
|
|
Verwaltungskräfte
1,1 Stellen |
25 |
65 |
97 |
57 |
|
|
2
Vermessungsassessoren |
60 |
101 |
111 |
60 |
|
|
2
Vermessungsassessoren NN |
0 |
0 |
63 |
41 |
|
|
Wartungskosten |
0 |
0 |
4 |
|
10 |
|
Software-
und Dienstleistungskosten zur Straßenbewertung |
0 |
0 |
175 |
|
4 |
|
Kosten
Projekt SAP |
|
|
|
|
|
|
2
Stellen SAP- Projektorganisation und |
404 |
521 |
506 |
242 |
|
|
4 Stellen HABIT IT Stellen |
138 |
198 |
213 |
127 |
|
|
Beratung
|
0 |
370 |
698 |
248 |
|
|
|
|
329 |
649 |
240 Tage |
|
|
Betriebswirtschaftliche
Schulungen (ganzjährig) |
50 |
62 |
79 |
|
75 |
|
Anwenderschulungen
SAP- System |
0 |
0 |
60 |
|
0 |
|
Lizenzkosten
für SAP (einmalig) |
851 |
0 |
161 |
|
0 |
|
Datenbanklizenzen
(einmalig) |
95 |
0 |
0 |
|
0 |
|
IT-
Basisbetrieb Siegburg |
71 |
170 |
170 |
|
309 |
|
Wartungskosten |
68 |
162 |
162 |
|
140 |
|
|
|
|
|
833 |
538 |
|
Gesamt |
1886 |
1730 |
2581 |
1371 |
|
4.2 Kostenübersicht für das Projekt Gesamtabschluss ab 01.08.2008
|
Voraussichtliche Verteilung der Kosten in TEuro |
Stellen-umfang |
2008 |
2009 |
2010 |
2011 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Projektleitung
1,0 Stelle |
1,0 |
23 |
55 |
56 |
42 |
|
Assistenzkraft
0,7 Stelle |
0,7 |
12 |
28 |
29 |
22 |
|
Mitarbeit
Gesamtabschluss |
0,7 - 0,1 |
17 |
30 |
18 |
5 |
|
Mitarbeit
Gesamtabschluss |
0,8 |
16 |
38 |
39 |
29 |
|
Beteiligungscontrolling |
0,1 |
3 |
7 |
7 |
5 |
|
Finanzbuchhaltung |
0,2 - 0,4 |
5 |
18 |
24 |
18 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Beraterkosten
|
|
6 |
14 |
14 |
10 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Gesamt |
3,5 – 3,1 |
82 |
190 |
187 |
131 |
Auswirkungen
Finanzielle
Auswirkungen
|
|
Es entstehen keine finanziellen und
personellen Auswirkungen. |
|
|
Hinweis: Diese und alle weiteren Zeilen in
diesem Fall bitte löschen! |
Es handelt sich um eine
bereits laufende, gesetzlich vorgeschriebene Maßnahme.
Zusätzliche finanzielle
Aufwendungen entstehen in den Jahren 2008 - 2011 in einer
jährlichen Größenordnung
von 6.000 -14.000 Euro (s. Seite 17 der Begründung).
