Beschlussvorlage - 0278/2008
Grunddaten
- Betreff:
-
Altenhagen - Programmgebiet Soziale Stadt Hier: Bericht über die Stadtteilentwicklung in Altenhagen im Rahmen des Programms Soziale Stadt NRW
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Beate Westermann
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Hagen-Mitte
|
Entscheidung
|
|
|
|
22.04.2008
|
Sachverhalt
Begründung
In der Sitzung
der BV-Mitte am 12.12.2000 wurde die Verwaltung beauftragt, eine
kontinuierliche Berichterstattung über die Prozesse der Stadtteilentwicklung in
Altenhagen zu gewährleisten.
Dieser vom BÜrgerBÜro Altenhagen (Stadtteilmanagement
im Programmgebiet)
zusammengestellte Bericht ist als „vorläufiger
Endbericht“ über die Stadtteilarbeit im
Rahmen des Programms Soziale Stadt Altenhagen zu
sehen, der aber in der
folgenden Zeit durch weitere Diskussionen im
Stadtteil noch um einige Aspekte
ergänzt werden wird. Das Integrierte
Handlungskonzept, das im Jahr 1999 vom Rat
der Stadt Hagen beschlossen wurde und in den Jahren
2002 und 2005
fortgeschrieben wurde beinhaltet Maßnahmen, die zum
größten Teil im Jahr 2008
auslaufen. Einige werden noch bis zum Jahr 2009 über
die Städtebauförderung
ausfinanziert. Im Januar 2008 begann die Phase der
Verstetigung der Stadtteilarbeit
mit einem Workshop, bei dem die bisherige Entwicklung
reflektiert wurde, Szenarien
für den Stadtteil entwickelt und nächste Schritte
formuliert wurden, die nun die
Grundlage für den weiteren Verstetigungsprozess
darstellen. Deutlich ist, dass im
Stadtteil eine positive Entwicklung in Gang gesetzt
wurde, aber gerade das
Programmgebiet der Sozialen Stadt immer ein Bereich
im Gesamtgefüge der Stadt
Hagen sein wird, auf den ein Augenmerk gerichtet
werden muss, damit die soziale
Stabilität erhalten bzw. weiter verbessert werden
kann.
Im Januar 2008 nahm die BV-Mitte einen Bericht über
die Stadtteilarbeit zur Kenntnis, der als Grundlage für die Entscheidung über
eine mögliche Förderung aus EU-Mitteln des NRW Ziel-2-Programm 2007 –
2013 (EFRE) diente. Seit Januar 2008 können für den Stadtteil Altenhagen nun
Fördermittel aus diesem EU-Förderprogramm beantragt werden. Gerade für die
weitere Entwicklung des Bereiches Fehrbelliner Straße ist dies eine optimale
Fördermittelchance.
Der vorliegende Bericht umfasst:
- Einen qualitativen Evaluationsbericht (Anlage 1).
Er ist ein Baustein eines von Vertreterinnen und Vertretern aus Stadtteilen, Landesministerien und Wissenschaft gemeinsam entwickelten Evaluationskonzepts, das landesweit koordiniert in allen Stadtteilen des Programms „Soziale Stadt NRW“ Schritt für Schritt umgesetzt wurde. Im Mittelpunkt der so genannten „Analyse qualitativer Prozesse“ stehen die Themen Organisations- und Kooperationsstrukturen, integrierte Projektentwicklung, Bewohnerbeteiligung und Stadtteilimage. Grundlage waren verfügbare Veröffentlichungen sowie weitere Unterlagen zu den Gebieten und mehrere Interviews mit Schlüsselpersonen des Stadtteilprogramms. Außerdem wurde im Februar 2005 eine telefonische Befragung der Bewohnerinnen und Bewohner in den 35 untersuchten Programmgebieten durchgeführt. Themen der Befragung waren verschiedene Aspekte der Lebensbedingungen in den Wohngebieten und die Einschätzung ihrer Entwicklung während der letzten Jahre, Aussagen zum Image der Gebiete, zur Partizipation und zur Bekanntheit des Programms bei den Bewohnerinnen und Bewohnern in den Gebieten. Vorgestellt und diskutiert wurde der Bericht im Stadtteil mit Multiplikatoren, Fachverwaltung und Politik.
Bei der quantitativen Evaluation (Anlage 2), die in Zusammenarbeit mit den Fachleuten aus dem Bereich Statistik durchgeführt wurde, ist die Auswertung über den Stadtteil Altenhagen nur wenig aussagekräftig, da hier nur zu wenigen Bereichen Zahlen zugeliefert werden konnten. Die Gesamtevaluation der Programmgebiete Soziale Stadt NRW wird in Kürze auf einer Veranstaltung des Städtenetzwerkes Soziale Stadt NRW vorgestellt und veröffentlicht.
- Eine Dokumentation der Ergebnisse des Verstetigungsworkshops (Anlage
3), der im Januar 2008 unter externer Moderation mit Multiplikatoren des
Stadtteils, Mitarbeitern der Verwaltung und Mitgliedern der BV-Mitte
stattfand. Da das Programm für den Stadtteil zeitlich befristet angelegt
ist und von Landesseite davon ausgegangen wird, dass die positive
Entwicklung in den geförderten Stadtteilen ohne die Förderung weiter
getragen und auch kommunal unterstützt werden sollte ist eine gemeinsame
Planung des Verstetigungsprozesses sinnvoll und notwendig. Bei diesem
ersten Workshop in Altenhagen wurde deutlich, dass einige Projekte, die im
Integrierten Handlungskonzept beschlossen wurden (z. B. Fehrbelliner
Straße) noch nicht realisiert sind und noch weiter verfolgt werden
sollten, um die Lebensqualität im Stadtteil zu erhöhen.
Der Prozess der Verstetigung ist mit diesem Workshop eingeleitet, wird im Forum weiter diskutiert werden und folgende Notwendigkeiten für die weitere Arbeit wurden von den TeilnehmerInnen formuliert:
1. Die Weiterarbeit am Verstetigungsprozess muss finanziell gesichert sein. Hierzu soll ein Verlängerungsantrag zur Förderung des Stadtteilmanagements für das Jahr 2009 - in reduzierter Form (eine Mitarbeiterin) im Rahmen der Städtebaufördermittel gestellt werden.
2. Eine Absicherung der organisatorischen Geschäftsführung des Stadtteilforums Altenhagen muss dauerhaft gesichert werden (verwaltungsinterne Lösung).
3. Das Forum muss seine künftigen Aufgaben und Zuständigkeiten definieren.
4. Das Stadtteilforum erwartet von der Verwaltung aktive, interdisziplinäre Unterstützung.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
369 kB
|
|||
|
2
|
(wie Dokument)
|
83,9 kB
|
|||
|
3
|
(wie Dokument)
|
1,4 MB
|
