Beschlussvorlage - 0142/2008
Grunddaten
- Betreff:
-
Nachnutzung der Fläche des ehemaligen städtischen Bauhofes Körnerstraße / Springmannstraße
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Britta Wimpelberg
- Beteiligt:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Sport- und Freizeitausschuss
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Vorberatung
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19.02.2008
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
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Vorberatung
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20.02.2008
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Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Vorberatung
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21.02.2008
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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26.02.2008
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●
Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Vorberatung
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04.03.2008
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Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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06.03.2008
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Sachverhalt
Kurzfassung
Nach Aufgabe des städtischen Bauhofes an der
Körnerstraße / Springmannstraße kann mit dieser städtischen Fläche in zentraler,
ruhiger Lage Wohnraum geschaffen werden, der die Stadt in der Innenstadt mit
zusätzlichen Einwohnern stabilisiert. Eine Nachnutzung der Fläche bedarf eines
sensiblen Umgangs mit den vorhandenen Strukturen und der perspektivischen
Entwicklung des innerstädtischen Wohnens.
Begründung
Das Grundstück des städtischen
Bauhofes liegt in zweiter Reihe zur Körnerstraße, hinter einer geschlossenen
viergeschossigen Wohn- und Geschäftsbebauung. Die Fläche ist im FNP als
gemischte Baufläche dargestellt. Sie ist nach § 34 BauGB zu beurteilen. Eine
Bebauung in zweiter Reihe ist an dieser Stelle prägend. Die betreffenden
städtischen Grundstücke (Gem. Hagen Flur 43 Flurstücke 87 und 80) umfassen eine
Fläche von ca. 4.600 m² , die aufstehenden Gebäude sind baufällig und müssen im
Fall der Nachnutzung zurückgebaut werden. Die städtische Fläche ist über eine
städtische Wegeparzelle an der Springmannstraße erschlossen und verfügt über
einen direkten Zugang zum Fußweg „Am Widey“ an der Volme. Im rückwärtigen
Bereich zur Volme liegt die Fläche der Kaufmannschule I der Stadt Hagen, welche
sich nordwestlich an das Grundstück der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde
anschließt.
Bei der ehemaligen Bauhoffläche handelt es sich um
eine attraktive innerstädtische Fläche, die aufgrund ihrer hohen Zentralität
mit bester Infrastruktur und ihrer Nähe zur Volme einer sensiblen Entwicklung
bedarf. Es besteht hier u.a. die Möglichkeit, Nutzungsdefizite im Bereich von Wohnprojekten
unter dem Schlagwort „Mehrgenerationenwohnen“ für Jung und Alt auszugleichen
und gleichzeitig ein vorbildhaftes Projekt zu entwickeln, welches auch unter
finanzwirtschaftlichen Aspekten gerechtfertigt ist.
Im Hinblick auf die demographischen Veränderungen der
Stadt Hagen, soll hier ein Pilotprojekt für generationsübergreifendes Wohnen in
der Innenstadt entwickelt werden. Das Wohnen in einem typischen
Drei-Generationen-Haushalt einer Familie ist in der heutigen Zeit nicht mehr
oder nur selten gegeben. Die neue Wohnform des Mehrgenerationenwohnens soll
dieses Defizit ausgleichen.
Generationsübergreifendes Wohnen oder Mehrgenerationenwohnen heißt: Mehrere
Generationen schließen sich unter einem Dach zusammen, um sich gegenseitig zu
unterstützen, es handelt sich um ein flexibles, den sich ändernden Wohnbedürfnissen
entsprechendes Wohnungsangebot, das ein Zusammenleben mehrerer Generationen in
unterschiedlicher Weise ermöglicht.. Es sollen Netzwerke geschaffen werden, um
verschiedene Bevölkerungsschichten zusammenzubringen, die sonst keine oder
wenig Möglichkeiten dafür haben.
Ein Bedarf an der ehemaligen Bauhoffläche ist seitens
des Sportamtes seit Jahren für den Bau einer Sporthalle angemeldet. Diese
Forderung ergab sich aus dem alten FNP, der diese Fläche als Fläche für
Gemeinbedarf (Festsetzung Sportfläche) dargestellt hatte. Im derzeit gültigen
FNP ist diese Zweckbestimmung aufgehoben worden.
Laut Gutachten zur
Sportstättenentwicklung aus dem Jahr 2006 liegt in Hagen trotz demographischen
Wandels ein Bedarf von ca. 6 Hallen vor. Ein Teil des Defizits könnte im
Innenstadtbereich durch einen Standort ausgeglichen werden. Dabei ist im
Hinblick auf wirtschaftlich optimierte Standortalternativen ein Standort im
Zusammenhang mit Schulstandorten anzustreben. Dies ist auf der Bauhoffläche nur
bedingt gegeben, da hier unmittelbar lediglich die Kaufmannschule I angrenzt.
Beispielhaft für eine neue Sporthalle in der Hagener City sind zwei alternative
Standortvarianten weitergehend zu untersuchen.
1.
Die Restfläche
des ehemaligen Pavillons der Ricarda-Huch-Schule im Volmerpark, hinter dem neu
angelegten Bolzplatz. Das Grundstück ist im FNP als Fläche für Gemeinbedarf,
mit den Festsetzungen Schule und Sport dargestellt. Diese Fläche hätte den Vorteil
des nahen Bezuges zur Ricarda-Huch-Schule, als auch einen unmittelbaren
Einzugsbereich anderer Schulen in der Innenstadt. Die verkehrliche Erschließung
wäre von der Springmannstraße gegeben.
2.
Die Fläche des
heutigen Willy-Weyer-Bades. Das Grundstück des Hallenbades ist im FNP als
Fläche für Gemeinbedarf, mit den Festsetzungen Schule, Sport und Spielplatz
dargestellt. Nach Fertigstellung des neuen Sport- und Freizeitbades am
Ischeland soll langfristig der Standort des Willy-Weyer-Bades aufgegeben
werden. Hier ist eine Nachnutzung der Fläche als Sporthalle von Vorteil, da vorhandene
Strukturen (z.B. der Saunabereich) u. U. erhalten bleiben könnten. Die Fläche
an der Bergstraße liegt im direkten Einzugsbereich mehrerer weiterführender
Schulen.
Nach Abwägung aller Belange und insbesondere unter
Hinweis auf die finanziellen Lage der Stadt ist ein Festhalten an der
Vorratsfläche ‚Bauhof Körnerstraße’ unter den gegeben
Rahmenbedingungen nicht mehr gerechtfertigt. Vielmehr wird vorgeschlagen, diese
Fläche kurzfristig am Markt auszuschreiben und die längerfristige Forderung des
Sportamtes auf andere Standorte zu lenken.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
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(wie Dokument)
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1 MB
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26.02.2008 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Hagen-Mitte empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen
folgenden Beschluss zu fassen:
Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage des Berichtes eine
Ausschreibung der Bauhoffläche für generationsübergreifendes Wohnen
vorzubereiten.
Ergänzung:
Die in der Begründung auf Seite 3
unter Ziff. 1 genannte Fläche wird für die Nutzung als Sportfläche nicht weiter
verfolgt.
04.03.2008 - Stadtentwicklungsausschuss - geändert beschlossen
Beschluss:
Der Stadtentwicklungsausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt folgenden
Beschluss zu fassen:
Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage des Berichtes eine
Ausschreibung der Bauhoffläche für generationsübergreifendes Wohnen
vorzubereiten.
Ergänzung:
Die in der Begründung auf Seite 3 unter Ziffer 1 genannte Fläche wird für
die Nutzung als Sportfläche nicht weiter verfolgt.
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Abstimmungsergebnis: |
|
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x |
Einstimmig beschlossen |
06.03.2008 - Rat der Stadt Hagen - geändert beschlossen
Beschluss:
Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage des Berichtes eine
Ausschreibung der Bauhoffläche für generationsübergreifendes Wohnen
vorzubereiten.
Die in der Begründung auf Seite 3
unter Ziff.1 genannte Fläche wird für die Nutzung als Sportfläche nicht weiter
verfolgt.
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Abstimmungsergebnis: |
|
x |
Einstimmig beschlossen |