Beschlussvorlage - 0134/2008
Grunddaten
- Betreff:
-
Förderprogramm Soziale Stadt:Integriertes Handlungskonzept für den Stadtteil Wehringhausen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Reinhard Goldbach
- Beteiligt:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte; FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung; 66 Fachbereich Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken; 67 Fachbereich Grünanlagen-Straßenbetrieb
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
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Vorberatung
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20.02.2008
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Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Vorberatung
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21.02.2008
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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26.02.2008
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Vorberatung
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04.03.2008
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Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Vorberatung
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04.03.2008
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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06.03.2008
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Beschlussvorschlag
1. Der Rat der Stadt beschließt das Integrierte Handlungskonzept für den Stadtteil Wehringhausen sowie den Maßnahmen- und Finanzierungsplan zur Umsetzung des Konzeptes.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, das Integrierte Handlungskonzept als Aufnahmeantrag für das Förderprogramm Soziale Stadt beim Land einzureichen.
3. Nach einer positiven Entscheidung des Landes wird die Verwaltung beauftragt, die sich aus dem Maßnahmeplan ergebenden Förderanträge zu stellen.
4. Die Verwaltung wird beauftragt, Fördermittel für die aktive Unterstützung des Verstetigungsprozesses in Altenhagen zu beantragen.
5. Die Beschlüsse unter 1 – 4 werden unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Prioritätenliste und einer Kreditlinie durch die Bezirksregierung gestellt.
6. Die Beschlüsse werden bis zum 31.12.2008 umgesetzt.
Sachverhalt
Kurzfassung
Durch
Beschluss der Vorlage 0577/2006 hat der Rat der Stadt die Verwaltung
beauftragt, den Stadtteil Wehringhausen für die Aufnahme in das Förderprogramm
Soziale Stadt anzumelden.
Die
Vorlage beinhaltet als Anlage das Integrierte Handlungskonzept für den Stadtteil
Wehringhausen sowie den Maßnahmen- und Finanzierungsplan für die Umsetzung des
Konzeptes.
Das
Integrierte Handlungskonzept ist Grundlage für die die Entscheidung des Landes
zur Aufnahme des Stadtteils in das Förderprogramm Soziale Stadt.
Unter
förderrechtlichen Gesichtspunkten entfallen dabei 8,3 Mio. auf investive
Maßnahmen, 2,2 Mio. auf nicht-investive Maßnahmen.
Für
den NKF Haushalt entfallen bis zum Jahre 2013 insgesamt 5,9 Mio. € auf
den investiven Bereich (Eigenanteil 1,18 Mio. €), als Aufwand sind 4,6
Mio. € (Eigenanteil 1,18 Mio. €) zu veranschlagen. Insgesamt ist
für den NKF Haushalt ein durchschnittlicher Eigenmitteleinsatz im investiven
Bereich von 200.000 € jährlich zu berücksichtigen.
Begründung
- Auftragsgrundlage:
Im Rahmen der letzten Fortschreibung des Integrierten
Handlungskonzept Soziale Stadt für den Stadtteil Altenhagen (Vorlage 0577 /
2006) hat der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt, „den Stadtteil
Wehringhausen für das Landesprogramm Soziale Stadt anzumelden und den Prozess
der Erarbeitung eines Integrierten Handlungskonzeptes unter Beteiligung der
QuartiersbewohnerInnen und er Multiplikatoren vor Ort zu initiieren“.
Weiterhin wurde ein schrittweiser Übergang nach Abstimmung mit dem
Landesministerium bereits in den Jahren 2007 / 2008 beauftragt. Über den
Umsetzungsstand wurde der Bezirksvertretung Mitte am 21.08.2007 ein
Zwischenbericht vorgestellt.
- Ämterübergreifende
Arbeitsgruppe
Durch eine Organisationsverfügung des
Oberbürgermeisters wurde eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet,
deren Aufgabe in der Bestandsanalyse, der Durchführung der Bürgerbeteiligung
sowie der Entwicklung des Integrierten Handlungskonzeptes und der späteren
Umsetzung der geförderten Maßnahmen besteht.
Die Grundlagen (Stadtteilanalyse, Stärken /
Schwächen) des dieser Vorlage beigefügten Konzeptes ist das Ergebnis der
gemeinsamen Arbeit der hier beteiligten Fachämter. Mit der Einrichtung der
Projektgruppe war keine Personalausweitung verbunden.
- Analyse des Stadtteils
Die Analyse des Stadtteils ist eine wesentliche
Beurteilungsgrundlage für die Aufnahme des Stadtteils in das Förderprogramm des
Landes. Entscheidend ist hierbei, dass die aufbereiteten Daten (Sozialstruktur,
demografische Entwicklung, Wohnen, Grün- und Freiflächen, Verkehrsbelastung,
Einzelhandel etc.) des Stadtteils Wehringhausen jeweils im Vergleich zum
gesamtstädtischen Durchschnitt den besonderen Unterstützungs- und
Entwicklungsbedarf verdeutlichen. Die Erhebung und Bewertung der erforderlichen
Daten ist umfassend vorhanden, die den Stadtteil skizzierenden Daten sind im
Integrierten Handlungskonzept aufbereitet. Die erhobenen Daten belegen die Notwendigkeit der Aufnahme des
Stadtteils in das Förderprogramm Soziale Stadt.
- Abstimmung mit
dem Ministerium
Mit dem Ministerium ist das Übergangsszenario vom
Stadtteil Altenhagen zum Stadtteil Wehringhausen erörtert worden. Auf Grund der
positiven Erfahrungen des Übergangs von Vorhalle nach Altenhagen wurde dieser
Weg ausdrücklich unterstützt.
Bei einem Ortstermin in Hagen fand mit dem Vertreter
des Ministeriums auch eine Besichtigung des Stadtteils Wehringhausen statt.
Das Land erwartet das Integrierte Handlungskonzept
für Wehringhausen zur Überprüfung und Entscheidung bis zum März 2008. Die
interministerielle Arbeitsgruppe des Landes wird dann über die Aufnahme neuer
Stadtteile entscheiden.
- Externe
Unterstützung
Mit Beschluss der Vorlage 0577/2006 wurden für die
Begleitung und Dokumentation der Beteiligungsprozesse sowie zur Unterstützung
bei der Gestaltung des Integrierten Handlungskonzeptes sowie für die
Durchführungskosten der Beteiligungsveranstaltungen jeweils 15.000 €
Planungskosten für die Haushaltsjahre 2007 und 2008 veranschlagt. Für die
dargestellten Aufgaben wurde der Auftrag an das Büro Stadt- und Regionalplanung
Dr. Paul G. Jansen GmbH, Köln, vergeben. Das Planungsbüro hat neben der
Begleitung und Dokumentation der Bürgerbeteiligung den Konzeptentwurf auf Basis
der Ergebnisse der Arbeitsgruppe und der Beteiligungsprozesse erarbeitet.
- Entwicklung des
Integrierten Handlungskonzeptes / Bürgerbeteiligung
Zur Entwicklung des Integrierten Handlungskonzeptes
mit den Bürgern und Multiplikatoren des Stadtteils wurden drei
Stadtteilwerkstätten durchgeführt:
¨
1. Workshop am
8.9.2007, 09.00 – 16.30 Uhr in der AWO Begegnungsstätte, Bachstr. 26
¨
2. Workshop am
20.10.2007, 09.00 – 16.30 Uhr in der Kath. Kirchengemeinde St. Michael
¨
3. Workshop
12.01.2008 mit Konzeptpräsentation in der AWO Begegnungsstätte
¨
Ergänzend hierzu
fanden weitere Gespräche mit Einzelhändlern (Wir in Wehringhausen), freien
Trägern, Runder Tisch Wehringhausen etc. statt. Eine weitere Abstimmung mit der
Wohnungswirtschaft wird in Kürze folgen.
- Maßnahmen- und
Finanzierungsplan
Für das Integrierte Handlungskonzept ist für den
Zeitraum von fünf Jahren ein Maßnahmen- und Finanzierungsplan erforderlich. Bei
der Erstellung dieser Planung wurde sowohl auf die zeitliche Realisierbarkeit
(Starterprojekte, Antrags-, Planungs- und Beteiligungsvorlauf) als auch auf
eine vertretbare finanzielle Belastung in den einzelnen Haushaltsjahren
geachtet.
Für die Umsetzung des Konzeptes sind bis zum Ende des
Jahres 2013 insgesamt 10,5 Mio. € veranschlagt, der Eigenanteil der Stadt
beträgt 20 %.
Unter förderrechtlichen Gesichtspunkten entfallen
dabei 8,3 Mio. auf investive Maßnahmen, 2,2 Mio. auf nicht-investive Maßnahmen.
Dieses Verhältnis entspricht dem vom Ministerium für Bauen und Verkehr im
Rahmen des Programms Soziale Stadt akzeptierten Förderschwerpunkte.
Für den NKF Haushalt entfallen bis zum Jahre 2013
insgesamt 5,9 Mio. € auf den investiven Bereich (Eigenanteil 1,18 Mio.
€), als Aufwand sind 4,6 Mio. € (Eigenanteil 1,18 Mio. €) zu
veranschlagen. Insgesamt ist für den NKF Haushalt ein durchschnittlicher
Eigenmitteleinsatz im investiven Bereich von 200.000 € jährlich zu
berücksichtigen. Die Jahresverteilung ist der beigefügten Übersicht zu
entnehmen.
- Verstetigungsprozess
Altenhagen
Auch
nach Auslaufen der Förderung soll das Engagement der Bürger die weitere
Stadtteilentwicklung positiv beeinflussen. Von den Kommunen wird erwartet, dass
sie diesen Prozess aktiv unterstützen.
Der
Prozess der Verstetigung in den Programmgebieten der „Sozialen
Stadt“ erfordert eine jeweils individuelle Lösung für die betroffenen
Stadtteile.
Am
26.01.2008 fand unter externer Moderation ein erster Workshop mit Vertretern
des Stadtteilforums AltenHAgen, Vertretern der BV-Mitte und Mitarbeitern der
Stadtverwaltung statt.
Folgende
Notwendigkeiten für den Prozess der Arbeit am Verstetigungskonzept wurden von
den TeilnehmerInnen formuliert:
·
Die Weiterarbeit
am Verstetigungsprozess muss finanziell gesichert sein. Hier sollen
Fördermittel aus dem Modellvorhaben
„Wir setzen Zeichen“ genutzt werden. Ein Antrag soll für das
Jahr 2009 gestellt werden.
·
Eine Absicherung
der organisatorischen Geschäftsführung des Altenhagener Forums muss dauerhaft
gesichert werden. (verwaltungsinterne Lösung)
·
Das Forum muss
seine künftigen Aufgaben und Zuständigkeiten definieren.
·
Das Stadtteilforum
erwartet von der Verwaltung aktive, interdisziplinäre Unterstützung.
Für
die weitere Entwicklung in Altenhagen ist festzustellen, dass im Jahre 2009
weiterhin bereits geförderte und finanzierte Maßnahmen im sozialen Bereich
fortgeführt werden. Weiterhin besteht auch künftig noch die Möglichkeit,
Zuschüsse aus dem Bundesprogramm Soziale Stadt (z.B. LOS, Modellvorhaben etc.)
zu akquirieren. Eine neue Förderkulisse wird ggf. durch die Einordnung des
Programmgebietes Altenhagen als Ziel II Gebiet eröffnet.
Es
wird deshalb vorgeschlagen, bei Bewilligung entsprechender Fördermittel die
Verstetigungsphase in Altenhagen befristet für ein Jahr durch eine
Mitarbeiterin und die Beibehaltung der bekannten Räumlichkeiten zu
unterstützen.
Finanzierungsplan
2009
Die
erforderlichen Eigenmittel zur Kofinanzierung der Gesamtkosten betragen
abhängig vom Förderzugang 8.900 (10 %ige Förderung) oder 17.800 € (20%ige
Förderung. Die Gesamtkosten enthalten die Personalkosten, pauschalierte Kosten
des Arbeitsplatzes, Miete und Mietnebenkosten sowie das Stadtteilbudget.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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1,9 MB
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2
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(wie Dokument)
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4,4 MB
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3
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(wie Dokument)
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32,3 kB
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4
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(wie Dokument)
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13,5 kB
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21.02.2008 - Haupt- und Finanzausschuss - geändert beschlossen
Beschluss:
1. Der Rat der Stadt beschließt das Integrierte Handlungskonzept für den Stadtteil Wehringhausen sowie den Maßnahmen- und Finanzierungsplan zur Umsetzung des Konzeptes.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, das Integrierte Handlungskonzept als Aufnahmeantrag für das Förderprogramm Soziale Stadt beim Land einzureichen.
3. Nach einer positiven Entscheidung des Landes wird die Verwaltung beauftragt, die sich aus dem Maßnahmeplan ergebenden Förderanträge zu stellen.
4.
entfällt
5. Die Beschlüsse unter 1 – 3 werden unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Prioritätenliste und einer Kreditlinie durch die Bezirksregierung gestellt.
6. Die Beschlüsse werden bis zum 31.12.2008 umgesetzt.
26.02.2008 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen
Beschluss:
1. Die
Bezirksvertretung Hagen-Mitte empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen folgenden
Beschluss zu fassen:
1. Der Rat der Stadt beschließt das Integrierte Handlungskonzept für den Stadtteil Wehringhausen sowie den Maßnahmen- und Finanzierungsplan zur Umsetzung des Konzeptes.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, das Integrierte Handlungskonzept als Aufnahmeantrag für das Förderprogramm Soziale Stadt beim Land einzureichen.
3. Nach einer positiven Entscheidung des Landes wird die Verwaltung beauftragt, die sich aus dem Maßnahmeplan ergebenden Förderanträge zu stellen.
4.
entfällt
5. Die Beschlüsse unter 1 – 3 werden unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Prioritätenliste und einer Kreditlinie durch die Bezirksregierung gestellt.
6. Die Beschlüsse werden bis zum 31.12.2008 umgesetzt.
2. Die Bezirksvertretung
Hagen-Mitte stellt aus ihren bezirksbezogenen Mitteln als Anschubfinanzierung
und zur Entlastung der städtischen Eigenmittel 20.000 € einmalig zur
Verfügung.
04.03.2008 - Stadtentwicklungsausschuss - geändert beschlossen
Beschluss:
Der Stadtentwicklungsausschuss empfiehlt dem Rat
der Stadt folgenden Beschluss zu fassen:
1. Der Rat der Stadt beschließt das Integrierte Handlungskonzept für den Stadtteil Wehringhausen sowie den Maßnahmen- und Finanzierungsplan zur Umsetzung des Konzeptes.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, das Integrierte Handlungskonzept als Aufnahmeantrag für das Förderprogramm Soziale Stadt beim Land einzureichen.
3. Nach einer positiven Entscheidung des Landes wird die Verwaltung beauftragt, die sich aus dem Maßnahmeplan ergebenden Förderanträge zu stellen.
4. (fällt weg)
5. Die Beschlüsse unter 1 – 3 werden unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Prioritätenliste und einer Kreditlinie durch die Bezirksregierung gestellt.
6. Die Beschlüsse werden bis zum 31.12.2008 umgesetzt.
|
Abstimmungsergebnis: |
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|
x |
Einstimmig beschlossen |
06.03.2008 - Rat der Stadt Hagen - geändert beschlossen
Beschluss:
1. Der Rat der Stadt beschließt das Integrierte Handlungskonzept für den Stadtteil Wehringhausen sowie den Maßnahmen- und Finanzierungsplan zur Umsetzung des Konzeptes.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, das Integrierte Handlungskonzept als Aufnahmeantrag für das Förderprogramm Soziale Stadt beim Land einzureichen.
3. Nach einer positiven Entscheidung des Landes wird die Verwaltung beauftragt, die sich aus dem Maßnahmeplan ergebenden Förderanträge zu stellen.
4.
entfällt
5. Die Beschlüsse unter 1 – 3 werden unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Prioritätenliste und einer Kreditlinie durch die Bezirksregierung gestellt.
6. Die Beschlüsse werden bis zum 31.12.2008 umgesetzt.
|
Abstimmungsergebnis: |
|
x |
Mit Mehrheit beschlossen |