Beschlussvorlage - 1191/2007
Grunddaten
- Betreff:
-
Planung für den Verbindungsbau am Fichte Gymnasium
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB65 - Gebäudewirtschaft
- Beteiligt:
- FB40 - Schule; 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte; FB20 - Finanzen und Controlling
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Geplant
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Fachausschuss Gebäudewirtschaft
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Vorberatung
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22.01.2008
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Erledigt
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Schulausschuss
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Entscheidung
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29.01.2008
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Sachverhalt
Kurzfassung
Nach der Beschlussvorlage
Nr. 0673/2006 vom 08.08.06 wurde der Vorentwurf für den Erweiterungs- bzw.
Verbindungsbau weiterentwickelt.
Der zukünftige
Verbindungsbau dient als Bindeglied zwischen den vorhandenen Gebäudeteilen, vor
allem in der Haupterschließungsachse des 1. und 2. Obergeschosses. Gleichzeitig
wird der 2. notwendige Rettungsweg für das Postgebäude mittels Treppenturm
realisiert.
Der Entwurf unterscheidet
sich im Wesentlichen vom Vorentwurf durch folgende Merkmale:
1.
Optimierung
der Nutzfläche zur Verkehrsfläche: Die Flurbereiche wurde flächenmäßig
reduziert.
2.
Durch die
Baugrunduntersuchung wurde festgestellt, dass nur eine Pfahlgründung möglich
ist. Zusätzlich sind die Böden kontaminiert, was einen erhöhten
Entsorgungsaufwand mit sich bringt.
3.
Eine Ersatz-
WC Anlage für Schüler wird in den Verbindungsbau integriert, da die Anlagen im
Postgebäude entfallen müssen. Im Haupttrakt werden die vorhanden Schüler-WC-Anlagen
für das Lehrerkollegium umgebaut.
4.
Ein
Erweiterungsbau auf dem Grundstück des Fichte-Gymnasiums ist räumlich nicht
mehr möglich. Es ist geplant, den neuen Verbindungsbau statisch zu verstärken,
dass ein drittes Geschoss aufgesetzt werden könnte, soweit dafür in Zukunft der
Bedarf entstehen sollte.
5.
Vom Nutzer
wird eine große Räumlichkeit für Abiturklausuren benötigt. Diese wäre durch
Zusammenlegung von 2 Klassenräumen mittels eines Trennwandsystems zu
realisieren.
6.
Zusätzliche
Umbaumaßnahmen im Bestand: Umorganisation des Verwaltungsbereichs, Schaffung
eines größeren Lehrerzimmers und eines zusätzlichen Besprechungsraums.
Begründung
Neubau
eines Verbindungstraktes einschließlich eines Treppenhauses.
Nach Beschlussvorlage Nr. 0673/2006 vom 08.08.06
wurde der dort verabschiedete Vorentwurf des Verbindungstraktes des Fichte
Gymnasiums konsequent weiterentwickelt und optimiert. Grundlage der
detaillierten Entwurfsplanung waren zum einen die Umsetzung der konkreten
nutzerspezifischen Anforderungen, der bauordnungsrechtlichen bzw.
schulbaurechtlichen Vorschriften sowie die Ausarbeitung des Tragwerks und der
Gründung. Die einzelnen Optimierungsmaßnahmen werden nachfolgend detailliert
erläutert.
1/0 Anbindung an bestehende Gebäudetrakte
Altbau (Bauteil 1) und ehem. Postgebäude (Bauteil 3)
Die Hauptaufgabe des geplanten
Verbindungstrakts ist die Verbesserung der derzeit nicht vorhandenen
Gebäudeanbindung zwischen dem Altbau und dem ehem. Postgebäude. Der zukünftige
Neubau dient somit als notwendiges Bindeglied zwischen den vorh. Gebäudetrakten
und vervollständigt erstmals einen zusammenhängenden Schulkomplex. Diese
Anbindung erfolgt konsequent in der Haupterschließungsebene (1.Obergeschoss)
des Schulgebäudes mit direkter Verknüpfung an die Verwaltungsbereiche sowie an
das 2.Obergeschoss. Diese Aufständerung des Gebäudes ermöglicht zusätzlich die
Realisierung eines überdachten Pausenhofes mit Aufenthaltsqualität und direkten
Anbindung an den neu erstellten zentralen Treppenturm. Aufgrund der komplexen
Höhenunterschiede der einzelnen Bestandsbauten ist eine Verbindung der
Geschosse nur mit Ausgleichstreppen möglich. Ein barrierefreier Verbindungsflur
ist nicht realisierbar, bzw. die Barrierefreiheit könnte nur durch mehrere
Aufzugsanlagen hergestellt werden. Diese Maßnahmen wurden untersucht, jedoch
wegen der erheblichen Mehrkosten nicht weiter verfolgt.
2/0 Neubaumaßnahme des Verbindungstraktes, notwendige
Optimierung des Vorentwurfes
2/1 Flächenmanagement
Das Gebäude wurde unter
Berücksichtigung des Raumprogramms sowie aller rechtlichen Vorschriften auf das
notwendige Maß optimiert. Hierbei wurden auch unter Betrachtung der Folgekosten
die Gebäudeabmessungen sowie die Verhältnisse von Hauptnutzfläche und
Verkehrsfläche überarbeitet. Das mit dem Vorentwurf verabschiedete Konzept der
Raumaufteilung bleibt hiervon jedoch unberührt.
2/2 Gründung
In der Leistungsphase der
detaillierten Entwurfsplanung war es zwingend erforderlich, zusätzliche
Untersuchungen bezüglich des Baugrundes und der Tragwerksplanung durch
entsprechende Fachingenieure vorzunehmen. Hierbei wurde festgestellt, dass der
anstehende Baugrund nicht den Anforderungen einer Flachgründung entspricht. Die
vor Ort angetroffenen Bodenverhältnisse sind zum einen nicht ausreichend
tragfähig sowie in Teilbereichen stark kontaminiert. Ungeachtet der
Gebäudekubatur müsste somit in jedem Fall eine Pfahlgründung vorgesehen werden.
2/3 Tragwerk
Im Zuge der Tragwerksoptimierung ist
die Gebäudekonstruktion so zu konzipieren, dass eine mögliche Gebäudeerweiterung
im 3.Obergeschoss erfolgen kann. Durch Nivellierung der Anschlusshöhen kann
jederzeit ein zusätzliches Obergeschoss direkt angebunden werden.
2/4 Ausstattung Neubau
Im Zuge der Anbindung an die vorh.
Altbauten werden die desolaten dezentralen WC-Anlagen im Bauteil 1 (1.OG /
2.OG) sowie im Bauteil 3 (1.OG / 2.OG / 3.OG) entfernt. Es ist geplant, als
Ersatz, eine neue zentrale WC-Anlage im Verbindungstrakt unterzubringen.
Als weitere besondere Ausstattung
wird im 2.OG ein flexibles Trennwandsystem zwischen den beiden Klassenräumen
vorgesehen.
Auswirkungen
Finanzielle
Auswirkungen
3/0 Finanzielle
Auswirkung
Finanzierung aus der Schulpauschale:
Treppenturm
Postgebäude 0,3
Mio. Euro
Anpassung
im Bestand
inkl.
Umbau Lehrerzimmer 0,1
Mio. Euro
Verbindungstrakt
neu
nach
Optimierung der Planung 1,1
Mio. Euro
Gesamtkosten Bauwerk 1,5
Mio. Euro
In
der verabschiedeten Beschlussvorlage Nr. 673/2006 vom 08.08.06 wurde der
Vorentwurf des Verbindungsbaus auf 1,3 Mio. Euro geschätzt.
Die
entstandenen Mehrkosten in der Höhe von 200.000 Euro, die auch nicht durch die
Planungsoptimierung reduziert werden können, werden im Haushaltsjahr 2009 aus Mitteln der Schulpauschale finanziert.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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106,7 kB
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