Beschlussvorlage - 1184/2007
Grunddaten
- Betreff:
-
Initiative "Das Ruhrtal"1. Bewerbung für die Ruhrtal-REGIONALE 2013_2016 - Entscheidung2. Regionalmarketingkonzept Ruhrtal - Abschlussbericht und Ausblick
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Stephanie Roth
- Beteiligt:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte; OB/A Amt des Oberbürgermeisters
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Stadtentwicklungsausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
11.12.2007
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Rat der Stadt Hagen
|
Entscheidung
|
|
|
|
13.12.2007
|
Sachverhalt
Kurzfassung
1. Bewerbung für die Ruhrtal-REGIONALE 2013_2016 –
Entscheidung
Die
Entscheidung zur REGIONALE 2013_2016 ist zu Gunsten der Regionen Südwestfalen und Münsterland gefallen. Die drei von
der Stadt Hagen im Rahmen der Bewerbung angemeldeten Projekte werden im Rahmen
der Regionalen Entwicklungsstrategien Ruhrtal auch über die Bewerbung zur
RuhrtalREGIONALE hinaus weiter verfolgt:
1- Lückenschlüsse in der Südvariante des Ruhrtal-Radwegs
hier insbesondere die beiden Fähr-Projekte über Lenne und Volme im
Mündungsbereich der Ruhr, sowie komplementäre Maßnahmen zu Steigerung der
Aufenthaltsqualität entlang der Route.
2- Ausbau einer im Solarbetrieb beleuchtete
Laufpromenade um den Hengsteysee mit betreutem Service-Punkt für komplementäre
Bewegungs- und Gesundheitsangeboten am Laufwasserkraftwerk
3- Ausbau des Museumsstandortes Wasserschloss Werdringen
zur Präsentation und Dokumentation der Fundstücke des ältesten Westfalen und
seines Fundortes die Blätterhöhle.
2.
Regionalmarketing Ruhrtal – Abschlussbericht und Ausblick
Der
Abschlussbericht zum Regionalmarketingkonzept liegt vor. Zur weiteren Realisierung werden zunächst folgenden Leitprojekte im regionalen
Kontext diskutiert:
·
Tourismusportal
Ruhrtal im Internet
·
Orientierungs-
und Thementafeln Ruhrtal
·
Ausbau
und Produktentwicklung Wasserwanderweg Ruhr
·
Planung
und Produktentwicklung Panoramahöhenweg Ruhr
·
Umsetzung
Ruhrtal-Route der Vogelbeobachtung
·
Umsetzung
Geo-Route Ruhr
Zur
Umsetzung dieser Leitprojekte biete sich in einem ersten Schritt die
Beteiligung an dem vom Land Nordrhein-Westfalen Anfang November ausgerufenen
Wettbewerb „Erlebnis.NRW“ an. Das Programm der Europäischen Union
„Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung „2007 –
2013 (EFRE) sieht solche Wettbewerbe als zentrales Instrument zur Auswahl hochwertiger
und innovativer Vorhaben und ihre Förderung aus den Programmmitteln vor. Der Wettbewerb „Erlebnis.NRW“ sieht für das Kompetenzfeld „Tourismus
und Naturerlebnisse“ die Förderung u. a. von Infrastrukturprojekten,
Netzwerkgründungen sowie innovative Produkte und Marketingideen bei einer Förderquote
von 80 % vor.
Begründung
1. Bewerbung für die Ruhrtal-REGIONALE
2013_2016 - Entscheidung
Die
Regionale Lenkungsgruppe der Ruhrtal-Initiative hat in ihrer Sitzung am
11.05.2007 beschlossen, dass sich die Städte der Ruhrtal-Region zwischen
Duisburg und Hagen/Dortmund sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Regionalverband
Ruhr in einer vom Land NRW vorgesehenen ersten Wettbewerbsstufe um die
Ausrichtung der REGIONALE 2013/2016 bewerben. Unter der Federführung der Stadt
Bochum ist im Juni diesen Jahres die Bewerbung mit dem Titel Kooperative Wissenslandschaft Ruhrtal
– Impulsgeber der Metropole Ruhr erarbeitet worden. In den
Erarbeitungsprozess der Bewerbung wurden zahlreiche Gespräche mit Vertretern aus
Bildung und Wissenschaft sowie in drei Abstimmungsrunden die kommunalen Vertretern
im Regionalen Arbeitskreis der Ruhrtal-Initiative eingebunden.
Die
Bewerbung konnte in einem ersten Auswahlverfahren der interdisziplinär
besetzten Jury, bestehend aus Vertretern der zuständigen Ministerien und
externen Juroren aus der Wissenschaft, überzeugen und wurde vor im August
diesen Jahres mit vier weiteren Regionen zur zweiten Wettbewerbsstufe
zugelassen. Ein kleiner Arbeitskreis der Ruhrtal-Initiative arbeitete mit
Unterstützung der Geschäftsstelle Ruhrtal bei der Schmidt/Bechtle GmbH und dem Büro Pesch & Partner, beide Herdecke an der
Konkretisierung der Bewerbung. Die Vorbereitungkosten incl. der Fremdkosten betragen
ca. 40.000 Euro. Die Hälfte davon übernimmt das Land. Die andere Hälfte wird
nach einem Finanzierungsschlüssel der Ruhrtal-Initiative auf die Kommunen
aufgeteilt. Der Anteil der Stadt Hagen in Höhe von 1.820,- Euro wird aus der
HHST. 5920 717 00205 finanziert. In einer Mitteilung an den
Stadtentwicklungsausschuss am 09.10.2007 wurde darüber bereits informiert.
In
der 2. Bewerbungsstufe unter dem Titel Wissens-
und Erlebnisraum Ruhrtal – Impulsgeber der Metropole Ruhr hat sich die
Stadt Hagen mit folgenden drei Projekten inhaltlich in die zwei Säulen
Freizeit- und Kulturlandschaft der Bewerbung eingebracht und damit die
Themenfelder „Gesund leben“ und „Kultur“ und
„Lernen“ besetzt. Im Rahmen der Redaktionskonferenz der
Planungs-/und Baudezernenten der Ruhrtal-Initiative, die am 12.10.2007
stattfand wurden folgende Hagener Projektanmeldungen diskutiert. Diese werden
im Rahmen der Regionalen Entwicklungsstrategien auch über die Bewerbung zur
RuhrtalREGIONALE hinaus weiter verfolgt:
1.
Lückenschlüsse
in der Südvariante des Ruhrtal-Radwegs, hier insbesondere die beiden
Fähr-Projekte über Lenne und Volme im Mündungsbereich der Ruhr, sowie komplementäre
Maßnahmen zu Steigerung der Aufenthaltsqualität entlang der Route.
- Ausbau einer im
Solarbetrieb beleuchtete Laufpromenade um den Hengsteysee mit betreutem
Service-Punkt für komplementäre Bewegungs- und Gesundheitsangeboten am Laufwasserkraftwerk
- Ausbau des
Museumsstandortes Wasserschloss Werdringen zur Präsentation und
Dokumentation der Fundstücke des ältesten Westfalen und seines Fundortes
die Blätterhöhle.
Im Rahmen des
Zukunftsforums RuhrtalREGIONALE wurde am 18.10.2007 mit Akteuren und Kooperationspartnern die
bisher noch nicht hinreichen besetzte dritte Säule Wissenslandschaft
diskutiert. Die Stadt Hagen konnte sich an diesem Forum mit zahlreichen
Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft insbesondere mit seinen
strategischen Vorsprung in Bezug auf den Wissenstransfer an kleinen und
mittleren Unternehmen in der Region durch „wisnet“ und die Aufgabenwahrnehmung
der WFG positionieren.
Am 15.11.2007 fand die Bereisung der
Auswahl-Jury statt. Obwohl die Landesregierung offiziell
erst zu einem späteren Zeitpunkt die Entscheidung bekannt geben wollte, teilte
Bauminister Oliver Wittke (CDU) am Mittwoch, den 27.11.2007 in Düsseldorf mit,
dass Südwestfalen und das Münsterland den Zuschlag für die Regionalen 2013 und
2016 erhalten haben.
2.
Regionalmarketing Ruhrtal – Abschlussbericht und Ausblick
Die Ruhrtal-Städte Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr,
Essen, Bochum, Hattingen, Witten, Wetter (Ruhr), Herdecke, Dortmund und Hagen,
der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Regionalverband Ruhr arbeiten seit einigen Jahren
daran, die landschaftlichen, städtebaulichen und touristischen Qualitäten des Ruhrtals
auszubauen und zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. Projekte, wie die
Ruhrtal-Bahn, der Wasserwanderweg Ruhr oder der Ruhrtal-Radweg sind Belege für
die erfolgreiche Kooperation der Mitglieder der Ruhrtal-Initiative.
Die Qualitäten des Ruhrtals, seine landschaftliche Schönheit, die
Sehenswürdigkeiten sowie die kulturellen und touristischen Highlights sind
jedoch noch viel zu wenig bekannt. Die Marketing- und Tourismusgesellschaften
der Ruhrtal-Städte, die EN-Agentur und die Ruhrgebiet Tourismus GmbH haben sich
daher zum Ziel gesetzt für das gesamte Ruhrtal ein eigenständiges, prägnantes
und unverwechselbares Profil unter einer Dachmarke zu entwickeln, um zukünftig
als unverwechselbare touristische Adresse unter dem Dach der Metropole Ruhr
aufzutreten.
Die Stadt Hagen und der
Stadtmarketing Hagen e.V. haben für die Städte der Ruhrtal-Initiative in 2006
die Erarbeitung eines touristisch bezogenen Regionalmarketingkonzepts Ruhrtal
in Auftrag gegeben. In Herbst und Winter 2006/2007 wurde durch die Schmidt/Bechtle
GmbH eine umfassende touristische Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation
im Ruhrtal durchgeführt. Diese umfasst neben einer Analyse der Beherbergungs-
und Gastronomiebetriebe auch eine umfassende Bestandsaufnahem der weiteren
touristischen Infrastruktur, wie auch der touristischen Organisationen.
Mit der Konzeptentwicklung wurde unter der Federführung der Kohl
& Partner GmbH aus Wien in Zusammenarbeit mit renommierten Marketing- und
Unternehmensberatungsbüros ein Marketingkonzept entwickelt, wie die
Ruhrtal-Region in der regionalen und überregionalen Öffentlichkeit gemeinsam
und dauerhaft auftreten kann. Die Bausteine dieses Konzeptes umfassen:
- Markenbildung
/Werbung
- Produktentwicklung/Vertrieb
- Organisation
und Strategie
Das Regionalmarketingkonzept Ruhrtal wurde in insgesamt neun
Steuerungsgruppensitzungen durch die Geschäftsführer und Mitarbeiter der
städtischen Marketing- und Tourismusgesellschaften begleitet und abgestimmt.
Die Ergebnisse des vorliegenden Endberichts spiegeln die gemeinschaftliche
Auffassung der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaften der Ruhrtal-Kommunen
wieder. Die Ergebnisse des Regionalmarketingkonzepts wurden am 23. Oktober 2007
in der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen präsentiert und
im weiteren Verlauf im Regionalen Arbeitskreis und in der Regionalen
Lenkungsgruppe der Ruhrtal –Initiative diskutiert.
Als weiteren Schritt haben die Marketinggesellschaften vereinbart
eine Kernarbeitsgruppe aus der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST), der
EN-Agentur / EN-Kreis und des Stadtmarketing Hagen e.V. / Hagen Touristik zu
bilden, die die organisatorischen und finanziellen Fragen der Konzeptumsetzung
klären sowie eine Auswahl von Projekten treffen soll, die in einem weiteren
Schritt umgesetzt werden sollen. Zur Weiterverfolgung werden zunächst folgende
regionale Leitprojekte diskutiert:
·
Tourismusportal
Ruhrtal im Internet
·
Orientierungs-
und Thementafeln Ruhrtal
·
Ausbau
und Produktentwicklung Wasserwanderweg Ruhr
·
Planung
und Produktentwicklung Panoramahöhenweg Ruhr
·
Umsetzung
Ruhrtal-Route der Vogelbeobachtung
·
Umsetzung
Geo-Route Ruhr
Zur
Realisierung dieser Leitprojekte biete sich in einem ersten Schritt die
Beteiligung an dem vom Land Nordrhein-Westfalen Anfang November ausgerufenen
Wettbewerb „Erlebnis.NRW“ an. Mit Genehmigung der Europäischen
Union wurde die Umsetzung des Operationellen Programms „Regionale
Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung „2007 – 2013 (EFRE)
eingeleitet. Dieses Programm sieht
Wettbewerbe als zentrales Instrument zur Auswahl hochwertiger und innovativer
Vorhaben und ihre Förderung aus den Programmmitteln vor. Für das Kompetenzfeld „Tourismus und
Naturerlebnisse“ werden Wettbewerbsbeiträge wie Infrastrukturprojekte,
Netzwerkgründungen, innovative Produkte und Marketingideen sowie die
nachhaltige touristische Erschließung und Entwicklung des europäischen
Naturerbes für Zwecke der landschaftsbezogenen Erholung bei gleichzeitiger
Verbesserung des Naturerlebens innerhalb gemeldeter FFH-und Vogelschutzgebiete
gefördert.
Die Bewerbungen, bei denen
unterschiedliche Projektträger auftreten können, werden durch die
Schmidt/Bechtle GmbH begleitet, um sie unter der Marke „Das Ruhrtal“
zu bündeln. Der Wettbewerb „Erlebnis.NRW“ ist mit einem Fördervolumen
von rund 60 Mio. Euro ausgestattet ist. Die Förderquote liegt bei 80 %.
Teilnahmeschluss für die Beteiligung an dem Wettbewerb ist der 31.01.2008. Die
Entscheidung, welche Projekte gefördert werden, wird bis Mai 2008 zu erwarten
sein.
Insgesamt soll die Umsetzung des Regionalmarketingkonzepts und
dessen Leitprojekte nicht allein auf Fördermittel konzentriert werden. Die
Einbindung von Wirtschaftsunternehmen aus der Region bietet ebenfalls die
Möglichkeit das Konzept mit Hilfe von Sponsoring zu unterstützen. Private
Projektinitiativen sind dabei ein wichtiger Bestandteil und sollen von den
Kommunen unterstützt werden.
Die Vermarktung der Region Ruhrtal wird nicht losgelöst vom
Ruhrgebiet betrachtet werden. Das Ruhrtal sieht sich vielmehr als ein Teil des
Ruhrgebiets. Mit der Ruhrgebiet Tourismus GmbH & Co.KG (RTG) soll daher über eine entsprechende
Zusammenarbeit bei der Umsetzung verhandelt werden.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
3,1 MB
|
|||
|
2
|
(wie Dokument)
|
2,7 MB
|
|||
|
3
|
(wie Dokument)
|
3,1 MB
|
