Beschlussvorlage - 1184/2007

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Bericht der Verwaltung zu Initiative Ruhrtal

1. Bewerbung Ruhrtal-REGIONALE 2013_2016 – Entscheidung und

2. Regionalmarketingkonzept Ruhrtal – Abschlussbericht und Ausblick

wird zu Kenntnis genommen.

 

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Sachverhalt

Kurzfassung

 

1.   Bewerbung für die Ruhrtal-REGIONALE 2013_2016 – Entscheidung

 

Die Entscheidung zur REGIONALE 2013_2016 ist zu Gunsten der Regionen Südwestfalen und Münsterland gefallen. Die drei von der Stadt Hagen im Rahmen der Bewerbung angemeldeten Projekte werden im Rahmen der Regionalen Entwicklungsstrategien Ruhrtal auch über die Bewerbung zur RuhrtalREGIONALE hinaus weiter verfolgt:

 

1-     Lückenschlüsse in der Südvariante des Ruhrtal-Radwegs hier insbesondere die beiden Fähr-Projekte über Lenne und Volme im Mündungsbereich der Ruhr, sowie komplementäre Maßnahmen zu Steigerung der Aufenthaltsqualität entlang der Route.

2-     Ausbau einer im Solarbetrieb beleuchtete Laufpromenade um den Hengsteysee mit betreutem Service-Punkt für komplementäre Bewegungs- und Gesundheitsangeboten am Laufwasserkraftwerk

3-     Ausbau des Museumsstandortes Wasserschloss Werdringen zur Präsentation und Dokumentation der Fundstücke des ältesten Westfalen und seines Fundortes die Blätterhöhle.

 

2. Regionalmarketing Ruhrtal – Abschlussbericht und Ausblick

 

Der Abschlussbericht zum Regionalmarketingkonzept liegt vor. Zur weiteren Realisierung werden  zunächst folgenden Leitprojekte im regionalen Kontext diskutiert:

 

·        Tourismusportal Ruhrtal im Internet

·        Orientierungs- und Thementafeln Ruhrtal

·        Ausbau und Produktentwicklung Wasserwanderweg Ruhr

·        Planung und Produktentwicklung Panoramahöhenweg Ruhr

·        Umsetzung Ruhrtal-Route der Vogelbeobachtung

·        Umsetzung Geo-Route Ruhr

 

Zur Umsetzung dieser Leitprojekte biete sich in einem ersten Schritt die Beteiligung an dem vom Land Nordrhein-Westfalen Anfang November ausgerufenen Wettbewerb „Erlebnis.NRW“ an. Das Programm der Europäischen Union „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung „2007 – 2013 (EFRE) sieht solche Wettbewerbe als zentrales Instrument zur Auswahl hochwertiger und innovativer Vorhaben und ihre Förderung aus den Programmmitteln vor. Der Wettbewerb „Erlebnis.NRW“  sieht für das Kompetenzfeld „Tourismus und Naturerlebnisse“ die Förderung u. a. von Infrastrukturprojekten, Netzwerkgründungen sowie innovative Produkte und Marketingideen bei einer Förderquote von 80 % vor.

 

 

 

 

Begründung

 

1. Bewerbung für die Ruhrtal-REGIONALE 2013_2016 - Entscheidung

 

Die Regionale Lenkungsgruppe der Ruhrtal-Initiative hat in ihrer Sitzung am 11.05.2007 beschlossen, dass sich die Städte der Ruhrtal-Region zwischen Duisburg und Hagen/Dortmund sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Regionalverband Ruhr in einer vom Land NRW vorgesehenen ersten Wettbewerbsstufe um die Ausrichtung der REGIONALE 2013/2016 bewerben. Unter der Federführung der Stadt Bochum ist im Juni diesen Jahres die Bewerbung mit dem Titel Kooperative Wissenslandschaft Ruhrtal – Impulsgeber der Metropole Ruhr erarbeitet worden. In den Erarbeitungsprozess der Bewerbung wurden zahlreiche Gespräche mit Vertretern aus Bildung und Wissenschaft sowie in drei Abstimmungsrunden die kommunalen Vertretern im Regionalen Arbeitskreis der Ruhrtal-Initiative eingebunden.

 

Die Bewerbung konnte in einem ersten Auswahlverfahren der interdisziplinär besetzten Jury, bestehend aus Vertretern der zuständigen Ministerien und externen Juroren aus der Wissenschaft, überzeugen und wurde vor im August diesen Jahres mit vier weiteren Regionen zur zweiten Wettbewerbsstufe zugelassen. Ein kleiner Arbeitskreis der Ruhrtal-Initiative arbeitete mit Unterstützung der Geschäftsstelle Ruhrtal bei der Schmidt/Bechtle GmbH und dem Büro Pesch & Partner, beide Herdecke an der Konkretisierung der Bewerbung. Die Vorbereitungkosten incl. der Fremdkosten betragen ca. 40.000 Euro. Die Hälfte davon übernimmt das Land. Die andere Hälfte wird nach einem Finanzierungsschlüssel der Ruhrtal-Initiative auf die Kommunen aufgeteilt. Der Anteil der Stadt Hagen in Höhe von 1.820,- Euro wird aus der HHST. 5920 717 00205 finanziert. In einer Mitteilung an den Stadtentwicklungsausschuss am 09.10.2007 wurde darüber bereits informiert.

 

In der 2. Bewerbungsstufe unter dem Titel Wissens- und Erlebnisraum Ruhrtal – Impulsgeber der Metropole Ruhr hat sich die Stadt Hagen mit folgenden drei Projekten inhaltlich in die zwei Säulen Freizeit- und Kulturlandschaft der Bewerbung eingebracht und damit die Themenfelder „Gesund leben“ und „Kultur“ und „Lernen“ besetzt. Im Rahmen der Redaktionskonferenz der Planungs-/und Baudezernenten der Ruhrtal-Initiative, die am 12.10.2007 stattfand wurden folgende Hagener Projektanmeldungen diskutiert. Diese werden im Rahmen der Regionalen Entwicklungsstrategien auch über die Bewerbung zur RuhrtalREGIONALE hinaus weiter verfolgt:

 

1.      Lückenschlüsse in der Südvariante des Ruhrtal-Radwegs, hier insbesondere die beiden Fähr-Projekte über Lenne und Volme im Mündungsbereich der Ruhr, sowie komplementäre Maßnahmen zu Steigerung der Aufenthaltsqualität entlang der Route.

 

  1. Ausbau einer im Solarbetrieb beleuchtete Laufpromenade um den Hengsteysee mit betreutem Service-Punkt für komplementäre Bewegungs- und Gesundheitsangeboten am Laufwasserkraftwerk

 

  1. Ausbau des Museumsstandortes Wasserschloss Werdringen zur Präsentation und Dokumentation der Fundstücke des ältesten Westfalen und seines Fundortes die Blätterhöhle.

 

Im Rahmen des Zukunftsforums RuhrtalREGIONALE wurde am 18.10.2007  mit Akteuren und Kooperationspartnern die bisher noch nicht hinreichen besetzte dritte Säule Wissenslandschaft diskutiert. Die Stadt Hagen konnte sich an diesem Forum mit zahlreichen Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft insbesondere mit seinen strategischen Vorsprung in Bezug auf den Wissenstransfer an kleinen und mittleren Unternehmen in der Region durch „wisnet“ und die Aufgabenwahrnehmung der WFG positionieren.

Am 15.11.2007 fand die Bereisung  der Auswahl-Jury statt. Obwohl die Landesregierung offiziell erst zu einem späteren Zeitpunkt die Entscheidung bekannt geben wollte, teilte Bauminister Oliver Wittke (CDU) am Mittwoch, den 27.11.2007 in Düsseldorf mit, dass Südwestfalen und das Münsterland den Zuschlag für die Regionalen 2013 und 2016 erhalten haben.

 

 

2. Regionalmarketing Ruhrtal – Abschlussbericht und Ausblick

 

Die Ruhrtal-Städte Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Essen, Bochum, Hattingen, Witten, Wetter (Ruhr), Herdecke, Dortmund und Hagen, der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Regionalverband Ruhr arbeiten seit einigen Jahren daran, die landschaftlichen, städtebaulichen und touristischen Qualitäten des Ruhrtals auszubauen und zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. Projekte, wie die Ruhrtal-Bahn, der Wasserwanderweg Ruhr oder der Ruhrtal-Radweg sind Belege für die erfolgreiche Kooperation der Mitglieder der Ruhrtal-Initiative.

 

Die Qualitäten des Ruhrtals, seine landschaftliche Schönheit, die Sehenswürdigkeiten sowie die kulturellen und touristischen Highlights sind jedoch noch viel zu wenig bekannt. Die Marketing- und Tourismusgesellschaften der Ruhrtal-Städte, die EN-Agentur und die Ruhrgebiet Tourismus GmbH haben sich daher zum Ziel gesetzt für das gesamte Ruhrtal ein eigenständiges, prägnantes und unverwechselbares Profil unter einer Dachmarke zu entwickeln, um zukünftig als unverwechselbare touristische Adresse unter dem Dach der Metropole Ruhr aufzutreten.

 

Die Stadt Hagen und  der Stadtmarketing Hagen e.V. haben für die Städte der Ruhrtal-Initiative in 2006 die Erarbeitung eines touristisch bezogenen Regionalmarketingkonzepts Ruhrtal in Auftrag gegeben. In Herbst und Winter 2006/2007 wurde durch die Schmidt/Bechtle GmbH eine umfassende touristische Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation im Ruhrtal durchgeführt. Diese umfasst neben einer Analyse der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe auch eine umfassende Bestandsaufnahem der weiteren touristischen Infrastruktur, wie auch der touristischen Organisationen.

 

Mit der Konzeptentwicklung wurde unter der Federführung der Kohl & Partner GmbH aus Wien in Zusammenarbeit mit renommierten Marketing- und Unternehmensberatungsbüros ein Marketingkonzept entwickelt, wie die Ruhrtal-Region in der regionalen und überregionalen Öffentlichkeit gemeinsam und dauerhaft auftreten kann. Die Bausteine dieses Konzeptes umfassen:

 

  • Markenbildung /Werbung
  • Produktentwicklung/Vertrieb
  • Organisation und Strategie

 

Das Regionalmarketingkonzept Ruhrtal wurde in insgesamt neun Steuerungsgruppensitzungen durch die Geschäftsführer und Mitarbeiter der städtischen Marketing- und Tourismusgesellschaften begleitet und abgestimmt. Die Ergebnisse des vorliegenden Endberichts spiegeln die gemeinschaftliche Auffassung der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaften der Ruhrtal-Kommunen wieder. Die Ergebnisse des Regionalmarketingkonzepts wurden am 23. Oktober 2007 in der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen präsentiert und im weiteren Verlauf im Regionalen Arbeitskreis und in der Regionalen Lenkungsgruppe der Ruhrtal –Initiative diskutiert.

 

Als weiteren Schritt haben die Marketinggesellschaften vereinbart eine Kernarbeitsgruppe aus der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST), der EN-Agentur / EN-Kreis und des Stadtmarketing Hagen e.V. / Hagen Touristik zu bilden, die die organisatorischen und finanziellen Fragen der Konzeptumsetzung klären sowie eine Auswahl von Projekten treffen soll, die in einem weiteren Schritt umgesetzt werden sollen. Zur Weiterverfolgung werden zunächst folgende regionale Leitprojekte diskutiert:

 

·        Tourismusportal Ruhrtal im Internet

·        Orientierungs- und Thementafeln Ruhrtal

·        Ausbau und Produktentwicklung Wasserwanderweg Ruhr

·        Planung und Produktentwicklung Panoramahöhenweg Ruhr

·        Umsetzung Ruhrtal-Route der Vogelbeobachtung

·        Umsetzung Geo-Route Ruhr

 

Zur Realisierung dieser Leitprojekte biete sich in einem ersten Schritt die Beteiligung an dem vom Land Nordrhein-Westfalen Anfang November ausgerufenen Wettbewerb „Erlebnis.NRW“ an. Mit Genehmigung der Europäischen Union wurde die Umsetzung des Operationellen Programms „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung „2007 – 2013 (EFRE) eingeleitet.  Dieses Programm sieht Wettbewerbe als zentrales Instrument zur Auswahl hochwertiger und innovativer Vorhaben und ihre Förderung aus den Programmmitteln vor.  Für das Kompetenzfeld „Tourismus und Naturerlebnisse“ werden Wettbewerbsbeiträge wie Infrastrukturprojekte, Netzwerkgründungen, innovative Produkte und Marketingideen sowie die nachhaltige touristische Erschließung und Entwicklung des europäischen Naturerbes für Zwecke der landschaftsbezogenen Erholung bei gleichzeitiger Verbesserung des Naturerlebens innerhalb gemeldeter FFH-und Vogelschutzgebiete gefördert.

 

Die Bewerbungen, bei denen unterschiedliche Projektträger auftreten können, werden durch die Schmidt/Bechtle GmbH begleitet, um sie unter der Marke „Das Ruhrtal“ zu bündeln. Der Wettbewerb „Erlebnis.NRW“ ist mit einem Fördervolumen von rund 60 Mio. Euro ausgestattet ist. Die Förderquote liegt bei 80 %. Teilnahmeschluss für die Beteiligung an dem Wettbewerb ist der 31.01.2008. Die Entscheidung, welche Projekte gefördert werden, wird bis Mai 2008 zu erwarten sein.

 

Insgesamt soll die Umsetzung des Regionalmarketingkonzepts und dessen Leitprojekte nicht allein auf Fördermittel konzentriert werden. Die Einbindung von Wirtschaftsunternehmen aus der Region bietet ebenfalls die Möglichkeit das Konzept mit Hilfe von Sponsoring zu unterstützen. Private Projektinitiativen sind dabei ein wichtiger Bestandteil und sollen von den Kommunen unterstützt werden.

 

Die Vermarktung der Region Ruhrtal wird nicht losgelöst vom Ruhrgebiet betrachtet werden. Das Ruhrtal sieht sich vielmehr als ein Teil des Ruhrgebiets. Mit der Ruhrgebiet Tourismus GmbH & Co.KG (RTG) soll daher über eine entsprechende Zusammenarbeit bei der Umsetzung verhandelt werden.

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

 

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 Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen.

 

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Anlagen

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Beschlüsse

Erweitern

11.12.2007 - Stadtentwicklungsausschuss - ungeändert beschlossen

Erweitern

13.12.2007 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen