Beschlussvorlage - 0917/2007
Grunddaten
- Betreff:
-
Umgestaltung der Fläche des ehemaligen Koenigsees
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Heike Thurn
- Beteiligt:
- Werkhof Hagen gGmbH
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hohenlimburg
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Vorberatung
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17.10.2007
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Erledigt
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Umweltausschuss
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Entscheidung
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31.10.2007
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Sachverhalt
Kurzfassung
Um
den Wünschen der Bevölkerung zur Umgestaltung des Koenigsees gerecht zu werden
und zur Umsetzung der politischen Beschlüsse wurde der im Weiteren beschriebene
Ausführungsplan entwickelt.
Begründung
Wie in der Sitzung vom
20.03.2007 beschlossen wurde, sollte vor Beginn der Bauarbeiten ein
Ausführungsplan zur Fläche des ehemaligen Koenigsees in der BV-Hohenlimburg
vorgestellt werden. Dieser Ausführungsplan liegt als Anlage dieser Vorlage bei.
Die
Ausführungsplanung wird in der Sitzung ausführlich erläutert.
Es ist beabsichtigt, einen
Rundwanderweg anzuordnen, der in großen Teilen behindertengerecht ist.
Lediglich die in Fließrichtung untere Querung des Nahmer Baches kann aus
topographischen Gründen nicht behindertengerecht erstellt werden, weil ansonsten
die Wegerampen von der Obernahmer Straße zur Brücke zu lang würden.
Der Weg soll als Wanderweg
mit einer wassergebundenen Decke ausgeführt werden. Die beiden Brücken über die
Nahmer sollen als Holzbrücken mit einer Spannweite von je ca. 10 m erstellt
werden. Die von der Bezirksvertretung Hohenlimburg gewünschte Zugangsmöglichkeit
zu einer Wasserfläche kann im Bereich des oberen Einlaufs in die Fläche des
ehemaligen Koenigsees realisiert werden. Diese Stelle kann besonders als
außerschulischer Lernort dienen.
Auf dem Rundwanderweg und entlang der Obernahmer Str. können an
verschiedenen Stellen Bänke aufgestellt werden, wenn entsprechende Sponsoren
gefunden werden; Kontakte sind bereits hergestellt. Diese Bänke werden so
positioniert, dass durch Sichtachsen die Wasserflächen erlebbar sind.
Natur- und
kulturhistorischer Lehrpfad
Entlang dem Rundwanderweg
soll der natur- und kulturhistorische Lehrpfad angebunden werden.
In dem kleinen
Fachwerkhaus, das ehemals zur Wehrsteuerung genutzt wurde, soll eine
Ausstellung untergebracht werden, die Besuchern und insbesondere Schülern die Industriegeschichte
des Nahmer-Tales näher bringen soll. Hierzu soll insbesondere die
Wasserkraftnutzung der ehemaligen Firma Krupp mit den vier Werksstandorten geschichtlich
dargestellt werden.
Um den See herum
sollen mehrere Stationen eines Lehrpfades eingerichtet werden, die sich
besonders für Kinder eignen, aber auch Erwachsene ansprechen.
Im Bereich des
ehemaligen Spielplatzes oberhalb der ehemaligen Seefläche soll ein Spiel- und
Erlebnisbereich entwickelt werden.
Für das
Lehrpfadkonzept liegen eine Vielzahl von Vorschlägen vor, die sich besonders
für den Spielbereich eignen. Einige Stationen werden hier exemplarisch
vorgestellt:
Vorschlag 1 für eine Station: Tarnung und
Mimikrie
Idee und Ziel:
Der Begriff
Tarnung soll entdeckt und verstanden werden. Der Besucher soll zur Suche des
Vogels angeregt werden und den Blick für getarnte Tiere schärfen. Das Suchen
soll Spaß machen und dazu anregen auch zukünftig mehr nach getarnten Vögeln
Ausschau zu halten. Nebenbei erfährt der Besucher Besonderheiten über den
Vogel.
Methode/
Umsetzung:
Je nach
vorwiegender Vogelart in der Region, wird eine Attrappe dieses Vogels in ausreichender
Höhe an einem Baum befestigt (Folie auf festem Untergrund), etwa das Bild einer
Eule, die auf einem Ast sitzt. Die Station besteht aus einer Holzkonstruktion
mit Drehtafeln und Fensterrahmen für Erwachsene und Kinder in zwei
verschiedenen Höhen. Sie sollen den Blick in die Richtung des Baumes lenken,
auf dem die Vogelattrappe sitzt. Die Drehtafeln, die in der Holzkonstruktion
integriert sind, stellen Fragen oder machen auf Besonderheiten aufmerksam, zur
Antwort kann man die Tafel dann drehen. Zum Beispiel kann auf einer Tafel erst
einmal die kurze Anleitung stehen: „Schau durch das Fenster!“
Auf der nächsten
Tafel steht: Was entdeckst Du dort? – Nach Umdrehen der Tafel erfährt man
den Namen des Vogels und etwas über seine Besonderheiten.
Vorschlag 2 für eine Station: Sprungvermögen
der Tiere
Idee und Ziel:
Den Besuchern soll
die Sprungkraft der verschiedenen Tiere gezeigt werden.
Methode/
Umsetzung:
Der Besucher kann
seine eigene Sprungweite mit der der heimischen Tiere messen. Eine Sprunggrube,
mit Sand befüllt, zeigt am Rand auf Bildern dargestellt, wie weit verschiedene Tiere
springen können. Zum Beispiel ist die Waldmaus bei etwa 0,5 m dargestellt, der
Fuchs bei 3 m usw. Unter dem Tier steht sein Name und wie weit es etwa maximal
springen kann.
Vorschlag 3 für eine Station: Akustik des
Holzes
Idee und Ziel:
Den Besuchern soll
der Aufbau des Baumes und die akustische Leitfähigkeit von Holz am Beispiel eines
Stammes verdeutlicht werden.
Methode/
Umsetzung:
Eine lange
entrindete Fichte kann waagerecht auf zwei Trägern in einer Höhe von etwa 1 m
gelagert werden. Klopf und Kratzgeräusche auf der einen Seite des Stammes sind
auf der anderen Seite verstärkt hörbar. Lebendes Holz leitet Wasser in die
Krone, abgestorbenes Holz kann Geräusche leiten. Bei einem gut getrockneten
Stamm kann auch die Stimme übertragen werden. Der Baumstamm kann auch als
Balanciergerät genutzt werden.
Vorschlag 4 für eine Station: Alter und
Wachstum vom Bäumen
Idee und Ziel:
Der Kontakt zum
Baum und die ungefähre Wachstumsgeschwindigkeit eines Baumes sollen entdeckt
werden.
Methode /
Umsetzung:
Wenn vorhanden,
kann in einem Baumbestand von Bäumen gleicher Art, jedoch unterschiedlichen
Alters, auf eine recht einfache Methode das Alter der Bäume bestimmt werden. Es
können auch eventuell Baumstämme von unterschiedlicher Dicke und Alters in die
Erde gerammt werden. Eine Meßlatte ermöglicht es dem Besucher, sich mit ausgebreiteten
Armen davor zu stellen und die Spannweite mit den Armen auszumessen. Auf dieser
Meßlatte ist über der Spannweite der Arme das Alter der Bäume mit entsprechendem
Umfang eingetragen. Der Besucher wird dann aufgefordert, Bäume zu umarmen und
so ihr Alter festzustellen. Für ganz dicke Bäume braucht man dann mehrere
Partner. Diese Methode ist zwar nicht exakt aber als Abschätzung hilfreich und
der direkte Kontakt zum Baum ist gegeben.
Der natur- und
kulturhistorische Lehrpfad wird voraussichtlich durch die Biologische Station
Umweltzentrum Hagen weiter ausgearbeitet und erstellt. Im Budget ist dieser Lehrpfad
nicht enthalten. Um die Präsentationen möglichst hochwertig auszubilden, werden
deshalb noch Sponsoren benötigt; für die spätere Unterhaltung des Lehrpfades
werden noch Paten gesucht. Das Umweltamt wird die Zeit der Umgestaltung zur
Sponsorensuche nutzen.
Spielraum Wasser
Auf der beschriebenen Fläche
soll durch eine weitere Zugangsmöglichkeit zum Gewässer, hier zum Zulauf des
Hüseckenteiches, ein Spielraum „Wasser“ entstehen. Dort können auch
kleinere Kinder an das Medium „Wasser“ herangeführt werden.
Selbstverständlich werden in dem Spiel- und Erlebnisbereich ebenfalls Bänke
aufgestellt.
Weitere Verfahrensabwicklung
Der Ausführungsplan muss
nach Kenntnisnahme durch die Bezirksvertretung Hohenlimburg der
Bezirksregierung Arnsberg vor der Bauausführung vorgelegt werden zusammen mit
einigen technischen Detailplänen und Berechnungen sowie dem landschaftspflegerischem
Begleitplan, der die Bilanzierung des landschaftsrechtlichen Ausgleichs enthält.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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613,3 kB
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