Beschlussvorlage - 0917/2007

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg nimmt den Ausführungsplan zur Umgestaltung der Fläche des ehemaligen Koenigsees zur Kenntnis.

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Sachverhalt

Kurzfassung

 

Um den Wünschen der Bevölkerung zur Umgestaltung des Koenigsees gerecht zu werden und zur Umsetzung der politischen Beschlüsse wurde der im Weiteren beschriebene Ausführungsplan entwickelt.

 

 

Begründung

 

Wie in der Sitzung vom 20.03.2007 beschlossen wurde, sollte vor Beginn der Bauarbeiten ein Ausführungsplan zur Fläche des ehemaligen Koenigsees in der BV-Hohenlimburg vorgestellt werden. Dieser Ausführungsplan liegt als Anlage dieser Vorlage bei.

 

Die Ausführungsplanung wird in der Sitzung ausführlich erläutert.

 

Es ist beabsichtigt, einen Rundwanderweg anzuordnen, der in großen Teilen behindertengerecht ist. Lediglich die in Fließrichtung untere Querung des Nahmer Baches kann aus topographischen Gründen nicht behindertengerecht erstellt werden, weil ansonsten die Wegerampen von der Obernahmer Straße zur Brücke zu lang würden.

Der Weg soll als Wanderweg mit einer wassergebundenen Decke ausgeführt werden. Die beiden Brücken über die Nahmer sollen als Holzbrücken mit einer Spannweite von je ca. 10 m erstellt werden. Die von der Bezirksvertretung Hohenlimburg gewünschte Zugangsmöglichkeit zu einer Wasserfläche kann im Bereich des oberen Einlaufs in die Fläche des ehemaligen Koenigsees realisiert werden. Diese Stelle kann besonders als außerschulischer Lernort dienen.

Auf dem Rundwanderweg und entlang der Obernahmer Str. können an verschiedenen Stellen Bänke aufgestellt werden, wenn entsprechende Sponsoren gefunden werden; Kontakte sind bereits hergestellt. Diese Bänke werden so positioniert, dass durch Sichtachsen die Wasserflächen erlebbar sind.

 

 

Natur- und kulturhistorischer Lehrpfad

 

Entlang dem Rundwanderweg soll der natur- und kulturhistorische Lehrpfad angebunden werden.

In dem kleinen Fachwerkhaus, das ehemals zur Wehrsteuerung genutzt wurde, soll eine Ausstellung untergebracht werden, die Besuchern und insbesondere Schülern die Industriegeschichte des Nahmer-Tales näher bringen soll. Hierzu soll insbesondere die Wasserkraftnutzung der ehemaligen Firma Krupp mit den vier Werksstandorten geschichtlich dargestellt werden.

 

Um den See herum sollen mehrere Stationen eines Lehrpfades eingerichtet werden, die sich besonders für Kinder eignen, aber auch Erwachsene ansprechen.

Im Bereich des ehemaligen Spielplatzes oberhalb der ehemaligen Seefläche soll ein Spiel- und Erlebnisbereich entwickelt werden.

 

Für das Lehrpfadkonzept liegen eine Vielzahl von Vorschlägen vor, die sich besonders für den Spielbereich eignen. Einige Stationen werden hier exemplarisch vorgestellt:

 

 

Vorschlag 1 für eine Station: Tarnung und Mimikrie

 

Idee und Ziel:

Der Begriff Tarnung soll entdeckt und verstanden werden. Der Besucher soll zur Suche des Vogels angeregt werden und den Blick für getarnte Tiere schärfen. Das Suchen soll Spaß machen und dazu anregen auch zukünftig mehr nach getarnten Vögeln Ausschau zu halten. Nebenbei erfährt der Besucher Besonderheiten über den Vogel.

 

Methode/ Umsetzung:

Je nach vorwiegender Vogelart in der Region, wird eine Attrappe dieses Vogels in ausreichender Höhe an einem Baum befestigt (Folie auf festem Untergrund), etwa das Bild einer Eule, die auf einem Ast sitzt. Die Station besteht aus einer Holzkonstruktion mit Drehtafeln und Fensterrahmen für Erwachsene und Kinder in zwei verschiedenen Höhen. Sie sollen den Blick in die Richtung des Baumes lenken, auf dem die Vogelattrappe sitzt. Die Drehtafeln, die in der Holzkonstruktion integriert sind, stellen Fragen oder machen auf Besonderheiten aufmerksam, zur Antwort kann man die Tafel dann drehen. Zum Beispiel kann auf einer Tafel erst einmal die kurze Anleitung stehen: „Schau durch das Fenster!“

Auf der nächsten Tafel steht: Was entdeckst Du dort? – Nach Umdrehen der Tafel erfährt man den Namen des Vogels und etwas über seine Besonderheiten.

 

 

Vorschlag 2 für eine Station: Sprungvermögen der Tiere

 

Idee und Ziel:

Den Besuchern soll die Sprungkraft der verschiedenen Tiere gezeigt werden.

 

Methode/ Umsetzung:

Der Besucher kann seine eigene Sprungweite mit der der heimischen Tiere messen. Eine Sprunggrube, mit Sand befüllt, zeigt am Rand auf Bildern dargestellt, wie weit verschiedene Tiere springen können. Zum Beispiel ist die Waldmaus bei etwa 0,5 m dargestellt, der Fuchs bei 3 m usw. Unter dem Tier steht sein Name und wie weit es etwa maximal springen kann.

 

 

Vorschlag 3 für eine Station: Akustik des Holzes

 

Idee und Ziel:

Den Besuchern soll der Aufbau des Baumes und die akustische Leitfähigkeit von Holz am Beispiel eines Stammes verdeutlicht werden.

 

Methode/ Umsetzung:

Eine lange entrindete Fichte kann waagerecht auf zwei Trägern in einer Höhe von etwa 1 m gelagert werden. Klopf und Kratzgeräusche auf der einen Seite des Stammes sind auf der anderen Seite verstärkt hörbar. Lebendes Holz leitet Wasser in die Krone, abgestorbenes Holz kann Geräusche leiten. Bei einem gut getrockneten Stamm kann auch die Stimme übertragen werden. Der Baumstamm kann auch als Balanciergerät genutzt werden.

 

 

Vorschlag 4 für eine Station: Alter und Wachstum vom Bäumen

 

Idee und Ziel:

Der Kontakt zum Baum und die ungefähre Wachstumsgeschwindigkeit eines Baumes sollen entdeckt werden.

 

Methode / Umsetzung:

Wenn vorhanden, kann in einem Baumbestand von Bäumen gleicher Art, jedoch unterschiedlichen Alters, auf eine recht einfache Methode das Alter der Bäume bestimmt werden. Es können auch eventuell Baumstämme von unterschiedlicher Dicke und Alters in die Erde gerammt werden. Eine Meßlatte ermöglicht es dem Besucher, sich mit ausgebreiteten Armen davor zu stellen und die Spannweite mit den Armen auszumessen. Auf dieser Meßlatte ist über der Spannweite der Arme das Alter der Bäume mit entsprechendem Umfang eingetragen. Der Besucher wird dann aufgefordert, Bäume zu umarmen und so ihr Alter festzustellen. Für ganz dicke Bäume braucht man dann mehrere Partner. Diese Methode ist zwar nicht exakt aber als Abschätzung hilfreich und der direkte Kontakt zum Baum ist gegeben.

 

Der natur- und kulturhistorische Lehrpfad wird voraussichtlich durch die Biologische Station Umweltzentrum Hagen weiter ausgearbeitet und erstellt. Im Budget ist dieser Lehrpfad nicht enthalten. Um die Präsentationen möglichst hochwertig auszubilden, werden deshalb noch Sponsoren benötigt; für die spätere Unterhaltung des Lehrpfades werden noch Paten gesucht. Das Umweltamt wird die Zeit der Umgestaltung zur Sponsorensuche nutzen.

 

 

Spielraum Wasser

 

Auf der beschriebenen Fläche soll durch eine weitere Zugangsmöglichkeit zum Gewässer, hier zum Zulauf des Hüseckenteiches, ein Spielraum „Wasser“ entstehen. Dort können auch kleinere Kinder an das Medium „Wasser“ herangeführt werden. Selbstverständlich werden in dem Spiel- und Erlebnisbereich ebenfalls Bänke aufgestellt.

 

 

Weitere Verfahrensabwicklung

 

Der Ausführungsplan muss nach Kenntnisnahme durch die Bezirksvertretung Hohenlimburg der Bezirksregierung Arnsberg vor der Bauausführung vorgelegt werden zusammen mit einigen technischen Detailplänen und Berechnungen sowie dem landschaftspflegerischem Begleitplan, der die Bilanzierung des landschaftsrechtlichen Ausgleichs enthält.

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

 

x

 Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen.

 

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Anlagen

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Beschlüsse

Erweitern

17.10.2007 - Bezirksvertretung Hohenlimburg - ungeändert beschlossen

Erweitern

31.10.2007 - Umweltausschuss - ungeändert beschlossen