Beschlussvorlage - 0902/2007
Grunddaten
- Betreff:
-
Zwischenbericht zum Stand der Einrichtung von Teleheimarbeitsplätzen aus technischer Sicht
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- HABIT Hagener Betrieb für Informationstechnologie
- Beteiligt:
- 19 Zentrale Steuerung
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Geplant
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Fachausschuss für Informationstechnologie und Digitalisierung
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Entscheidung
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07.11.2007
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Sachverhalt
Kurzfassung
Es stehen mehrere Varianten für eine sichere
Anbindung von Teleheimarbeitsplätzen zur Verfügung. Davon wird eine in der
zurzeit laufenden zweiten Projektphase von fünf Verwaltungsmitarbeitern genutzt.
Weitere Varianten hat HABIT parallel
eingerichtet und erprobt.
Für eine Entscheidung über den Einsatz in der
Verwaltung und ein endgültiges Konzept sind die Erkenntnisse aus der laufenden
Projekt- und Testphase auszuwerten.
Begründung
1.
Vorbemerkungen
In der gemeinsamen Sitzung mit dem
Rechnungsprüfungsausschuss am 29.06.2005 (Drucksachennr. 0452/2005) sowie in
den Sitzungen am 29.03.2006 (Drucksachennr. 0239/2006) und 16.11.2006 (mündlicher
Bericht) hat die Verwaltung den Betriebsausschuss HABIT über den damaligen Stand
der Einrichtung von Teleheimarbeitsplätzen informiert. Entsprechend der vorgestellten
Zeitschiene läuft zurzeit ein Pilotprojekt, in dem die organisatorischen und
personellen Voraussetzungen zur Einführung der alternierenden Teleheimarbeit
bei der Stadt Hagen geprüft werden. Über die Ergebnisse und die weitere
Vorgehensweise wird die Verwaltung die politischen Gremien nach Abschluss des
Projektes informieren.
Vorab gibt HABIT dem Betriebsausschuss in dieser
Vorlage Informationen über den Projektverlauf und künftige Nutzungsmöglichkeiten
aus technischer Sicht.
2.
Zwischenstand zweite
Projektphase
Im Laufe des Jahres 2007 wurden alternierende Teleheimarbeitsplätze
für fünf MitarbeiterInnen aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung (Ämter 14,
19, 55 und OB/A) eingerichtet und an das städtische Netz angebunden. Begonnen
haben die MitarbeiterInnen mit der aktiven Nutzung der Zugänge im Zeitraum
Februar bis August 2007.
Da in dieser zweiten Projektphase die Prüfung der
organisatorischen und personellen Voraussetzungen für alternierende Telearbeit
im Vordergrund stand, war es wichtiger, eine funktionierende und zuverlässige
Technik bereitzustellen als technische Alternativen zu erproben. Zudem sollten
die administrativen Aufwände noch mit dem vorhandenen Personal parallel zu
sonstigen laufenden Projekten, wie z. B. der XP-Migration, bewältigt werden
können.
Die Anbindung der Heimarbeitsplätze an das städtische
Netz erfolgte in der zweiten Projektphase auf Basis eines
Business-DSL-Anschlusses. Über denselben Anschluss werden auch die dienstlichen
Telefonate geführt. Neben der höheren Verfügbarkeit der Leitung durch besseren
Support des Netzbetreibers als bei Privatanschlüssen wird eine einheitliche
Konfiguration der Netzkomponenten und eine zentrale Administration der lokalen IT- und Netztechnik ermöglicht.
Durch die bereitgestellte Technik und Möglichkeiten der Fernwartung konnte
bereits in der Projektphase auf Vor-Ort-Support durch HABIT verzichtet werden,
welcher sich nicht zuletzt durch entfernte Wohnorte der ProjektteilnehmerInnen
(u. a. in Arnsberg und im Münsterland) nur mit hohen personellen Aufwänden
hätte erbringen lassen.
Terminalservices standen während der Projektphase
noch nicht zur Verfügung. Deshalb wurden „Remote-Desktopverbindungen“,
eine ebenfalls Bandbreiten schonende Zugriffstechnik, eingerichtet. Die
Installation individueller Software-Clients und deren Lizensierung lies sich dabei
vermeiden. Alle Heimarbeitsrechner konnten einheitlich als für diesen Zweck
speziell gehärtete Clients konfiguriert werden und alle Anwendungen waren über das
Internet wie im innerstädtischen Netz (LAN) nutzbar.
HABIT sind während der zweiten Projektphase keine
größeren technischen Probleme bekannt geworden. Eine abschließende Bewertung
kann jedoch erst am Ende der geplanten Projektdauer von ca. einem Jahr
erfolgen.
Parallel zu dem skizzierten Projekt hat HABIT
alternative Anbindungsmöglichkeiten für TeleheimarbeiterInnen mit Produkten
mehrerer Hard- und Softwarehersteller geprüft. Im Rahmen der Prüfungen wurden diese
auch von HABIT-Administratoren zur Erledigung anstehender Arbeiten erfolgreich
genutzt und damit sonst notwendige Wochenendeinsätze vor Ort vermieden.
3.
Künftige
Nutzungsmöglichkeiten
Die in der zweiten Projektphase eingerichtete
Remote-Desktop-Anbindung soll bei zukünftigen Nutzungen eher die Ausnahme als
die Regel sein. Allein die in Einführung befindliche Terminalserver-Technik ist
i. d. R. eine bessere Alternative, die allerdings nicht alle Anwendungsfälle
abdeckt.
Auch wenn Standardisierungen und einheitliche
Strukturen grundsätzlich wünschenswert sind, werden sich unterschiedliche
Anforderungen der Teleheimarbeitsplätze nur mit unterschiedlichen Lösungen wirtschaftlich
sinnvoll erfüllen lassen. Während z. B. Browser-Zugriffe auf das städtische
Intranet mit relativ geringem Aufwand, u. U. sogar mittels privater PC’s,
realisiert werden können, haben Client-Server-Anwendungen erheblich höhere
Anforderungen, die aus Aufwands- und Sicherheitsgründen nur mit IT-Equipment
umsetzbar sind, das in Hard- und Software städtischen Standards entspricht.
Zurzeit sind folgende Varianten für unterschiedliche
Anforderungen eines Teleheimarbeitsplatzes bei HABIT technisch erprobt bzw. in
Vorbereitung:
a)
Anforderung: Zugriff
auf Terminalserver-Anwendungen
Die Einführung der Terminalserver-Technik
steht momentan an. Daher konnte diese Art der Anbindung noch nicht in eigener
Produktivumgebung genutzt werden. Die Verbindung erfolgt über ein
verschlüsseltes „Virtual Private Network“ (VPN), das eine sichere
Datenübertragung über ein unsicheres Netz (Internet) ermöglicht. Bei dieser
Variante wird jede VPN-Verbindung unterstützt (IPSec, SSL u. a.). Vorbehaltlich
der noch zu untersuchenden Bedingungen und der zu treffenden organisatorischen
Festlegungen kommt grundsätzlich auch die Nutzung privater Ressourcen in Betracht
(PC, DSL-Anschluss). Fragen der Telefonanbindung sind noch zu klären (privater bzw.
dienstlicher Anschluss, Diensthandy oder zukünftig VoIP).
b)
Anforderung:
Nutzung Voll-Clients mit normalen Ressourcen
Diese Anforderung lässt sich mit vertretbarem
Aufwand nur mit dienstlichem Equipment umsetzen, auf das Fernzugriffe bei
durchzuführenden Softwareaktualisierungen und Problembehebungen möglich sind.
Die erforderliche Netzsicherheit wird durch einen Router gewährleistet, der
eine IPSec-verschlüsselte VPN-Verbindung aufbaut. Ein städtischer
Business-DSL-Anschluss mit fester öffentlicher IP-Adresse ermöglicht eine
Fernwartung durch HABIT und zeitnahe Störungsbehebungen durch den Netzbetreiber.
Er bietet zudem Möglichkeiten der Anbindung eines dienstlichen Telefons in
häuslicher Umgebung an das städtische Telefonnetz (zukünftig VoIP).
c)
Anforderung:
Nutzung Voll-Clients mit hohen Ressourcen
Sofern ein/e Tele-HeimarbeiterIn auf
Anwendungen zugreift, die weder terminalserverfähig noch in akzeptabler Weise
über DSL-Verbindungen nutzbar sind, muss eine Lösung zum Einsatz kommen, die
sich von der Variante b) dadurch entscheidet, dass eine „Remote-Desktop-Verbindung“
zu einem im städtischen LAN befindlichen PC aufgebaut wird. Zur
Kostenminimierung kommen verschiedene Umsetzungen in Betracht, die eine
doppelte Hardwarebeschaffung vermeiden. Z. B ist bei entsprechender Nutzerzahl der
Einsatz von virtuellen Systemen im LAN zu prüfen. Für den Heimarbeitsplatz sind
Alt-PC’s ausreichend, da die Hardwareanforderungen an das Endgerät –
wie bei der Variante a) - gering sind.
Um Risiken für die Vertraulichkeit, Integrität und
Verfügbarkeit der städtischen Daten zu minimieren, werden bei allen diesen
Varianten Anforderungen an die häusliche Umgebung und die eingesetzten Geräte
gestellt, die sich an die Maßnahmenempfehlungen des Bundesamtes für Sicherheit
in der Informationstechnik anlehnen. So ist z. B. eine 2-Faktor-Authentifizierung
mittels Benutzernamen, Passwort und PIN-/Tokencode Voraussetzung für einen
Verbindungsaufbau.
Neben den dargestellten sind auch andere Varianten
der Anbindung eines Heimarbeitsplatzes denkbar. Auf die Möglichkeit der
Offline-Nutzung eines Notebooks mit Synchronisation der Daten im LAN soll hier
nicht näher eingegangen werden. Auch eine Anbindung an bestimmte Webanwendungen
im Intranet über ein vorhandenes Gateway lässt sich mit vergleichsweise
geringen Aufwänden einrichten, dürfte aber weiterhin nur für die derzeitigen Anwendungsfälle,
wie zum Zugriff auf das Content-Management-System oder zur Fernwartung, und
nicht für Teleheimarbeitsplätze Relevanz haben. Hingegen ist eine Kombination
der Varianten a) und b), und zwar die Nutzung von webbasierten Anwendungen und
von Voll-Clients über eine SSL-Verbindung, prüfenswert, sofern entsprechende
Fallzahlen die hierfür aufzubringenden höheren investiven und administrativen
Aufwände rechtfertigen.
4.
Weiteres
Vorgehen
Die Ergebnisse aus der zweiten Projektphase sind
unter Federführung von 19 unter Beteiligung des Personalrates und des HABIT
auszuwerten. Anschließend ist über den künftigen Einsatz des Instrumentes Teleheimarbeit
zu entscheiden.
Wenn von der Verwaltung die erforderlichen
organisatorische Regelungen und Vorgaben für Teleheimarbeit getroffen und die
Einsatzbereiche und Nutzer konkretisiert sind, wird HABIT kurzfristig anhand
der erwarteten Nutzerzahlen und ‑erfordernisse ein detailliertes technisches
Konzept zur Einrichtung und zum Betrieb der Teleheimarbeitsplätze erstellen und
umsetzen.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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964,1 kB
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