Beschlussvorlage - 0600/2007

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

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Sachverhalt

Der Rat hat in seinem Beschluss vom 22.03.2007 sein Klimaschutzziel von 1995 bekräftigt und die Verwaltung beauftragt, das bisherige Klimaschutzkonzept zu aktualisieren. Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, welche Maßnahmen anderer Städte, die bereits von der Deutschen Umwelthilfe für den Klimaschutz ausgezeichnet wurden, in Hagen umsetzbar sind.

 

Mit diesem 2. Sachstandsbericht möchte die Verwaltung zusätzlich über den Wettbewerb “Bundeshauptstadt Klimaschutz” informieren, den die Deutsche Umwelthilfe im vergangenen Jahr mit Unterstützung des Deutschen Städtetages durchgeführt hat. Die beiliegenden Kopie der Broschüre ist als Original auch  im Internet einzusehen.

 

Zusätzlich soll die weitere Vorgehensweise erläutert werden. Im Klimaschutzbereich sind in Hagen bereits einige Maßnahmen und Projekte umgesetzt worden, die beispielhaft aufgeführt werden.

 

Um diese Ziele zu erreichen, bietet sich eine Analyse im Rahmen des European Energy Award an. Der European Energy Award® ist ein Managementsystem, eingebunden in ein Verfahren, das es ermöglicht, die Qualität der Energieerzeugung und -nutzung in der Kommune zu bewerten und regelmäßig zu überprüfen. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert Kommunen, die am European Energy Award teilnehmen möchten.

Für eine der nächsten Sitzungen ist vorgesehen, die zwischenzeitlichen Stellungnahmen zu dem klimarelevanten Maßnahmenkatalog der Beschlussfassung des Rates, zusammenzufassen. Des weiteren wird die Umsetzung der 55 Maßnahmen des Kommunalwettbewerbs mit den zuständigen Stellen in Hagen überprüft.


 
 


Der Rat hat in seinem Beschluss vom 22.03.2007 sein Klimaschutzziel von 1995 bekräftigt und die Verwaltung beauftragt, das bisherige Klimaschutzkonzept zu aktualisieren. Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, welche Maßnahmen anderer Städte, die bereits von der Deutschen Umwelthilfe für den Klimaschutz ausgezeichnet wurden, in Hagen umsetzbar sind. Hierzu hatte die Verwaltung bereits im Mai d.J. einen 1. Sachstandsbericht gegeben (s. Drs.Nr. 0515/2007).

 

Mit dem nun vorliegenden 2. Sachstandsbericht möchte die Verwaltung über den Wettbewerb “Bundeshauptstadt Klimaschutz” informieren, den die Deutsche Umwelthilfe im vergangenen Jahr mit Unterstützung des Deutschen Städtetages durchgeführt hat. Die “Guten Beispiele aus dem Wettbewerb” sind in der beiliegenden Kopie der Broschüre zusammengefasst  (siehe Anlage). Die Originalbroschüre ist im Internet einzusehen.

http://www.deutscherstaedtetag.de/imperia/md/content/schwerpunkte/fachinfos/2007/21.pdf

 

 

Zusätzlich soll die weitere Vorgehensweise erläutert werden. Im Klimaschutzbereich sind in Hagen bereits einige Maßnahmen und Projekte umgesetzt worden, die beispielhaft aufgeführt werden.

 

Das war in der Vergangenheit möglich, da durch den Kooperationsvertrag mit der Mark-E AG Geldmittel für die Öffentlichkeitsarbeit und verschiedene Klimaschutzprojekte zur Verfügung standen. Allein für die Förderung von effizienter Energienutzung, Wärmedämmung und regenerativen Energien standen in den letzten 7 Jahren 250.000 bis 350.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.

 

Daneben konnten Teilbeträge für Klimaschutzmaßnahmen, die zur Öffentlichkeitsarbeit oder zur Unterstützung sozialer Einrichtungen im Rahmen des Klimaschutzes dienten, eingesetzt werden. Beispiele sind hier der Tag der Erneuerbaren Energien in Hagen oder der Qualitätsnachweis mittels Luftdichtheitstest am Neubau des Kinderschutzbundes.

 

Mittlerweile hat die Stadt Hagen ihr Klimaziel von 1995 durch einen Ratsbeschluss bekräftigt und beschließt die Aktualisierung ihres Klimaschutzkonzeptes. In den folgenden Gremiendurchläufen wird das Klimaschutzkonzept Hagen präzisiert und mit weiteren Maßnahmevorschlägen aus Politik und Verwaltung angereichert. Einzelne Maßnahmen werden in diesem Zusammenhang geprüft und an die Fachausschüsse überwiesen.

 

Zur weiteren Information sind die Maßnahmen anderer Städte, die von der Deutschen Umwelthilfe für den Klimaschutz ausgezeichnet wurden, im Anhang aufgelistet. Es handelt sich dabei um die sogenannten guten Beispiele einer Reihe zahlreicher Maßnahmen, die in anderen Städten umgesetzt wurden. Einige Beispiele davon sind bereits auch in Hagen erprobt. Bei den anderen von insgesamt 55 Maßnahmen wird zur Zeit überprüft, ob sie ebenfalls in Hagen durchführbar sind. Da hierzu einige Akteure eingebunden werden müssen, ist es sinnvoll externe Hilfe in Kombination mit einer öffentlichen Förderung in Anspruch zu nehmen.

 

Um diese Ziele zu erreichen, bietet sich eine Analyse im Rahmen des European Energy Award an. Der European Energy Award® (eea®) ist ein Managementsystem, eingebunden in ein Verfahren, das es ermöglicht, die Qualität der Energieerzeugung und -nutzung in der Kommune zu bewerten und regelmäßig zu überprüfen sowie Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz zu identifizieren und zu erschließen.

Die Erfolge der Stadt Hagen im Bereich der Energieeinsparung, rationellen Energieverwendung und der Nutzung regenerativer Energieträger werden nicht nur durch den eea® bescheinigt bzw. zertifiziert, die Kommune wird dafür auch öffentlich ausgezeichnet.

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert Kommunen, die am European Energy Award teilnehmen möchten.
Durch den eea® erhält die Kommune anwendungsoptimierte Werkzeuge zur Planung und Steuerung von Aktivitäten im Energie- und Klimaschutzbereich. Unterstützung bei der Umsetzung des Zertifzierungsverfahrens erhält die teilnehmende Kommune durch einen kompetenten Fachexperten, der als akkreditierter eea® -Berater zur Seite gestellt wird.

Konkret sind mit der Durchführung des eea® die folgenden Vorteile verbunden:

·        Die Einführung eines erprobtes Verfahrens zur Strukturierung der Energiearbeit

·        Die öffentlichkeitswirksame Auszeichnung mit dem "European Energy Award®" bzw. dem "European Energy Award® GOLD"

·        Die effektive Organisation der Energiearbeit durch ein kommunales Energie-Team

·        Die fachliche Unterstützung durch einen von Ihrer Kommune ausgewählten eea®-Energie-Experten

·        Die Nutzung eines umfassenden Katalogs mit effizienzsteigernden Maßnahmen (Maßnahmenkatalog) aus dem Energiebereich und weitere Werkzeuge

·        Die 70%ige finanzielle Unterstützung (Förderung) durch das Land NRW bei der Durchführung des eea®.

 

Da das Land eine hohe Anteilsförderung gewährt liegt der Eigenanteil, der über die Stadt aufgebracht werden müsste, zur Zeit bei rund 10.000 bis 14.000 Euro im Zeitraum von 4 Jahren. Hierzu wird die Verwaltung eine Unterstützung der Übernahme der Anteilsfinanzierung über die Mark-E AG überprüfen.

 

Einige von den zahlreichen im Anschluss aufgeführten Maßnahmen sind bereits in der Stadt Hagen umgesetzt. Beispielhaft seien die folgenden Beschreibungen aufgeführt:

 

Energiegerechte Bauleitplanung:

 

Die Bewertung der Energiegerechten Bebauungsplanung und der Vorhabenbezogenen Erschließungspläne erfolgt bereits durch die Berechnungen, die mit Hilfe der Mark-E AG durchgeführt werden. Darin werden verschiedene Varianten der effizienten Energieversorgung eines Neubaugebietes vorgelegt. Dies beinhaltet i.d.R. 4 Varianten: die Versorgung aller Gebäude mit Brennwertheizungen und Solarspeichern zur Warmwasserversorgung, Nahwärmeversorgung, Wärmepumpenheizungen oder Holzpelletheizungen mit solarer Warmwassererwärmung.

 

 

 

 

 

Klimaschonende Verkehrsmittel für kommunale Angestellte

 

Im Rahmen der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" wollen ADFC und AOK gemeinsam mit vielen regionalen Partnern aus Wirtschaft, Verbänden und Politik die Vorteile einer fahrradbezogenen Alltagsmobilität praktisch erfahrbar machen. An Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, darunter auch Stadt- und Gemeindeverwaltungen wurde appelliert, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Nutzung des Fahrrads auf dem Weg zur Arbeit zu unterstützen. Die zur Zeit 33 Mitarbeiter der Stadt Hagen nehmen zum 3. Mal an dieser Aktion teil, die zwischen dem 1. Juni und dem 31. August 2007 läuft. Mindestens 20mal soll jeder Teilnehmer mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Dabei trägt er nicht nur aktiv zum Klimaschutz bei, sondern fördert zudem die Gesundheit. Im Jahr 2006 wurde bundesweit mit 125 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein neuer Rekord aufgestellt.

 

Ergänzend kann angeführt werden, dass die Stadt Hagen bereits 1991 das Jobticket eingeführt hat, welches den Mitarbeitern ein vergünstigtes Abonnement für den ÖPNV über die Hagener Straßenbahn AG anbietet. Der Effekt dieser Klimaschutzmaßnahme wurde 1992 berechnet.

 

Photovoltaik

 

Von den 6 Schulgebäuden ist bislang die Turnhalle der Hauptschule Dahl überprüft worden, ob sie für den Verein BINSE e.V. als Fläche für eine Bürgerstromanlage in Frage käme. Von der Statik her grundsätzlich geeignet, lässt allerdings die zu erwartende Rendite bei der eingeschränkten Ausnutzung des Daches die Umsetzung durch den Verein nicht zu.

 

Wegen der Öffentlichkeitswirkung eignen sich besonders Schulen für den Verein BINSE e.V. für die Nutzung. Die Liste der Gebäudewirtschaft Hagen beinhaltet folgende Schulen/-objekte:

- Schulzentrum Wehringhausen

- Schulzentrum Eilpe

- Hauptschule Dahl (wie schon erörtert)

- Fritz-Steinhoff-Gymnasium

- Theodor-Heuss-Gymnasium

- Turnhalle Altenhagen

 

Holzhackschnitzelheizung im Forstbetriebshof Kurk

 

Seit 2005 liefert eine Holzhackschnitzelanlage im forstlichen Betriebshof die Wärmeenergie für die Räumlichkeiten, das Wohngebäude und das Warmwasser, so dass pro Jahr rund 6.000 kg Flüssiggas eingespart werden können. Die Anlage wurde vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und durch das Förderprogramm der Mark-E AG und der Stadt Hagen gefördert.

 

 

 

 

Öffentlichkeitsarbeit zum energiesparendes Bauen und Sanieren

Hinsichtlich der Investitionen beim Neubau oder bei der Sanierung von Gebäuden kann mit einer zielgerichteten Öffentlichkeitsarbeit den Bewohnerinnen und Bewohnern aufgezeigt werden, wie der Gebäudeenergieverbrauch und damit auch die Ausgaben reduzieren werden können. Veranstaltungen wurden in Hagen in Zusammenarbeit mit Architekten, Architekturbüros, beispielsweise Diskussionsforen oder anerkannten Fortbildungen zum energiesparenden und umweltfreundlichen Bauen durchgeführt. Dabei wird die speziell für diesen Zweck aufgelegte 2. Auflage der Broschüre “Energetische Sanierung” eingesetzt.

 

Im Zusammenhang mit dem Förderprogramm der Mark-E AG und der Stadt Hagen stellt die Thermografie eine beliebte Methode zur Aufdeckung von energetischen Schwachpunkten an Gebäuden dar. Bei dieser Methode werden die thermischen Schwachstellen eines Gebäudes mit einer Infrarotkamera sichtbar gemacht. Thermografie-Aufnahmen liefern die Grundlage für eine gezielte Wärmeisolierung.

Im Jahre 2006 wurden allein 409 Thermografie-Termine gebucht und auch gefördert. Neben der Erstellung der Fotos beinhaltet die Aktion auch eine energetische Einschätzung des Gebäudes. Zudem erhalten die Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer Hinweise auf Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen für die Altbausanierung.

 

Die große öffentlichkeitswirksame Aktion in der ersten Hälfte des Jahres 2007 betraf die bundesweit angelegte Eisblockwette mit insgesamt 700 teilnehmenden Bürgern in Hagen und einer Reihe von Beteiligten ortsansässigen Akteuren und Sponsoren. Das Thema der effektiven Dämmung im Gebäudebereich war über 2 Monate lang in der Zeitung und im Radio vertreten und wurde am Umwelt- und Kinderaktionstag abgeschlossen. Schüler der Sekundarstufe I haben das Thema und die Eisblockwette mitgestaltet.

 

Weiteres Vorgehen

 

Für eine der nächsten Sitzungen ist vorgesehen, die von den verantwortlichen Ämtern und Einrichtungen vorgelegten zwischenzeitlichen Stellungnahmen zu dem klimarelevanten Maßnahmenkatalog der Beschlussfassung des Rates zusammenzufassen und als Bericht vorzulegen. Des weiteren werden im weiteren Verlauf die 55 Maßnahmen des Kommunalwettbewerbs mit den zuständigen Stellen in Hagen in Bezug auf eine Umsetzung überprüft. Ferner wird sich die Verwaltung unter Einbeziehung von finanziellen Mitteln der Mark-E AG und des Landes um eine Analyse im Rahmen des European Energy Award bemühen.

 

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Auswirkungen

X

 Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen.

 

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Anlagen

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Beschlüsse

Erweitern

23.08.2007 - Umweltausschuss - ungeändert beschlossen

Erweitern

30.08.2007 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen