Beschlussvorlage - 0541/2007
Grunddaten
- Betreff:
-
Bahnhofshinterfahrung 1. Abschnitthier: Städtebauliche Entwicklung der angrenzenden Flächen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Erich Engel
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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21.08.2007
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Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Vorberatung
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28.08.2007
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Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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30.08.2007
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Sachverhalt
Durch die Stilllegung von Betriebsflächen und Gebäuden der früheren Firma VARTA sind Brachflächen entstanden, die eine Trassenführung der Bahnhofshinterfahrung über das Betriebsgelände ermöglichen. Durch die Lage der geplanten Straße entstehen Flächen, die zukünftig sehr gut erschlossen sind und gewerblich wiedergenutzt werden können. Im Rahmen der Grunderwerbsverhandlungen für die Bahnhofshinterfahrung ist eine Aussage zu den Nutzungsmöglichkeiten erforderlich. Die Verwaltung soll beauftragt werden, auf der Grundlage des vorgestellten Nutzungskonzeptes die Planung zu konkretisieren.
Überblick
Mit der Bahnhofshinterfahrung zwischen dem Stadtteil Wehringhausen und der Eckeseyer Straße wird das Ziel verfolgt, die Innenstadt und Wehrínghausen vom Durchgangsverkehr zu entlasten und die innerstädtischen Verkehrsverhältnisse zu verbessern. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, angrenzende Flächen zu erschließen und entsprechend zu entwickeln.
Die Bahnhofshinterfahrung wird in zwei Abschnitten geplant und entsprechend werden auch die Förderanträge gestellt. Der erste Abschnitt verläuft von der der Dieckstraße bis zu einer neuen Kreuzung (Knoten 2) an der Ennepe. Ab hier ist ein Abzweig zur Wehringhauser Straße / Einmündung Weidestraße vorgesehen. Der zweite Abschnitt setzt sich an der zuvor genannten Kreuzung fort und verläuft bis zu dem Anschluss an die Eckeseyer Straße.
Bahnhofshinterfahrung 1. Abschnitt
Durch die Stilllegung von Betriebsflächen und Gebäuden der früheren Firma VARTA sind Brachflächen entstanden, die eine Trassenführung der Bahnhofshinterfahrung über das Betriebsgelände ermöglichen. Durch die Lage der geplanten Straße entstehen Flächen, die sehr gut erschlossen sind und gewerblich wiedergenutzt werden können.
Es entstehen drei Bereiche entlang des ersten Abschnitts der Bahnhofshinterfahrung, die für Nachfolgenutzungen geeignet sind.
1. „VARTA-Insel“ nordöstlich der Ennepe
2. Gewerbeflächen zwischen der Wehringhauser Straße und der Bahnhofshinterfahrung
3. Grünanlage zwischen Taubenstraße und Wehringhauser Straße
1. „VARTA-Insel“ nordöstlich der Ennepe
Diese Fläche wird nördlich durch die Eisenbahngleise (Anschluss Spedition Schmitz) und im Süden durch die Ennepe begrenzt. Das Grundstück ist im Eigentum der Fa. Invensys und hat eine Größe von ca. 56.000 qm. Die Fläche ist überwiegend mit mehrgeschossigen Fabrikgebäuden bebaut, deren Nutzungen zum größten Teil aufgegeben sind. Nach Abzug der Flächen für den öffentlichen Straßenbau / Anschluss Kuhlestraße verbleibt eine Fläche von ca. 47.000 qm für gewerbliche Nutzungen.
Die VARTA-Insel hat bisher keinen direkten Anschluss an das öffentliche Straßennetz und kann nur von dem Grundstück der Fa. Hawker aus über private Brücken erreicht werden. Erst durch die Bahnhofshinterfahrung in Verbindung mit der neuen Trasse zur Kuhlestraße ist eine ausreichende verkehrliche Erschließung gewährleistet. Die Anbindung an das Straßennetz ist über einen Kreisverkehr vorgesehen. Eine Nutzungseinschränkung für die VARTA-Insel ergibt sich durch die Dimensionierung des Knotens 2, der eine Verkehrsmenge von max. 1350 KFZ je Tag und Richtung für die VARTA-Insel berücksichtigt.(siehe Verwaltungsvorlage v. 27.10.2006, Drucksachennr.: 0884/2006).
Der städtebauliche Entwurf sieht im westlichen Teil der VARTA-Insel Mitarbeiterstellplätze für die Fa. Hawker vor, die über eine bestehende private Brücke im Bereich der historischen Verwaltung (Dieckstraße) erschlossen werden sollen. Im mittleren Teil der Fläche sollen sich kleinteiliges nicht störendes Gewerbe und Dienstleistungen (kein Handel) ansiedeln. Auf der verbleibenden Fläche zwischen dem zuvor genannten Gewerbebereich und der geplanten Straße ist großflächiger Einzelhandel mit nichtzentrenschädlichen Sortimenten vorgesehen. Bei einer Verkaufsfläche von ca. 8.000 bis 10.000 qm könnte hier zum Beispiel ein Möbelhaus realisiert werden. Die Gebäude sind zur Ennepe hin und die Stellplätze auf der anderen Seite zum Berghang hin angeordnet, damit sich dass Gewerbe- und Einkaufszentrum repräsentativ zu der Bahnhofshinterfahrung hin darstellen kann. Der Uferbereich der Ennepe kann durch den langfristigen Erhalt von bestehenden Bäumen und ergänzenden Neuanpflanzungen sowie durch einen begleitenden Fußweg aufgewertet werden.
2. Gewerbeflächen zwischen der Wehringhauser Straße und der Bahnhofshinter fahrung
Diese Fläche entlang der Bahnhofshinterfahrung ist im Eigentum der Fa. Hawker GmbH sowie der Fa. Pertrix GmbH und hat eine Größe von ca. 12.000 qm. Die Erschließung kann über zwei Zufahrten von der Wehringhauser Straße aus erfolgen. Eine Wohnbebauung scheidet aufgrund der unmittelbaren Nähe zu der geplanten Straße aus. Der städtebauliche Entwurf sieht deshalb für den größten Teil der Fläche kleinteiliges nicht störendes Gewerbe und Dienstleistungen (kein Handel) vor. Um die Versorgungslage in Wehringhausen zu verbessern, könnte auf dem nördlichen Eckgrundstück ein Lebensmittelmarkt (Vollsortimenter) mit bis zu 1.500 qm Verkaufsfläche realisiert werden. Das Grundstück bietet sich für diese Nutzung an, weil der Lebensmittelmarkt für den unteren Teil von Wehringhausen fußläufig erreichbar ist und die direkte Lage an einer Hauptverkehrsstraße besteht.
3. Grünanlage zwischen Taubenstraße und Wehringhauser Straße
Weil der Bereich Kuhlerkamp zukünftig über eine neue Straße einschließlich einer neuen Brücke an die Bahnhofshinterfahrung angebunden ist, wird die Weidestraße für verkehrliche Zwecke nicht mehr benötigt und kann deshalb zurückgebaut werden. Es besteht die Chance, die vorhandene Grünanlage zu erweitern und die städtebauliche Wirkung des Baudenkmals Villa Post aufzuwerten. Zusätzlich sieht das Entwurfskonzept die Einbindung eines Cafes in den Park vor, welches von der Bahnhofshinterfahrung aus gesehen und auch angefahren werden kann. Grunderwerb ist von der Fa. Pertrix GmbH erforderlich. Die Erweiterung des Parks einschließlich der Fläche für das Cafe kann unter Einbeziehung der aufzugebenden Straße in einer Größenordnung von ca. 5.000 qm erfolgen.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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258,2 kB
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21.08.2007 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Hagen-Mitte empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen
folgenden Beschluss zu fassen:
Die Verwaltung wird beauftragt, das vorgestellte Nutzungskonzept mit den Zielen des integrierten
Handlungskonzeptes für Wehringhausen abzustimmen und die Planungen zu
konkretisieren.
Nächster Verfahrensschritt:
Vorbereitung der Offenlegung des Bebauungsplans für den 1. Abschnitt im Herbst 2007.
28.08.2007 - Stadtentwicklungsausschuss - geändert beschlossen
Beschluss:
Der Stadtentwicklungsausschuss empfiehlt dem
Rat der Stadt folgenden Beschluss zu fassen:
Die Verwaltung wird beauftragt, das vorgestellte Nutzungskonzept mit den Zielen des integrierten Handlungskonzeptes für Wehringhausen abzustimmen und die Planung zu konkretisieren.
Nächster Verfahrensschritt:
Vorbereitung der Offenlegung des Bebauungsplans für den 1. Abschnitt im Herbst 2007.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Einstimmig beschlossen |