Beschlussvorlage - 0515/2007
Grunddaten
- Betreff:
-
Aktualisierung Klimaschutzkonzept Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Fred Weber
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Umweltausschuss
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Vorberatung
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06.06.2007
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Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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14.06.2007
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Sachverhalt
Der Rat der Stadt Hagen hat in seinem Beschluss vom 22.03.2007 das Klimaziel von 1995 bekräftigt und die Verwaltung beauftragt, das bisherige Klimaschutzkonzept zu aktualisieren. Dazu hat der Rat einen umfangreichen Maßnahmenkatalog, u.a. für den Konzern Stadt und den städtischen Tochtergesellschaften, vorgegeben. Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, welche Maßnahmen anderer Städte, die bereits von der Deutschen Umwelthilfe für den Klimaschutz ausgezeichnet wurden, in Hagen umsetzbar sind.
In diesem Zusammenhang hat die Verwaltung Kontakt zur Deutschen Umwelthilfe und den betreffenden Städten aufgenommen, um die Umsetzbarkeit von geeigneten Maßnahmen zu prüfen. Ferner hat die Verwaltung die Tochtergesellschaften, betroffene Ämter und weitere Institutionen der Stadt Hagen über den Ratsbeschluss informiert und um eine Stellungnahme gebeten.
In der Vorlage werden die bisher vorliegenden Ergebnisse vorgestellt sowie der Stand einzelner Maßnahmen dargestellt. In den folgenden Gremiendurchläufen wird das Klimaschutzkonzept Hagen in weiteren Teilberichten präzisiert.
1. Vorgehen
Die vom Rat beschlossenen Maßnahmen zur Aktualisierung des Klimaschutzkonzeptes
beziehen sich auf den Verantwortungsbereich unterschiedlicher Ämter,
verschiedener Tochtergesellschaften, des regionalen Versorgungsunternehmens
Mark-E, der Sparkasse Hagen. Die zuständigen Stellen sind über den
Ratsbeschluss informiert worden und wurden um eine Stellungnahme gebeten. Die
Verwaltung wird fortlaufend, je nach Erkenntnisstand, in gesonderten
Berichtsvorlagen die Gremien über den Stand der Umsetzung der vorgeschlagenen
Maßnahmen informieren (siehe Anlage).
Die Verwaltung ist im weiteren beauftragt, die Klimaschutzmaßnahmen anderer
Städte, die von der Deutschen Umwelthilfe als Bundeshauptstadt im Klimaschutz
ausgezeichnet wurden, dahingehend zu überprüfen, ob die Umsetzung auch in Hagen
realisiert werden kann.
2.
Bisherige Aktivitäten
Bislang liegen Stellungnahmen einiger Institutionen vor, über die im Folgenden
ein kurzer Sachstandsbericht gegeben wird:
Gebäudewirtschaft Hagen
Im Bereich der kommunalen Gebäude hat die GWH bereits eine eigene Vorlage
“Strategie zur Einsparung von Energie und Wasser” vorgelegt. Im
Jahre 1983 wurde bei der Stadt Hagen mit einer zielgerichteten
Energiebewirtschaftung begonnen. Durch administrative und technische Maßnahmen
wurden Einsparungen erzielt, die dazu
geführt haben, dass der historische Höchststand an Ausgaben für Energie und
Wasser im Jahre 1982 trotz der
erheblichen Preissteigerungen und des Zuwachses an Nutzflächen 24 Jahre später
noch nicht wieder erreicht worden ist.
Kraft-Wärme-Kopplung der Müllverbrennungsanlage
Zu der MVA hat der HEB sofort Stellung bezogen und mitgeteilt, dass einerseits
umfangreiche Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und auch zur
Nutzung regenerativer Energien durchgeführt wurden. Eine komplette Umrüstung
wurde nach der 90 Mio. DM teuren Investition Ende der 90er Jahre zur Anpassung
an die Anforderungen der 17. BImschVO nicht weiter verfolgt, da dies eine
völlige Umstrukturierung und
Systemänderung der Anlage zur Folge gehabt hätte. Zur Zeit ist ein Ausbau der
Fernwärme bei Großkunden erwünscht.
Energieleitlinien für Hagen
Für die Erarbeitung der Energieleitlinien wird geprüft, ob die Teilnahme am
European Energy Award durch Einschaltung eines Gutachterbüros möglich ist. Der
European Energy Award ist ein Managementsystem, eingebunden in ein Verfahren,
das es ermöglicht die Qualität der Energieerzeugung und -nutzung in einer
Kommune zu bewerten und regelmäßig zu überprüfen sowie Potenziale zur
Steigerung der Energieeffizienz zu identifizieren und zu erschließen. Das Land
Nordrhein-Westfalen fördert Kommunen, die am European Energy Award teilnehmen.
Photovoltaiknutzung auf
kommunalen Gebäuden
Die bereits vorliegende Liste der städtischen Schulen, bei denen zur Zeit eine
Photovoltaikanlage integriert werden könnte, wurde in einem Fall schon näher
geprüft. Die Sporthalle der Hauptschule Dahl wird von BINSE e.V. nicht für eine
Bürgerstromanlage vorgesehen, da die Bedingungen in diesem Fall nicht optimal
sind.
Energieberatungskonzept und Referenzhausuntersuchung
Die Arbeiten zum Energieberatungskonzept und zur Referenzhausuntersuchung wurden
seit der Erstellung des Detailkonzeptes 1995 kontinuierlich weiterentwickelt.
Diesem Grundkonzept entsprangen bereichsweise auch der Kooperationsvertrag mit
der Stadtwerke Hagen AG und das erste Förderprogramm entwickelt. Mit den
Kooperationspartnern Mark-E, Kreishandwerkerschaft und Verbraucherzentrale aber
auch Eigentümer- und Architekten wurden Beratungsveranstaltungen und bereits
zwei Neuauflagen einer Sanierungsbroschüre für Hagen entwickelt.
Maßnahmen anderer Städte
Mit der Deutschen Umwelthilfe sowie mit den Verantwortlichen der Siegerstadt
Münster und der zweitplazierten Stadt Freiburg wurde in Bezug auf den
Wettbewerb zur Bundeshauptstadt im Klimaschutz Kontakt aufgenommen. Hierzu ist
bereits mit Münster vereinbart worden, dass die Münsteraner Umweltverwaltung
über ihre Klimaschutzmaßnahmen in Hagen berichten kann.
Zur Überprüfung, welche Klimaschutzmaßnahmen darüber hinaus in Hagen umsetzbar
sind, soll der umfangreiche Fragenkatalog der Deutschen Umwelthilfe ausgewertet
und mit den verantwortlichen Ämtern und zuständigen Stellen besprochen werden.
Dazu sind die finanziellen Auswirkungen zu prüfen.
