Beschlussvorlage - 0325/2007

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

1.      Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

2.      Die Verwaltung wird beauftragt, die durch die politischen Workshops erzielte Prioritätenbildung für die Maßnahmen innerhalb der Handlungsfelder

 

-          Wirtschaft und Arbeit

-          Kinder, Familien und Senioren

-          Integration / Migration

-          Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität

-          Umwelt

-          Sport

 

zur Grundlage des weiteren Vorgehens zur Gestaltung des demographischen Wandels zu machen und geeignete Umsetzungsstrategien zu entwickeln.       Zielzeitpunkt für die Umsetzung der Maßnahmen ist 2010.                                                          

3.      Die Bürgerinnen und Bürger werden in einem koordinierten Konzept in den Prozess eingebunden und erhalten so die Gelegenheit zur Einflussnahme in den Bereichen, wo gestaltender Einfluss möglich ist.

 

Ein Konzept zur Bürgerbeteiligung ist bis zur Sitzung des Rates der Stadt Hagen am 30.08.2007 vorzulegen.

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Sachverhalt

 

Im ersten Quartal 2007 haben vier moderierte Workshops, zu denen alle Vertreterinnen und Vertreter der politischen Gremien der Stadt Hagen eingeladen worden sind, stattgefunden.

 

Durch die Entscheidung der politischen Gremienvertreterinnen und – vertreter ist eine Prioritätenbildung erfolgt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit, durch ein Punktesystem zum Ausdruck zu bringen, welche Maßnahmen innerhalb der verschiedenen Handlungsfelder nach ihrer Einschätzung besonders wichtig sind. Die unterschiedlichen Punktzahlen sind dadurch zu erklären, dass die Teilnehmerzahl der einzelnen Workshops erheblich differierte. Außerdem hat nicht jeder Workshopteilnehmer von der Möglichkeit, alle zugestandenen Punkte zu vergeben, Gebrauch gemacht.

 

Die Maßnahmen mit den höchsten Punktzahlen innerhalb der sechs bepunkteten Handlungsfelder sind in der Anlage zur Kurzfassung aufgeführt.

 

Nach Klärung der Rahmenbedingungen sind geeignete Umsetzungsstrategien zu

            entwickeln.

 

Die Verwaltung erarbeitet ein Konzept zur Einbindung der Bürgerinnen und Bürger, so dass diesen Gelegenheit gegeben wird, gestaltend Einfluss auf den Prozess nehmen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlage zur Kurzfassung

 

Folgende Maßnahmen haben jeweils die höchsten Punktzahlen erreicht:

 

Handlungsfeld: Wirtschaft und Arbeit

                       

o       Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und Beschäftigungssicherung

 Entwicklung von zusätzlichen Maßnahmen zur Schaffung von neuen

Arbeitsplätzen und zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer unter Nutzung von Landesförderprogrammen

 

26 Punkte

 

o       Übergang Schule – Beruf

Die Aktivitäten im Bereich „Übergang Schule – Beruf“ werden mit weiteren Kooperationspartnern ausgebaut. Jährlich werden im Durchschnitt zwei Projekte initiiert

 

25 Punkte

 

o       Bestandspflege

 

Die Wirtschaftsförderung pflegt insbesondere den Bestand mittelständischer Unternehmen und unterstützt neue Investoren bei der Ansiedlung in Hagen. Umfang, Ziele und Ausrichtung der Bestandspflege werden durch ein strategisches Controlling garantiert.

 

18 Punkte

 

o       Brachflächenkataster

 

Die Stadtverwaltung führt ein Leerstands- und Brachflächenkataster

 

18 Punkte

 

Handlungsfeld: Kinder, Familien und Senioren

 

o       Förderung von Wohnmodellen, in denen verschiedene Generationen zusammenleben und sich gegenseitig helfen (Generationenhäuser)

 

46 Punkte

 

o       Aufwertung der innerstädtischen Wohnquartiere durch Grünbereiche und Erholungs- und Spielflächen

 

43 Punkte

 

o       Die Stadt schafft ein differenziertes bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Kinder, dabei unterstützt die Stadt neben öffentlichen Einrichtungen und Trägermodellen auch private Betreuungsmodelle wie Tagesmütter und koordiniert, dass eine ausreichende Anzahl von Kinderbetreuungsplätzen mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten zur Verfügung steht

 

41 Punkte

 

 

            Handlungsfeld: Integration / Migration

 

o       Verstärkte Werbung für Kindergartenbesuch von Migrantenkindern

 

38 Punkte

 

o       In den KiTas werden flächendeckend kostenlose Sprachförderprogramme, die sich auf die Beherrschung der deutschen und der Ausgangssprache beziehen, durchgeführt.

 

36 Punkte

 

o       Es werden Mutter-Kind-Sprachkurse eingerichtet

 

35 Punkte

 

            Handlungsfeld: Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität

 

o       In Kooperation mit den Wohnungsunternehmen und privaten Hauseigentümern entwickelt die Stadt ein Konzept zum Rück- bzw. Umbau von Wohnungsbeständen, die nicht den heutigen Marktanforderungen entsprechen

 

46 Punkte

 

o       Mit Beteiligung der Bewohner werden in den angestammten Wohnquartieren Zug um Zug Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds und der Infrastruktur durchgeführt.

 

45 Punkte

 

o       Für das „Wohnen im Alter im angestammten Quartier“ wird die Entwicklung neuer Wohnformen (z. B. selbstbestimmtes gemeinschaftliches Wohnen, Wohnen mit Service, Wohngemeinschaften, Gruppenwohnen, Pflegewohnplätze, Generationsübergreifendes Wohnen) in allen Stadtteilen bzw. größeren Wohnquartieren offensiv beworben sowie auf der Grundlage bestehender Förderprogramme unterstützt und begleitet.

 

41 Punkte

 

o       Durch intensivere Pflege und Bepflanzung von Grünanlagen und andere geeignete Maßnahmen werden in den Wohnquartieren öffentliche Räume zurückgewonnen und Treffpunkte / Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen

 

41 Punkte

 

            Handlungsfeld: Sport

 

o       Projektentwicklung zur Integration durch oder mit Sport, z. B.

 

§         Sport- / Freizeit-AGs unter Mitwirkung von Schule, Sozialarbeit, Vereinen

§         Gemeinschaftserlebnis Sport ohne Berücksichtigung von Alter und Herkunft

§         Klettersportprojekte

§         Regelmäßige und verlässliche Angebote für Heranwachsende im Alter von 16 – 27 Jahren (Basketball, Fußball um Mitternacht usw.)

§         Wertevermittlung und Orientierung durch Kampfsport

 

20 Punkte

 

o       Schaffung und Verbesserung des Wegenetzes, z. B.

Wandern, Reiten, Nordic-Walking,  Radwege, BMX, Mountainbiking, usw.

 

19 Punkte

 

o       Gezielte finanzielle Förderung der Angebote und Übungsleiter

 

19 Punkte

 

Handlungsfeld: Umwelt

 

o       Vor der Ausweisung neuer Flächen zur Bebauung findet zunächst eine Prüfung vorhandener Flächen statt

 

30 Punkte

 

o       Wiederaufforstungen durch Laubbäume auf städtischen Waldflächen. Intensive Werbung im Hinblick auf Erhöhung des Laubwaldanteils bei privaten Waldbesitzern (Schwerpunkt Nutzung des Ökokontos)

 

24 Punkte

 

o       Hasper Talsperre reaktivieren

 

24 Punkte

 

 

 

 
Beschlusslage:

Der Rat der Stadt Hagen hat in seiner Sitzung am 9.11.2006 folgenden Beschluss gefasst:

 

Der Rat der Stadt beschließt, die gemeinsam von der Politik und der Verwaltung entwickelten Ziele und Maßnahmen der Handlungsfelder

-          Wirtschaft und Arbeit

-          Kinder, Familien und Senioren

-          Integration / Migration

-          Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität

-          Image, Stadtidentität und Touristik

-          Stadt und Region

-          Kultur

-          Umwelt

-          Sport

zur Grundlage für das weitere Vorgehen zu machen.

Der Kommunikationsprozess zwischen Rat, Verwaltung, Zukunftsforum und Stadtmarketingverein wird fortgeführt.

Zu Beginn des Jahres 2007 werden analog zu den vier Zielfeldern vier moderierte Workshops für die Vertreter der Politik durchgeführt.

Die Verwaltung wird beauftragt, eine ziel- und handlungsfeldorientierte Bürgerbeteiligung zu organisieren. 

 

 

Sachstand:

Im ersten Quartal 2007 haben vier moderierte Workshops, zu denen alle Vertreterinnen und Vertreter der politischen Gremien der Stadt Hagen eingeladen worden sind, stattgefunden.

Es handelte sich um folgende Veranstaltungen:

 

1.      Workshop am 16.01.2007:

Zielfeld ”Wirtschaft und Innovation”

Handlungsfeld ”Wirtschaft und Arbeit”

 

2.      Workshop am 10.03.2007:

Zielfeld  ”Mensch und Motivation”

Handlungsfelder

”Kinder, Familien, Senioren”

”Integration und Migration”

”Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität”

 

3.      Workshop am 28.03.2007:

Zielfeld ”Natur und Wellness”

Handlungsfelder

”Sport”

”Umwelt”

             

4.      Workshop am 29.03.2007:

Zielfeld ”Kultur und Impulse”

Handlungsfeld ”Kultur”

          

            Die Veranstaltungen bestanden aus

           

-          einer Einführung

sowohl in den Prozess als auch im Sinne eines inhaltlichen Überblicks

-          einer Diskussion

mit der Möglichkeit, neue  Ideen aufzunehmen und vorhandene Maßnahmenvorschläge zu ändern

-          einer Prioritätensetzung

durch positive und negative Bewertung sowie Entscheidung über Alternativen

 

Die einzelnen Workshops sind mit unterschiedlicher Resonanz von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aller politischen Gremien besucht worden.

Mit über 90 Besucherinnen und Besuchern ist der 2. Workshop (”Mensch und Motivation”)  am 10.03.2007 besonders gut angenommen worden.  

 

Bei dem letzten Workshop zum Zielfeld ”Kultur und Impulse” am 29.03.2007 ist nach einer Diskussion unter den Beteiligten  vorerst keine Prioritätenbildung erfolgt. Es ist eine Verständigung erzielt worden, dass die Ziele und Maßnahmen zu den Aspekten ”Interkultur” und ”älter werdende Gesellschaft” als nicht ausreichend für das Handlungsfeld Kultur angesehen werden, da wesentliche Elemente des klassischen Kulturverständnisses und insbesondere die in Hagen vorhandenen Kultureinrichtungen nicht berücksichtigt worden sind.   Die Verwaltung wird eine Neubearbeitung des Zielfeldes ”Kultur und Impulse” vornehmen und der Politik das Ergebnis präsentieren, so dass eine Prioritätenbildung erfolgen kann.

 

Die zwei Handlungsfelder „Stadt- und Standortmarketing“ und „Stadt und Region“ wurden in den vier durchgeführten Workshops jeweils themenbezogen mit behandelt. Der Strategieverbund Stadtmarketing wird, bezogen auf das Handlungsfeld „Stadt- und Standortmarketing“, die Ergebnisse aus den Workshops sowie die Ergebnisse der durchgeführten Zukunftsforen und –meetings in eine modifizierte Prioritätenliste überführen.

Ebenso wird für das Handlungsfeld „Stadt und Region“ eine Prioritätenliste erarbeitet und dem Rat vorgestellt.

 

 

            Ergebnisse der einzelnen Workshops:

 

            Die  ursprünglichen Unterlagen zu den einzelnen Handlungsfeldern,   die   Be-

            standteil der  Ratsvorlage ”Lebendiges Hagen – demographische Entwicklung

            der Stadt Hagen”, Drucksachennummer 0895/2006, sind, liegen als Anlage zu

            jedem  Handlungsfeld  erneut  bei, so dass eine Zuordnung der Bewertung ge-

            währleistet ist.

           

1.      Workshop am 16.01.2007

Zielfeld ”Wirtschaft und Innovation”

Handlungsfeld ”Wirtschaft und Arbeit”

                

Die Auswertung der Punktbewertung sowie Anregungen und Notizen sind in Anlage 1 zusammengefasst.

 

2. Workshop am 10.03.2007                                                                                               Zielfeld ”Mensch und Motivation”                            

               Handlungsfelder

               ”Kinder, Familien, Senioren”

               ”Integration und Migration”

               ”Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität”

 

Die Auswertung der Punktbewertung sowie Anregungen und Notizen sind in den Anlagen 2 bis 4 zusammengefasst.

 

3. Workshop am 28.03.2007

     Zielfeld ”Natur und Wellness”

     Handlungsfelder

     ”Sport”

     ”Umwelt”

 

Die Auswertung der Punktbewertung sowie Anregungen und Notizen sind in den Anlagen 5 und 6 zusammengefasst.

 

4. Workshop am 29.03.2007

                Zielfeld ”Kultur und Impulse”

                Handlungsfeld ”Kultur”

 

           Es liegen keine Punktbewertung,  Anregungen und Notizen vor.

           

 

           Weiteres Vorgehen:

           Durch die  Entscheidung der politischen  Gremienvertreterinnen und –vertreter

sind besondere Prioritäten deutlich geworden. Diese Ziele und Maßnahmen sind  vorrangig aufzugreifen. Die  finanziellen, organisatorischen,   personellen

und sonstigen Rahmenbedingungen sind  zu klären, um dann  geeignete  Um-

setzungsstrategien entwickeln zu können.

 

            Die Bürgerinnen und Bürger werden in einem koordinierten Konzept in den

            Prozess eingebunden und erhalten so die Gelegenheit zur Einflussnahme in

           den Bereichen, in denen gestaltender Einfluss möglich ist. Die Öffentlichkeits-

           beteiligung erfolgt handlungsfeldorientiert und unterscheidet sich je nach Be-

           reich.

 

            Die Verwaltung legt nach der Sommerpause ein geeignetes Konzept vor:

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Auswirkungen

X

 Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen.

 

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Anlagen

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Beschlüsse

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10.05.2007 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen