Beschlussvorlage - 0394/2007
Grunddaten
- Betreff:
-
Jahresplanung des Kulturamtes 2007
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Kulturbüro
- Bearbeitung:
- Angelika Josten
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Entscheidung
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02.05.2007
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Sachverhalt
Kurzfassung zur Begründung entfällt.
Jahresplanung 2007
Das Kulturamt Hagen konzentriert sich in seinen Aktivitäten 2007 wie in den letzten Jahren auf die drei Bereiche seines Kerngeschäftes:
1. Festivals
2. Kulturelle Bildung
3. Kulturelle Freizeit und
Service
1. Die Festivals
sind seit Jahren
wiederkehrende Programmreihen, die als Leuchttürme weit in die Region strahlen
und Besucher, auch aus der weiteren
Umgebung, anziehen und überregionales Medieninteresse wecken.
· Muschelsalat 2007
9 Veranstaltungen vom 27.6. bis 22.8.
jeweils mittwochs
Der Muschelsalat 2007 wird
nach einem spektakulären Jubiläums- und WM-Jahr wieder auf sein übliches
Volumen zurückgefahren. Neben Ausflügen an Veranstaltungsorte in Haspe,
Hengstey und Mäckinger Bachtal wird die City wiederum Hauptaustragungsort für
Straßentheater und Musikproduktionen aus aller Welt sein. Höhepunkt stellt eine
erneute Lichtinstallation des Schwerter Lichtkünstlers Jörg Rost dar, der nach
dem Stadtgarten nun den Bleichplatz in Hagen-Eilpe illuminieren wird.
Das 2004 übernommene
Erfolgskonzept “Odysseen – Kulturen der Welt” wird auch 2007
mit drei Veranstaltungen einen Schwerpunkt des Muschelsalates bilden. Partner
werden wieder WDR 5 Funkhaus Europa, Ringlokschuppen Mühlheim, Bahnhof
Langendreer u. a. sein. Sponsoringpartner sind wie üblich die Sparkasse und die
Mark E.
Kosten :
ca. 68.000 €
davon Mittel des Kulturamtes:
ca. 25.000 €
·
7. Internationales Tanztheaterfestival
TanzRäume 2007
Sechs Veranstaltungen vom 6. bis 16.6
im OPUS
Nachdem sich das Theater in 2006 nicht an dem
Festival beteiligt hatte, erarbeitet das Ballet mit Unterstützung des
Kulturamtes in diesem Jahr eine eigene Produktion für TanzRäume, die in Teilen
als Werkschau bereits im alten Gloria Kino gezeigt wurde. Somit präsentiert
sich das Tanzfestival in seinem 7. Jahr mit sechs Tanzabenden.
Erneut
sind mehrere Produktionen aus NRW eingeladen, darüber hinaus sind Compagnien
aus Spanien und Holland im Programm.
Ergänzt wird das Konzept von TanzRäume im zweiten Jahr um ein Schultanzprojekt,
das an den Festival-Vormittagen in der Fritz Steinhoff-Gesamtschule
durchgeführt wird. Ein gemeinsamer
Besuch der TanzRäume ist Bestandteil des Workshops. Das Schwerpunktthema Tanz
und Alter schlägt sich nicht nur in einem Tanzabend nieder, sondern sowohl in
der Kooperation mit der VHS und einem Tanzworkshop Tanztheater 60plus, als auch
in einem begleitenden Film, der im Kino Babylon gezeigt wird.
Regionale
Kooperationen
Der Festivalverbund
TanzSpur mit den Sommertanzwochen Dortmund und dem Tanz Schwerte in der
Rohrmeisterei wird in 2007 fort geführt. Das Marketing wird über die
NRW-Kunststiftung finanziert.
Der Verbund
“Die Drei” hat neben
Kultur Pur Siegen und TanzRäume Hagen mit Iserlohn einen neuen Partner gefunden
und wird durch die regionale Kulturpolitik der Staatskanzlei unterstützt.
Das
Marketingkonzept wurde überarbeitet. Der neue Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit
wird auf der Region Südwestfalen liegen.
Gesamtkosten: 125.000 €
davon
Kulturamt: 39.000 €
2.
Kulturelle Bildung
Im
Bereich der Kulturellen Bildung haben sich in den letzten Jahren zwei
Schwerpunktbereiche herauskristallisiert: Kunst und Schule und Interkulturelle
Arbeit. Durch die Erarbeitung des Kommunalen Handlungskonzeptes Interkultur hat
sich die Stadt Hagen verpflichtet, hier neue Arbeitsschwerpunkte zu setzen.
Forum
Interkultur
Nach
Beendigung
·
Kunstprojekt
Die Sehnsucht nach Ebene II
2007
Das interkulturelle Projekt zur Ebene II nahm in 2006 seinen sichtbaren und erlebbaren Auftakt, der in 2007 fortgesetzt werden wird. Während die Künstlerin Milica Reinhart, Hagen, gemeinsam mit Marjan Verkerk, Amsterdam, das inzwischen erarbeitete Farbkonzept überarbeitet und praxistauglich macht, kümmern sich Architekten und Statiker und die praktische Umsetzbarkeit des Licht- und Farbentwurfs. Daneben werden die Finanzierung des Gesamtprojektes und das Marketing vorangetrieben. Ein stimmiges Finanzierungskonzept wird bis zum Sommer vorliegen, so dass eine Umsetzung ab März 2008 realistisch erscheint. Die Gestaltungsmaßnahme ist mit ca. sechs Monaten zu veranschlagen. Eine entsprechende Vorlage wird zeitnah erarbeitet.
Parallel werden die interkulturellen Aktivitäten im Stadtteil weiter vorangetrieben. Die Gleichstellungsstelle gründet mit den interviewten Frauen aus Altenhagen eine neue Gruppe, die eigene kulturelle Aktivitäten entwickeln soll. Das LUTZ unter Leitung von Werner Hahn plant ein Theaterstück mit Jugendlichen auf der Grundlage des Romans “Die Farben der Liebe” von Ali Arslan, einem Schriftsteller aus Altenhagen. Der Roman wird zur Zeit ins Deutsche übersetzt. Auch das MusikOfficeHagen mit Gandhi Chahine wird sich erneut in Rapworkshops mit Jugendlichen aus Altenhagen beschäftigen.
Diese künstlerischen
Aktivitäten sollen im Herbst erarbeitet und im Laufe des Winters der
Öffentlichkeit gezeigt werden. Voraussetzung sind Zuschussmittel der Staatskanzlei,
die beantragt wurden. Ein gemeinsames
Brückenfest ist für 2008 in Planung.
Parallel wurde inzwischen das
Projekt Die Sehnsucht nach Ebene II als offizieller Teil der Bewerbung der
Stadt Hagen für die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 eingereicht. Dazu wurden die
Projektplanungen bis 2010 fortgeschrieben, die nun in einem Dialog mit
KünstlerInnen aus Hagen und darüber hinaus detaillierter konzipiert werden.
Gesamtkosten 2007: ca 50.000
€
Kulturamt: 4.000 €
·
Klangkosmos
10
Konzerte, ganzjährige Weltmusikreihe in der Offenen
Lutherkirche
Die Reihe Klangkosmos in
Zusammenarbeit mit den Kultursekretariaten und mittlerweile 24 weiteren
NRW-Städten findet in Hagen in der Offenen Lutherkirche bereits seit drei
Jahren regelmäßig statt. Zehn Konzerte laden Besucher ab 17.30 Uhr bei freiem
Eintritt zu Klangreisen in Kulturen der ganzen Welt und anschließendem landestypischen
Essen mit Gesprächen ein. Die Reihe führt unterschiedliche
Besucherströmungen zusammen, auch viele Migranten, die sich der Begegnung mit
fremden Musik-Kulturen stellen. Finanziert wird die Reihe (Kosten ca. 22.000
€) über Spenden, einem Budget der Lutherkirche und Zuschüssen des
Kultursekretariats Wuppertal ( ca. 3600 €). Veranstalter ist die Offene
Lutherkirche mit Unterstützung des Kulturamtes.
·
Klangkosmos
Schulprojekte
5 Schulworkshops im Frühjahr und Herbst 2007
Bereits 2004 hat das
Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Offenen Lutherkirche beim Sekretariat für
gem. Kulturarbeit in Wuppertal einen Antrag auf Bezuschussung nicht nur der
Klangkosmos Konzerte, sondern auch von 4 bis 6 Schul-Workshops gestellt.
Tatsächlich wurden in den vergangenen zwei Jahren Workshops durchgeführt unter Teilnahme der
Musikensembles, die am selben Abend dann in der Lutherkirche auftraten.
Auch für 2007 sind sechs Schulworkshops mit Grundschulen geplant bzw. bereits durchgeführt worden, den
die SchülerInnen mit ihren Lehrern vor- und nachbereiten.
Gesamtkosten ca 22.000 €
Kulturamt: 0 €
·
Tanz und Schule
Juni 2007
Die Professionalisierungsarbeit im Bereich Tanz soll 2007 in
Hagen fortgesetzt werden.
Dazu sollen Workshops in Schulen durchgeführt werden.
Für 2007 ist eine Umsetzung im Rahmen von TanzRäume geplant,
so dass die Idee eines Tanztheaterfestivals mit flankierenden Angeboten für
Laien realisiert wird (siehe dazu Konzeption TanzRäume 2007).
Kosten: ca.
1500 €
· Miteinander
Tanztheater 60plus
Frühjahr 2007
Nach zwei erfolgreichen Workshops gemeinsam mit der
Choreografin Barbara Cleff gelang es Kulturamt und Volkshochschule mit
Unterstützung des LUTZ - junge bühne hAGEN, erneut zwanzig SeniorInnen für
modernes Tanztheater zu begeistern. Die zum großen Teil völlig ungeübte Gruppe
probte seit Anfang des Jahres intensiv und feierte mit dem Stück”
Miteinander” im LUTZ erfolgreich Premiere. Das Projekt, von der Staatskanzlei gefördert, ist in diesem Jahr
Bestandteil von TanzRäume.
· Leselust – Südwestfälische Kinder – und Jugendbuchtage
ca. 25 Veranstaltungen , 16. Oktober – 16. November 2007
Die Kinder – und Jugendbuchtage Leselust sind mittlerweile ein fester Bestandteil kultureller Bildung in Hagen, die so von keiner anderen Institution in Hagen geleistet wird. In breiter städtischer Kooperation wird mit Schwerpunkt Leseförderung und Begegnung mit AutorInnen ein vielfältiges Programm für Hagener Schulen angeboten, das Workshops unterschiedlicher Inhalte, Film, Theater, das eigene Schreiben etc. umfasst. In diesem Jahr werden im Rahmen der Leselust erstmals ein Teil der Chamisso-Preisträger in Hagen präsentiert.
In diesem Jahr ist die Kooperation mit südwestfälischen Institutionen Gevelsberg, Iserlohn und Siegen geplant, die eine größere Verbreitung der Projektidee sowie eine Zusatzfinanzierung über die regionale Kulturförderung in Höhe von 8.000 € ermöglicht.
Gesamtkosten ca. 11.000 €
Kosten Kulturamt 3.500 €
- AutorInnen
aus NRW an Hagener Grundschulen
An 10 Hagener Grundschulen mit hohem MigrantInnenanteil wird nach den Sommerferien das von der Sparkassenstiftung geförderte Pilotprojekt “AutorInnen aus NRW an Hagener Grundschulen” starten. Idee des kulturellen Bildungsprojektes ist es, ausgewählte AutorInnen aus NRW in die ersten Klassen an 10 Grundschulen einzuladen. Die AutorInnen werden die Kinder in den ersten 4 Schuljahren in einer Patenschaft begleiten, die Klassen regelmäßig besuchen, vorlesen, von der Arbeit als SchriftstellerIn berichten, Schreibanlässe über das gesamte Schuljahr hinweg schaffen, und die Schülerinnen und Schüler während der gesamten Grundschulzeit an Lesen, Schreiben und Literatur als “Lebensmittel” heranführen.
Gesamtkosten: 12.000 €
Kosten Kulturamt: 0.000 €
·
Ernst
Meister-Preis
1 Lesung im Frühjahr/ Aufbau des Ernst Meister Raumes
Die sich an die Preisverleihung anschließenden und mit dem Preis verbundenen Lesungen der Autoren in Literaturhäusern und literarischen Institutionen werden vorbereitet, und die Autoren werden auf ihren Lesungen begleitet. Die Organisation liegt beim Kulturamt in Kooperation mit den örtlichen Veranstaltern. In 2007 ist noch eine Lesung mit den letzen Preisträgern in Münster vorgesehen, die in 2006 nicht mehr realisiert werden konnte.
Der Ernst Meister Raum in der Hochstr. 71, der im vergangenen Herbst mit einer Fotoausstellung eröffnet wurde, wird in 2007 nach und nach mit interessanten Beständen aus dem Nachlass Meisters bestückt. Dazu gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Literaturarchiv in Münster.
Gesamtkosten ca 1.500 €
Kulturamt
1,500 €
·
LiteRatia –
Bücher im Gespräch mit Prominenten
2 Veranstaltungen im April und Oktober 2007
Pfade
durch den Bücherdschungel – geschlagen von jeweils 5 Hagener Prominenten,
die aus der Menge der Neuerscheinungen rund um die Buchmessen im Frühjahr und
Herbst Buchempfehlungen geben. Pro Jahr sind zwei Veranstaltungen geplant,
wobei die Abende jeweilige
Themenschwerpunkte haben werden. Im April ist eine Krimi-LiteRatia vorgesehen. In Kooperation mit HagenMedien Stadtbücherei.
Gesamtkosten: 3.000 €
Kulturamt Kosten: 1.500 €
3. Kulturelle
Freizeitangebote und Service
Neben Beratungs- und Förderleistungen gibt das Kulturamt den monatlichen Veranstaltungskalender Impulse heraus und koordiniert die Großveranstaltungen in der City terminlich. Daneben beleben traditionelle Reihen des Kulturamtes das Hagener kulturelle Freizeitangebot.
·
Urlaubskorb
ca. 150 Veranstaltungen in den Sommerferien vom 21.6.-3.8.2007
Die seit über 20 Jahren
beliebte Angebotsreihe in den Sommerferien wird erstmals nicht mit einer
Eröffnungsparty zu Beginn der Sommerferien, sondern mit einem Frühbucherfest am
2. Juni 2007 beginnen. An diesem Tag wird im Volkspark das umfangreiche
Programm vorgestellt – als Broschüre und durch eine Vielzahl von
Darbietungen einzelner Urlaubskorb-Anbieter. Gleichzeitig können hier die
ersten Touren und Termine gebucht werden!
Das Ferienpaket beinhaltet
wiederum Tagesfahrten in die nähere und weitere Umgebung, Besichtigungen,
Radtouren etc. und einen Urlaubskorb-Ausflug mit den Hagener Dezernenten.
Gesamtkosten: 6.500 €
Kulturamt Kosten: 2.800 €
·
Hagener Weihnachtsmarkt
ca. 85 Veranstaltungen November/Dezember 2007
Die Bedeutung des Hagener
Weihnachtsmarkt als Wirtschaftsfaktor für Hagen und der Imagegewinn auch für
das Kulturamt durch ein solides und vom Publikum sehr angenommenes
Kulturprogramm wird als hoch eingeschätzt. Vor allem Familien mit Kindern sowie
ältere Besucher fühlten sich durch das Programm sehr angesprochen. Insgesamt
ist die Wahl und Zusammensetzung der über 80 Programmpunkte eine stimmige
Mischung und wird auch für 2007 ähnlich umgesetzt werden.
Die Bedeutung des in
Nordrhein Westfalen umfangreichsten (!) Kulturprogrammes wird als hoch eingeschätzt.
Kosten: ca. 27.000
€
davon Schaustellerverband: ca. 15.000 €
Büro OB: ?
Das Kulturamt stellt keine
eigenen Mittel ein.
·
Donnerstagabend Reihe
ca. 25 Veranstaltungen ganzjährig
Das Kulturamt ist einer der Partner der beliebten Vortragsreihe in der SIHK und betreut Werbung und Organisation der monatlich stattfindenden Vorträge gemeinsam mit den übrigen Partnern der Arbeitsgemeinschaft für Auslandskunde SIHK, Märkische Bank und Sparkasse.
Kosten Kulturamt: 2.000 €
· IMPULSE Kultur- und Veranstaltungskalender
erscheint monatlich
Die redaktionelle Arbeit des Hagener Kultur- und Veranstaltungskalenders IMPULSE obliegt dem Kulturamt. Dies beinhaltet die Sammlung und Sichtung sämtlicher Veranstaltungsdaten aus dem Kulturbereich, die Eingabe in eine Datenbank des Kulturinformationssystems Ruhr (KIR) und die anschließende redaktionelle Bearbeitung und Publizierung mit Hilfe eines Grafikbüros.
Zukünftig ist geplant, die Kulturveranstaltungen in den neu eingerichteten Veranstaltungskalender unter www.hagen.de einzupflegen.
·
Internet und
Newsletter
Das Kulturamt pflegt und aktualisiert den eigenen Webauftritt. Aufgrund der zahlreichen Veranstaltungen des Kulturamtes ist eine ständige Überarbeitung und Ergänzung notwendig.
Zusätzlich werden über einen Newsletter zweimal monatlich mehrere hundert Interessierte über die Aktivitäten des Kulturamtes informiert.
