Beschlussvorlage - 0394/2007

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss nimmt den Bericht zur Jahresplanung 2007 des Kulturamtes zur Kenntnis.

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Sachverhalt

Kurzfassung zur Begründung entfällt.


 Jahresplanung 2007

 
 


 

 

Das Kulturamt Hagen konzentriert sich in seinen Aktivitäten 2007 wie in den letzten Jahren auf die drei Bereiche seines Kerngeschäftes:

1. Festivals

2. Kulturelle Bildung

3. Kulturelle Freizeit und Service

 

 

 

1. Die Festivals

sind seit Jahren wiederkehrende Programmreihen, die als Leuchttürme weit in die Region strahlen und Besucher,  auch aus der weiteren Umgebung, anziehen und überregionales Medieninteresse wecken.

 

 

·        Muschelsalat 2007

9 Veranstaltungen vom 27.6. bis 22.8. jeweils mittwochs

 

Der Muschelsalat 2007 wird nach einem spektakulären Jubiläums- und WM-Jahr wieder auf sein übliches Volumen zurückgefahren. Neben Ausflügen an Veranstaltungsorte in Haspe, Hengstey und Mäckinger Bachtal wird die City wiederum Hauptaustragungsort für Straßentheater und Musikproduktionen aus aller Welt sein. Höhepunkt stellt eine erneute Lichtinstallation des Schwerter Lichtkünstlers Jörg Rost dar, der nach dem Stadtgarten nun den Bleichplatz in Hagen-Eilpe illuminieren wird.

Das 2004 übernommene Erfolgskonzept “Odysseen – Kulturen der Welt” wird auch 2007 mit drei Veranstaltungen einen Schwerpunkt des Muschelsalates bilden. Partner werden wieder WDR 5 Funkhaus Europa, Ringlokschuppen Mühlheim, Bahnhof Langendreer u. a. sein. Sponsoringpartner sind wie üblich die Sparkasse und die Mark E.

 

Kosten :                          ca. 68.000 €

davon Mittel des Kulturamtes:            ca. 25.000 €

 

 

 

·        7. Internationales Tanztheaterfestival

TanzRäume 2007

Sechs Veranstaltungen vom  6. bis 16.6  im OPUS

 

 Nachdem sich das Theater in 2006 nicht an dem Festival beteiligt hatte, erarbeitet das Ballet mit Unterstützung des Kulturamtes in diesem Jahr eine eigene Produktion für TanzRäume, die in Teilen als Werkschau bereits im alten Gloria Kino gezeigt wurde. Somit präsentiert sich das Tanzfestival in seinem 7. Jahr mit sechs Tanzabenden.

Erneut sind mehrere Produktionen aus NRW eingeladen, darüber hinaus sind Compagnien aus Spanien und Holland im Programm.

Ergänzt wird das Konzept von TanzRäume im  zweiten Jahr um ein Schultanzprojekt, das an den Festival-Vormittagen in der Fritz Steinhoff-Gesamtschule durchgeführt wird.  Ein gemeinsamer Besuch der TanzRäume ist Bestandteil des Workshops. Das Schwerpunktthema Tanz und Alter schlägt sich nicht nur in einem Tanzabend nieder, sondern sowohl in der Kooperation mit der VHS und einem Tanzworkshop Tanztheater 60plus, als auch in einem begleitenden Film, der im Kino Babylon gezeigt wird.

 

Regionale Kooperationen

 

Der Festivalverbund TanzSpur mit den Sommertanzwochen Dortmund und dem Tanz Schwerte in der Rohrmeisterei wird in 2007 fort geführt. Das Marketing wird über die NRW-Kunststiftung finanziert.

Der Verbund “Die Drei  hat neben Kultur Pur Siegen und TanzRäume Hagen mit Iserlohn einen neuen Partner gefunden und wird durch die regionale Kulturpolitik der Staatskanzlei unterstützt.

Das Marketingkonzept wurde überarbeitet. Der neue Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit wird auf der Region Südwestfalen liegen.

Gesamtkosten:           125.000 €

davon Kulturamt:           39.000 €

 

 

 

2. Kulturelle Bildung

Im Bereich der Kulturellen Bildung haben sich in den letzten Jahren zwei Schwerpunktbereiche herauskristallisiert: Kunst und Schule und Interkulturelle Arbeit. Durch die Erarbeitung des Kommunalen Handlungskonzeptes Interkultur hat sich die Stadt Hagen verpflichtet, hier neue Arbeitsschwerpunkte zu setzen.

 

Forum Interkultur

Nach Beendigung

 

 

 

 

 

 

·        Kunstprojekt  Die Sehnsucht nach Ebene II

      2007

 

Das interkulturelle Projekt zur Ebene II nahm in 2006 seinen sichtbaren und erlebbaren Auftakt, der in 2007 fortgesetzt werden wird. Während die Künstlerin Milica Reinhart, Hagen,  gemeinsam mit Marjan Verkerk, Amsterdam, das inzwischen erarbeitete Farbkonzept überarbeitet und praxistauglich macht, kümmern sich Architekten und Statiker und die praktische Umsetzbarkeit des Licht- und Farbentwurfs.  Daneben werden die Finanzierung des Gesamtprojektes und das Marketing vorangetrieben. Ein stimmiges Finanzierungskonzept wird bis zum Sommer vorliegen, so dass eine Umsetzung ab März 2008 realistisch erscheint. Die Gestaltungsmaßnahme ist mit ca. sechs Monaten zu veranschlagen. Eine entsprechende Vorlage wird zeitnah erarbeitet.

 

Parallel werden die interkulturellen Aktivitäten im Stadtteil weiter vorangetrieben. Die Gleichstellungsstelle gründet mit den interviewten Frauen aus Altenhagen eine neue Gruppe, die eigene kulturelle Aktivitäten entwickeln soll.  Das LUTZ unter Leitung von Werner Hahn plant ein Theaterstück mit Jugendlichen auf der Grundlage des Romans “Die Farben der Liebe” von Ali Arslan, einem Schriftsteller aus Altenhagen. Der Roman wird zur Zeit ins Deutsche übersetzt. Auch das  MusikOfficeHagen mit Gandhi Chahine wird sich erneut in Rapworkshops mit Jugendlichen aus Altenhagen beschäftigen.

Diese künstlerischen Aktivitäten sollen im Herbst erarbeitet und im Laufe des Winters der Öffentlichkeit gezeigt werden. Voraussetzung sind Zuschussmittel der Staatskanzlei, die beantragt wurden.  Ein gemeinsames Brückenfest ist für 2008  in Planung.

 

Parallel wurde inzwischen das Projekt Die Sehnsucht nach Ebene II als offizieller Teil der Bewerbung der Stadt Hagen für die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 eingereicht. Dazu wurden die Projektplanungen bis 2010 fortgeschrieben, die nun in einem Dialog mit KünstlerInnen aus Hagen und darüber hinaus detaillierter konzipiert werden.

 

Gesamtkosten 2007: ca 50.000 €

Kulturamt:                         4.000 €

 

 

·        Klangkosmos

10 Konzerte, ganzjährige Weltmusikreihe in der Offenen Lutherkirche

 

Die Reihe Klangkosmos in Zusammenarbeit mit den Kultursekretariaten und mittlerweile 24 weiteren NRW-Städten findet in Hagen in der Offenen Lutherkirche bereits seit drei Jahren regelmäßig statt. Zehn Konzerte laden Besucher ab 17.30 Uhr bei freiem Eintritt zu Klangreisen in Kulturen der ganzen Welt und anschließendem landestypischen Essen mit Gesprächen ein. Die Reihe führt unterschiedliche Besucherströmungen zusammen, auch viele Migranten, die sich der Begegnung mit fremden Musik-Kulturen stellen. Finanziert wird die Reihe (Kosten ca. 22.000 €) über Spenden, einem Budget der Lutherkirche und Zuschüssen des Kultursekretariats Wuppertal ( ca. 3600 €). Veranstalter ist die Offene Lutherkirche mit Unterstützung des Kulturamtes.

 

 

·        Klangkosmos Schulprojekte

5 Schulworkshops im Frühjahr und Herbst 2007

 

Bereits 2004 hat das Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Offenen Lutherkirche beim Sekretariat für gem. Kulturarbeit in Wuppertal einen Antrag auf Bezuschussung nicht nur der Klangkosmos Konzerte, sondern auch von 4 bis 6 Schul-Workshops gestellt. Tatsächlich wurden in den vergangenen zwei Jahren  Workshops durchgeführt unter Teilnahme der Musikensembles, die am selben Abend dann in der Lutherkirche auftraten.

Auch für 2007 sind  sechs Schulworkshops mit Grundschulen  geplant bzw. bereits durchgeführt worden, den die SchülerInnen mit ihren Lehrern vor- und nachbereiten.

Gesamtkosten  ca 22.000 €

Kulturamt:                    0 €

 

 

·        Tanz und Schule

Juni 2007

 

Die Professionalisierungsarbeit im Bereich Tanz soll 2007 in Hagen fortgesetzt werden.

Dazu sollen Workshops in Schulen durchgeführt werden.

Für 2007 ist eine Umsetzung im Rahmen von TanzRäume geplant, so dass die Idee eines Tanztheaterfestivals mit flankierenden Angeboten für Laien realisiert wird (siehe dazu Konzeption TanzRäume 2007).

Kosten:            ca. 1500 €

 

·        Miteinander

Tanztheater 60plus

      Frühjahr 2007

Nach zwei erfolgreichen Workshops gemeinsam mit der Choreografin Barbara Cleff gelang es Kulturamt und Volkshochschule mit Unterstützung des LUTZ - junge bühne hAGEN, erneut zwanzig SeniorInnen für modernes Tanztheater zu begeistern. Die zum großen Teil völlig ungeübte Gruppe probte seit Anfang des Jahres intensiv und feierte mit dem Stück” Miteinander” im LUTZ erfolgreich Premiere. Das Projekt, von der  Staatskanzlei gefördert, ist in diesem Jahr Bestandteil von TanzRäume.

 

 

·        Leselust – Südwestfälische Kinder – und Jugendbuchtage

ca. 25 Veranstaltungen , 16. Oktober – 16. November 2007

 

Die Kinder – und Jugendbuchtage Leselust sind mittlerweile ein fester Bestandteil kultureller Bildung in Hagen, die so von keiner anderen Institution in Hagen geleistet wird. In breiter städtischer Kooperation wird mit Schwerpunkt Leseförderung und Begegnung mit AutorInnen ein vielfältiges Programm für Hagener Schulen angeboten, das Workshops unterschiedlicher Inhalte, Film, Theater, das eigene Schreiben etc. umfasst. In diesem Jahr werden im Rahmen der Leselust erstmals ein Teil der Chamisso-Preisträger in Hagen präsentiert.

In diesem Jahr ist  die Kooperation mit südwestfälischen Institutionen  Gevelsberg, Iserlohn und Siegen geplant, die eine größere Verbreitung der Projektidee sowie eine Zusatzfinanzierung  über die regionale Kulturförderung in Höhe von 8.000 € ermöglicht.

Gesamtkosten           ca. 11.000 €

Kosten Kulturamt            3.500 €

 

 

  • AutorInnen aus NRW an Hagener Grundschulen

 

An 10 Hagener Grundschulen mit hohem MigrantInnenanteil wird nach den Sommerferien das von der Sparkassenstiftung geförderte Pilotprojekt “AutorInnen aus NRW an Hagener Grundschulen” starten. Idee des kulturellen Bildungsprojektes ist es, ausgewählte AutorInnen aus NRW in die ersten Klassen an 10 Grundschulen einzuladen. Die AutorInnen werden die Kinder in den ersten 4 Schuljahren in einer Patenschaft begleiten, die Klassen regelmäßig besuchen, vorlesen, von der Arbeit als SchriftstellerIn berichten, Schreibanlässe über das gesamte Schuljahr hinweg schaffen,  und die Schülerinnen und Schüler während der gesamten Grundschulzeit an Lesen, Schreiben und Literatur als “Lebensmittel”  heranführen.

 

Gesamtkosten:          12.000 €

Kosten Kulturamt:        0.000 € 

 

·        Ernst Meister-Preis

1 Lesung im Frühjahr/ Aufbau des Ernst Meister Raumes

 

Die sich an die Preisverleihung anschließenden und mit dem Preis verbundenen Lesungen der Autoren in Literaturhäusern und literarischen Institutionen werden vorbereitet,  und die Autoren werden auf ihren Lesungen begleitet. Die Organisation liegt beim Kulturamt in Kooperation mit den örtlichen Veranstaltern.  In 2007 ist noch eine Lesung mit den letzen Preisträgern in Münster vorgesehen, die in 2006 nicht mehr realisiert werden konnte.

Der Ernst Meister Raum in der Hochstr. 71, der im vergangenen Herbst mit einer Fotoausstellung eröffnet wurde, wird in 2007 nach und nach mit interessanten Beständen aus dem Nachlass Meisters bestückt. Dazu gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Literaturarchiv in Münster.

Gesamtkosten  ca 1.500 €

Kulturamt               1,500 €

 

 

·        LiteRatia – Bücher im Gespräch mit Prominenten

2 Veranstaltungen im April und Oktober 2007

 

Pfade durch den Bücherdschungel – geschlagen von jeweils 5 Hagener Prominenten, die aus der Menge der Neuerscheinungen rund um die Buchmessen im Frühjahr und Herbst Buchempfehlungen geben. Pro Jahr sind zwei Veranstaltungen geplant, wobei  die Abende jeweilige Themenschwerpunkte haben werden. Im April ist eine Krimi-LiteRatia vorgesehen.  In Kooperation mit HagenMedien Stadtbücherei.

Gesamtkosten:           3.000 €

Kulturamt Kosten:   1.500 €

 

3. Kulturelle Freizeitangebote und Service

Neben Beratungs- und Förderleistungen gibt das Kulturamt den monatlichen Veranstaltungskalender Impulse heraus und koordiniert die Großveranstaltungen in der City terminlich. Daneben beleben traditionelle Reihen des Kulturamtes das Hagener kulturelle Freizeitangebot.

 

 

·         Urlaubskorb

ca. 150 Veranstaltungen in den Sommerferien vom 21.6.-3.8.2007

 

Die seit über 20 Jahren beliebte Angebotsreihe in den Sommerferien wird erstmals nicht mit einer Eröffnungsparty zu Beginn der Sommerferien, sondern mit einem Frühbucherfest am 2. Juni 2007 beginnen. An diesem Tag wird im Volkspark das umfangreiche Programm vorgestellt – als Broschüre und durch eine Vielzahl von Darbietungen einzelner Urlaubskorb-Anbieter. Gleichzeitig können hier die ersten Touren und Termine gebucht werden!

Das Ferienpaket beinhaltet wiederum Tagesfahrten in die nähere und weitere Umgebung, Besichtigungen, Radtouren etc. und einen Urlaubskorb-Ausflug mit den Hagener Dezernenten.

Gesamtkosten:          6.500 €

Kulturamt Kosten:      2.800 €

 

·        Hagener Weihnachtsmarkt

ca. 85 Veranstaltungen November/Dezember 2007

 

Die Bedeutung des Hagener Weihnachtsmarkt als Wirtschaftsfaktor für Hagen und der Imagegewinn auch für das Kulturamt durch ein solides und vom Publikum sehr angenommenes Kulturprogramm wird als hoch eingeschätzt. Vor allem Familien mit Kindern sowie ältere Besucher fühlten sich durch das Programm sehr angesprochen. Insgesamt ist die Wahl und Zusammensetzung der über 80 Programmpunkte eine stimmige Mischung und wird auch für 2007 ähnlich umgesetzt werden.

Die Bedeutung des in Nordrhein Westfalen umfangreichsten (!) Kulturprogrammes wird als  hoch eingeschätzt. 

Kosten:                                    ca. 27.000 €

davon Schaustellerverband:   ca. 15.000 €

Büro OB:                                                   ?

Das Kulturamt stellt keine eigenen Mittel ein.

 

 

·        Donnerstagabend Reihe

ca. 25 Veranstaltungen ganzjährig

 

Das Kulturamt ist einer der Partner der beliebten Vortragsreihe in der SIHK und betreut Werbung und Organisation der monatlich stattfindenden Vorträge gemeinsam mit den übrigen Partnern der Arbeitsgemeinschaft für Auslandskunde SIHK, Märkische Bank und Sparkasse.

Kosten Kulturamt: 2.000 €

 

·         IMPULSE Kultur- und Veranstaltungskalender

erscheint monatlich

 

Die redaktionelle Arbeit des Hagener Kultur- und Veranstaltungskalenders IMPULSE obliegt dem Kulturamt. Dies beinhaltet die Sammlung und Sichtung sämtlicher Veranstaltungsdaten aus dem Kulturbereich, die Eingabe in eine Datenbank des Kulturinformationssystems Ruhr (KIR) und die anschließende redaktionelle Bearbeitung und Publizierung mit Hilfe eines Grafikbüros.

Zukünftig ist geplant, die Kulturveranstaltungen in den neu eingerichteten Veranstaltungskalender unter www.hagen.de einzupflegen.

 

 

 

 

·         Internet und Newsletter

 

Das Kulturamt pflegt und aktualisiert den eigenen Webauftritt. Aufgrund der zahlreichen Veranstaltungen des Kulturamtes ist eine ständige Überarbeitung und Ergänzung notwendig.

Zusätzlich werden über einen Newsletter zweimal monatlich mehrere hundert Interessierte über die Aktivitäten des Kulturamtes informiert.

 

 

 

 

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Auswirkungen

x

 Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen.

 

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Beschlüsse

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02.05.2007 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - ungeändert beschlossen