Beschlussvorlage - 0109/2007
Grunddaten
- Betreff:
-
Workshop zur Erstellung von städtebaulichen Umnutzungskonzeptenhier: Entwicklung der Fläche des ehemaligen städtischen Schlachthofes in Wehringhausen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Britta Wimpelberg
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Vorberatung
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21.02.2007
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Entscheidung
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13.03.2007
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Beschlussvorschlag
Der Bericht wird zur Kenntnis
genommen.
Die
Verwaltung wird beauftragt, für das kooperative Workshopverfahren zur Entwicklung
der Fläche des ehemaligen Schlachthofes in Hagen Wehringhausen Eigenmittel in
Höhe von voraussichtlich 8.000,- €, aus der HHST 61006000020x Stadtteilkonzeptplanung
/ Wohnumfeld, zur Verfügung zu stellen.
Sachverhalt
In einem kooperativen
Workshopverfahren, nach dem positiven Vorbild des Landeswettbewerbs Stadt macht
Platz – NRW macht Plätze - Bodelschwinghplatz Wehringhausen - , ist in
den nächsten Wochen die Qualifizierung des Konzeptes zur Entwicklung des
Schlachthofs Wehringhausen mit Bürgerbeteiligung vorgesehen.
Für die Durchführung des
Verfahrens entstehen Kosten in Höhe von voraussichtlich 8.000,- €, die
über die Haushaltsstelle des Fachbereichs Stadtentwicklung und Stadtplanung
getragen werden
Die Stadt Hagen, Fachbereich
Stadtentwicklung und Stadtplanung, plant für den Bereich des ehemaligen
städtischen Schlachthofs in Wehringhausen ein kooperatives Workshopverfahren,
um ein städtebauliches Konzept für die Fläche des ehemaligen Schlachthofes zu
erhalten. Dabei sollen bürgernahe und ökonomisch sinnvolle Nachnutzungen des
unterhaltungs- und betriebskostenintensiven Geländes gefunden werden, wobei die
bestehenden Nutzungen (Zerlegebetriebe, Lagernutzungen, Büros) mit neuen Ideen
vernetzt werden. Als neue Nutzungen sind Freizeit, Sport und stadtteilnahe
Funktionen vorstellbar
Im 19. Jahrhundert war der
städtische Schlachthof das lebendige Herzstück des unteren Wehringhausens und
der geschäftige Umschlagplatz der fleischverarbeitenden Betriebe aus Hagen und aus
den angrenzenden Nachbarkommunen. Nach der Aufgabe des Schlachthofes verkommt
der ehemalig betriebsame Platz als isolierte Brachfläche zwischen den Bahndämmen.
Gerade noch als Parkplatz und für einige Kleinbetriebe ist die Fläche mit den
dazugehörigen alten Gebäuden interessant.
Durch die geplante
Umgehungsstrasse (Bahnhofshinterfahrung) ergeben sich für den Bereich des
unteren Wehringhausens neue Entwicklungsmöglichkeiten.
Der vorhandene
S-Bahnhaltepunkt sichert eine gute öffentliche Erreichbarkeit.
Das Workshopverfahren ist
somit von Bedeutung, um dem Stadtteil Wehringhausen und dem geplanten neuen
Stadtquartier an der Ennepe Raum für Entwicklung, Innovationen und Investitionen
zu bieten.
Die gewählte Aufgabenstellung
erscheint exemplarisch für viele Quartiere im Revier. Der Handlungsbedarf ist
deutlich erkennbar. Die eklatanten Nutzungsdefizite für Alt und Jung werden in
den Planungen berücksichtigt und ausgeglichen. Ein besonderer Belang ist, dass
im Verfahren auch die Bewohnerschaft mit Migrationshintergrund in die Konzeptplanung
mit einbezogen wird. Dieser Ansatz soll konsequent verfolgt und vertieft werden.
Gleichzeitig muss eine gute städtebauliche Gestaltung und ökonomische Nutzung
in dem Konzept zur Entwicklung der Flächen und Hallen gefunden werden.
Für die Durchführung des
Qualifizierungsprozesses strebt die Stadt Hagen ein Werkstattverfahren mit drei
konkurrierenden Planungsbüros unter Beteiligung der Bürger an. Die im Workshop
entstandenen Entwürfe werden abschließend von einer Jury, besetzt aus Stadtplanern
/ Architekten, Politik und Verwaltung, beurteilt. Die Gesamtkosten des
kooperativen Workshopverfahrens betragen voraussichtlich 8.000,- €.
