Beschlussvorlage - 1061/2006
Grunddaten
- Betreff:
-
Bürger- und mittelstandsfreundliche Verwaltung
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 19 Zentrale Steuerung
- Bearbeitung:
- Regina Pott
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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14.12.2006
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Sachverhalt
Der Rat der Stadt Hagen hat auf Initiative der
Fraktion Bürger für Hagen (BfH) in seiner Sitzung am 17.11.2005 beschlossen,
das Leitziel einer bürger- und mittelstandsfreundlichen Verwaltung im
Servicezentrum Wirtschaft (SZW) zu verankern.
Die Verwaltung hat daraufhin die
Verwaltungsvorlage 0627/2006 für die Sitzung des Rates der Stadt Hagen am
31.08.2006 vorgelegt.
Im Nachgang zu der Beratung dieser Vorlage und
der Beantwortung einer Anfrage gem. § 6 der Geschäftsordnung durch die
Verwaltung in der Ratssitzung am 09.11.2006 wird mit der Verwaltungsvorlage
1061/2006 nunmehr eine kurze Projektplanung für das „Leistungsbündel
Wirtschaft“ und die „Serviceprozesse für KFZ- und
Führerscheinwesen“ wie angekündigt vorgelegt.
Der Rat der Stadt Hagen hat auf Initiative der
Fraktion Bürger für Hagen (BfH) in seiner Sitzung am 17.11.2005 beschlossen,
das Leitziel einer bürger- und mittelstandsfreundlichen Verwaltung im
Servicezentrum Wirtschaft (SZW) zu verankern.
Die Verwaltung hat daraufhin die
Verwaltungsvorlage 0627/2006 für die Sitzung des Rates der Stadt Hagen am
31.08.2006 vorgelegt.
Im Nachgang zu der Beratung dieser Vorlage und
der Beantwortung einer Anfrage gem. § 6 der Geschäftsordnung durch die
Verwaltung in der Ratssitzung am 09.11.2006 wird mit der Verwaltungsvorlage
1061/2006 nunmehr eine kurze Projektplanung für das „Leistungsbündel
Wirtschaft“ und die „Serviceprozesse für KFZ- und Führerscheinwesen“
wie angekündigt vorgelegt:
In einem übergeordneten
Projekt (Masterprojekt e-Government-Register) werden ein Ordnungsrahmen, die
Beschreibungsinhalte und Standards für ein e-Government- Register erarbeitet.
Dieses Masterprojekt wurde bereits als KDV-Projekt[1] durch die Kommunale Arbeitsgemeinschaft KDV NRW genehmigt und ist am
11.4.2006 gestartet.
Eine Neugestaltung der Arbeits- und
Dienstleistungsprozesse, ausgerichtet an Rationalisierungsnotwendigkeiten durch
Verschlankung von Verwaltungsprozessen und Bürokratieabbau ist umso
notwendiger, als Kommunalverwaltungen zunehmend Dienstleistungen als zusätzliches
„Eingangstor zur Verwaltung“ auch im Internet anbieten. Dazu sind
einheitliche Prozesse und Schnittstellen notwendig, die es zu erarbeiten gilt.
Im Rahmen des KDV-Projektes sollen die spezifischen kommunalen
Dienstleistungsprozesse im Umfeld des Unternehmensportals bzw. des
e-Government-Portals durch Analyse und Redesign bearbeitet und die jeweiligen
Arbeitsprozesse hoch integriert gestaltet werden. Dabei wird insbesondere dem
Thema Entbürokratisierung große Bedeutung beigemessen. Da die
Informationstechnologie bei der Transformation der Kommunalverwaltungen zu modernen
Dienstleistungsbetrieben eine immer stärker zunehmende Rolle spielt, sollen die
Arbeitsprozesse auch e-Government-fähig gestaltet werden.
Ein Teil dieser Betrachtung bezieht sich auf die Verwaltungsprozesse, die
unter dem Oberbegriff „Leistungsbündel Wirtschaft“ zusammengefasst
werden können.
Ein anderer Teil bezieht sich auf die „Serviceprozesse für KFZ- und Führerscheinwesen“, mit dem
Projekt wird das Ziel verfolgt, den Ordnungsrahmen und die Beschreibungsinhalte
des e-Government-Registers auszufüllen und dies beispielhaft an Hand der
Dienstleistungen für die Kundengruppe „KFZ- und Führerscheinwesen“
umzusetzen. Hierbei findet in diesem Betrachtungssegment eine kooperative
Zusammenarbeit zwischen den Städten Hagen (vertreten durch den Dezentralen
Steuerungsdienst VB 4) und Dortmund (vertreten durch das Dortmunder Systemhaus -dosys-
und die „Bürgerdienste“) statt, in dem in beiden Kommunen die
gleichen Prozesse untersucht werden und eine abgestimmte Vorgehensweise vereinbart
wird.
Die daraus resultierenden organisatorischen
Empfehlungen im Sinne der good-practise-Prozesse, insbesondere die Realisierung
in kommunalen e-Government-Angeboten, werden erarbeitet und den Kommunen in NRW
zugänglich gemacht.
Das Servicezentrum Wirtschaft
(SZW) ist vom Oberbürgermeister, der Dezentrale Steuerungsdienst (VB 4/S) vom
Vorstandsbereich 4 beauftragt worden, für diese Verwaltungsprozesse die
folgenden Arbeitsschritte zu realisieren:
§
Erhebung
bestehender Ist-Prozessabläufe durch die Fachbereiche und -ämter mit Unterstützung
durch das SZW, bzw. durch das Projekt
§
Analyse und
kritische Überprüfung der Ergebnisse sowie die grafische Darstellung der
Prozesse in Abstimmung zwischen Fachbereichen und -ämtern und dem SZW, bzw. dem
Projekt
§
Überprüfung
von wiederkehrenden Funktionen in Prozessen (Standardteilabläufe), um so die
Beschreibungen zu verkürzen und gleiche Prozessfunktionalitäten zu vereinheitlichen
§
Neumodellierung
und Beschreibung von Prozessen aus dem Dienstleistungsspektrum
§
Modellierung
und Soll-Darstellung ausgewählter Prozesse, Feststellung der Veränderungspotentiale,
Festlegung von Handlungsoptionen
§
Anregungen
zur Entbürokratisierung, zur Veränderung gesetzlicher Vorschriften sowie zur
Klärung datenschutzrechtlicher Belange formulieren, dokumentieren und
transportieren
§
Dokumentation
der Ergebnisse für eine Übertragung in das Prozessregister NRW
§ Erarbeitung von Vorschlägen für die Umsetzung der organisatorischen und technischen Veränderungen in Zusammenarbeit mit den betroffenen Fachbereichen und -ämtern
§ Für das „Leistungsbündel Wirtschaft“:
§ Festlegung von Leistungsversprechen im Sinne einer mittelstandsfreundlichen Verwaltung
Im Rahmen des
„Leistungsbündels Wirtschaft“ sollen diese Arbeiten im ersten
Schritt in den zentralen Bereichen Gewerbemeldeverfahren und gewerbliche
Baugenehmigungsverfahren (incl. der Teilprozesse in zu beteiligenden
städtischen Dienststellen) durchgeführt werden. Weitere relevante Bereiche
werden im Anschluss daran untersucht.
Im Bereich der Serviceprozesse
für KFZ- und Führerscheinwesen werden die genannten Arbeitsschritte für die in
den Anlagen 1 und 2 aufgeführten Verwaltungsprozesse realisiert. Die Arbeit des
Projektes soll bis zum 01.06.2007 abgeschlossen sein.
Für den Aufbau der
Serviceprozesse KFZ- und Führerscheinwesen ist der Zeit- und Arbeitsplan des
Teilprojektes „Serviceprozesse für die Wirtschaft“ (Anlage 3)
parallel anzuwenden, da beide Teilprozesse in das Masterprojekt eingebunden
sind.
[1] KDV steht als Abkürzung für „Kompetenzzentrum Digitale Verwaltung“, eine Zusammenarbeit des Landes mit verschiedenen Kommunen
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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29,4 kB
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2
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(wie Dokument)
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170,8 kB
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3
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(wie Dokument)
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357,9 kB
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